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Schweiz

Zahl der Corona-Toten steigt in Italien auf über 25’000

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Thunberg: Klima-Krise herrscht trotz Corona-Krise

Greta Thunberg erinnert daran, die Klima-Krise trotz Corona weiterhin eine direkte Bedrohung sei. Man müsse mit beiden Krisen gleichzeitig hantieren können. Alles zum Thema können Sie hier nachlesen.

Greta Thunberg erinnert: Die Klima-Krise bleibt auch in der Corona-Krise bestehen. (Bild: Keystone)
Provisorische Leichenhalle im Madrider Eissportpalast wieder geschlossen

Der Regierungschef des von der Corona-Krise besonders schwer getroffenen Spaniens, Pedro Sánchez, hat eine «langsame und schrittweise» Lockerung der Anti-Corona-Massnahmen ab Mitte Mai in Aussicht gestellt. Bei der Parlamentsdebatte über die dritte Verlängerung des Notstandsplans zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie bis zum 9. Mai betonte der Sozialdemokrat am Mittwoch, das Land müsse sozusagen auf Sicht aus der Krise zu einer «neuen Normalität» gesteuert werden. Niemand solle auf «endgültige Entscheidungen» hoffen, es werde «Fortschritte und Rückschläge» geben.

Der lange Weg zurück: In Spanien beruhigt sich die Situation um die Corona-Situation langsam. Dennoch sterben immer noch viele Menschen. (Bild: Keystone)

Auf dem langen Weg zurück aus der Corona-Krise hat die spanische Hauptstadt Madrid am Mittwoch die provisorische Leichenhalle im Eissportpalast indes nach knapp einem Monat wieder schliessen können.

Immer weniger Corona-Patienten auf französischen Intensiv-Stationen
Die Zahlen der französischen Corona-Patienten auf Intensiv-Stationen sinken. (Bild: Keystone)

In Frankreich lässt der Druck auf die Krankenhäuser in der Corona-Krise weiter langsam nach. Die Zahl der Menschen, die wegen Covid-19 auf einer Intensivstation behandelt werden müssen, ist seit rund zwei Wochen rückläufig, wie Gesundheitsdirektor Jerôme Salomon am Mittwochabend sagte. Derzeit würden dort 5218 Patientinnen und Patienten behandelt. Das sind fast 2000 weniger als noch vor zwei Wochen. Auch die Zahl der Covid-19-Erkrankten, die im Krankenhaus behandelt werden, gehe weiterhin zurück. Es sind derzeit mehr als 29 700.

Insgesamt zählt Frankreich am Mittwochabend 21 340 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 – davon 13 236 in Krankenhäusern und 8104 in Altersheimen. Innerhalb von 24 Stunden sind in beiden Einrichtungen insgesamt 544 neue Todesfälle gemeldet worden.

Über 5000 Tote in Deutschland

In Deutschland sind bis Mittwochabend mehr als 147’400 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.30 Uhr: Mehr als 144’700 Infektionen). Mindestens 5’018 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.30 Uhr: 4738). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 91’500 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch hierzulande mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Über 5000 Corona-Tote zählt Deutschland mittlerweile. (Bild: Keystone)
Litauen verlängert Qurantäne

Litauen hat die Quarantäne wegen der Coronavirus-Pandemie erneut um zwei weitere Wochen bis zum 11. Mai verlängert, aber auch weitere Lockerungen der strengen Schutzvorschriften vorgenommen. Die Regierung des baltischen EU-Landes gab am Mittwoch grünes Licht für die zweite Phase eines vierstufigen Plans, wie die Staatskanzlei in Vilnius mitteilte. Damit können von Donnerstag an alle Einzelhandelsgeschäfte – auch diejenigen in Einkaufszentren – wiedereröffnet werden. Weitere Lockerungen für Kultur-, Freizeit- und Sporteinrichtungen treten zur kommenden Woche in Kraft.

40 der 77 Berner Todesfälle in Alters- und Pflegeheimen

40 der 77 Menschen, die im Kanton Bern bisher an Covid-19 gestorben sind, lebten in einem Alters- und Pflegeheim. Das gab die kantonale Gesundheitsdirektion am Mittwoch bekannt.

Besonderes Augenmerk legten die Behörden zuletzt auf den Berner Jura. Dort wurden die Bewohnerinnen und Bewohner sowie Angestellten sämtlicher Alters- und Pflegeheime durchgetestet, nachdem Anfang April in einem Heim ein Covid-19-Ausbruch mit 29 Erkrankungen bekanntgeworden war.

Über die Hälfte aller Corona-Todesfälle im Kanton Bern wurden in Altersheimen verzeichnet. (Bild: Keystone)
Serie-A-Entscheid lässt auf sich warten

Wann wird in Italien wieder Fussball gespielt? Das Datum der Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Serie A ist weiterhin unklar. Seit Anfang März rollt kein Ball mehr in Italien. Alle Infos zum Thema können Sie hier nachlesen.

New York plant Parade für Mitarbeiter des Gesundheitssystems

Nach dem Ende der Coronavirus-Pandemie sollen die Mitarbeiter des Gesundheitssystems und die Rettungskräfte in New York mit einer grossen Konfettiparade gefeiert werden. «Wenn der Tag kommt, an dem wir das vibrierende wunderschöne Leben dieser Stadt wieder starten können, dann ist das erste, was wir machen werden, eine Konfettiparade für unsere Gesundheits- und Rettungskräfte», sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Dienstagabend (Ortszeit). «Wir werden diejenigen ehren, die uns gerettet haben.»

De Blasio kündigte bei einer Pressekonferenz «die grösste, beste Parade» an, «um unsere Helden zu ehren – so wie das nur New York kann». Mit der Parade solle auch die «Wiedergeburt von New York» gefeiert werden.

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio will nach der Corona-Krise eine Parade für Mitarbeiter des Gesundheitssystems und Rettungskräfte veranstalten. (Bild: Keystone)
Todesopferzahl in Italien steigt auf 25'000

Gut zwei Monate nach den ersten Meldungen zum Corona-Ausbruch in Italien hat die Zahl der registrierten Toten dort die Schwelle von 25’000 überschritten. Der Zivilschutz in Rom berichtete am Mittwoch, dass innerhalb von 24 Stunden 437 neue Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit verzeichnet worden seien.

Damit stieg die offizielle Opferzahl auf 25’085. Insgesamt zählten die Behörden in dem Mittelmeerland seit Februar gut 187’000 Menschen, die positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden waren.

 

25’085 Todesopfer werden mittlerweile in Italien beklagt. (Bild: Keystone)

In den vergangenen zwei Wochen hatte sich die Infektionskurve insgesamt deutlich abgeflacht. Aus den Krankenhäusern im stark betroffenen Norden kamen positive Signale der Entlastung. Die Regierung in Rom kündigte diese Woche an, dass die Corona-Beschränkungen ab dem 4. Mai allmählich gelockert werden sollten.

Kauflaune im Euro-Raum sinkt
Die Kauflaune im Euro-Raum sank im April deutlich. (Bild: Keystone)

Die Kauflaune der Verbraucher im Euro-Raum hat sich im April spürbar verschlechtert. Das Barometer für das Konsumentenvertrauen fiel um 11,1 Punkte auf minus 22,7 Zähler, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten der EU-Kommission hervorgeht.

Es rutschte damit unter seinen langjährigen Durchschnitt von minus 11,1 Punkten und in die Nähe seines Rekordtiefs, das in der Finanzkrise 2009 markiert wurde. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit minus 19,6 Zählern gerechnet.

Koch: Öffnung der Schule kein Risiko

Am 11. Mai soll der Unterricht an obligatorischen Schulen wieder aufgenommen werden. Dieser Entscheid des Bundesrats hat zu einer Kontroverse über die Übertragung des Coronavirus durch Kinder geführt. Nach Ansicht der Bundesbehörden ist das Risiko vertretbar.

