Featured Video Play Icon
Schweiz

Briten testen Coronavirus-Impfung am Menschen

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Gymnasien und Fachmittelschulen sollen auf Prüfungen verzichten können

Gymnasien und Fachmittelschulen sollen in der Corona-Krise die Möglichkeit bekommen, auf schriftliche und mündliche Prüfungen verzichten zu können.
Den Verzicht auf schriftliche Prüfungen soll der Bundesrat laut den kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) im Notrecht regeln. Den möglichen Verzicht auf mündliche Prüfungen hat die Plenarversammlung in Eigenregie beschlossen. Mehr zum Thema finden Sie hier.

Die kantonalen Erziehungsdirektoren wollen, dass der Bundesrat den Verzicht auf schriftliche Prüfungen an Gymnasien und Fachmittelschulen im Notrecht regelt. (Bild: Keystone)
Parmelin betont Wichtigkeit von Zusammenarbeit

Bundesrat Guy Parmelin hat an einer G20-Sondersitzung die Zusammenarbeit in Corona-Krise angesprochen. Guy Parmelin hat betont, wie wichtig es ist, den internationalen Handel mit Nahrungsmitteln und landwirtschaftlichen Produktionsmitteln zu gewährleisten. Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier.

Bundesrat Guy Parmelin betonte an der G20-Sondersitzung, wie wichtig der internationale Handel mit Nahrunsmitteln ist.(Bild: Keystone)
öV fährt wieder hoch

Die Corona-Massnahmen im öV werden wieder gelockert. Mit der ersten Lockerungsetappe ab dem 27. April sollen sechs Zugverbindungen wieder aufgenommen werden, teilten die SBB am Dienstag mit. So sollen etwa der Halbstundentakt zwischen Zürich HB und Luzern und jener zwischen Olten und Bern (via Burgdorf) sowie die Verbindung zwischen Zürich HB und Weinfelden TG wieder aufgenommen werden. Weitere Informationen gibt es hier.

Der Zugverkehr wird ab kommender Woche in der Schweiz wieder hochgefahren. (Bild: Keystone)
Schweizer Nati nicht versichert

Welche finanziellen Folgen hat der Ausfall eines Länderspiels für die Schweizer Nati? Im Gegensatz zum Deutschen Fussball-Bund (DFB) hat der Schweizerische Fussballverband (SFV) keine Ausfallversicherung für seine Länderspiele. Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier.

Grossbritannien testet Coronavirus-Impfung an Menschen

Ab Donnerstag testen die Briten eine potentielle Coronavirus-Impfung an Menschen. Dies teilt der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Dienstagabend mit. Die Impfung wurde an der Oxford University entwickelt.

Ein Mitglied des Forschungsteams sagte, dass wenn die Tests erfolgreiche seien, Millionen Dosen der Impfung bereits im Herbst zu Verfügung stehen können. Der Durchbruch könnte möglicherweise den Start der langsam Erholung der Welt vom Covid-19-Ausbruch bilden. Hancock sicherte dem Projekt 20 Millionen Pfund zu. Weitere 22,5 Millionen Pfund gehen an ein Forschungsteam am Imperial College London.

Der Britische Gesundheitsminister Matt Hancock verkündete, dass die Briten mit dem Test einer Coronavirus-Impfung am Menschen starten. (Bild: Keystone)
Weniger Covid-19-Patienten in Frankreich auf Intensivstationen

In Frankreich sinkt nach Angaben der Gesundheitsbehörden weiterhin die Zahl der Patienten, die wegen Covid-19 auf einer Intensivstation behandelt werden müssen. Im Vergleich zum Vortag seien es 250 Menschen weniger, sagte Gesundheitsdirektor Jerôme Salomon am Dienstagabend. Landesweit benötigten demnach weiterhin rund 5430 eine Behandlung auf einer Intensivstation.

Auch die Zahl der Coronavirus-Neuzugänge in Krankenhäusern nehme ab, erklärte Salomon. In Frankreich befanden sich seinen Angaben zufolge rund 30’100 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern.

Immer mehr Covid-19-Patienten können die Intensivstationen in Frankreich verlassen. (Bild: Keystone)
Xamax-Spieler liefern Blumen aus

Am Dienstag sind die Spieler von Neuchâtel Xamax in die Rolle von Blumenlieferanten geschlüpft. Sie haben Geranien an Kunden nach Hause geliefert, die die Blumen zuvor über die Xamax-Homepage bestellt hatten. Sie unterstützen damit einen Gärtnereibetrieb, der Partner des Clubs ist. Seine Gewächshäuser seien voll, sagte er gegenüber Keystone-SDA.

(Video: Keystone-SDA)

144’700 Infektionen in Deutschland

In Deutschland sind bis Dienstagabend mehr als 144’700 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.30 Uhr: Mehr als 143‘100 Infektionen). Mindestens 4738 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.30 Uhr: 4514). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 91’500 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch hierzulande mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

4738 Menschen starben in Deutschland mittlerweile am Coronavirus. (Bild: Keystone)
Niederländer beenden Fussball-Saison

In den Niederlanden wird es bis zum 1. September keine Spiele im Profi-Fussball mehr geben. Damit ist die Spielzeit für beide Ligen vorzeitig beendet.

Das kündigte der Premier Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag an. Alle genehmigungspflichtigen Veranstaltungen seien bis zum 1. September verboten, das gelte auch für Fussballspiele ohne Publikum. «Kein Profi-Fussball bis zum 1. September», sagte der Premier.

Aus und vorbei: In Holland wird bis 1. September kein Profi-Fussball mehr gespielt. (Bild: Keystone)

Zunächst galt das Verbot bis zum 1. Juni. Der niederländische Fussballverband wollte ursprünglich danach die restlichen Partien ohne Publikum austragen. In der «Eredivisie» müssten eigentlich noch acht Runden gespielt werden. Die Spitzenklubs wie Ajax Amsterdam, PSV Eindhoven oder AZ Alkmaar hatten aber dafür plädiert, die Saison vorzeitig zu beenden. Nach dem heutigen Stand führt Ajax Amsterdam die Tabelle an, gefolgt vor dem punktgleichen AZ Alkmaar.

Starker Absatz für Apps

Die Folgen der weltweiten Corona-Pandemie beleben das Geschäft mit Mobile-Apps. Im ersten Quartal 2020 legten vor allem Smartphone-Anwendungen aus den Bereichen Gaming, Business und Lieferdienste für Essen und Getränke zu.

Zahlreiche Apps wurden in der Corona-Krise heruntergeladen. (Bild: Keystone)

Dies ergab eine Studie des US-Unternehmens Adjust, das auf Reichweitenmessung im Netz spezialisiert ist. Besonders Spiele waren populär, die Zahl der heruntergeladenen Gaming-Apps stieg auf ein Allzeithoch von gut 45 Milliarden. «Wer das Haus nicht verlassen kann, nutzt verstärkt das Smartphone zur Unterhaltung», erklärte Adjust.

Alleine in der letzten März-Woche seien die Installationszahlen von Spiele-Anwendungen im Vergleich zum Vorjahr um 132 Prozent gestiegen. Die Anwender installieren die Apps nicht nur, sondern spielen auch damit. Insgesamt registrierte Adjust im ersten Quartal 47 Prozent mehr Nutzungsperioden (Sessions) als im Vorjahreszeitraum.

Italien bereitet sich auf Lockerungen vor

Rund zwei Monate nach dem Ausbruch der Corona-Krise in Italien bereitet sich das Land auf deutliche Lockerungen der Beschränkungen vor. Die Regierung will bis Ende dieser Woche ihre Pläne für ein schrittweises Aufheben von Produktionsstopps und Ausgangsverboten für die Bürger ab dem 4. Mai vorlegen.

Gleichzeitig warnte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Dienstag auf Facebook davor, dass Italien seine Fortschritte im Kampf gegen die Ausbreitung der Lungenkrankheit nicht durch ein zu schnelles Vorgehen riskieren dürfe. Italien zählt bisher mehr als 24 000 Covid-19-Tote.

Thailändischer Regierungschef bittet Millionäre um Hilfe

Thailands Regierungschef Prayut Chan-o-Cha hat laut Medienberichten in der Corona-Krise 20 Millionäre in einem Brief um Hilfe gebeten. Die Regierung nehme keine Geldspenden an, es gehe nicht um den Austausch von Gefälligkeiten, stellte Prayut am Dienstag klar.

