Der DFB hat im Gegensatz zum SFV eine Ausfallversicherung für seine Länderspiele. (Bild: Keystone)
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DFB hat Länderspiele gegen Ausfall versichert – SFV nicht

Im Gegensatz zum Deutschen Fussball-Bund (DFB) hat der Schweizerische Fussballverband (SFV) keine Ausfallversicherung für seine Länderspiele.

Die finanziellen Verluste für den Deutschen Fussball-Bund (DFB) durch die wegen der Corona-Krise ausgefallenen Länderspiele sind nicht so hoch wie erwartet. «Der DFB verfügt über eine Ausfallversicherung für seine Länderspiele, die auch im Fall der Länderspiele im März gegen Italien und Spanien greift. Diese Versicherung setzt eine Spielabsage von dritter Seite voraus», sagte DFB-Finanzchef Stephan Osnabrügge dem Onlineportal «Sport1».

Allerdings sei die Versicherung bei einer vertraglichen Höchstsumme gedeckelt und werde daher nicht alle Ausfälle des Verbandes abdecken. Auch mögliche Einnahmeverluste bei einer Absage des DFB-Pokalfinals sollen in Teilen abgesichert sein.

Stephan Osnabrügge rechnet trotz der zu erwartenden Versicherungssummen «in allen Erlösbereichen mit erheblichen Ausfällen». Im schlimmsten Fall werde das Haushaltsdefizit rund 50 Millionen Euro vor Steuern betragen.

Der SFV verzichtete auf eine Versicherung

Der Schweizerische Fussballverband besitzt seinerseits keine Ausfallversicherung für seine Länderspiele. Man habe eine solche in der Vergangenheit geprüft, erklärte der Verband. Die Analyse habe zu jenem Zeitpunkt ergeben, dass die mögliche Schadenssumme und die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls die sehr hohen Prämien nicht rechtfertigten.

Die Einnahmen bei Heimspielen der Schweiz variieren sehr stark, abhängig von der Stadiongrösse, der Attraktivität des Gegners und der Sicherheitskosten.

Das am 31. Mai vorgesehene Länderspiel in Basel gegen Deutschland wäre ein lukratives gewesen, das einen «beachtlichen» Betrag generiert hätte.

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