Die Öffnung der Schulen bilde kein Risiko, sagt Daniel Koch vom BAG am Mittwoch. (Bild: Keystone)

Daniel Koch, Delegierter für Covid-19 beim Bundesamt für Gesundheit, verwies auf die Auskunft führender Schweizer Kinderinfektiologen. Diese hätten bestätigt, dass sich Kinder selten infizierten und dass sie das Virus selten übertrügen, sagte er am Mittwoch vor den Bundeshausmedien. Erste Studien bestätigten das. «Die Kinder können zur Schule, ohne dass man Risiken eingeht», sagte Koch.

Weniger Straftaten in Berlin
In der Corona-Krise wurden in Berlin deutlich weniger Straftaten verzeichnet. (Bild: Keystone)

Schlechte Zeiten für Kriminelle: In der Corona-Krise ist die Zahl der in Berlin erfassten Straftaten deutlich gesunken.

Allein in der vergangenen Woche wurden fast 65 Prozent weniger Wohnungseinbrüche als im Vorjahreszeitraum registriert, Taschendiebstähle gingen um knapp 61 Prozent zurück, wie die Polizei in der deutschen Hauptstadt am Mittwoch auf Anfrage mitteilte. Auch der Diebstahl von Autos sank drastisch (minus 76,8 Prozent).

BAG weitet Tests aus

Der Lockdown soll nach und nach durch die konsequente Isolation von Coronavirus-Infizierten und deren Kontaktpersonen abgelöst werden. Damit die Fälle auch entdeckt werden, weitet das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Tests aus.

Es hat am Mittwoch die Testkriterien für Covid-19 angepasst: Neu sollen alle Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung mit oder ohne Fieber, mit Muskelschmerzen oder Geruchs- oder Geschmacksverlust getestet werden. In Spitälern, Alters- und Pflegeheimen soll noch breiter getestet werden können.

Wirtschaftskommission setzt Bundesrat unter Druck

Der Wirtschaftskommission des Nationalrats (WAK) geht die Lockerung des Lockdowns zu wenig schnell. Sie erwartet vom Bundesrat mehr Planbarkeit und Rechtssicherheit für die Unternehmen und hat verschiedene Motionen verabschiedet.

Die WAK plädiert für eine schnelle Wiederaufnahme des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens, wie die Parlamentsdienste am Mittwoch mitteilten. Sie belässt es nicht bei Empfehlungen, sondern will die Regierung mit verschiedenen Vorstössen zum Handeln zwingen.

Maurer: «Wir bewegen uns in der Grössenordnung eines Jahresbudgets.»

Finanzminister Ueli Maurer hat erste Aussagen dazu gemacht, wie hoch das Defizit des Bundes Ende Jahr unter dem Strich ausfallen könnte. Er rechne wegen der Corona-Krise derzeit mit rund 80 Milliarden Franken. «Wir bewegen uns in der Grössenordnung eines Jahresbudgets.»

Die Arbeitslosigkeit werde das Defizit am Ende des Jahres massiv beeinflussen, sagte Maurer am Mittwoch vor den Bundeshausmedien. Wenn mehr Personen als befürchtet den Job verlören, habe das Folgen für den Bund. Auch die Frage, wie viel der Bund vom Defizit der Arbeitslosenversicherung übernehme, sei offen und beeinflusse die Schlussrechnung. Eine genauere Analyse werde der Bund im dritten Quartal 2019 vornehmen.

«Wir bewegen uns in der Grössenordnung eines Jahresbudgets.», so Bundesrat Ueli Maurer vor den Bundeshausmedien. (Bild: Keystone)
Renault startet Produktion

Der Autobauer Renault hat nach mehreren Wochen Stillstand wegen der Coronavirus-Pandemie die Produktion an mehreren Standorten in Frankreich wieder aufgenommen. In den Fabriken in Cléon, Le Mans und Choisy-le-Roi werde seit dieser Woche wieder produziert, bestätigte eine Sprecherin des Unternehmens am Mittwoch. Die Wiederaufnahme der Produktion gehe jedoch nur «sehr sehr schrittweise» und mit wenigen Arbeitern vonstatten, sagte die Konzernsprecherin. Die Vorgaben der Gesundheitsbehörden würden strikt eingehalten.

Renault fährt die Produktion in Frankreich wieder hoch. (Bild: Keystone)
Ostschweizer Kantone fordern Lockerung

Der Reihe nach haben die Regierungen der Kantone St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Thurgau den Bundesrat in Medienmitteilungen kritisiert: Sie alle fordern eine schnellere Lockerung für die Geschäfte. Sie habe den Bundesrat in einem Schreiben aufgefordert, die Lockerungen schneller umzusetzen, teilte die St. Galler Regierung am Dienstagabend mit. Die Folgen seien «wirtschaftlich zu gravierend».

Ab dem 27. April 2020 würden die Sortimentsbeschränkungen in Lebensmittelläden aufgehoben. Damit entstehe «eine nicht vertretbare Wettbewerbsverzerrung zu Lasten des Detailhandels». Verschiedene Branchen hätten mit Konzepten bereits aufgezeigt, wie sich die Öffnung gesundheitspolitisch korrekt umsetzen lasse. Im Fokus solle nicht mehr das Sortiment stehen, «sondern die Möglichkeit, Hygiene- und Abstandsvorschriften einzuhalten».

Tessin verlängert Krisenfenster um eine Woche

Die Tessiner Regierung hält auch kommende Woche an ihren restriktiven Massnahmen fest und verlängert das Krisenfenster um weitere sieben Tage. Im Unterschied zur übrigen Schweiz öffnen Coiffeurgeschäfte, Baumärkte und Gartencenter frühestens am 3. Mai. Weitere Informationen zum Thema gibt es hier.

Noch bleiben die Strassen leer in Locarno: Das Tessin verlängert das Krisenfenster um weitere sieben Tage. (Bild: Keystone)
Armee liefert wöchentlich eine Million Masken an Detailhändler

Das VBS hat bis Anfang April 100 Millionen Masken eingekauft. Noch wurden nicht alle geliefert. Ab nächster Woche wird die Armeeapotheke täglich eine Million Masken an führende Detailhändler liefern, wie VBS-Vorsteherin Viola Amherd am Mittwoch vor den Medien erklärte.

(Video: Keystone-SDA)

Südafrika mobilisert Zehntausende Soldaten gegen Coronavirus

Zur Umsetzung seiner Beschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus mobilisiert Südafrika jetzt seine Streitkräfte.

Aus einem am Mittwoch vom Verteidungsministerium bestätigten Schreiben ans Parlament geht hervor, dass zusätzlich zu den 2820 eingesetzten Soldaten weitere 73’180 Militärs aufgeboten werden sollen. Präsident Cyril Ramaphosa begründet das in dem Schreiben mit der Aufrechterhaltung der Ordnung, aber auch der Grenzkontrollen.

In Südafrika werden Zehntausende Soldaten gegen das Coronavirus aufgeboten. (Bild: Keystone)

Berset: Progressive Öffnung möglich

Der Bundesrat Alain Berset sagte an der Medienkonferenz vom Mittwochnachmittag, dass mit einer progressiven Öffnung begonnen werden könne. Die Bevölkerung müsse sich aber weiterhin an die Verhaltensregeln halten wie Abstand halten und häufiges Händewaschen. Nur so könne eine strikte Eindämmungsstrategie verfolgt werden. Der Entscheid, ob im Sommer mehrere Leute gemeinsam auf einer Aussichtsterrasse etwas konsumieren können, entscheide sich in den nächsten Wochen, meine Berset weiter.