Die Millionäre sollen demnach Hilfsprojekte für Betroffene fördern. Prayut erkenne an, dass viel Unterstützung geleistet werde – «aber ich brauche von jedem, dass er noch mehr tut», schrieb der ehemalige Putschgeneral laut der Zeitung «Bangkok Post» an die Reichen – diese gelten in der Landeswährung Baht als Milliardäre.

Der Thailändische Regierungschef Prayut Chan-o-Cha bittet Millionäre um Hilfe. (Bild: Keystone)
New York verzeichnet weniger als 500 Todesfälle in 24 Stunden

Im besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffenen US-Bundesstaat New York ist die Zahl der Toten innerhalb von 24 Stunden zum zweiten Mal in Folge unter 500 geblieben. Die Zahl der täglichen Todesopfer habe zwischen Montag und Dienstag bei 481 gelegen, sagte Gouverneur Andrew Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz. «Das ist gut – aber unsere Definition von ‹gut› hat sich verändert. ‹Gut›bedeutet jetzt ‹nicht furchtbar›.»

In New York wurden erneut weniger als 500 Todesfälle in 24 Stunden verzeichnet. (Bild: Keystone)

Zwischen Sonntag und Montag waren in dem Bundesstaat mit rund 19 Millionen Einwohnern 478 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben – in den Wochen davor hingegen täglich bis zu knapp 800 Menschen. Nach Verkündung von relativ strengen Ausgangsbeschränkungen vor einem Monat waren die Zahlen der neu Infizierten in New York zuletzt bereits deutlich zurückgegangen. Insgesamt mussten bislang auch deutlich weniger Patienten in Kliniken als zuvor prognostiziert.

Organisatoren halten an Frankfurter Buchmesse im Oktober fest

Die Frankfurter Buchmesse soll nach jetzigem Stand wie geplant im Oktober stattfinden. «Wie die 72. Buchmesse dann genau aussehen wird, können wir zum heutigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen», erklärte Sprecherin Kathrin Grün am Dienstag.

Es werde in jedem Fall eine sehr besondere Messe, das stehe jetzt schon fest, fügte sie hinzu. Nach aktuellen Planungen findet die Frankfurter Buchmesse vom 14. bis 18. Oktober statt. Ehrengast ist Kanada. Im vergangenen Jahr waren mehr als 300 000 Besucher auf die Messe gekommen.

Die Frankfurter Buchmesse findet trotz Coronavirus statt. Die Veranstaltung steigt im Oktober. (Bild: Keystone)
Lehrerverband fordert Schutzmassnahmen für Schulöffnung

Wenn ab dem 11. Mai der Betrieb der obligatorischen Schulen wieder losgeht, werden sich viele Lehrerinnen, Mitarbeitende und Schüler in den Schulhäusern tummeln. Der Lehrerverband fordert daher ein konkretes Schutzkonzept mit praktikable Lösungen, um das Personal und die Kinder zu schützen.

Die Lehrer fordern für den baldigen Schulstart Schutzmassnahmen gegen das Coronavirus. (Bild: Keystone )

Der Schutz des Lehrpersonals und der Schülerinnen und Schüler müsse oberste Priorität haben, schreibt der Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer (LCH) am Dienstag in einer Mitteilung. Es brauche ein klares Konzept, das aufzeige, wie die Distanz- und Hygieneregeln in den Klassenzimmern, den Pausenräumen und Sanitäranlagen und in den Strukturen der Tagesschulen eingehalten werden können. Alles zum Thema finden Sie hier.

Weniger Firmengründungen wegen Lockdwon

Die Firmengründungen in der Schweiz sind im Anschluss an den Lockdown durch den Bundesrat eingebrochen. Innert eines Monats wurden über ein Drittel weniger Firmen neu gegründet als in der gleichen Vorjahresperiode, wie der Informationsdienstleister Crif am Dienstag mitteilte.

Das Schweizerische Handelsregisteramt verzeichnete in der Corona-Zeit einen deutlichen Rückgang der Firmen-Neugründungen. (Bild: Keystone)

Verglichen wurde der Zeitraum vom 18. März bis am 14. April. In dieser Zeit seien noch 2’143 Firmen neu gegründet worden. Das entspreche einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 38 Prozent. Betroffen davon waren alle Kantone, am stärksten jedoch die Kantone Appenzell Innerrhoden, Tessin und Glarus. Branchenmässig gesehen registrierte der Bereich Kunst und Unterhaltung das grösste Minus.

Kommission fordert teilweisen Krediterlass für Gastronomiebetriebe

Wer auch Anfang Mai noch von den restriktiven Corona-Massnahmen des Bundes betroffen ist, soll nicht alle beantragten Notkredite zurückzahlen müssen. Das fordert die Wirtschaftskommission des Ständerats (WAK). Sie denkt dabei etwa an die arg gebeutelte Gastronomie.

Für Betreiber von Restaurants, Bar und Nachtclubs hat der Bundesrat vergangene Woche noch kein fixes Datum für den Ausstieg aus dem Lockdown kommuniziert. Dies sorgte teils für harsche Kritik.

CDU-Politiker setzt sich für das Tragen von Masken ein

Der Deutsche CDU-Politiker Guido Wolf setzt sich im Kampf gegen die Corona-Krise für das Tragen von Masken ein. Der Justizminister ernet dafür von seinen Facebook-Fans viel Lob, aber auch Kritik. In zehn der 16 Bundesländern gilt die Maskenpflicht.

Wenn aus Fiktion Ernst wird

Die Corona-Krise hat die Welt fest im Griff. Ein Buchladen in den USA kommentiert die Situation mit einem Schild im Schaufenster: Postapokalyptische Werke seien neu in der Rubrik aktuelle Angelegenheiten abgelegt, heisst es da mit einem Augenzwinkern:

(Bild: zVg)

FC Barcelona verkauft Namensrechte am Camp Nou

Der FC Barcelona will für die kommende Saison die Namensrechte an seinem Stadion Camp Nou verkaufen und das Geld für die Coronavirus-Forschung spenden.

Die Stiftung des Klubs soll sich nun auf die Suche nach einem Sponsor machen, der dem berühmten Stadion in der nächsten Spielzeit seinen Namen geben möchte. Das hat es in der Geschichte des 1957 eingeweihten Camp Nou noch nie gegeben. Das Stadion fasst mehr als 99’000 Zuschauer. Mehr Informationen zum Thema gibt es hier.

Der FC Barcelona liess sich eine besondere Spendenaktion für die Corona-Zeit einfallen: Das Stadion Camp Nou soll umbenennt werden. Die Sponsorengelder sollen dann gespendet werden. (Bild: Keystone)
70 Prozent weniger Inlandflüge

Die Zahl der Inlandsflüge ist wegen der Beschränkungen in der Corona-Pandemie derzeit weltweit um 70 Prozent gegenüber dem Vorjahresstand eingebrochen. Dies teilte der Airlineverband Iata am Dienstag mit.

Die Fluggesellschaften gingen zwar von einer Belebung der Inlandsflüge vor den internationalen Verbindungen aus, rechneten aber mit einer nur langsamen Erholung, erklärte Iata-Chefökonom Brian Pearce am Dienstag. Die wirtschaftliche Lage spreche gegen ein nennenswertes Anziehen der Nachfrage. «Wir erwarten deshalb für das dritte Quartal nur eine vergleichsweise bescheidene Erholung», sagte Pearce.

Nicht nur die geschlossenen Landesgrenzen dämpfen die Umsätze für Fluggesellschaften. Die Corona-Krise hat den Markt mit den Inlandflügen weltweit stark reduziert. (Bild: Keystone)
Deutschland bricht Handball-Bundesliga ab

Die Saison in der 1. und 2. Handball-Bundesliga ist in Deutschland wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochen worden. Das haben die 36 Klubs nach einer Abstimmung beschlossen. Weitere Informationen zum Thema gibt es hier.

Bayer arbeitet mit kanadischem Forschungsinstitut an Corona-Arznei

Bayer will mit dem kanadischen Gesundheitsforschungsinstitut PHRI bei der klinischen Erforschung von Medikamenten gegen Covid-19 zusammenarbeiten. Die kanadische Organisation von Bayer will mit dem Institut ein breit angelegtes, weltweites Forschungsprogramm starten, wie der Agrarchemie- und Pharma-Konzern am Dienstag mitteilte.

