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Der Telebasel News-Beitrag vom 18. April 2020.
Baselland

Dieter Spiess spricht von «diktatorischer Mentalität in der Schweiz»

KMU sind noch bis zum 11. Mai geschlossen. Dieter Spiess, Ehrenpräsident von schuhschweiz, spricht deswegen von einer «diktatorischen Mentalität».

«Wir haben heute eine diktatorische Mentalität in der Schweiz, wo ein Bundesrat meint, die Macht über Gewerbe und über den Detailhandel zu haben. Volkswirtschaftlich wird ein Riesenschaden kommen», meint Dieter Spiess, Ehrenpräsident des Schuhändler-Verbands schuhschweiz in Gelterkinden.

Der Bund habe total versagt und Kleingewerbe seien ungerecht behandelt worden, findet der 72-Jährige. Er hofft, dass der Bundesrat seinen Fehler schnell korrigieren wird: «Nachdem ja am Montag die sechste Woche beginnt, wäre die optimale Lösung gewesen, dass wir schrittweise die Läden wieder öffnen können, und zwar mit Vorgaben vom BAG, die wir erfüllen würden», zeigt sich der Besitzer vom Schuh- und Kleidergeschäft «Schild» frustriert.

Ziviler Ungehorsam?

«Man kann das auch aus gesundheitlicher Sicht nicht rechtfertigen, weil Kinder, gerade Kleinkinder-Schuhe, die sind wichtig, dass man die richtig anpassen kann, weil die Kinder haben jetzt keine Schuhe für den Sommer oder Frühling, und es ist daher absolut nicht nachvollziehbar», erklärt Dieter Spiess.

Der Entscheid des Bundes führe zu vielen Entlassungen in den KMU. Die Gewerbe so lange geschlossen zu halten, sei höchst unverantwortlich. Dieter Spiess überlege sich gar, zivilen Ungehorsam ins Auge zu fassen.

9 Kommentare

  1. Lieber Herr Spiess, es wird die Zeit kommen inder wir vermutlich lernen werden (müssen), dass Geld nicht unser aller Herrscher ist. Die vorangegangen Kommentare machen mir Mut, dass dies scheinbar einige endlich erkannt haben, weiter so. Und Ihnen Herr Spiess sage ich eines: Genau Leute wie Sie sollten eigentlich eine Vorbildfunktion haben und sich ganz bestimmt nicht mit zivilem Ungehorsam in den Vordergrund stellen. Und ich hoffe, Sie werden, falls Sie dies tun, auch ordentlich zur Rechenschaft gezogen. Denn ansonsten würde ich nicht wie Sie, von diktatorischer Mentalität der Regierung sprechen, sondern eher von korrupten Machenschaften….🤮

    Herzliche GrüßeReport

  2. Es ist bedauerlich, dass Telebasel auf den Ober-Polteri und Ex-SVP-BL Präsident Dieter Spiess hereinfällt, damit dieser seine populistischen Sprüche loswerden kann. Schon seine Aussage, es seien ja nicht alle Bundesräte so, sondern nur 2 oder 3, die diese diktatorischen Massnahmen wollen, zeigen die Disqualifaktion von Herrn Spiess. Meine Frage an Herrn Spiess: Was spielen denn der Finanzminister Ueli Maurer (SVP) oder der Wirtschaftsminister Guy Parmelin (SVP) für eine Rolle oder sind sie etwa von Frau Sommaruga und Herr Berset in den Kerker gesteckt worden….und was spielt der Gesundheitsdirektor Weber (SVP) im Baselbiet für eine Rolle? Aber eben: Poltern und Schuldige benennen ist das eine, aber Verantwortung für ALLE tragen, die andere Seite der Medaille.Report

  3. Gehts noch, es geht hier nicht um den schnöden Mammon es geht um die Gesundheit der Menschen, kappiert das mal
    Und wenn es der Wirtschaft schlecht geht, habe ich einen Vorschlag; alle die Kaderleute, Fussballspieler mit ihren übertrieben hohen Sälaren sollen mal zurück buchstabieren und freiwillig ihre Löhne um 30% kürzen, sie haben dann immer noch mehr als genug! Zuerst kommt die Gesundheit, dann unsere Umwelt und wenn das alles stimmt, kommt die Wirtschaft, sprich das Geld. Ich gratuliere dem Bundesrat für seine Weitsicht und sage danke
    ChristineReport

  4. ich nachvollziehen, dass Hr. Spiess als Freund der SVP diese Worte benutz. Aber dem BR einen Vorwurf zu unterbreiten, finde ich völlig daneben, in erster Linie geht es um die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung und nichts anderes Hr. Spiess, möchte gerne sehen, was Sie tätigen wenn einer Ihrer Angestellten sich mit dem Virus im Geschäft arbeitet o. im Vorfeld Kenntnisse gehabt zu haben. Den wenn ein Angestellter bei Ihnen den Virus hat, ist Ihr Geschäft geschlossen. Ist dies der Wert? Diese schwere Zeit wird sich in der Gesellschaft nicht einprägen, vor allem nicht in der wirtschaftlichen Gesellschaft, man arbeitet weiter als wäre «NICHTS» gewesen. Von Rückstellungen werden gesprochen aber ob Sie auch getätigt werden, hier stelle ich ein grosses ?Report

  5. Es ist so. Die Bundesräte sind volksfremd, in der Sache lassen sie sich – infolge Inkompetenz – manipulieren, und handeln schlussendlich diktatorisch. Solche Leute benötigen wir in der Schweiz nicht.Report

  6. Kann ich absolut nachempfinden. Die wenigsten Massnahmen ergeben einen Sinn. Sie zeigen aber ganz klar, wie weit Politiker vom realen Leben entfernt sind.Report

  7. Es liegt in der Natur der Sache, dass bei einer Notsituation die Demokratie ausgesetzt wird und die Verfassung gleich mal ein bisschen zerfleddert wird. Was bleibt noch wenn die Demokratie weg ist? Autokratie bis hin zur Diktatur. Störend an der Sache ist nur, dass der Bundesrat die Notsituation ausruft und dann gleich selbst die Macht ausübt. Wenn die Demokratie wieder installiert ist sollte sich das Parlament Gedanken machen ob dies für die Zukunft nicht geändert werden soll. Die Kompetenz eine Notsituation auszurufen sollte eigentlich nur die vereinigte Bundesversammlung haben und anschliessend den Auftrag zum Krisenmanagement an den Bundesrat übergeben. Ich bin überzeugt, dass so der Bundesrat viel vorsichtiger sein wird mit den Massnahmen.Report

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