(Video: Keystone-SDA)

Keine Missbrauchs-Fälle bei Krediten des Bundes

Laut Finanzminister Ueli Maurer hat der Bund bisher 109’000 Bürgschaften im Umfang von 17 Milliarden Franken bewilligt. Ihm sei bisher kein konkreter Fall von Missbrauch bekannt. Der Bund rechne auch langfristig mit Missbräuchen «deutlich unter einem Prozent».

(Video: Keystone-SDA)

Golf und Tennis ab Mai wieder möglich

(Video: Keystone-SDA)

Bald soll wieder Leben in die verlassenen Sportplätze einkehren: Ab Mai sollen Sportaktivitäten ohne Körperkontakt wie Tennis oder Golf wieder stattfinden können. Das sagte Verteidigungsministerin Viola Amherd. Weitere Informationen zum Thema gibt es hier.

Bald gibt es wieder Matches auf den leeren Schweizer Tennisplätzen. Ab Mai sind Sportarten ohne Körperkontakt wieder erlaubt in der Schweiz. (Bild: Keystone)
Freiburger Kantonsregierung schnürt weiteres Hilfspaket

Freiburgs Kantonsregierung will wegen des Coronavirus die Freiburger Wirtschaft mit weiteren 18 Millionen Franken unterstützen. Zu den Massnahmen gehört, dass der Kanton Freiburg eingemieteten Unternehmen eine Monatsmiete übernimmt, falls der Vermieter mitspielt.

Wie die kantonale Volkswirtschaftsdirektion am Mittwoch mitteilte, sieht der Mechanismus vor, dass über eine Zeitspanne von drei Monaten hinweg der Unternehmer eine Monatsmiete übernimmt. Der Kanton Freiburg übernimmt ebenfalls eine Miete und der Eigentümer die dritte Monatsrate.

Erste Todesopfer in den USA früher als bisher angenommen

In den USA ist es bereits früher zu ersten Todesopfern im Zusammenhang mit einer Infektion durch das neuartige Coronavirus gekommen als bislang bekannt. Die Gesundheitsbehörden des Bezirks Santa Clara teilten am Dienstagabend (Ortszeit) mit, Gerichtsmediziner hätten bei zwei Toten Autopsien ausgeführt, die am 6. und 17. Februar gestorben seien.

Die ersten Corona-Todesfälle wurden bereits anfangs und Mitte Februar in den USA verzeichnet, wie Autopsien belegen. (Bild: Keystone)

Die US-Gesundheitsbehörde CDC habe nun bestätigt, dass in Gewebeproben das Sars-CoV-2-Virus festgestellt worden sei. Die US-Behörden hatten am 29. Februar im Bundesstaat Washington das erste Todesopfer infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet.

Schweizer wollen häufiger lokal einkaufen

Die Pandemie könnte das Einkaufsverhalten der Schweizerinnen und Schweizer nachhaltig verändern: Ein Drittel der Schweizer will nach der Corona-Krise häufiger lokal einkaufen. Dies zeigt eine Befragung der App Profital. Die Mehrheit der Konsumenten traut sich zudem nach Aufhebung der Corona-Einschränkungen nicht direkt wieder in die Läden. Alles zur Befragung erfahren Sie hier.

Berset-Spruch wird zum beliebten T-Shirt

«So schnell wie möglich und so langsam wie nötig», dieser Spruch von  Gesundheitsminister Alain Berset wird nun auch auf T-Shirts gedruckt. Bereits über 3000 Exemplare wurden bisher verkauft. Alle Informationen zum Thema finden Sie hier.

(Video: Keystone-SDA)

Deutschland führt Maskenpflicht im ganzen Land ein

Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus müssen sich die Menschen in allen deutschen Bundesländern auf das Tragen von Masken einstellen. Am Mittwoch kündigte mit dem norddeutschen Bremen auch das letzte Bundesland eine Plicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes an: Sie solle am Freitag beschlossen werden und ab Montag für den Nahverkehr und das Einkaufen gelten, teilte ein Sprecher der Landesregierung mit.

 Im ÖV und beim Einkaufen: Deutschland führt Maskenpflicht im ganzen Land ein. (Bild: Keystone)

Eine Tragepflicht soll in allen 16 Bundesländern im öffentlichen Nahverkehr und mit wenigen Ausnahmen auch beim Einkaufen gelten. Ausschliesslich in der deutschen Hauptstadt Berlin sowie dem umgebenden Bundesland Brandenburg – ausserhalb seiner Landeshauptstadt Potsdam – ist ein Mund-Nasen-Schutz ab Montag nur im öffentlichen Nahverkehr verpflichtend.

Soldaten dürfen Corona-Einsatz als WK anfreichnen

Schweizer Soldaten, die im Kampf gegen die Corona-Pandemie im Einsatz stehen, können sich nun doch mehr als einen Wiederholungskurs anrechnen lassen. Zudem sollen die Armee-Angehörigen den vollen Lohn erhalten. Dies teilt Bundesrätin Viola Amherd an der Medienkonferenz vom Mittwoch mit. Alles zum Thema erfahren Sie hier. 

Schweizer Soldaten, die in der Corona-Pandemie im Einsatz stehen, sollen nun doch voll entlohnt werden. (Bild: Keystone)
Lebensmittel-Sortiment wird eingeschränkt

Das Sortiment in Lebensmittelläden bleibt nun doch eingeschränkt. Das hat der Bundesrat am Mittwoch entschieden und revidiert den Entscheid von letzter Woche. Alles zum Thema erfahren Sie hier.

Der Bundesrat revidiert einen Entscheid von vergangener Woche: Das Sortiment in Lebensmittel-Läden bleibt trotzdem eingeschränkt. (Bild: Keystone)
154 Millionen Franken für Schweizer Start-Ups

(Video: Keystone-SDA)

Auch Jungunternehmer sollen bald Corona-Notkredite erhalten. Bund und Kantone stellen Bürgschaften in Höhe von bis zu 154 Millionen Franken in Aussicht. Mehr Informationen zum Thema gibt es hier.

154’000 Franken sollen den Schweizer Start-Ups in der Corona-Krise zugute kommen. (Bild: Keystone)
«Tag des Schweizer Bieres» mit digitalen Aktionen
Der «Tag des Schweizer Bieres» soll trotz der Corona-Krise stattfinden: Mit digitalen Aktonen. (Bild: Keystone)

Am Freitag ist der «Tag des Schweizer Bieres». Dies Festivitäten rund um den Event wurden aufgrund der Corona-Krise abgesagt. Dennoch wollen der Schweizer Brauerei-Verband und seine Brauereien feiern. Sie planen für den Tag des Schweizer Bieres verschiedene digitale Aktionen. Zum einen feiert an jenem Tag ein Imagefilm Premiere, der mit viel Emotionen die Schweizer Braukunst und -kultur hochleben lässt, wie die Verantwortlichen mitteilen. Zum anderen wird es verschiedene Gewinnspiele mit tollen Preisen geben. Ausserdem wurde für die Schweizer Bierfans der Hashtag #tdsb2020 lanciert.

Dritter Schweizer Vorlesetag findet trotz Corona statt

Zu Hause, am Telefon, via Videokonferenz – der dritte Schweizer Vorlesetag am 27. Mai findet trotz Corona-Krise statt. Online wird man auch einigen Prominenten zuhören können: So werden etwa Kabarettistin Patti Basler oder die Ex-Skirennfahrerin und Olympiasiegerin Dominique Gisin vorlesen. Man rufe dazu auf, sich im familiären Umfeld zu arrangieren, sich innerhalb der Familie vorzulesen oder den Grosseltern am Telefon eine Geschichte zu erzählen, teilte das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) am Mittwoch in einem Communiqué mit.