Dabei sollen verschiedene Kombinationen von Medikamenten getestet werden, darunter der Malaria-Wirkstoff Chloroquin sowie das Multiple-Sklerose-Mittel Interferon Beta-1b von Bayer. Das Leverkusener Unternehmen will sich mit rund eine Million Euro sowie der Bereitstellung von Medikamenten an dem Projekt beteiligen.

Bayer arbeitet in Kanada an der Entwicklung eines Corona-Medikaments. (Bild: Keystone)
Europarat warnt vor Korruption

Nützen Kriminelle die Corona-Krise und ihre Folgen aus? Experten des Europarats haben angesichts der Coronavirus-Pandemie vor einem erhöhten Korruptionsrisiko insbesondere im Gesundheitssektor gewarnt. Details zum Thema finden Sie hier.

Berliner Museen öffnen am 4. Mai wieder
In Berlin öffnen die Musen bereits in zwei Wochen wieder. (Bild: Keystone)

Die Museen in Deutschlands Hauptstadt Berlin mit der berühmten Museumsinsel können schon vom 4. Mai an wieder öffnen. Das beschloss der Senat während seiner Sitzung am Dienstag. Auch der Leihverkehr in Bibliotheken soll dann wieder möglich sein, wie Kultursenator Klaus Lederer ankündigte. Die Theater der Stadt bleiben indes bis zum 31. Juli geschlossen und beenden damit die Saison.

Zunächst war der 11. Mai für erste Öffnungen der Museen im Gespräch. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sprach nach «spürbaren, schmerzhaften Einschnitten» von einer «ersten Phase der Lockerung». Es gebe aber «keine allgemeine Entwarnung» in einer «sehr, sehr fragilen Situation».

Fifa-Prozess definitv abgesagt

Das Bundesstrafgericht hat das Fifa-Verfahren bis am 27. April sistiert. Damit ist ein Urteil vor Ende der Verjährungsfrist nicht mehr möglich.

Das Bundesstrafgericht musste den Prozess Mitte März wegen des Coronavirus bis am 20. April sistieren. Weil die Einschränkungen des öffentlichen Lebens fortbestehen, hat das Gericht eine weitere Sistierung bis am 27. April beschlossen. Mehr Informationen zum Thema gibt es hier.

Das FIfa-Verfahren am Bundesstrafgericht wird wegen des Coronavrius ganz abgesagt.(Bild: Keystone)
Spielt Real Madrid bald im Mini-Stadion?
Spielen die Stars von Real Madrid bald im Trainingsstadion Estadio Alfredo die Stefano? (BIld: Keystone)

Falls die Primera Division in Spanien wieder startet, könnte sich Rekordmeister Real Madrid in einem Mini-Stadion wiederfinden. Das Starensemble plant Berichten zufolge, die verbleibenden Partien der Meisterschaft im vereinseigenen Trainingsstadion Estadio Alfredo di Stefano in Valdebebas ausserhalb von Madrid zu Ende zu spielen. Dieses umfasst gerade einmal 6000 Zuschauerplätze – aber die Spiele würden sowieso vor leeren Rängen ausgetragen. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

Weitere Bundesländer führen Maskenpflicht ein

Am Dienstag kündigten in Deutschland Schleswig-Holstein, Hamburg, Berlin, Hessen, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt eine Maskenpflicht an. Thüringen, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern hatten dies bereits zuvor getan. Im Vorreiterland Sachsen gilt sie bereits seit Montag. Damit sind oder werden solche Alltagsmasken oder ersatzweise Schals oder Gesichtstücher in zehn der 16 Bundesländer vorgeschrieben. Mehr Informationen zum Thema gibt es hier.

Immer mehr der Deutschen Bundesländer schreiben eine Maskenpflicht vor. In insgesamt zehn Ländern ist diese in Kraft. (Bild: Keystone)
Kein Termin für Wiedereaufnahme der Bundesliga

Das Bundesinnenministerium ist strikt dagegen, jetzt schon einen Termin für die Wiederaufnahme von Bundesliga-Spielen zu nennen. Das geht aus einem Schreiben des parlamentarischen Staatssekretärs Stephan Mayer an die Vorsitzende der Sportministerkonferenz, die Bremer Senatorin Anja Stahmann, hervor.

In dem Schreiben vom Dienstag heisst es, die von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder zunächst bis zum 3. Mai vereinbarten Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gälten «uneingeschränkt» auch für den Sport. Dies sei auch bei der Telefonschaltkonferenz der Sportminister am Montag so besprochen worden. Alles zum Thema erfahren Sie hier.

Qurantäne wird im Tirol augehoben

Das österreichische Bundesland Tirol hebt in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag die Quarantäne für Sölden, St. Anton am Arlberg sowie das gesamte Paznauntal inklusive Ischgl auf. Das teilte Tirols Landeschef Günther Platter (ÖVP) am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck mit.

Damit steht ab Donnerstag kein Ort in dem österreichischen Bundesland mehr unter Quarantäne. Zeitweise galt die drastische Massnahmen für alle 279 Gemeinden. Die Menschen durften dabei ihre Wohnorte nicht verlassen. Weitere Informationen zum Thema gibt es hier.

Unter anderem in Innsbruck wird die Quarantäne aufgehoben. Das Tirol lockert seine Corona-Massnahmen. (Bild: Keystone)
Mehr Todesfälle im Kanton Waadt als im Tessin

Im Kanton Waadt sind bis Dienstag 310 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Das sind zwölf mehr als am Vortag.

Die Waadt ist in absoluten Zahlen mittlerweile derjenige Kanton mit den meisten Todesfällen, die auf das Coronavirus zurückzuführen sind. Im Kanton Tessin waren es am Dienstagmittag 291 Tote.

310 Menschen starben bisher im Kanton Waadt am Coronavirus. Damit wurden dort im Schweizer Vergleich die meisten Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 verzeichnet. (Bild: Keystone)

Die Zahl der Spitalaufenthalte wegen Covid-19 ist in der Waadt rückläufig. Sie betraf 221 Menschen, 28 weniger als am Vortag. Gemäss den vom Kanton am Dienstag publizierten Zahlen befanden sich von den hospitalisierten Personen deren 50 (-7) auf der Intensivstation. Insgesamt wurden im Kanton 4987 Menschen positiv auf das Virus getestet

Weitere Turbulenzen am Rohölmarkt

Die Turbulenzen am Rohölmarkt haben sich am Dienstag fortgesetzt. Nachdem der Preis für US-Rohöl zur zeitnahen Auslieferung am Montag erstmals negativ gewesen ist, sprangen die Turbulenzen am Dienstag auf weitere Marktsegmente über. Der Preis für europäisches Rohöl wurde dadurch mit nach unten gezogen.

Die amerikanische Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juni kostete am Dienstag im Tief 11,59 US-Dollar. Zuletzt lag der Preis bei 15,45 Dollar, das waren immer noch 5,97 Dollar weniger als am Vortag. Am Montag war der Preis für WTI zur Mai-Lieferung in den negativen Bereich gefallen.

Wegen der Corona-Krise geht es am Rohölmarkt turbulent zu. (Bild: Keystone)
Cassis möchte Corona-Massnahmen europaweit koordiniert lockern

Bundesrat Ignazio Cassis hat am Dienstag per Videokonferenz mit den Aussenministern der deutschsprachigen Länder über die Coronakrise gesprochen. Er plädierte dabei für ein koordiniertes Vorgehen der Nachbarländer und der EU bei der Lockerung der Covid-19 Massnahmen.

Cassis betonte gemäss einer Mitteilung seines Aussendepartements EDA gegenüber den Aussenministern von Deutschland, Österreich, Liechtenstein und Luxemburg, dass eine Krise dieses Ausmasses in Europa nur gemeinsam bewältigt werden könne. So habe die Schweiz in den letzten Wochen zum Beispiel französische Patienten aufgenommen oder Schutzmaterial nach Italien geliefert.

Die Schweiz habe im Gegenzug von einer engen Einbindung ins EU-Krisenmanagement und von den regelmässigen bilateralen Absprachen mit den EU-Staaten profitiert. Diese Zusammenarbeit habe sich als wichtiger Faktor bei der Krisenbewältigung erwiesen.

Schweizer Contact-Tracing-App am 11. Mai fertig gestellt

Die Contact-Tracing-App DP-3T soll bis zum 11. Mai fertiggestellt werden. Das teilten die ETH Lausanne und der ETH Zürich mit. Die App soll zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie beitragen, indem Infektionsketten zurückverfolgt werden können.

