Insgesamt lagen die Temperaturen in Europa in den vergangenen fünf Jahren zwei Grad über der durchschnittlichen Temperatur in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. (Bild: Keystone)
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2019 war heissestes Jahr in der Geschichte Europas

2019 war es so warm wie noch nie in Europa. Die Jahresdurchschnitts-Temperatur lag 1,24 Grad über dem bisherigen Durchschnitt.

In Folge einer Reihe extremer Hitzewellen wurden gemäss dem am m Mittwoch veröffentlichten Bericht insbesondere im Juni und Juli Hitzerekorde unter anderem in Deutschland, Frankreich und Grossbritannien gebrochen.

Weite Teile Südeuropas litten unter Dürren und die Temperaturen in der Arktis lagen fast ein Grad über dem üblichen Jahresdurchschnitt.

Insgesamt lagen die Temperaturen in Europa in den vergangenen fünf Jahren zwei Grad über der durchschnittlichen Temperatur in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, wie aus den Daten des Copernicus-Dienstes hervorgeht. Elf der zwölf wärmsten Jahre in Europa fallen in die Periode zwischen 2000 und 2019.

Weltweit betrachtet war 2019 das zweitheisseste Jahr nach 2016. Damals hatte das Wetterphänomen El Niño die weltweiten Temperaturen auf absolute Rekordhöhe getrieben. «Ein ungewöhnlich warmes Jahr stellt noch keinen Erwärmungstrend dar», erklärte der Leiter des Copernicus-Dienstes, Carlo Buontempo. Um detaillierte Informationen über den Klimawandel zu erhalten, müsse die langfristige Entwicklung betrachtet werden.

Klimafreundlicher Corona-Effekt geht vorbei

Zahlreiche Staaten haben im Pariser Klima-Abkommen vereinbart, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Selbst wenn sie all ihre Zusagen zum Klimaschutz einhalten, sind sie davon allerdings weit entfernt.

Für 2020 wird wegen der im Zuge der Corona-Pandemie schwächelnden Wirtschaft mit einem Rückgang des Kohlendioxidausstosses gerechnet. Allerdings gehen Experten davon aus, dass die Emissionen wieder zunehmen werden, sobald ein Impfstoff gefunden wurde und die Wirtschaftsaktivitäten wieder voll anlaufen.

Nach der Corona-Krise könnte sich die Klima-Krise verschärfen, falls «Hilfsprogramme für die fossile Brennstoffindustrie und fossilienintensive Sektoren nicht von einem Übergang zu sauberen Technologien abhängig gemacht werden», sagte Cameron Hepburn, Leiter der Smith School of Enterprise and the Environment an der Oxford-Universität.

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