Patti Basler zählt zu den Promis, die am dritten Schweizer Vorlesetag mitmachen. (Bild: Keystone)

Es sei auch weiterhin möglich, Vorleseaktionen in Schulen, Kindergärten und Horts auf der SIKJM-Website anzumelden. Ob und wie diese am Vorlesetag stattfinden können, wird bekanntgegeben, sobald die Weisungen des Bundes für diesen Tag bekannt sind. Alle öffentlichen Veranstaltungen, die dieses Jahr im Rahmen des Schweizer Vorlesetags stattgefunden hätten, fallen aus.

Für Hörbehinderte ist Information entscheidende Herausforderung

Information ist ein entscheidender Faktor während der Pandemie, wie Sandrine Burger, Mediensprecherin beim Schweizerischen Hörbehindertenverband, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Zu Beginn hätten Hörbehinderte etwa Schwierigkeiten gehabt, an nicht geschriebene Informationen der Behörden heranzukommen.

Unterdessen habe das Bundesamt für Gesundheit reagiert, erklärte Burger. Innert zwei Wochen sei ein rundes Dutzend Videos aufgeschaltet worden. Die Fernsehsender der SRG liessen die Medienkonferenzen des Bundes in Gebärdensprache übersetzen. Im Allgemeinen seien die Reaktionen auf die Bedürfnisse Hörbehinderter rasch erfolgt. (sda)

Hörbehinderte hätten zu Beginn der Corona-Krise Schwierigkeiten gehabt, an nicht geschriebene Informationen der Behörden heranzukommen. Unterdessen habe das Bundesamt für Gesundheit reagiert. (Symbolbild: Keystone)
Ölpreiskapriolen gehen weiter

Am Rohölmarkt geht es weiterhin turbulent zu. Nachdem seit Montag vor allem US-Rohöl unter Druck gestanden hatte, erwischte es zur Wochenmitte auch die europäische Sorte Brent.

Der Preis für ein Fass (159 Liter) fiel am Mittwoch bis auf 15,98 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit 1999. Auch für die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) ging es weiter bergab, allerdings bremste die Talfahrt insgesamt etwas ab. (sda)

Kein Berner Kantonales in diesem Jahr

In diesem Jahr findet kein Berner Kantonales statt. Das im Juli in Aarberg geplante Schwingfest musste wegen der Corona-Pandemie auf August 2021 verschoben werden. Die nachfolgenden bereits vergebenen Berner Kantonalen wurden bis auf Thun, das 2022 Ausrichter bleibt, neu terminiert: Tramelan 2023, Burgdorf 2024 und Langnau im Emmental 2025. (sda)

Im 2020 wird kein Berner Kantonales stattfinden. (Archivbild: Keystone)
Medienkonferenz zur Bundesratssitzung um 15 Uhr Bern

Zur heutigen Bundesratssitzung findet eine Medienkonferenz statt. Gesundheitsminister Alain Berset, Verteidigungsministerin Viola Amherd und Finanzminister Ueli Maurer informieren um 15 Uhr zum aktuellen Entscheiden im Zusammenhang mit der Corona-Krise. (sda)

Zur Live-Übertragung geht es hier.

Erstmals seit 130 Jahren keine 1.-Mai-Kundgebungen

Der Tag der Arbeit muss dem Coronavirus weichen. Erstmals seit 130 Jahren finden am 1. Mai in der Schweiz keine Kundgebungen statt. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) setzt stattdessen aufs Internet.

Der traditionelle Arbeiterkampftag werde online mit Foren und ähnlichen Veranstaltungen begangen, sagte SGB-Mediensprecher Urban Hodel am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Um 13 Uhr soll es eine Live-Übertragung aus dem Zürcher Volkshaus geben. (sda)

Am 1. Mai 2020 werden wegen der Corona-Pandemie erstmals seit 130 Jahren keine Kundgebungen stattfinden. (Archivbild: Keystone)
BAG meldet 205 neue Fälle in den letzten 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein haben sich innerhalb eines Tages 205 Personen neu mit dem Coronavirus angesteckt. Damit ist die Zahl der Neuansteckungen wieder leicht gestiegen. Am Dienstag waren noch 119 bestätigte Neuansteckungen gemeldet worden.

Insgesamt gab es am Mittwoch laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) 28’268 laborbestätigte Fälle. Die Todesfälle in allen Kantonen zusammen nahmen nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bis Mittwochmittag auf 1490 zu. (sda)

Mehr dazu gibt es hier.

Schweizer Fussball-Meisterschaft soll am 20. Mai weiter gehen

Die Swiss Football League hat ein Konzept für die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs und für Geisterspiele ausgearbeitet und dem Bund übergeben, wie sie am Mittwoch mitteilte. Konkrete Inhalte waren bislang keine bekannt. Nun will der «Blick» aber wissen, dass die SFL mit der Fortsetzung der Super League und Challenge League ab dem 20. oder ab dem 30. Mai plant.

Die zwei Daten stünden für zwei verschiedene Optionen, die es offenbar gebe. Die erste Option sei der Start des Trainingsbetriebs ab dem 27. April in Kleingruppen ohne Körperkontakt, ab dem 4. Mai solle dann mit der ganzen Mannschaft und mit Körperkontakt trainiert werden. Am 20. Mai soll dann in der Super League und Challenge League wieder gespielt werden.

Option 2 sieht laut der Zeitung vor, dass ebenfalls am 27. April in Kleingruppen ohne Körperkontakt wieder trainiert werde, aber erst ab dem 11. Mai wieder mit der ganzen Mannschaft. Die Meisterschaften würden dann erst am 30. Mai fortgesetzt werden.

Entscheiden wird letztendlich der Bund, wie es mit dem Fussball-Betrieb weiter geht.

Kann der FC Basel bald wieder jubeln? Geht es nach der Swiss Football League, soll ab dem 20. oder ab dem 30. Mai in der Super League wieder gespielt werden. (Archivbild: Keystone)
BAG empfiehlt Tests bei allen mit Covid-19-Symptomen

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) weitet seine Testkriterien für Covid-19 aus: Neu sollen alle Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung mit oder ohne Fieber, mit Muskelschmerzen oder Geruchs- -oder Geschmacksverlustes getestet werden.

Ausserdem sollen Kantonsärztinnen und Kantonsärzte auch bei asymptomatischen Personen in Spitälern, Alters- und Pflegeheimen Tests anordnen können, wenn das gerechtfertigt sei, um die Ausbreitung des Virus innerhalb der Einrichtung zu verhindern und zu kontrollieren, wie das BAG am Mittwoch auf seiner Website schreibt.

Die Massnahmen seien Teil einer neuen Teststrategie während der schrittweisen Öffnung des Lockdowns ab dem 27. April. Denn dabei bestehe die Gefahr, dass die Fallzahlen wieder anstiegen.

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Das BAG passt die Teststrategie ab dem 27. April an: Neu sollen dann alle Personen mit Covid-19-Symptomen getestet werden. (Symbolbild: Keystone)
Snapchat will in Corona-Krise Werbedollar mit jungen Nutzern holen

Snapchat hofft, mit seiner jungen Nutzerschaft gut durch die Corona-Krise zu kommen. Gerade wenn die Werbekunden jeden Dollar zwei Mal umdrehten, biete man den Zugang zu «Konsumenten der Zukunft».

So könnten die heutigen Spass-Filter, bei denen man sich zum Beispiel Katzen-Schnurrhaare verpassen kann, auch von Kosmetikfirmen genutzt werden, um Nutzer virtuell Schönheitsprodukte ausprobieren zu lassen, sagte Gründer und Chef Evan Spiegel.