DP-3T steht für Decentralized Privacy-Preserving Proximity Tracing Es handelt sich um ein Projekt eines internationalen Kollektivs, an dem auch Forscher der beiden ETH beteiligt sind. Vergangene Woche wurden Testversionen der App veröffentlicht. Die Armee beteiligte sich an ersten Anwendungsversuchen. Gemäss der gemeinsamen Mitteilung der beiden ETH vom Dienstag läuft die Entwicklung noch.

Mehr dazu lesen Sie hier.

(Symbolbild: Keystone)
Lockdown trifft ländliche Gebiete und Geringverdiendende stärker

Die Möglichkeit, im Homeoffice arbeiten zu können, beeinflusst die Folgen des Lockdowns wegen der Coronavirus-Pandemie. Dabei kommen Menschen mit hohen Einkommen in urbanen Gebieten weit besser weg als Geringverdienende in ländlichen Gegenden, wie eine Untersuchung der Universität Basel zeigt.

Mitarbeiter der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel haben untersucht, was für Bevölkerungs- und Berufsgruppen in welchen Wirtschaftssektoren und Arbeitsmarktregionen ihre Arbeit besser von zuhause aus erledigen können. Dieser Homeoffice-Index wirkt sich auf die Betroffenheit vom Lockdown aus, wie zwei am Dienstag veröffentlichten Analysen zeigen.

Menschen in ländlichen Gebieten leiden stärker unter dem Lockdown als die Stadtbevölkerung, (Symbolbild: Keystone)
Teilöffnung der Grenze im Tessin

Der Bund hat im Tessin am Montag mit Brusata di Novazzano einen weiteren Grenzübergang teilweise wieder geöffnet. Er will damit den Arbeitsverkehr erleichtern. Für den Schritt entschied sich die Direktion der Eidgenössischen Zollverwaltung gemeinsam mit dem Kanton Tessin und den italienischen Behörden, wie sie in einer Mitteilung festhält.

Der Grenzübergang Brusata di Novazzano ist demnach seit Montag wieder offen, und zwar jeweils von 5 bis 9 Uhr sowie von 16 bis 20 Uhr abends.

(Video: Keystone SDA/Davide Agosta)

SVP Zürich fordert ein sofortiges Ende des Lockdowns

In einer Video-Medienkonferenz fordert die SVP Zürich am Dienstagmorgen ein Ende des Corona-Lockdowns. Sie sei enttäuscht, dass die Regierung viel zu wenig Vertrauen habe in die Kreativität von Unternehmerinnen und Unternehmern. Nationalrat Gregor Rutz befürchtet zudem, dass von der Regierung Dinge vorbei an den demokratischen Spielregeln beschlossen würden.

(Video: Keystone-SDA/Laura Zimmermann)

Aussenpolitiker fordern raschen Fahrplan für Grenzöffnungen

Damit die Zusammenführung von Familien und die Wiederherstellung der Personenfreizügigkeit rasch erfolgen kann, verlangt die Aussenpolitische Kommission des Nationalrats (APK) vom Bundesrat einen raschen Fahrplan für die schrittweise Öffnung der Landesgrenzen.

Sie hat eine entsprechende Motion eingereicht, wie die Parlamentsdienste am Dienstag mitteilten. Der Entscheid fiel mit 14 zu 7 Stimmen bei einer Enthaltung.

Derzeit dürfen nur Schweizer Bürgerinnen und Bürger, Menschen mit Aufenthaltserlaubnis oder Berufsleute mit einer Stelle in der Schweiz einreisen. Der Bundesrat prüft nach eigenen Angaben derzeit, was in Sachen Grenzöffnung möglich ist.

Sieben Corona-Apps bei Test in Niederlanden durchgefallen

Ein Test von sieben Corona-Warn-Apps hat in den Niederlanden grosse Mängel ans Licht gebracht. Keine der Apps habe sich bisher als geeignet erwiesen, gestand das Gesundheitsministerium in Den Haag gegenüber dem niederländischen TV-Sender NOS ein.

Sieben Entwickler hatten sich am Wochenende dem Urteil von Dutzenden Experten gestellt. Diese hatten nach einem Bericht des Senders eine Reihe von gravierenden Mängeln festgestellt.

Sechs von sieben Apps wiesen Sicherheitslücken auf. Bei einem war sogar ein Datenlücke festgestellt worden. Fast alle der getesteten Apps hatten nach Ansicht der Experten Konstruktionsfehler. Die Apps waren von Technikern, Datenschützern, Juristen und Gesundheitsexperten getestet worden.

(Symbolbild: Keystone)
WHO: «Das Schlimmste liegt noch vor uns»

Der WHO-Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus warnt vor der Zukunft in der Coronavirus-Pandemie. «Vertrauen Sie uns, das Schlimmste liegt noch vor uns», sagte Ghebreyesus der Presseagentur AP. Aktuell bereiten viele Länder eine Unlock-Strategie vor, andere haben erste Lockerungen bereits vorgenommen.

Ghebreyesus definierte kein genaues Worst-Case-Szenario. Die WHO warnte aber zuvor vor der Ausbreitung des Coronavirus‘ in Afrika: «Lassen Sie uns diese Tragödie verhindern. Es ist ein Virus, den viele Menschen immer noch nicht verstehen», so Ghebreyesus.

Neue Ergebnisse aus der Forschung zeigten, dass nur rund 2 bis 3 Prozent der Weltbevölkerung Antikörper gegen das Coronavirus im Blut hätten, so die WHO. Ghebreyesus betont mit Nachdruck: «Die Lockerung der Beschränkungen ist in keinem Land das Ende der Epidemie.»

WHO-Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus mahnt in der Phase der Lockerungen zur Vorsicht: «Das Schlimmste liegt noch vor uns». (Bild: Keystone)
Erneut weniger neue Coronavirus-Ansteckungen in der Schweiz

In der Schweiz und in Liechtenstein hat die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages um 119 zugenommen. Insgesamt gab es am Dienstag laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) 28’063 laborbestätigte Fälle und 1187 Tote.

Damit erhöhte sich die Zahl der neuen bestätigten Fälle im Vergleich zum Vortag weniger stark, wie das BAG weiter mitteilte. Am Montag waren noch 204 bestätigte Neuansteckungen gemeldet worden, die niedrigste Zahl seit Wochen.

Die Todesfälle in allen Kantonen zusammen nahmen nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bis Dienstagmittag auf 1445 zu.

Mehr dazu hier.

DFB hat Länderspiele gegen Ausfall versichert

Die finanziellen Verluste für den Deutschen Fussball-Bund (DFB) durch die wegen der Coronakrise ausgefallenen Länderspiele sind nicht so hoch wie erwartet. «Der DFB verfügt über eine Ausfallversicherung für seine Länderspiele, die auch im Fall der Länderspiele im März gegen Italien und Spanien greift. Diese Versicherung setzt eine Spielabsage von dritter Seite voraus», sagte DFB-Finanzchef Stephan Osnabrügge dem Onlineportal «Sport1».

Falls Trainer Jogi Löw und die deutsche Nationalmannschaft die kommenden Länderspiele nicht bestreiten können, ist der DFB dagegen versichert. (Archivbild: Keystone)

Allerdings sei die Versicherung bei einer vertraglichen Höchstsumme gedeckelt und werde daher nicht alle Ausfälle des Verbandes abdecken. Auch mögliche Einnahmeverluste bei einer Absage des DFB-Pokalfinals sollen in Teilen abgesichert sein. Osnabrügge rechnet trotz der zu erwartenden Versicherungssummen „in allen Erlösbereichen mit erheblichen Ausfällen“. Im schlimmsten Fall werde das Haushaltsdefizit rund 50 Millionen Euro vor Steuern betragen.

Kölner Doping-Kontrolllabor testet 95 Prozent weniger als üblich

Das Doping-Kontrolllabor in Köln hat seine Arbeit nahezu einstellen müssen. «Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Probenzahl auf ein Minimum zurückgegangen. Derzeit testen wir etwa 95 Prozent weniger Dopingkontrollproben als zuvor», sagte der Leiter des Labors, Mario Thevis, den Zeitungen der «Funke Mediengruppe».

