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Der Telebasel Talk vom 22. April 2020.
Basel

Wie meistern Sie die Krise, Herr Vischer?

Die MCH Group in einer Krise. Der Abgang mehrerer grosser Uhrenmarken hat dem Unternehmen nun einen weiteren Stoss versetzt. Ueli Vischer äussert sich dazu.

Andere wären längst mal bei einem Interview ausgerastet. Oder sie wären zurückgetreten. Seit dem Krisenjahr 2016 hat Ueli Vischer fast nur Bad News vor den Augen der Öffentlichkeit zu vertreten. Die jüngste Forderung, Ueli Vischer solle zurücktreten, erfolgte erst letzte Woche von den Grünliberalen, als gleich fünf Edelmarken der Baselworld den Rücken kehrten – um in Genf eine neue Messe zu lancieren.

Die MCH Group «zerschlagen»

Aber der Kapitän bleibt auf der Brücke, seit über 13 Jahren schon, trotzt stoisch dem Sturm des öffentlichen Unmuts. Oder aus Investoren-Forderungen, die die MCH Group jetzt «zerschlagen» wollen. Letztes Jahr gelang es Ueli Vischer noch, die Anträge des aufsässigen Zürchers Erhard Lee, der eine Strategie-Prüfung durchsetzen wollte, abzuwehren.

Der Verwaltungsrat und die Strategie

«Spätestens» an der Generalversammlung 2021 wolle er zurücktreten, verriet Ueli Vischer dem Newsportal Onlinereports.

Aber am nächsten Freitag, 24. April 2020, an der ordentlichen Generalversammlung will er sich, wie alle anderen Mitglieder, bestätigen lassen. Ohne Aktionärsstimmen wird dann die bisherige Ordnung, dass der Kanton Basel-Stadt mit zwei Regierungsleuten im Verwaltungsrat vertreten wird, durch die Einsitznahme von Tanja Soland bestätigt.

Gerade diese Regelung wurde in den vergangenen Jahren hinterfragt oder kritisiert. Die Zusammensetzung des Gremiums, aber auch die Strategie der MCH Group, waren oft Gegenstand hitziger Debatten.

Ab 18:45 Uhr im Talk vom 22. April 2020: Ueli Vischer, Verwaltungsratspräsident MCH-Group.

23 Kommentare

  1. Das ist ein Auszug meiner Beschwerde an die Ombudsstelle RTV, Dr. Oliver Sidler, Baarerstrasse 10, Postfach 7517, 6302 Zug

    Die beanstandete Sendung „Talk“ löste wegen dem Moderationsstil, der Dominanz und Arroganz von Moderator Michael Bornhäuser ein grosses Medienecho, heftige Reaktionen und ein Shitstorm in den Sozialen Medien aus (siehe am Schluss der Beschwerde die Zusammenstellung „Medienecho und Shitstorm). Kritik erntete aber auch die Redaktion von Telebasel und die Stiftung Telebasel als Veranstalter, weil der Moderator nicht ein Mitglied der Redaktion ist, sondern in einer einmaligen Ämterkumulation sowohl Mitglied des Stiftungsrates ist, Mitglied des führenden Ausschusses und Chief Executive Officer ist und seine Firma stellt auch noch den Buchhalter und Sekretär der Geschäftsleitung. Bornhäuser war zudem federführend beim Relaunch des Basler Lokal-TVs und der Digitalisierungs-Offensive. Er ist bekannt dafür, dass er auch im Umgang mit der Redaktion so arrogant auftritt wie in der beanstandeten „Talk“-Sendung. Als Stiftungsrat greift er jeweils direkt in die Redaktionsabläufe, gibt Direktiven durch, welche Themen aufzugreifen sind und wie. Mehrere Redaktionsmitglieder haben sich auch schon bei der Programmkommission von Telebasel beschwert. Einige wichtige Redaktorinnen und Redaktoren haben wegen des Führungsstils und dem Eingriff eines Stiftungsrates in die redaktionelle Freiheit.

    Dieses Verhalten eines dominanten Mitglieds des Veranstalters verstösst gegen die Konzession des Bundesamtes für Kommunikation und gegen die Rechten und Pflichten des Schweizerischen Presserates. Die Machtballung von Michael Bornhäuser in drei Gremien des Veranstalters – Stiftungsrat, Ausschuss des Stiftungsrates und CEO der Geschäftsleitung – ist ein grober Verstoss gegen Good Governance oder noch klarer der Gipfel der Bad Governance.