Snapchat will sein junges Zielpublikum nutzen, um in der Corona-Krise für Werbekunden eine attraktive Plattform zu sein. (Symbolbild: Keystone)

Snapchat ist vor allem bei jüngeren Leuten populär und sieht darin eine Stärke. Es seien „Konsumenten der Zukunft, die den Werbepartnern über ihre Lebenszeit noch einen erheblichen Wert bieten und erst dabei sind, Loyalität zu bestimmten Marken aufzubauen“, sagte Topmanager Jeremi Gorman in einer Telefonkonferenz mit Analysten nach Vorlage aktueller Quartalszahlen am Dienstag.

Tessin: Vier weitere Tote durch Covid-19

Im Kanton Tessin sind in den letzten 24 Stunden erneut vier Personen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. 24 Personen sind neu positiv auf das Virus getestet worden.

Insgesamt wurden bis Mittwochmorgen im Kanton Tessin 3089 Personen positiv auf das Virus getestet. 295 Menschen verloren aufgrund des Coronavirus ihr Leben. 661 Personen konnten bisher aus den Tessiner Spitälern entlassen werden.

Roche-Chef glaubt nicht an baldigen Corona-Impfstoff

So schnell wie vielerorts kolportiert wird nach Ansicht von Severin Schwan kein Impfstoff gegen das Coronavirus verfügbar sein. «Ich persönlich finde den geplanten Zeitrahmen von 12 bis 18 Monaten angesichts der Herausforderungen ehrgeizig», erklärte der Roche-Chef am Mittwoch an einer Telefonkonferenz.

Roche selber ist nicht im Impfstoff-Geschäft tätig – und wird es auch in Zukunft nicht sein. Die Basler setzen aber stark auf die Entwicklung eines zuverlässigen Antikörper-Tests. Mit diesen Tests kann untersucht werden, ob jemand in der Vergangenheit bereits eine Infektion durchgemacht und Antikörper gegen das Virus gebildet hat.

Mehr dazu erfahren Sie hier.

Roche-CEO Severin Schwan bremst die Erwartungen an einen baldigen Impfstoff. (Bild: Keystone)
Schindler legt Corona-Hilfsfonds für Mitarbeitende auf

Das Management des Lift- und Rolltreppenherstellers Schindler verzichtet auf einen Teil seines Gehalts, um Mitarbeitende zu unterstützen, die besonders von der Covid-19-Pandemie betroffen sind.

Die Mitglieder der Konzernleitung sowie die Mitglieder des Aufsichts- und Strategieausschusses wollen 10 Prozent ihrer fixen Vergütung hierfür in einen Hilfsfonds einzahlen. Die Zahlungen sollen ab Mai erfolgen und sind für sechs Monate geplant, wie Schindler am Mittwoch schreibt. Das Unternehmen stockt alle Zuwendungen jeweils in gleicher Höhe auf, wie es weiter heisst.

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler legt einen Corona-Hilfsfonds für Mitarbeitende auf. Dafür verzichtet das Management auf einen Teil seines Gehalts. (Symbolbild: Keystone)
Grosser Jobkahlschlag auf Mallorca wegen des Coronavirus

Das Coronavirus hat auf Mallorca schon im März zu grossen Jobverlusten im Tourismussektor geführt. Die Zahl der Beschäftigten der Branche, die Beiträge an die staatliche Sozialversicherung zahlen, sei auf der spanischen Insel und den restlichen Balearen im vergangenen Monat im Vergleich zu März 2019 um 17,4 Prozent gefallen, teilte das spanische Verkehrsbüro Turespaña am Dienstag mit. Das bedeute den Verlust von mehr als 14’500 Arbeitsplätzen. Nach dieser Erhebung folgt hinter den Balearen die südspanische Region Andalusien mit einem Minus von 16,8 Prozent.

In ganz Spanien ging die Zahl der Erwerbstätigen im Tourismussektor, die bei der Sozialversicherung angemeldet waren, laut Turespaña um 9,9 Prozent oder gut 240 000 auf knapp 2,2 Millionen Menschen zurück. Der Tourismussektor beschäftige 11,9 Prozent aller spanischen Erwerbstätigen, hiess es.

Die Tourismusbranche leidet: Feriendestinationen wie die spanische Insel Mallorca bekommen die Corona-Krise mit voller Wucht zu spüren. (Bild: Keystone)
Streik bei Amazon in den USA wegen Arbeitsbedingungen

Beschäftigte des Online-Handelsriesen Amazon in den USA sind aus Protest gegen ihre Arbeitsbedingungen in der Coronakrise in den Streik getreten.

An den Arbeitsniederlegungen am Dienstag wollten sich insgesamt mehr als 350 Beschäftigte der Warenlager von Amazon beteiligen. Das teilte die für Arbeitnehmerrechte eintretende Athena-Koalition mit. Amazon nannte diese Zahl allerdings «stark übertrieben».

Mehr dazu lesen Sie hier in der Wirtschaft.

Mitarbeitende in den Warenlagern von Amazon streiken, weil sie sich nicht genug vor dem Coronavirus geschützt fühlen. (Symbolbild: Keystone)
Quest Diagnostics beginnt mit Antikörpertests

Das US-Labor Quest Diagnostics beginnt mit Tests zur Bestimmung von Covid-19-Antikörpern. Es würden dafür Testkits von Abbott Laboratories und Perkin Elmer Euroimmun verwendet, teilt das Unternehmen mit.

Beide Verfahren benutzen Blutserumproben, um Immunglobulin-Antikörpern der Klasse G (IgG) nachzuweisen. IgG-Antikörper entwickeln sich in der Regel rund 14 Tage nach dem Auftreten von Symptomen.

Antikörpertests könnten daher eine grundlegende Verbesserung im Kampf gegen Infektionen darstellen. Menschen, die möglicherweise immun gegen das Virus sind, könnten an ihren Arbeitsplatz zurückkehren.

Pandemie beschert Netflix deutlich mehr Kunden als erwartet

Die Corona-Pandemie und Serienhits wie «Tiger King» haben dem Online-Videodienst Netflix zu seinem stärksten Quartal verholfen. In den drei Monaten bis Ende März schoss die Anzahl der Bezahlabos weltweit um 15,8 Millionen in die Höhe.

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Der Streamingdienst Netflix gewinnt dank der Corona-Krise Millionen an Neukunden. (Bild: Keystone)
Tessin will Lockdown um eine Woche verlängern

In der Schweiz beginnt am 27. April der schrittweise Ausstieg aus dem Lockdown. Das besonders von der Corona-Krise gebeutelte Tessin möchte diesen aber noch um eine Woche verlängern, wie verschiedene Tessiner Medien berichten.

Demnach habe der Tessiner Staatsrat dem Bundesrat eine Anfrage zukommen lassen. Das «Krisenfenster» soll (mit vereinzelten Lockerungen) bis zum 3. Mai verlängert werden.

Im Tessin gelten beispielsweise spezielle Einschränkungen auf Baustellen und im Industriegewerbe, weil der Kanton besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen ist. Der Bundesrat könnte bereits am Mittwoch über die Anfrage des Tessiner Staatsrats entscheiden.

Medien: Trumps Firma bemüht sich bei US-Regierung um Mietnachlass

Das Familienunternehmen von US-Präsident Donald Trump hat sich Medienberichten zufolge wegen der Corona-Krise bei der von Trump geführten Regierung um einen Mietnachlass oder einen Aufschub bemüht. Es geht dabei um die rund 260’000 US-Dollar (240’000 Euro) Monatsmiete für das Trump International Hotel, das die Firma langfristig von der Regierung angemietet hat, wie die «New York Times» und die «Washington Post» am Dienstag (Ortszeit) übereinstimmend berichteten.