Die weltweite Dopingkontrolle musste wegen der Corona-Pandemie stark heruntergefahren werden. (Symbolbild: Keystone)

Wegen der weltweiten Coronavirus-Pandemie ist die Entnahme von Dopingproben stark zurückgegangen. Die Sorge der Verantwortlichen ist gross, dass Athleten die entstandene Systemlücke ausnutzen und mit Blick auf die in das nächste Jahr verschobenen Olympischen Spiele in Tokio eine Wettbewerbsungleichheit entstehen könnte. Den Angaben zufolge sind momentan nur 13 von insgesamt 30 akkreditierten Kontrolllaboren der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) voll funktionsfähig.

UNO: Corona-Krise wird Unterernährung weltweit verschärfen

Die Vereinten Nationen warnen davor, dass sich die Zahl der unterernährten Menschen wegen der Corona-Pandemie und ihrer wirtschaftlichen Folgen weltweit fast verdoppeln könnte. Einen entsprechenden Bericht stellte das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) am Dienstag in Rom vor.

Die Zahl der Menschen, die sich nicht ausreichend ernähren könnten, um gesund zu leben, oder die sogar Hunger litten, könnte 2020 sprunghaft auf 265 Millionen Menschen anwachsen, hiess es. Im Vorjahr habe die Zahl der Menschen mit einem akuten Mangel an ausreichend Essen bei 135 Millionen weltweit gelegen. Unter der drastischen Verschlechterung ihrer Ernährungslage durch die Folgen der Corona-Krise dürften besonders Menschen in ärmeren Staaten leiden.

Australischer Premier dringt auf internationale Corona-Untersuchung

Der australische Premierminister Scott Morrison hat sich den Forderungen nach einer internationalen Untersuchung zum Coronavirus-Ausbruch angeschlossen. Es sei wichtig, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO und ihre Mitglieder mit grosser Transparenz handelten, sagte der konservative Politiker am Dienstag vor Reportern.

Das sei wichtig, wo auch immer ein Virus ausbreche – ob in Australien, in China, in Teilen Afrikas, in der Pazifik-Region oder im Nahen Osten.

Auch Australiens Premierminister Scott Morrison fordert eine internationale Untersuchung des Ausbruchs der Coronavirus-Pandemie. (Bild: Keystone)
Aargauer Regierung pocht auf Öffnung aller Läden im April

Der Bundesrat soll eine Öffnung aller Läden ab dem 27. April überprüfen. Das fordert der Aargauer Regierungsrat in einem offenen Brief an den Bundesrat. Damit stützt der Regierungsrat die Forderung von bürgerlichen Parteien und Wirtschaftsverbänden.

Der Regierungsrat bittet im am Dienstag veröffentlichten Schreiben den Bundesrat, im Zusammenhang mit den angekündigten Lockerungen der Schutzmassnahmen, nochmals die Situation des Detailhandels, der Gastronomie und des Veranstaltungswesens zu überprüfen.

Mehr dazu hier.

Tessin: Drei weitere Tote durch Covid-19

Im Kanton Tessin sind in den letzten 24 Stunden erneut 3 Personen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. 7 Personen sind neu positiv auf das Virus getestet worden.

Insgesamt wurden bis Dienstagmorgen im Kanton Tessin 3065 Personen positiv auf das Virus getestet. 291 Menschen verloren aufgrund des Coronavirus ihr Leben. 639 Personen konnten bisher aus den Tessiner Spitälern entlassen werden.

Tellspiele Altdorf um ein Jahr auf 2021 verschoben

Die diesjährigen Tellspiele in Altdorf werden um ein Jahr verschoben. Dies, weil wegen der Coronapandemie nicht geprobt werden kann.

Friedrich Schillers «Wilhelm Tell» hätte am 22. August 2020 in einer Neuinszenierung von Annette Windlin im Theater Uri seine Premiere erleben und danach bis im Oktober 27 Mal aufgeführt werden sollen. Nun werden die Tellspiele 2020 aber auf 2021 verschoben. Neues Datum für die Premiere ist der 28. August 2021.

Wilhelm Tell wird seine Armbrust erst 2021 wieder spannen. (Archivbild: Keystone)
Zürcher Forscher entwickeln Corona-Sensor

Forscher von Empa, ETH und Universitätsspital Zürich haben einen Sensor entwickelt, der das Corona-Virus in der Luft aufspürt. Dieser Sensor könnte dereinst an Orten mit vielen Menschen eingesetzt werden oder in Spital-Lüftungsanlagen.

Mehr dazu erfahren Sie hier.

Regierung in Rom kündigt Plan für Ende der Corona-Sperren an

Italiens Regierung will bis Ende dieser Woche ihre Pläne für ein schrittweises Aufheben der Corona-Beschränkungen ab dem 4. Mai vorlegen. Das kündigte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Dienstag auf Facebook an.

«Ich wünschte, ich könnte sagen: Wir öffnen alles wieder. Sofort», schrieb der Premier. «Aber eine solche Entscheidung wäre unverantwortlich», mahnte er. «Das würde die Ansteckungskurve des Virus erneut auf unkontrollierte Weise steigen lassen und alle Bemühungen, die wir bisher unternommen haben, zunichtemachen.»

Mehr zum Unlock in Italien lesen Sie hier.

Italien plant in kleinen Schritten den Ausstieg aus dem Lockdown. Ende dieser Woche soll die Regierung erste Pläne vorlegen. (Symbolbild: Keystone)
Ministerpräsident Söder zu Oktoberfest-Abgsage: «Unglaublich schade»

Das weltbekannte Oktoberfest in Süddeutschlands Metropole München findet wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht statt. Das gaben Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter am Dienstag bekannt.

«Es tut uns weh, es ist unglaublich schade», sagte Söder. Ein Fest in der Grösse, mit der Internationalität und unter den Bedingungen bedeute jedoch eine zu hohe Gefahr. Reiter sagte, es sei ein emotional schwieriger Moment, und es sei auch ökonomisch ein schwieriger Moment für die Stadt.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bezeichnete die Absage des Oktoberfests in München als «unglaublich schade». (Bild: Keystone)
Startet die Bundesliga am 9. Mai wieder?

Die deutsche Fussball-Bundesliga könnte in knapp drei Wochen den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Zwei Ministerpräsidenten nennen den 9. Mai als Ziel. Armin Laschet und Markus Söder, die Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen und Bayern, sagten gegenüber der «Bild»-Zeitung, dass dies möglich sei.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Erste Ministerpräsidenten in Deutschland machen Hoffnung, dass die Bundesliga am 9. Mai ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen kann. (Symbolbild: Keystone)
US-Sportfans wollen erst mit Impfstoff wieder ins Stadion

Eine Mehrheit der Sportfans in den USA möchte laut einer Umfrage erst wieder zu Live-Spielen gehen, wenn es einen Impfstoff gegen das Coronavirus gibt. Rund 72 Prozent der US-Bürger halten es demnach für unsicher, ohne einen solchen Schutz wieder in ein Stadion zu gehen. Unter den Menschen, die sich selbst als Sportfans bezeichnen, waren es immer noch 61 Prozent.

Das berichtete die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf die Seton Hall University aus New Jersey.

Schwedens Corona-Strategie umstritten – mehr als 1500 Tote

Der schwedische Sonderweg in der Bekämpfung des Coronavirus hat einen hohen Preis. Mehr als 1500 Menschen starben der schwedischen Gesundheitsbehörde zufolge bislang infolge einer Infektion mit Sars-CoV-2. Das ist um ein Vielfaches mehr als in den anderen skandinavischen Ländern. Trotzdem bleiben die Behörden bei der Strategie, der Bevölkerung lediglich zu raten, Abstand zu halten. Veranstaltungen mit bis zu 50 Besuchern sind nach wie vor erlaubt.

Zum ganzen Artikel geht es hier.

Fans müssen wegen Corona länger auf «The Batman» warten

Auch Superheld Batman bleibt nicht von der Corona-Krise verschont. Der geplante Film «The Batman» mit Hauptdarsteller Robert Pattinson soll nun erst im Oktober 2021 in die Kinos kommen, wie das Studio Warner Bros. am Montag mitteilte. Ursprünglich war der Start in den USA für Juni nächsten Jahres angesetzt.

Im Februar hatte Pattinson mit einem kurzen Video erstmals Einblick in seinen Auftritt als Fledermausmann unter der Regie von Matt Reeves («Planet der Affen») gegeben. Die Dreharbeiten mit dem britischen «Twilight»-Star waren im Januar angelaufen, dann aber wegen der Corona-Pandemie Mitte März gestoppt worden.