    In Kommentaren und in den Medien wurde Michael Bornhäuser aufgefordert, von sämtlichen Funktionen bei Telebasel zurückzutreten, einerseits wegen seinen kumulierten Funktionen, weil er ins Redaktionsgeschehen eingrifft und weil diese Talksendung «jenseits von Gut und Böse» war.Report

  2. Oha. Ich bin überrascht, wie extrem schlecht dieses „Interview“ tatsächlich geführt worden war. Damit habe ich nicht gerechnet.
    Vielleicht sollte man dem CEO von TeleBasel mal erklären, dass nicht alles Chefsache ist und er gewisse Arbeiten (wie selbst von ihm in seinem Monolog gefordert) Profis überlassen sollte.Report

  3. Der selbstgefällige Auftritt von Herrn Bornhäusser ist an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Dieses Meisterstück an selbstverliebter Selbstdarstellung dürfen in Journalistik-Kursen in Zukunft zum Paredebeispiel werden, wie man es definitiv nicht macht. Es wäre die richtige „Strategie“ für Telebasel, einen CEO, der die Grundregeln eines Interviews nicht beherrscht, nicht vor die Kamera zu lassen (die Kamera, die er am ‚Schluss vom Schluss‘ mit den Augen nicht mal findet).
    Gratulation an Herrn Vischer, dem es sogar noch geglückt ist, trotz des Redeschwalls seines Gegenübers elegant einige Fakten und sogar etwas Humor einzubringen.Report

  4. Hoffentlich ist der Moderator ein besserer Geschäftsführer wie Gesprächspartner. Als Journalist hat er sich soeben selbst disqualifiziert und bringt Schande über den Sender.
    Hätte nie gedacht, dass jemand die Unart von Schawinski steigern kann.Report

  5. Diese Zeit hätte Ueli Vischer besser nutzen können. Es fand ja gar kein Interview statt. Im Vergleich zu Bornhäusser lässt Schawinski seine Interview-Partner zu Wort kommen.Report

  6. Danke Ueli Vischer fürs edle Durchhalten! Ich wäre still aufgestanden und gegangen – das war auf Seiten des Herrn Michael Bornhäusser eine eitle Selbstbespiegelung von niedrigstem Wert. Susanne Haller.Report

  7. Der Herr Bornhäusser bringt fachlich berechtigten Input. Aber die Art und Weise, wie er das macht, diskreditiert ihn. Herr Vischer bleibt ruhig und höflich, bravo!Report

  8. Dieses Interview ist eine absolute Frechheit für den Zuschauer. Obwohl ich die Strategie der MCH überhaupt nicht goutiere stehe ich vollkommen hinter den Aussagen von Herrn Vischer. Monolog, Selbstinzenierung, keinerlei Interresse an den Antworten. Herr Bornhäusser, wechseln sie doch in den VR der MCH.Report

  9. Wie Herr Bornhäuser als CEO ist kann ich nicht beurteilen, aber lasst ihn bitte nie mehr an ein Mikrofon!
    Wenn ich ein Interview führe möchte ich die Meinung des Befragten hören und keine unqualifizierten Reden des Fragenden!
    Ihr habt bei Telebasel gute Moderatoren also bitte lasst diese ans Mikro und nicht mehr irgendwelche Selbstdarsteller!Report

  10. Kritische Fragen ja, unbedingt. Aber der CEO von Telebasel hat überhaupt nicht begriffen, was es heisst, ein Interview zu führen. Der Interviewte sollte zumindest den Hauch einer Chance haben, einmal zu Wort zu kommen. Wenn Herr Bornhäusser so viel vom Messegeschäft versteht, warum ist er dann bei Telebasel? In einem Verwaltungsrat sehe ich ihn eher nicht. Da möchten auch andere gern einmal reden.Report

  11. Michael Bornhäusser hat viel geredet und nichts gesagt, Ueli Vischer hat wenig geredet und nichts gesagt. Beide haben nur Gemeinplätze wiederholt, die die am Tagesgeschehen interessierte Zuschauerin schon kannte. Bornhäusser mahnt die Messe, Profis in den VR zu holen, führt das Gespräch mit Vischer aber wie ein Anfänger. Telebasel hat es Vischer viel zu einfach gemacht. Der lehnt sich am Ende der Sendung zurück und sagt (zurecht), er sei gar nicht zu Wort gekommen. Die Steilvorlage der schlechten Zahlen und fehlenden Ideen bei der MCH Group hat Bornhäusser nicht genutzt, um von Vischer Klartext zu hören. Wenn ich am Ende des Gesprächs mehr von der Meinung des Interviewers weiss, als von der Meinung des Interviewten, ist das journalistisch leider ein kompletter Reinfall.Report

  12. M. Bornhäusser übertrifft mit diesem Auftritt sogar die Arroganz eines René Kamm, was bekanntlich nicht einfach ist. Für den Zuschauer brachte dieser Talk dadurch keinerlei Mehrwert. Schade um die investierte Zeit. Bleibt also zu hoffen, dass Telebasel unter diesem CEO nicht das gleiche Schicksal erlebt wie die Baselworld…Report

  13. typisch für die heutige Zeit, zeigt es, dass solche „Kurz-Interviews“ für die Katz sind…

    schade das der Moderator spricht wie ein Radio (auch wenn er zu +/- 100% recht hat!).

    Man hätte da eine Stunde einplanen sollen – die Antworten, (einzelne Antworten!), auf einzelne konkrete Fragen, hätten dann die „Vorwürfe“ automatisch bestätigt und Strategie, VR und GL der letzten 10-15 Jahren von alleine „disqualifiziert“….

    so wie’s rausgekommen ist, muss man dem VRP recht geben: es war eine „Show“ vom Moderator… schade.Report

  14. Ein absolut respektloses und unprofessionelles Interview, das diese Bezeichnung nicht verdient. Der Interviewer hat die meiste Zeit aus seinen Unterlagen doziert und seinen Gast, einen verdienten ehemaligen Regierungsrat und angesehenen Anwalt, desavouiert und abgekanzelt.Report

  15. Nicht einfach anzuschauen dieses Interview aber völlig gerechtfertigt und richtig gut gemacht von dem CEO von Telebasel. In meinen Augen klar aufgedeckt dass mit der starken Baselworld im Rücken dieser Verwaltungsrat sowie die operative Führung der Messe die Welt und ihren Wandel völlig verschlafen hat. Das Herunterbeten einer sogenannten Strategie welche rein gar nichts aussagt war schmerzhaft für einen Steuerzahler…
    Das verschnupfte Reagieren von Herrn Vischer auf vielleicht etwas direkter adressierte Kritik als er sich das auf seinem Heimatkanal gewohnt ist zeigt nur noch klarer auf dass diesem Verhalten Überforderung, Arroganz und Hilfslosigkeit zugrunde liegt… Der Moderater scheint kompetenter als Verwaltungsrat als diese Herren welche durch den Daig ihre Rollen auf Lebzeiten erhalten und anschliessend halten…. Ein Trauerspiel.Report

  16. Herrr Vischer hat es immer noch nicht begriffen, dass das Schiff am sinken ist und zwar senkrecht! Die Fragen und Darstellungen des Journalisten waren richtig und nicht übertrieben! Das sind keine Profis im VR! Schieben die Schuld an Corona und anderen Äusserlichkeiten! Dabei haben die seit längerem auf ihren goldenen VR Sitzen geschlafen und Steuergelder verlocht! Keine Ahnung haben vom aktuellen Messe- und Kongress- Geschehen und dem Journalisten Arroganz vorwerfen, weil er sich gut darüber informiert hat und sich aktiv mit den Themen beschäftigt. Vielleicht mehr als der gesamte VR! Ihm Arroganz vorzuwerfen ist Arrogant Herr Vischer! Treten Sie züruck und zwar ohne Abfindung und überlassen sie den Sitz einem Profi!Report

  17. Das schlechteste Interview aller Zeiten. Könnte an der Journalistenschule als Super Beispiel dienen. Bravo Herr Vischer – Gut geschlagenReport

  18. Heisst die Sendung nicht Telebasel Talk?
    Schön haben wir alle den CEO von Telebasel kennenlernen dürfen.
    Gut er hat nicht ganz das Konzept der Sendung begriffen, denn von Herrn Fischer haben wir leider keine Neuigkeiten erfahren können. Schlicht und einfach, weil nur einer geredet hat und leider auch keine Neuigkeiten verkündet hat. Ich nehme an als CEO kann dieser auch permanente Redezeit ohne Gast buchen, falls er das für nötig hält.
    So ein unfähiges und arrogantes Auftreten habe ich tatsächlich noch in keiner Talk-Sendung erlebt, auch nicht bei anderen Sendern, die wir hier in der Region empfangen dürfen.
    Aber wenigsten haben wir gewisse neue Erkenntnisse aus dieser Sendung mitnehmen dürfen:
    1. CEO nicht mehr vor die Kamera!
    2. Er besitzt eine Goldkarte und geht an jede Messe!
    Und das Wichtigste: Chapeau Herr Fischer sehr gut gemacht in dieser Situation.Report

  19. Schade, dass der CEO von Telebasel anscheinend nicht verstanden hat, dass es beim talk um ein Interview und nicht um einen Monolog geht. Bornhäusser war nicht nur unangenehm belehrend, sondern gar frech. Obwohl er Vischer kaum zu Wort kommen liess, bewies dieser Grösse und blieb ruhig. Chapeau!Report

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