Trumps Sohn Eric, der die Geschäfte des Unternehmens führt, bestätigte demnach, dass die Firma mit der zuständigen Regierungsstelle GSA gesprochen habe. Es gehe nur darum, die gleichen Erleichterungen zu bekommen, die möglicherweise anderen Mietern der Bundesregierung gewährt würden, erklärte er den Zeitungen zufolge. «Behandelt uns genauso wie alle anderen», sagte Eric Trump demnach.

Donald Trumps Familienunternehmen beantragt bei der US-Regierung einen Mietnachlass für das Trump International Hotel. (Bild: Keystone)
USA distanzieren sich wegen Rolle der WHO von UNO-Resolution

Die USA haben bei den Vereinten Nationen zuerst eine Resolution zur Bekämpfung des Coronavirus angenommen – und sich danach von einer Formulierung zur Rolle der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wieder distanziert. Der Beschluss der Vollversammlung zur internationalen Zusammenarbeit bei Arzneien, Impfungen und medizinischer Ausrüstung in der Pandemie enthielt die Formulierung, dass die WHO eine «entscheidende Führungsrolle» in der Krise spiele.

In einer Mitteilung der amerikanischen UNO-Mission am Dienstag hiess es, man distanziere sich von dem entsprechenden Paragrafen. «Wir sind weiterhin ernsthaft besorgt über die mangelnde Unabhängigkeit, die die WHO seit Beginn dieser Pandemie gezeigt hat», teilten die Amerikaner mit.

US-Präsident Donald Trump hatte vergangene Woche angekündigt, die Zahlungen an die WHO wegen angeblichen Missmanagements und Vertrauens auf Angaben aus China auszusetzen.

Wieder weit über 2000 Corona-Tote in 24 Stunden in USA

In den USA sind binnen 24 Stunden erneut weit über 2000 Todesfälle infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet worden. Die Universität Johns Hopkins in Baltimore verzeichnete zwischen Montag- und Dienstagabend (Ortszeit) 2751 Tote. Zuvor hatten die Zahlen über mehrere Tage unter der 2000er-Marke gelegen.

Die Daten der US-Forscher zeigen in der Regel höhere Stände als jene der Weltgesundheitsorganisation (WHO), weil sie regelmässiger aktualisiert werden. In manchen Fällen wurden Infektions- und Todeszahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert.

Insgesamt starben den Angaben der Universität zufolge in den USA infolge der Pandemie bereits rund 45’000 Menschen. Mehr als 800’000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann, wurden dort nachgewiesen.

US-Senat beschliesst Konjunkturpaket von 480 Milliarden Dollar

Der US-Senat hat wegen der Corona-Krise ein weiteres Konjunkturpaket in Höhe von 480 Milliarden US-Dollar (466 Milliarden Franken) beschlossen. Kurz zuvor hatten sich Republikaner und Demokraten nach tagelangen Verhandlungen auf das Paket geeinigt.

Es soll nun diese Woche vom Repräsentantenhaus verabschiedet werden. US-Präsident Donald Trump lobte die Einigung am Dienstagabend (Ortszeit). Der Kongress hatte im März bereits ein Konjunkturprogramm in Höhe von rund 2,2 Billionen Dollar beschlossen.

Mit dem neuen Paket soll ein erfolgreiches Kreditprogramm für kleine und mittlere Unternehmen um rund 320 Milliarden Dollar aufgestockt werden. Mit den Krediten, die später erlassen werden können, soll der Anstieg der Arbeitslosigkeit in den USA begrenzt werden.

Öffentlicher Verkehr baut Angebot ab 27. April wieder aus

Mit den ersten Lockerungen von Schutzmassnahmen sollen auch wieder mehr Züge und Busse fahren. Bereits ab dem 27. April werden erste vorübergehend gestrichene Zugverbindungen wieder angeboten, einen umfassenden Ausbau soll es ab dem 11. Mai geben.

Mit der ersten Lockerungsetappe ab dem 27. April sollen sechs Zugverbindungen wieder aufgenommen werden, teilten die SBB am Dienstag mit. So sollen etwa der Halbstundentakt zwischen Zürich HB und Luzern und jener zwischen Olten und Bern (via Burgdorf) sowie die Verbindung zwischen Zürich HB und Weinfelden TG wieder aufgenommen werden.

SBB-Züge in den Startlöchern: Ab dem 27. April soll der Öffentliche Verkehr in der Schweiz wieder mehr Fahrt aufnehmen. (Bild: Keystone)

Auch einzelne regionale Verkehrsbetriebe würden ab dem 27. April wieder zum regulären Fahrplan wechseln. Weitere Etappen sollen folgen. Reisende sollen für aktuelle Reiseinformationen weiterhin den Online-Fahrplan konsultieren.

Südafrika legt milliardenschweres Corona-Hilfspaket auf

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa hat ein milliardenschweres Hilfspaket angekündigt, um die verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie abzufedern.

In einer Ansprache an die Bevölkerung sagte Ramaphosa am Dienstag, seine Regierung werde ein massives soziales und wirtschaftliches Hilfsprogramm in Höhe von 500 Milliarden Rand (23 Milliarden Franken) auflegen. Dieser Umfang entspreche 10 Prozent des südafrikanischen Bruttoinlandsprodukts.

Die südafrikanische Regierung versucht mit einem Milliarden-Hilfspaket die wirtschaftlichen Folgen für das Land abzufedern. (Symbolbild: Keystone)

«Das Ausmass des Coronavirus erfordert ein aussergewöhnliches Coronavirus-Budget», sagte Ramaphosa. Die Grösse des Notprogramms der Regierung sei historisch. Dem Präsidenten zufolge sollen rund 2,6 Milliarden Rand in Sozialhilfen für besonders bedürftige Menschen fliessen. Im Laufe der kommenden zwei Wochen würden 250’000 Lebensmittel-Pakete im Land verteilt, kündigte Ramaphosa weiter an.

Ölpreis-Chaos schickt Wall Street auf Talfahrt

Der beispiellose Ölpreis-Absturz hat auch am Dienstag die Anleger aus den Aktienmärkten vertrieben. Die Verwerfungen am Rohölmarkt setzten sich einen Tag nach dem historischen Preisrutsch fort. Anleger an der New Yorker Börsen ergriffen deshalb die Flucht.

Der US-Börsenindex Dow Jones schloss 2,7 Prozent tiefer auf 23’018 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gab 3,5 Prozent auf 8263 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 büsste 3,1 Prozent auf 2736 Punkte ein. Zuvor hatten bereits die Aktienmärkte in Europa und Asien nachgegeben.

«Niedrige Ölpreise bedeuten mehr Pleiten, geringeres Wachstum und mehr politische Instabilität, weil weniger Petro-Dollar zirkulieren», warnte Gergory Perdon, Manager beim Bankhaus Arbuthnot Latham.

United Airlines kündigt milliardenschwere Kapitalerhöhung an

Die angeschlagene US-Fluggesellschaft United Airlines will sich mit einer Kapitalerhöhung in der Corona-Krise dringend benötigtes frisches Geld besorgen. Das Unternehmen kündigte am Dienstag nach US-Börsenschluss die Ausgabe von 39,25 Millionen neuen Aktien an, was gemessen am letzten Schlusskurs gut eine Milliarde Dollar (rund 920 Mio Euro) einbringen könnte. Die Airline ist wegen der Corona-Pandemie in Not geraten, die den Flugverkehr zum Erliegen gebracht hat.

In den USA liegt der Flugverkehr seit Ausbruch der Corona-Pandemie nahezu lahm. (Bild: Keystone)

Die US-Regierung hat zwar bereits zugesichert, die heimischen Airlines in der Krise mit einem milliardenschweren Rettungspaket zu stützen, doch die Lage bleibt kritisch. United rechnet für das erste Quartal mit einem Verlust von 2,1 Milliarden Dollar vor Steuern. Bei Anlegern kam die angekündigte Kapitalerhöhung nicht gut an, Uniteds Aktie reagierte nachbörslich zunächst mit deutlichen Verlusten. Seit Jahresbeginn ist der Kurs schon um fast 70 Prozent gefallen.