Später als geplant wieder auf der Leinwand zu sehen: Robert Pattinson als Hauptdarsteller im FIlm «The Batman». (Bild: Keystone)
2000 Häftlinge in US-Gefängnis infiziert

In einem Gefängnis im US-Bundesstaat Ohio haben sich fast 2000 von rund 2500 Häftlingen mit dem Coronavirus infiziert. Betroffen sei die Haftanstalt im Ort Marion, wo es bislang 1950 bestätigte Infektionen und einen Todesfall in Verbindung mit der Lungenkrankheit Covid-19 gegeben habe, teilte die örtliche Justizvollzugsbehörde am Montag (Ortszeit) mit.

In einem weiteren Gefängnis südwestlich der Stadt Columbus seien von rund 2100 Häftlingen inzwischen knapp 1200 infiziert. In der Haftanstalt Pickaway gab es demnach sieben Todesfälle – bei sechs der Häftlinge sei der Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, hiess es weiter.

Trump treibt Bau von Grenzmauer auch in Corona-Krise voran

Trotz der Corona-Krise treibt US-Präsident Donald Trump den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko voran. Der Kommandeur des Ingenieurkorps der US-Armee, General Todd Semonite, sagte am Montagabend (Ortszeit) bei der täglichen Pressekonferenz Trumps zur Corona-Pandemie, bislang seien rund 264 Kilometer des Bollwerks gebaut worden. Er gehe davon aus, Trumps Ziel von rund 725 Kilometern bis Jahresende erreichen zu können.

Semonite sprach eigentlich über die Corona-Hilfsmassnahmen seiner Truppe, die unter anderem Feldlazarette in schwer betroffenen Städten aufbaut. Trump forderte den General dann aber auf, über die Fortschritte beim Mauerbau zu berichten.

Trotz der Corona-Krise treibt US-Präsident Donald Trump den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko voran. (Bild: Keystone)
Oktoberfest 2020 abgesagt

Das Oktoberfest findet wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht statt. Das gaben Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Dienstag bekannt.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Über 5000 Häftlinge in Mexiko begnadigt

Der mexikanische Senat hat eine Amnestie für über 5000 Strafgefangene gebilligt. Der Straferlass vom Montag soll für Arme und Indigene, über 60-Jährige und Frauen gelten, die keine Gefahr für die Gesellschaft darstellen. Ausgenommen sind Drogenhändler, Mörder, Vergewaltiger, Geiselnehmer und Wiederholungstäter.

Die Amnestie war eines der Wahlkampfversprechen von Präsident Andrés Manuel López Obrador. Angesichts der grassierenden Corona-Pandemie erhofft sich die Regierung von dem Schritt nun auch, eine Ausbreitung des Virus in den chronisch überfüllten Gefängnissen des lateinamerikanischen Landes zu verhindern.

«Pride»-Parade in New York wegen Corona abgesagt

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte wird die «Pride»-Parade in New York abgesagt. Die grosse Party, bei der Ende Juni auf die Rechte unter anderem von Homo-, Bi- und Transsexuellen aufmerksam gemacht wird, werde dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden, sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Montag. Dies sei trotz des «geschichtsträchtigen Moments» zur 50. Parade in diesem Jahr nötig.

Mehr dazu hier.

Die «Pride»-Parade in New York, bei der auf die Rechte unter anderem von Homo-, Bi- und Transsexuellen aufmerksam gemacht wird, wird dieses Jahr zum ersten Mal nicht stattfinden. (Archivbild: Keystone)
Wegen Corona: Fluglinie Virgin Australia meldet Insolvenz an

Die zweitgrösste australische Fluggesellschaft Virgin Australia hat in der Corona-Krise Insolvenz angemeldet. Damit will sich das Unternehmen laut einer Mitteilung vom Dienstag finanziell neu aufstellen und gestärkt aus der Covid-19-Krise kommen. Zuvor hatte es die Airline nicht geschafft, eine Staatshilfe in Höhe von 1,4 Milliarden Australischen Dollar (815 Mio Euro) zu bekommen. Es geht laut Virgin um rund 16’000 Arbeitsplätze. Das Unternehmen, das über 130 Flugzeuge verfügt, hat Schulden in Milliardenhöhe.

Corona-Krise drückt Steuereinnahmen in Deutschland

Die Folgen der Corona-Krise haben die Steuereinnahmen in Deutschland im März erstmals gebremst. Die Erlöse sanken binnen Jahresfrist um 1,8 Prozent auf 69,6 Milliarden Euro, wie das deutsche Finanzministerium am Dienstag in seinem Monatsbericht mitteilte.

Damit steht für das gesamte erste Quartal zwar noch ein Plus von 3,5 Prozent zu Buche. «Aber die umfänglichen ökonomischen Auswirkungen des Mitte März in Deutschland begonnenen Shutdowns werden in den folgenden Monaten das Steueraufkommen sichtbar beeinträchtigen.»

Autovermieter Hertz entlässt 10'000 Mitarbeitende

Die US-Autovermietung Hertz Global entlässt rund 10’000 Mitarbeitende in ihrem Nordamerika-Geschäft. «Wie der Rest des globalen Reisesektors kam auch der Einbruch durch COVID-19 bei Hertz plötzlich», sagte Geschäftsführerin Kathryn Marinello.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Die Autovermietungs-Branche wird von der Corona-Pandemie ebenfalls schwer getroffen. Das Unternehmen Hertz entlässt rund 10’000 Mitarbeitende in seinem Nordamerika-Geschäft. (Bild: Keystone)
Sika im ersten Quartal von Covid-19 gebremst

Der Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika hat zum Jahresauftakt die Coronavirus-Krise vor allem in China und Asien zu schaffen gemacht. Die bisherigen Prognosen für 2020 wurden kassiert.

Dass der Umsatz im ersten Quartal 2020 dennoch um deutliche 10,3 Prozent auf 1,81 Milliarden Franken gestiegen ist, liegt insbesondere an dem im Mai 2019 gekauften französischen Mörtelproduzenten Parex. In Lokalwährungen ist Sika gar um 15,4 Prozent gewachsen.

Um Zukäufe bereinigt wäre Sika aber um 1,3 Prozent geschrumpft, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Denn seit Mitte März befänden sich rund 30 Länder, in denen Sika vertreten sei, im Lockdown.

Der Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika wird von der Corona-Krise gebremst. (Archivbild: Keystone)
IBM erleidet deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang

Der Technologie-Konzern IBM hat im ersten Quartal 2020 deutliche Geschäftseinbussen hinnehmen müssen. Wegen der Corona-Krise hat der Konzern seine Jahresprognose gestrichen.

In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres sanken die Erlöse verglichen mit dem Vorjahreswert um 3,4 Prozent auf 17,6 Milliarden Dollar (17,1 Milliarden Franken), wie IBM am Montag nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Gewinn fiel um gut ein Viertel auf 1,2 Milliarden Dollar (1,16 Milliarden Franken).

Anleger reagierten verhalten – die Aktie geriet nachbörslich leicht ins Minus, obwohl sich die Ergebnisse insgesamt im Rahmen der Erwartungen bewegten.

Der Technologie-Konzern IBM hat im ersten Quartal 2020 wegen der Corona-Krise deutliche Geschäftseinbussen hinnehmen müssen. (Bild: Keystone)
Trump will Einwanderung in die USA zeitweise aussetzen

US-Präsident Donald Trump will jegliche Einwanderung in die Vereinigten Staaten zeitweise aussetzen. Er werde einen dahingehenden Erlass unterzeichnen, schrieb er am Montagabend (Ortszeit) auf Twitter. Als Begründung führte Trump mit Blick auf die Coronavirus-Pandemie den «Angriff des unsichtbaren Feindes» an sowie die Notwendigkeit, die «Jobs unserer grossartigen amerikanischen Staatsbürger» zu schützen.

Trumps Tweet enthielt keine weiteren Einzelheiten. Es blieb daher zunächst unklar, welche Formen der Einwanderung beziehungsweise welche Visa davon betroffen sein sollten. Auch der Zeitraum des Erlasses – ab wann und bis wann – blieb unklar. Zudem blieb die rechtliche Grundlage, deren Überprüfung sicher schon bald US-Gerichte beschäftigen dürfte, zunächst ebenfalls offen.

Mehr zum Thema lesen Sie hier.

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Einwanderung in die Vereinigten Staaten wegen der Corona-Pandemie vorläufig aussetzen zu wollen. (Bild: Keystone)
Olympia 2021: Japan dementiert Übernahme der Verschiebungskosten

Japans Kabinettschef Yoshihide Suga hat Berichte um eine Kostenübernahme der Verschiebung der Olympischen Spiele zurückgewiesen. «Es stimmt nicht, dass es eine Einigung über eine zusätzliche Kostenbelastung gegeben hat», sagte Suga bei einem Pressebriefing. Die Nachrichtenagentur Kyodo News hatte zuvor berichtet, Ministerpräsident Shinzo Abe habe sich verpflichtet, die Kosten zu übernehmen.

Die Kosten für die Verschiebung werden auf etwa drei Milliarden US-Dollar geschätzt. Die Sommerspiele waren eigentlich für 24. Juli bis 9. August in diesem Jahr geplant. Doch angesichts der rasanten weltweiten Ausbreitung des Coronavirus beschlossen das Internationale Olympische Komitee (IOC) und der Ausrichter, die Spiele erstmals in ihrer 124-jährigen Geschichte zu verschieben. Sie sollen nun in Tokio vom 23. Juli bis 8. August 2021 ausgetragen werden.

New Yorks Gouverneur im Weissen Haus erwartet

In den USA gibt es nach einer Übersicht der Johns-Hopkins-Universität (Stand Montagabend Ortszeit) mehr als 780’000 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus – mit Abstand mehr als in jedem anderen Land der Welt. Mehr als 42’000 Menschen starben demnach infolge einer Covid-19-Erkrankung. Trump dementiert, dass die USA tatsächlich das Land mit den meisten Todesopfern seien. Er wirft China vor, die wahren Todeszahlen dort zu verschweigen.

Die meisten Opfer in den USA hat der Bundesstaat New York zu beklagen. Dessen demokratischer Gouverneur Andrew Cuomo werde an diesem Dienstag zu einem Besuch im Weissen Haus erwartet, sagte Trump. Der Besuch komme auf Cuomos Wunsch zustande. Trump und Cuomo hatten in der Krise zwischenzeitlich scharfe Kritik aneinander geübt.

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo wird sich am Dienstag im Weissen Haus mit US-Präsident Donald Trump treffen. Die beiden hatten in der Krise zwischenzeitlich scharfe Kritik aneinander geübt. (Bild: Keystone)
Trump: Ausreichend Tests für Lockerung von Massnahmen

US-Präsident Donald Trump hat Kritik an seiner Regierung wegen mangelnder Testmöglichkeiten auf das Coronavirus zurückgewiesen. «Wir sind beim Testen in sehr guter Form, und wir werden ständig besser», sagte er am Montagabend (Ortszeit) bei seiner täglichen Pressekonferenz im Weissen Haus.

Trump bemängelte, manche Gouverneure der Bundesstaaten hätten nicht verstanden, auf welche Testkapazitäten in privaten Labors sie Zugriff hätten.

Die Richtlinien des Republikaners Trump sehen eine Lockerung der Schutzmassnahmen in drei Phasen für Bundesstaaten vor, wenn bestimmte Kriterien erfüllt werden – unter anderem sollen die Fallzahlen vor dem Eintritt in jede Phase über 14 Tage hinweg abnehmen.

Über Parteigrenzen hinweg hatten Gouverneure in den vergangenen Tagen der Trump-Regierung vorgeworfen, nicht ausreichend Tests zur Verfügung zu stellen. Flächendeckende Tests gelten als Voraussetzung für die von Trump angestrebte schrittweise Wiedereröffnung der Wirtschaft.

Facebook will Corona-Proteste begrenzen

Facebook will die Organisation bestimmter Proteste gegen die wegen der Corona-Pandemie verhängten Schutzmassnahmen begrenzen. Wenn eine Demonstration von den Behörden verboten worden sei oder gegen die Vorschriften verstosse, wonach Menschen genügend Abstand voneinander einhalten müssten, dürfe diese nicht auf Facebook organisiert werden, erklärte ein Sprecher des Unternehmens am Montag. Facebook werde gegen entsprechende Inhalte vorgehen, hiess es weiter.

Facebook will Proteste gegen das Coronavirus nicht über die eigene Plattform organisierbar machen, weil die Proteste gegen das Versammlungsverbot verstossen. (Bild: Keystone)
Bumann kann nicht testen

Fans von Bumann – der Retauranttester müssen sich bis zum Start der 14. Staffel noch etwas gedulden. Die Ausstrahlung der neusten Staffel der 3+-Sendung wird auf den Herbst 2020 verschoben. Gleichzeitig verschiebt sich die für diesen Herbst geplante 15. Staffel auf den Frühling 2021.

Wegen der Corona-Krise sei es unmöglich, weiterhin die Restaurants zu testen und ihnen mit dem kompetenten Coaching des Restauranttesters Daniel Bumann unter die Arme zu greifen, wie der Sender mitteilt. Eine fristgerechte Produktion der 15. Staffel, für welche die Ausstrahlung ursprünglich im Herbst 2020 angedacht war, sei dadurch nicht möglich.

Schweizer Mountainbike-Meisterschaften finden trotz Corona statt

Die Schweizer Mountainbike-Meisterschaften in der olympischen Disziplin Cross-Country werden am 4. und 5. Juli im Jura abgehalten. Vor drei Jahren fanden die Meisterschaften ebenfalls bereits auf den Pfaden bei Montsevelier statt. Damals siegten Nino Schurter und Jolanda Neff.

Das Organisationskomitee von Valterbimania Sports verfolgt die Entwicklung im gesundheitlichen Bereich und wird nach eigenen Worten alles Nötige für eine reibungslose Durchführung vorkehren.

Die amtierende Schweizermeisterin Jolanda Neff und ihre Konkurrentinnen fahren trotz Coronavirus auch in diesem Sommer um die Titel der besten Mountainbikerinnen in der Schweiz. (BIld: Keystone)
Jungfraubahnen verzichten doch auf Dividende

Die Jungfraubahnen revidieren ihren Dividendenantrag und wollen der Generalversammlung neu beantragen, auf eine Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2019 zu verzichten. Die Aussichten auf eine Normalisierung des Tourismus hätten sich markant verzögert.

Dies angesichts der globalen Ausbreitung des Coronavirus‘ im Vergleich zu den Prognosen im März und mit dem aktuellen Entscheid des Bundesrates, teilte die Gesellschaft am Montagabend mit. Denn es bestehe in der Schweiz für den Tourismus noch kein Fahrplan für einen Ausstieg aus dem Lockdown. Gegenüber der Situation vor einem Monat hätten sich die Aussichten nochmals stark verschlechtert.

Auch die Jungfraubahnen stehen während der Corona-Krise still. Nun zieht das Unternehmen seinen Dividendenantrag zurück. (Bild: Keystone)
TX Group rechnet wegen Corona-Krise mit negativem Ergebnis

Der Medienkonzern TX Group rechnet für das laufende erste Halbjahr 2020 mit einem negativen Ergebnis: Man erwarte einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr zwischen rund 10 und 15 Prozent sowie ein negatives Ergebnis auf Stufe EBIT, teilte die Gesellschaft am Montagabend mit.

Das Coronavirus trübt die finanziellen Aussichten bei der TX Group. (Bild: Keystone)

Diese Erwartung basiere auf den nun vorliegenden März-Zahlen und derzeit bestehenden «Buchungsstornierungen» infolge der Corona-Krise. Vor dem Hintergrund des nicht vorhersehbaren weiteren Verlaufs und der vom Bundesrat skizzierten schrittweisen Lockerungen aus dem Lockdown müsse von einem fortgesetzten Rückgang der Werbeumsätze ausgegangen werden, hiess es.

Insbesondere seien die Tages- und Sonntagstitel sowie die Pendlermedien der Unternehmen Tamedia und 20 Minuten betroffen. Zudem entwickle sich das Ergebnis der digitalen Stellen- und Immobilienplattformen von TX Markets wegen der eingetrübten Wirtschaftsprognosen rückläufig.

Russen demonstrieren gegen Ausgangssperre

Im Süden Russlands haben Hunderte Menschen gegen die Ausgangssperre wegen der Corona-Pandemie demonstriert. In Wladikawkas, der Hauptstadt der Teilrepublik Nordossetien im Nordkaukasus, warfen viele Teilnehmer den Behörden mangelnde Transparenz im Umgang mit dem Virus vor und beklagten den Verlust von Arbeitsplätzen, wie lokale Medien berichteten. Nach Angaben des Bürgerrechtsportals OWD-Info gab es mehrere Festnahmen. Die Polizei habe auch Schlagstöcke eingesetzt. Die Zahl der Teilnehmer der nicht genehmigten Protestaktion wurde mit bis zu 1500 angegeben.