Commonwealth-Treffen abgesagt

Das für Juni geplante Gipfeltreffen der 54 Commonwealth-Staaten ist wegen der Corona-Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Die ursprünglich vom 22. bis 27. Juni in Ruandas Hauptstadt Kigali vorgesehen Konferenz werde nunmehr zu einem «noch zu benennenden Zeitpunkt» zusammenkommen, teilte die Commonwealth-Verwaltung am Dienstag mit.

 

Die Commenwealth-Staaten zählen alle zu den Untertanen von Queen Elizabeth II. Das Gipfeltreffen der 54 Länder muss nun wegen Covid-19 verschoben werden. (Bild: Keystone)

«In den kommenden Monaten wird jede Nation des Commonwealth voll konzentriert auf den Kampf gegen Covid-19 sein», sagte Ruandas Präsident Paul Kagame. Aber er freue sich darauf, die Commonwealth-Familie in Kigali begrüssen zu dürfen, «sobald die Pandemie besiegt wird».

Niederländische Grundschulen öffnen wieder

Die Niederlande haben eine vorsichtige Lockerung der strengen Corona-Massnahmen angekündigt. Am 11. Mai würden Grundschulen und Kitas wieder geöffnet werden, teilte Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag mit. Höhere Schulen sollen am 1. Juni folgen. Kinder sollten zunächst nur in kleinen Gruppen Unterricht bekommen. Kinder und Jugendliche dürfen in Vereinen wieder Sport treiben. Alle übrigen Verbote aber wurden um mindestens drei Wochen verlängert.

Am 11. Mai müssen die Farbstifte in Holland wieder gespitzt und Einsatzbereit sein: Die Grundschulen öffnen wieder. (Bild: Keystone)
Zahl der New Yorker Gefängnis-Insassen auf niedrigstem Stand seit 1940er-Jahren

In der Corona-Pandemie sind die Gefängnisse in der Millionenmetropole New York so leer wie seit mehr als 70 Jahren nicht mehr. Die Zahl der Gefängnisinsassen sei in der vergangenen Woche auf unter 4000 gesunken – dem niedrigsten Stand seit den 40er Jahren, sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Dienstag.

Das sei vor allem auf die Strategie der Stadt zurückzuführen, geeignete Häftlinge aus Sorge um die Gesundheit der Insassen und vor einer weiteren Verbreitung des Virus früher zu entlassen. Seit Mitte März seien mehr als 2000 Insassen entlassen worden. Rund 600 Menschen seien seitdem neu in Haft gekommen – im selben Zeitraum im vergangenen Jahr waren es rund 3300.

Austrian Airlines verkleinert Flotte

Die zur Lufthansa-Gruppe gehörende Austrian Airlines verkleinert wegen der Coronakrise ihre Flotte. Der Neustartplan sieht 2022 eine Flotte von rund 60 Flugzeugen vor.

Davon seien 9 Langstreckenmaschinen, teilte die österreichische Fluglinie am Dienstag mit. Derzeit zähle die Flotte rund 80 Flugzeuge. Die Anpassung solle stufenweise erfolgen.

Die Austrian Airlines verkleinern wegen der Corona-Krise ihre Flotte. (Bild: Keystone)
Merkel verspricht EU-Partnern Solidarität

Vor dem EU-Gipfel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel den europäischen Partnern Solidarität in der Corona-Krise zugesagt. Ohne Europa könne die Bundesrepublik auf Dauer nicht stark sein, sagte die CDU-Politikerin am Dienstag nach Angaben von Teilnehmern in einer Schaltkonferenz der Unionsfraktion im Bundestag. Beim Videogipfel am Donnerstag wollen Merkel und ihre EU-Kollegen vereinbarte europäische Krisenhilfen billigen und zudem erste Weichen für ein gross angelegtes Wiederaufbauprogramm stellen.

Sagte den EU-Partnern Solidarität zu: Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. (Bild: Keystone)

Die EU-Finanzminister hatten vor zwei Wochen ein erstes europäisches Hilfspaket für Jobs, Unternehmen und verschuldete Staaten im Umfang von bis zu 540 Milliarden Euro geschnürt. Zudem wurde ein Wiederaufbaufonds vereinbart, allerdings ohne Details. Dazu wird beim Gipfel ein Vorschlag von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen erwartet. Bekannt ist bereits, dass die EU-Kommission für den Wiederaufbau selbst Anleihen herausgeben und so Geld am Kapitalmarkt aufnehmen will. Die EU-Staaten würden im Rahmen des EU-Haushalts dafür bürgen.

Schweizer Gesundheitskommission will Transparenz über Mehrkosten

Die Gesundheitskommission des Ständerats (SGK) will wissen, welche Kosten die Corona-Pandemie für das Schweizer Gesundheitswesen verursacht. Sie verlangt dazu einen Bericht vom Bundesrat.

Die SGK hat beschlossen, ein Postulat mit diesem Auftrag einzureichen, wie die Parlamentsdienste am Dienstag mitteilten. Der Fokus liegt einerseits auf den Kosten, die den Spitälern und den Kantonen entstanden sind, anderseits auf der finanziellen Belastung für die Krankenkassen und die Versicherten. Alles zu den politischen Forderungen in der Corona-Krise lesen Sie hier.

EU-Ratschef Michel veröffentlicht «Fahrplan für den Aufschwung»
Veröffentlicht einen «Fahrplan für den Aufschwung»: EU-Ratschef Charles Michel. (Bild: Keystone)

EU-Ratschef Charles Michel fordert für die Zeit nach der Corona-Krise Reformen für eine stärkere, effizientere und schlagkräftigere Europäische Union. Dies geht aus einem «Fahrplan für den Aufschwung» hervor, den Michel am Dienstagabend zusammen mit der Einladung für den EU-Gipfel am Donnerstag veröffentlichte. Grundlage für eine künftige Zusammenarbeit seien gemeinsame Werte, vor allem Respekt für Rechtsstaatlichkeit und die Menschenwürde. Die Union müsse ihre eigenen Regeln und Arbeitsweisen überdenken.

Milliardär Richard Branson verpfändet seine Privat-Insel

Der Milliardär und Virgin-Besitzer Richard Branson sitzt wegen der Corona-Krise tief in der Klemme. Nachdem er den britischen Staat am Montag um Rettungshilfe bat, gab er nun seinen Wohnsitz als Sicherheit für Kredite frei.

Will seine Privatinsel verpfänden, um sein Unternehmen zu retten: Richard Branson. (Bild: Keystone)

Dabei handelt es sich um die Privatinsel Necker Island im karibischen Steuerparadies British Virgin Islands. Diese will er verpfänden. Dadurch will Branson versuchen» so viel Geld wie möglich aufzunehmen, um so viele Jobs wie möglich zu retten. Dies gelte auch  für andere Werte wie Unternehmensanteile in seinem Besitz, wie «N-TV» berichtet.

14'604 Tote in den USA

14’604 Menschen starben bisher in New York am Coronavirus. Das zeigen Zahlen der Johns Hopkins University Der Bundesstaat bleibt damit die am meisten vom Coronavirus betroffene Region in den USA. Obwohl das Land eine leichte Abflachung der Todesfälle verzeichnet, bleibt es der aktuelle Brandherd der Krise. 800’000 der weltweit verzeichneten 2,5 Millionen Coronavirus-Fälle wurden in in den USA verzeichnet.

Die USA bilden auch am Dienstag den Hotspot der Coronavirus-Infektionen. (Bild: Johns Hopkins University)

Conte fordert rasche Beilegung des Finanzhilfen-Streits
Italiens Regierungscehf fordert, dass die EU eine rasche Einigung im Streit um Finanzhilfen erreicht. (Bild: Keystone)

Kurz vor dem EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs hat Premier Giuseppe Conte eine rasche Einigung im Streit um gemeinsame Finanzhilfen in der Corona-Krise gefordert. Zugleich liess er am Dienstag erkennen, dass Rom nicht ausschliesslich auf sogenannten Corona-Bonds beharrt, sondern auch offen für andere vorgelegte Konzepte sein könnte.

«Wir müssen rasch handeln, denn eine Verzögerung würde das Resultat verwässern», sagte Conte in einer Rede vor dem Senat, der kleineren Parlamentskammer. Ein solches Risiko könne Europa sich nicht leisten.

Schweizer Comic-Schaffer werden unterstützt

Comic-Autorinnen und -Autoren sind in der Schweiz bisher, was die Förderung ihres Schaffen anbetrifft, häufig zwischen Stühle und Bänke gefallen. Das soll sich ändern. Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia unterstützt das Comic-Schaffen neu mit Werkbeiträgen.

Der Kulturstiftung sei es ein Anliegen, die «bestehende Förderlücke zu schliessen und Comic als eigenständige Kunstform zu stärken», teilte Pro Helvetia am Dienstag mit. In den Jahren 2020 und 2021 will die Stiftung insbesondere einzelne Projekte «finanziell mit hohen Beiträgen» unterstützen; vorgesehen sind Werkbeiträge von jeweils 20’000 Franken.

Putin und Erdogan wollen Corona-Massnahmen verstärken
 

Wollen verstärkt gegen die Corona-Pandemie vorgehen: Recep Tayyip Erdogan und Wladimir Putin. (Archivbild: Keystone)

Russland und die Türkei wollen ihre Massnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie verstärken. Beide Länder seien bereit, ihre gemeinsamen Anstrengungen etwa über die Gesundheitsministerien eng zu koordinieren, teilte der Kreml nach einem Telefonat zwischen Präsident Wladimir Putin und seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan am Dienstag mit. Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu teilte mit, dass die beiden Staatschefs eine enge Zusammenarbeit bei regionalen Fragen fortsetzen wollen.

Die Infektionszahlen steigen in beiden Ländern rasant an. In Russland sind rund 53 000 Corona-Infektionen und 456 Tote registriert; in der Türkei gibt es nach offiziellen Zahlen mehr als 90 000 Infektionsfälle mit 2140 Toten. In vielen Städten und Regionen beider Länder gelten strenge Ausgangssperren.

Norwegische Oberstufenschüler von Prüfungen befreit

Die norwegische Regierung hat aufgrund des Corona-Ausbruchs alle schriftlichen und mündlichen Abschlussprüfungen für Schüler der Oberstufenklassen abgesagt. Bildungsministerin Guri Melby sagte am Dienstag bei einer Pressekonferenz, die Zeugnisse der Schüler würden auf Basis ihrer bisherigen Leistungen ausgestellt.

Der Fernunterricht würde bis zu den Sommerferien weiterlaufen. Die Prüfungen für sogenannte Privatisten – also Schüler, die sich auf eine Abschlussprüfung vorbereiten, ohne die Schule zu besuchen – wurden nicht abgesagt. Nach der Schliessung aller Schulen im März können die ersten vier Jahrgänge ab Montag wieder in die Schule gehen. Für die älteren Schüler läuft der Heimunterricht weiter.

Corona-Ausbruch in Migrantenherberge in Mexiko

In einer Migrantenherberge in Mexiko haben sich mindestens 15 Menschen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Angesteckt haben sie sich an einem Migranten, der zuletzt aus Houston in den USA abgeschoben worden war, wie der mexikanische Aussenminister Marcelo Ebrard am Dienstag sagte. Unter den Infizierten sind Mittelamerikaner, Kubaner und Mexikaner. Insgesamt leben in der von der katholischen Kirche betriebenen Unterkunft in Nuevo Laredo an der Grenze zu den USA über 50 Migranten und Flüchtlinge.

In einer Migrantenherberge in Mexiko ist das Coronavirus ausgebrochen. (Bild: Keystone)
Oktoberfestbiert wird trotz Wiesn-Absage produziert

Wiesnfans weltweit werden auch ohne Wiesn nicht auf dem Trockenen sitzen: Das Oktoberfestbier werde trotz der Absage des Volksfestes gebraut, teilte der Verein Münchener Brauereien am Dienstag mit. Nur Bier der sechs Münchner Brauereien darf der Tradition folgend auf der Wiesn ausgeschenkt und als Oktoberfestbier im Handel verkauft werden.

Rund 7,3 Millionen Liter Bier rannen im vergangenen Jahr auf der Wiesn durch durstige Kehlen – doch das ist nur ein Teil des tatsächlich gebrauten Bieres. Der begehrte Gerstensaft ist in Getränkeläden und Supermärkten zu haben und wird in alle Welt verkauft, in die USA, nach Italien und nach Asien.

 

Trotz der Absage des Oktoberfests: Das offizielle Bier des Volksfest wird produziert und im Handel erhältlich sein. (Bild: Keystone)

Testfahrten im Ceneri-Basistunnel finden wieder statt

Die Alp Transit Gotthard AG (ATG) hat am Montag die Testfahrten im Ceneri-Basistunnel wiederaufgenommen. Sie hatte diese am 1. April unterbrochen, da im Führerstand der vorgeschriebene Mindestabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden konnte.

Die Bedingungen für die Wiederaufnahme der Testfahrten seien in engem Austausch zwischen medizinischen Fachspezialisten des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) und den SBB definiert worden, teilte die ATG in einem am Dienstagnachmittag verschickten Communiqué mit.

Die Testfahrten im Ceneri-Basistunnel können nach einem Corona-Unterbruch fortgesetzt werden. (Bild: Keystone)
Italien mit erneutem Hilfspaket: 50 Milliarden Euro

Die italienische Regierung plant in der Corona-Krise ein weiteres, rund 50 Milliarden Euro schweres Hilfspaket. Das kündigte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Dienstag in Rom vor dem Senat an.

Die neuen Massnahmen, die einen Umfang von «nicht weniger als 50 Milliarden Euro» haben würden, sollten ein schon bestehendes Hilfspaket ergänzen, sagte er in der kleineren Parlamentskammer. Für diese ersten Massnahmen sind 25 Milliarden Euro angesetzt.

 

Die italienische Regierung verabschiedet ein weiteres Hilfspaket für die italienische Wirtschaft. Dieses beträgt 50 Millionen Euro. (Bild: Keystone)

Kaserne in Boltigen dient als Bundesasylzentrum

Die ehemalige Kaserne in Boltigen BE wird ab Anfang Mai erneut als Bundesasylzentrum genutzt. Damit wird mehr Kapazität geschaffen, um die Empfehlungen des Bundes zum Schutz vor einer Ansteckung durch das Coronavirus einzuhalten. Wegen der Coronavirus-Pandemie eröffnet das Staatssekretariat für Migration (SEM) an verschiedenen Orten weitere Unterkünfte und erhöht so die Zahl der Unterbringungsplätze.

In der Asylregion Bern steht aktuell nur das Bundesasylzentrum auf dem Areal des ehemaligen Zieglerspitals in Bern zur Verfügung. Das Bundesasylzentrum in Kappelen bei Lyss kann wegen eines Gebäudeschadens derzeit nicht belegt werden, wie das SEM in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt. Damit bestätigt das Amt eine Meldung der «Berner Zeitung».

Was bisher geschah

Alle bisherigen Ereignisse und Entwicklungen zum Coronavirus können Sie hier nachlesen.

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