Museums-Schliessung beschleunigt Digitalisierung der Uffizien in Florenz

Die Schliessung der Uffizien in Florenz wegen der Corona-Welle hat die Digitalisierungsprojekte des Museums stark beschleunigt. Das sagte der deutsche Direktor des Hauses, Eike Schmidt, am Montag. «Wir sind jetzt stärker auf den Sozialen Netzwerken präsent», erläuterte der Kunsthistoriker.

«Die Zahl der Besucher auf unserer Webseite hat sich seit März mehr als verdoppelt.» Die Uffizien mit ihrer berühmten Gemäldesammlung hatten am 8. März die Türen für Besucher schliessen müssen. In Italien pausieren wegen der Lungenkrankheit alle Museen, Theater und Ausstellungen.

Aresnal-Spieler und Trainerstab stimmen Lohnkürzung zu

Die Spieler und der Trainerstab von Arsenal haben einer 12,5-prozentigen Reduktion ihrer Löhne wegen der Coronakrise zugestimmt. Arsenal ist der erste Premier-League-Klub, der diesen Schritt offiziell bekanntgab.

Granit Xhaka und Alexandre Lacazette verzichten gemeinsam mit der restlichen Mannschaft des FC Arsenal auf 12,5 Prozent ihres Lohns. (Bild: Keystone)

Die Londoner verlauteten zudem, dass die Fussballer, unter ihnen Granit Xhaka, erfolgsabhängig in den kommenden Saisons Beträge eventuell wieder zurückbezahlt bekommen könnten. Die Saison ist aufgrund der Pandemie ausgesetzt.

Zahl der Desinfektionsmittel-Vergiftungen in den USA steigt

Die Zahl der Anrufe bei Vergiftungshotlines in den USA ist seit der Zuspitzung der Coronavirus-Pandemie deutlich angestiegen. Besonders bei Kindern kam es vermehrt zu Vergiftungen mit Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie der US-Gesundheitsbehörde CDC hervorging. Bei Desinfektionsmitteln kam es demnach von Januar bis März zu insgesamt 17 392 gemeldeten Notfällen, einer Zunahme von rund 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zudem wurden 28 158 Zwischenfälle mit Reinigungsmitteln gemeldet, einer Zunahme von gut 12 Prozent.

Ein direkter kausaler Zusammenhang mit der Corona-Epidemie lasse sich anhand der Daten nicht belegen, aber es scheine «eine klare zeitliche Verbindung» zu geben, erklärte die Gesundheitsbehörde. Die Zahl der gemeldeten Fälle zog vor allem im März stark an, als sich die Epidemie in den USA ausbreitete.

Die Zahl der Desinfektionsmittel-Vergiftungen in den USA steigt in der Corona-Krise um zwölf Prozent. (Symbolbild: Keystone)
Pride-Parade in New York abgesagt

Wegen der Corona-Pandemie ist die für Ende Juni in New York geplante «Pride»-Parade, bei der jedes Jahr auf die Rechte unter anderem von Homo-, Bi- und Transsexuellen aufmerksam gemacht wird, zum ersten Mal in ihrer Geschichte abgesagt worden. «Dieses Jahr ist das 50. Jubiläum der «Pride»-Parade und das ist eine ganz, ganz grosse Sache», sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Montag. «Diese Parade ist so ein wichtiger Teil des Lebens in dieser Stadt, aber dieses Jahr wäre es ein ganz besonders geschichtsträchtiger Moment gewesen.»

Die Pride-Parade in New York  kann ausgerechnet im 50. Jubiläumsjahr wegen des Coronavirus nicht stattfinden. (Bild: Keystone)
WHO-Chef: US-Beamte hatten frühen Zugang zu Corona-Informationen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im Streit mit den USA über ihre Aufklärungsarbeit in der Corona-Krise erneut auf frühe Informationen an die Adresse Washingtons hingewiesen. «Nichts wird vor den USA verborgen, und zwar seit dem ersten Tag», betonte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf.

Er bestätigte einen Bericht der «Washington Post» (Sonntag), dass US-Experten bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) laufend Informationen zur Corona-Lage in China erhalten hätten. Von Präsident Donald Trump ernannte US-Gesundheitsbeamte hätten «regelmässig auf den höchsten Ebenen» mit WHO-Vertretern beraten, als sich die Corona-Krise entfaltet habe, berichtete die Zeitung.

Auch an der heutigen Pressekonferenz der WHO betonte Ghebreyesus, dass es keine Geheimnisse in der WHO gebe, weil es um Leben gehe.

Sri Lanka verschiebt Parlamentswahl

Wegen der Corona-Pandemie ist die Parlamentswahl in Sri Lanka um acht Wochen auf den 20. Juni verschoben worden. Das teilte die Wahlkommission am Montag mit. Eigentlich hatte Sri Lankas Präsident Gotabhaya Rajapaksa die Wahl für den 25. April angesetzt. Der Inselstaat im Indischen Ozean und hat mehr als 21 Millionen Einwohner.

Sri Lanka verzeichnet immer höhere Zahlen an Covid-19-Patienten. (Bild: Keystone)

Seit dem 18. März gilt wegen der Pandemie eine Ausgangssperre, die für einige Stunden in ausgewählten Bezirken gelockert wurde. Bislang wurden 303 Corona-Fälle gemeldet, sieben mit dem Virus infizierte Menschen starben. Am Montag wurden gleich 34 neue Fälle gemeldet – der bislang grösste Anstieg an einem Tag.

Papst verschiebt Welttreffen der Jugend

Der Papst verschiebt wegen der Corona-Pandemie die Welttreffen der Jugend und der Familien jeweils um ein Jahr. Das teilte Vatikansprecher Matteo Bruni am Montag mit. Die Entscheidung habe Papst Franziskus zusammen mit dem zuständigen Kurien-Gremium, dem Dikasterium für die Laien, die Familie und das Leben, getroffen. Das nächste Welttreffen der katholischen Familien war ursprünglich für Juni 2021 in Rom geplant gewesen. Es soll nun im Juni 2022 stattfinden.

Der darauffolgende Weltjugendtag wiederum, der für August 2022 in Lissabon angesetzt war, werde in Folge des neuen Terminplans auf den August 2023 verschoben.

Der Papst verschiebt wegen des Coronavirus den Welttag der Jugend um ein Jahr. (Bild: Keystone)
G20: Coronavirus hat Schwachstellen in Gesundheitssystemen aufgezeigt
 

Laut den G20-Staaten hat das Coronavirus aufgezeigt, welche Schwachstellen im Gesundheitssystem herrschen. (Bild: Keystone)

Das neuartige Coronavirus hat nach Einschätzung der führenden Wirtschaftsmächte (G20) Schwachstellen bei deren Reaktion auf Pandemien offengelegt. Die Gesundheitssysteme der Länder litten unter «systemischen Schwächen», teilten die Gesundheitsminister der führenden Industrie- und Schwellenländer nach einer Videokonferenz am späten Sonntagabend mit. Die Länder müssten sich auf solche Krisen künftig besser vorbereiten, unter anderem durch Wissensaustausch, teilten die Minister mit.

«Konstruktive Zusammenarbeit» zwischen Tessin und Kantonsparlament nötig

In einem föderalistischen Staat müssten unterschiedliche Antworten auf ein -und dieselbe Frage möglich sein – dieses Fazit zog die Präsidentin der Tessiner Delegation in der Bundesversammlung Marina Carobbio an einer Medienkonferenz in Bellinzona. Gemeinsam mit Regierungspräsident Christian Vitta zog sie Bilanz.

Es sei wichtig, auch in der Zeit nach der akuten Phase genau zu beobachten, wie sich die Pandemie entwickle, hielt Vitta fest. Für den Wiederaufbau des Landes brauche es jetzt eine «konstruktive Zusammenarbeit» mit dem Kantonsparlament und der Tessiner Delegation in der Bundesversammlung in Bern.

Das Tessin wurde vom Coronavirus besonders hart getroffen. (Bild: Keystone)
Was bisher geschah

Alle bisherigen Ereignisse und Entwicklungen zum Coronavirus können Sie hier nachlesen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel