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International

Über eine Million Corona-Fälle in Europa

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Der Corona Flash vom 19. April 2020. (14:00 Uhr)
Spieler von Wuhan wieder in Wuhan

Die Fussballer des FC Wuhan aus dem Epizentrum der Coronavirus-Krise sind nach über dreimonatiger Odyssee wieder zurück in Wuhan und erhielten am Hauptbahnhof einen warmen Empfang.

(Symbolbild: Keystone)

Beim Ausbruch der Krise in Wuhan befanden sich die Spieler des chinesischen Super-League-Klubs in einem Trainingslager in Spanien. Weil Wuhan in dieser Zeit komplett von der Aussenwelt abgeriegelt worden war, mussten die Fussballer knapp drei Monate lang in Malaga bleiben. Vor einem Monat kehrten sie dann nach China zurück und blieben dort mehrere Wochen in Shenzhen in Quarantäne. Danach weilten sie in Foshan, wo sie normal trainieren konnten.

Über eine Million Corona-Fälle in Europa

Mehr als eine Million Corona-Infektionen wurden laut dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in Europa nachgewiesen. dem Coronavirus nachgewiesen worden. Bis Sonntagmittag waren insgesamt 1’018’221 Covid-19-Fälle registriert worden.



Europaweit starben bislang 98’852 Menschen, davon die meisten in Italien, Spanien, Frankreich, Grossbritannien und Belgien.

336 Neu-Infektionen in der Schweiz – Fallzahlen bleiben konstant

In der Schweiz und in Liechtenstein hat die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages um 336 zugenommen. Insgesamt gab es am Sonntag laut BAG 27’740 bestätigte Fälle und 1135 Tote.

Die Zahl der Neuerkrankungen mit dem Coronavirus hält sich in der Schweiz momentan ziemlich konstant. (Bild: Keystone)
Paris will zwei Millionen Masken kostenlos verteilen

In Paris sollen zum Schutz gegen den Coronavirus etwa zwei Millionen Masken kostenlos an die Bevölkerung verteilt werden. Bis Ende dieses Monats sollten zunächst rund eine halbe Million wiederverwendbarer Masken verfügbar sein, kündigte Bürgermeisterin Anne Hidalgo in der Sonntagszeitung «Journal du Dimanche» an. Bis Mitte Mai sollen dann alle Bewohner der französischen Hauptstadt mit einer eigenen Maske ausgestattet werden. Die Kosten bezifferte Hidalgo auf drei Millionen Euro.

(Symbolbild: Keystone)

Die Masken werden in Apotheken erhältlich sein. Zunächst werden sie vor allem an Menschen verteilt, die besonderen Schutz vor Sars-CoV-2 benötigen, wie die Bürgermeisterin erklärte. Zugleich sprach sich Hidalgo für eine Maskenpflicht in der Métro, in Bussen und in Vorortzügen aus. Eine entsprechende Vorgabe gibt es in Frankreich bislang nicht.

Zwei Zivilbedienstete der Nato-Truppen im Kosovo an Corona gestorben

Zwei Zivilisten, die im Dienst der Nato-geführten Kosovo-Schutztruppe KFOR standen, sind an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Dies teilte das KFOR-Hauptquartier am Samstagabend in Pristina mit. Eine nicht näher genannte Anzahl KFOR-Angehöriger sei positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden, das Covid-19 auslösen kann.

Ein Soldat der KFOR-Truppe. (Bild: Keystone)

Die Mitteilung ging nicht darauf ein, wie viele Soldaten und Zivilbedienstete unter den Infizierten sind. Die Internetseite der Tageszeitung «Koha Ditore» berichtete unter Berufung auf KFOR-Quellen, dass einer der gestorbenen Zivilisten ein 70-jähriger Kosovare war. Er war im US-Camp Bondsteel im Osten des Balkanlandes beschäftigt.

Der Corona Flash vom 19. April 2020. (12:00 Uhr)
73 Prozent der isolierten Chinesen legen an Gewicht zu

In der Corona-Krise haben nach einer Umfrage in China 73 Prozent der Befragten nach eigenen Angaben Gewicht zugelegt.

(Symbolbild: Keystone)

Als Gründe wurden vor allem mangelnde Bewegung und ungesunder Lebensstil in der häuslichen Isolation genannt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag unter Hinweis auf eine Erhebung der Zeitung «Zhongguo Qingnianbao» unter 3005 Menschen berichtete. Einige sagten auch, dass sie einfach mehr und häufiger gegessen hätten, während sie zuhause hockten.

Parmelin: «Restaurants-Öffnung in den nächsten Wochen möglich»

Wirtschaftsminister Guy Parmelin schliesst nicht aus, dass auch die Restaurants «in den nächsten Wochen» öffnen dürfen. Das hänge aber davon ab, wie sich die Lage entwickle, sagte Parmelin in der «Sonntagszeitung» und im «Le Matin Dimanche».

Guy Parmelin zeigte sich zuversichtlich, dass auch die Restaurants «in den nächsten Wochen» öffnen dürfen. (Archivbild: Keystone)
70'000 Hotel- und Gastronomiebetriebe vor Insolvenz in Deutschland

In Deutschland könnten wegen der Coronavirus-Krise dem Branchenverband Dehoga zufolge 70’000 Hotel- und Gastronomiebetriebe Pleite gehen.

Mitarbeitern der Hotel- und Gastronomiebetriebe in Deutschland droht die Arbeitslosigkeit. (Symbolbild: Keystone)
Parmelin will sich zu allfälligem Coronavirus-Test nicht äussern

Wirtschaftsminister Guy Parmelin möchte der Öffentlichkeit keine Angaben machen, ob er einen Coronavirus-Test durchlaufen hat oder nicht. «Darüber möchte ich nicht sprechen», sagte er zur «SonntagsZeitung» und zu «Le Matin Dimanche» auf entsprechende Fragen.

«Ach, das ist jetzt sehr privat», führte der SVP-Politiker weiter aus. Er habe sich aber gut an die Hygiene- und Abstandsempfehlungen gehalten, «vor allem, weil wir vermeiden wollen, das wir uns im Bundesrat noch gegenseitig anstecken». Andere Mitglieder der Regierung hatten ihre Testresultate allerdings bekannt gegeben.

Bundesrat Guy Parmelin will sich zu einem allfälligen Coronavirus-Test nicht äussern. «Ach, das ist jetzt sehr privat», führte er aus. (BIld: Keystone)
Coach von Serena Williams kündigt Tennis-Event an

Während die ATP und WTA aufgrund der Coronavirus-Pandemie mindestens bis Mitte Juli keine Tennis-Turniere abhalten, veranstaltet Patrick Mouratoglou, der Coach von Serena Williams, ab Mitte Mai einen fünfwöchigen Event in seiner Akademie im südfranzösischen Biot. Er will Spielern damit die Chance geben, nach ihrer Zwangspause Matchpraxis zu sammeln. Ab 16. Mai stehen jedes Wochenende zehn Partien auf dem Programm.

Zum Auftakt des Ultimate Tennis Showdown (UTS), bei dem mehrere Millionen Dollar an Preisgeld vergeben werden, treffen der Australier Alexei Popyrin und der belgische Weltranglisten-Zehnte David Goffin aufeinander. Die restlichen Teilnehmer werden bald bekannt gegeben, verlauteten die Organisatoren am Samstag. Die Partien finden ohne Zuschauer statt, werden aber live übertragen.

Will einen Tennis-Event veranstalten: Der Coach von Tennis-Star Serena Williams, Patrick Mouratoglou. (Bild: Keystone)
Peter Spuhler will kein Konjunkturprogramm für die Schweiz

Der Unternehmer und ehemalige SVP-Nationalrat Peter Spuhler hat Massnahmen des Staates zur Stützung der Konjunktur kritisiert. «Ich bin absolut kein Fan von Konjunkturpaketen», sagte er im Interview mit dem «SonntagsBlick».

«Es ist beinahe unmöglich, dass staatliche Massnahmen an der richtigen Stelle ansetzen und dann auch noch zum richtigen Zeitpunkt greifen», erklärte Spuhler seine Haltung. Bei den jüngsten Konjunkturmassnahmen während der Euro- und Finanzkrise sei er im Nationalrat der Sprecher der SVP-Fraktion gewesen und habe sich mit den Instrumenten und deren Wirkungen eingehend befasst, betonte er.

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Unternehmer Peter Spuhler kritisiert die Massnahmen des Staats zur Unterstützung der Konjunktur und lehnt ein entsprechendes Hilfspaket ab. (Bild: Keystone)
Trump greift China an und droht mit Konsequenzen

US-Präsident Donald Trump hat China für die weltweite Verbreitung des Coronavirus verantwortlich gemacht und seine eigene Regierung gegen jegliche Kritik verteidigt. «Es hätte in China gestoppt werden können», sagte Trump am Samstagabend (Ortszeit) bei seiner täglichen Pressekonferenz im Weissen Haus. «Das ist nicht geschehen, und die ganze Welt leidet deswegen.»

Der Präsident warf der Regierung in Peking deshalb Versäumnisse vor. Kritik an seiner Regierung in der Corona-Krise nannte er eine «Hexenjagd».

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US-Präsident Donald Trump macht China für die Ausbreitung des Coronavirus auf der Welt verantwortlich. (Bild: Keystone)

Trump sagte: «Die Frage wurde gestellt: ‹Wären Sie wütend auf China?›. Die Antwort darauf könnte ein sehr lautes Ja sein. Aber das hängt davon ab: War es ein Fehler, der ausser Kontrolle geriet, oder wurde es absichtlich getan?» In letzterem Fall «sollte es Konsequenzen geben».

In jedem Fall hätte die Regierung in Peking US-Experten erlauben müssen, die Vorgänge vor Ort zu untersuchen. «Sie wollten uns nicht dort haben. Ich denke, dass sie beschämt waren. Ich denke, sie wussten, dass es etwas Schlechtes ist.»

Trump zu Todesfällen: «Glaubt wirklich jemand diesen Zahlen?»

Trump zeigte sich am Samstagabend überzeugt, dass China und nicht die USA die meisten Todesfälle in der Pandemie zu verzeichnen habe – das steht im Widerspruch zu Statistiken, die die meisten Opfer in den USA verorten. «Wir sind nicht an erster Stelle, China ist an erster Stelle», betonte er. Nach einer Übersicht der Universität Johns Hopkins – die sich allerdings auf Daten aus anderen Quellen stützt – sind in China infolge der Pandemie mehr als 4300 Menschen gestorben. In den USA gibt es demnach inzwischen über 38’000 Todesopfer und damit mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Auch die Koordinatorin der Corona-Arbeitsgruppe des Weissen Hauses, die Medizinerin Deborah Birx, sagte bei der Pressekonferenz mit Blick auf die Angaben aus China, diese seien «unrealistisch». Trump sagte: «Glaubt wirklich jemand diesen Zahlen?»

Proteste gegen Schutzmassnahmen in mehreren Bundesstaaten

Trump wehrte sich gegen Kritik, dass er Proteste gegen Schutzmassnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in demokratisch regierten US-Bundesstaaten angeheizt habe. «Einige haben es völlig übertrieben», sagte Trump mit Blick auf die Gouverneure. Am Freitag hatte Trump auf Twitter in Grossbuchstaben «Befreit Michigan!», «Befreit Minnesota!» und «Befreit Virginia!» geschrieben. Am Samstag kam es in mehreren – demokratisch wie auch republikanisch regierten – Bundesstaaten erneut zu Demonstrationen gegen die Schutzmassnahmen.

In mehreren Bundesstaaten, wie hier in Minnesota, protestieren amerikanische Bürger gegen die geltenden Schutzmassnahmen vor dem Coronavirus. (Bild: Keystone)

So wurde am Samstag etwa in Marylands Hauptstadt Annapolis mit einem Autokonvoi protestiert. Der Bundesstaat wird vom republikanischen Gouverneur Larry Hogan regiert, der eine Lockerung der Massnahmen angesichts steigender Infektionszahlen ablehnt – was den Richtlinien des Weissen Hauses entspricht. Der Demonstrant Charles Rex sagte dem Sender Fox News: «Das ist absolut lächerlich. Menschen müssen zur Arbeit zurückkehren.» Die Demonstrantin Janet Baker sagte: «Ich will, dass die Verfassung wieder geschützt und gewürdigt wird.»

Streit um Tests in den USA

Trump griff erneut Gouverneure der Demokraten in den Bundesstaaten an. Seine Regierung habe betroffenen Bundesstaaten Beatmungsgeräte zur Verfügung gestellt und dort Krankenhausbetten aufgestockt, sagte er. Es gebe zudem ausreichend Testkapazitäten, die die Gouverneure nur nicht nutzten.

Mehrere Gouverneure sowohl der Republikaner als auch der Demokraten beklagen weiter einen Mangel an flächendeckenden Tests, die Voraussetzung für die von Trump angestrebte schrittweise Wiedereröffnung der Wirtschaft sind. So sagte etwa der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, am Samstag: «Testen wird weiterhin ein Thema sein.» DeSantis ist ein loyaler Anhänger Trumps.

Bill Gates bei Impfstoff gegen Coronavirus «optimistisch»

Der Microsoft-Gründer und Philanthrop Bill Gates hat sich zuversichtlich gezeigt, dass es gegen Ende nächsten Jahres einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus geben wird. «Es gibt momentan viele Kandidaten für einen Impfstoff, die wir unterstützen. Und ich bin optimistisch, dass bis Ende nächsten Jahres einer von ihnen rauskommen wird», sagte Gates bei dem virtuellen Mega-Konzert «One World: Together at Home» in der Nacht zum Sonntag.

Microsoft-Gründer und Philanthrop Bill Gates ist zuversichtlich, dass es gegen Ende nächsten Jahres einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus geben wird. (Bild: Keystone)
Rolling Stones und Lady Gaga – Riesiges Staraufgebot bei Corona-Event

Mit einem virtuellen Mega-Konzert haben sich Stars wie Lady Gaga, Elton John, Stevie Wonder, Paul McCartney und die Rolling Stones bei den vielen Helfern in der Corona-Pandemie bedankt. «Heute bin ich so glücklich, dass wir zusammen eine Welt zu Hause sind», sagte Lady Gaga, Mitorganisatorin der Show, zum Auftakt von «One World: Together at Home».

Die US-Starmoderatoren Jimmy Fallon, Jimmy Kimmel und Stephen Colbert führten durch die Show, die von mehreren US-Sendern und im Netz über Kanäle wie Youtube und Twitter ausgestrahlt wurde. Den Ausklang mit einem gemeinsamen virtuellen Auftritt machten Lady Gaga, Céline Dion und der italienische Sänger Andrea Bocelli begleitet von dem chinesischen Star-Pianisten Lang Lang.

Mehr zum Benefizkonzert lesen und sehen Sie hier.

(Video: Youtube/Global Citizen)

(Video: Youtube/Global Citizen)

Spaniens Regierung will Ausgangssperre erneut verlängern

In der Corona-Krise will die spanische Regierung den Notstand und die Ausgangssperre im ganzen Land erneut um zwei weitere Wochen bis Mitternacht des 9. Mai verlängern. Das kündigte Ministerpräsident Pedro Sánchez am späten Samstagabend in einer Rede an die Nation an. Über die Verlängerung des sogenannten Alarmzustandes, der dritthöchsten Notstandsstufe, wird das Parlament wieder abstimmen müssen. Es wird jedoch eine breite Unterstützung auch der Opposition erwartet.

Der sozialistische Politiker verkündete derweil auch die Absicht, die strikte, seit dem 15. März geltende Ausgangssperre ab dem 27. April vor allem für Kinder bis zwölf Jahre etwas zu lockern. Über die Massnahmen zur Lockerung sei allerdings noch nichts entschieden worden, sagte Sánchez. Gegebenenfalls werde man diese Massnahmen auf die Entwicklung der Pandemie in den verschiedenen Regionen des Landes anpassen.

Man mache langsame und konstante Fortschritte im Kampf gegen das Coronavirus, betonte der Regierungschef. «Wir sehen am Horizont einen langsamen Marsch in Richtung einer neuen Normalität», sagte er.

Die knapp 47 Millionen Bürger Spaniens dürfen seit fünf Wochen nur in wenigen Ausnahmefällen aus dem Haus – in erster Linie um zur Arbeit oder zum Arzt zu fahren oder um Einkäufe zu tätigen. Spaziergänge und Sport im Freien sind unterdessen – anders als in anderen Ländern – strikt untersagt. Nach den USA und Italien ist Spanien mit mehr als 190’000 Infektionsfällen und über 20’000 Toten das von der Krise am schwersten betroffene Land der Welt. (sda)

Netanjahu kündigt Lockerung von Corona-Beschränkungen in Israel an

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat am Samstag eine Lockerung der Regeln zum Schutz gegen das Coronavirus angekündigt. Dies sei möglich, weil Israel unter den OECD-Ländern vergleichsweise gut dastehe im Umgang mit der Corona-Krise. «Wir haben eine der niedrigsten Sterberaten», sagte Netanjahu. «Dies ermöglicht Schritte in Richtung einer Lockerung.»

Von Sonntag an solle nun eine «verantwortliche und stufenweise Lockerung» der Schutzmassnahmen erfolgen. «Wir werden es schaffen, die Wirtschaft wiederzubeleben.» Statt bislang 15 Prozent dürften nun 30 Prozent der Angestellten wieder zurück an ihren Arbeitsplatz kommen, unter Einhaltung strenger Hygieneregeln.

Benjamin Netanjahu hat am Samstag eine Lockerung der Regeln zum Schutz gegen das Coronavirus angekündigt.  (Bild: Keystone)

Die Lockerung betrifft unter anderem die IT-Branche sowie bestimmte Geschäfte, etwa im Bereich der Elektronik und Computertechnik. Angestellte über 67 Jahren und Menschen mit Vorerkrankungen sind weiter angehalten, zuhause zu bleiben. (sda)

Kanada und USA verlängern weitgehende Grenzschliessung

Im Kampf gegen das Coronavirus soll die Grenze zwischen den USA und Kanada für weitere 30 Tage weitgehend geschlossen bleiben. «Das ist eine wichtige Entscheidung und eine, die Menschen auf beiden Seiten der Grenze schützt», sagte der kanadische Premierminister Justin Trudeau am Samstag in Ottawa.

Kanadas Premier Justin Trudeau. (Bild: Keystone)

Ziel sei weiterhin, jeden nicht notwendigen Reiseverkehr zwischen den beiden Ländern zu unterbinden und zugleich den Verkehr wichtiger Waren wie medizinische Ausrüstung und Nahrung zu gewährleisten, machte Trudeau deutlich. Die beiden Ländern hatten eine entsprechende Vereinbarung vor einem Monat getroffen.

Tour-de-France-Sieger Thomas sammelt 300'000 Pfund

Auch der ehemalige Tour-de-France-Sieger Geraint Thomas ist angesichts der Corona-Krise unter die Spendensammler gegangen. Mit einer 36-Stunden-Tour auf einem Turbobike in seiner Garage in Cardiff hat der Waliser bis Samstag 300’000 Pfund zugunsten des britischen Gesundheitsdienstes NHS gesammelt. «Ohne Übertreibung, die letzten zwei Stunden waren die härtesten, die ich je auf dem Fahrrad erlebt habe», sagte der 33-Jährige der BBC. «Ich konnte mich kaum noch hinsetzen.»

Der Waliser fuhr an drei Tagen jeweils für zwölf Stunden. Er verglich dies mit der Bewältigung von acht oder neun Etappen der Tour de France. «Ich werde eine Woche frei machen, um mich davon zu erholen», sagte der Tour-Sieger von 2018. In diesem Jahr soll die Tour de France wegen der Coronavirus-Pandemie erst am 29. August starten.



Zu seinen Beweggründen sagte Thomas, er habe so viele Geschichten über engagierte Menschen gehört, «und das hat mich dazu gebracht, dass ich einfach nur versuchen wollte, eine winzige, winzige Rolle zu spielen, indem ich auf eine kleine Art und Weise versuche zu helfen.»

Portugal will Massnahmen gegen Coronavirus im Mai lockern

Portugal will im Mai die zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie verhängten Massnahmen schrittweise lockern. Die neuen Regeln wolle er am 30. April bekanntgeben, sagte der sozialistische Ministerpräsident António Costa im Interview der Wochenendzeitung «Expresso».

(Bild: Keystone)

Costa hatte schon vorher durchblicken lassen, dass seine Regierung nach Ende des noch bis zum 2. Mai geltenden Ausnahmezustands unter anderem eine Öffnung des Einzelhandels, von Friseurläden und von Kindergärten in Erwägung zieht. Auch Restaurants und Cafés sowie Kinos und andere Kultureinrichtungen könnten noch vor dem Sommer wieder öffnen.

Weniger Corona-Patienten in New Yorks Krankenhäusern

Im besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaat New York hat sich die Lage in den Krankenhäusern etwas entspannt. Die Zahl der Covid-19-Patienten sei in den letzten drei Tagen kontinuierlich gesunken, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Samstag bei seiner täglichen Pressekonferenz.

(Bild: Keystone)

Das seien gute Nachrichten, erklärte der Demokrat, verwies aber zugleich auf eine weiterhin hohe Sterberate. Am Vortag seien 540 Menschen an einer Coronavirus-Infektion gestorben und weitere 2000 Personen positiv getestet worden. Insgesamt sind in dem Bundesstaat mit rund 19 Millionen Einwohnern bereits mehr als 226 000 Menschen infiziert und mehr als 16 000 gestorben.

Coronavirus-Antikörper-Tests im Kanton St. Gallen

In St. Gallen laufen seit vier Wochen serologische Tests. Sie sollen zeigen, wer sich mit Corona angesteckt hatte – aber keine Krankheitssymptome zeigte.

(Symbolbild: Keystone)
Trump twittert sich in Rage

US-Präsident Donald Trump hat Proteste gegen Schutzmassnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in mehreren US-Bundesstaaten angeheizt und dafür teils scharfe Kritik geerntet.



«Ich denke, einige Dinge sind zu hart», sagte Trump am Freitagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus mit Blick auf Michigan, Minnesota und Virginia – demokratisch regierte Bundesstaaten, die in der Corona-Krise strenge Massnahmen ergriffen haben. Zuvor hatte der Republikaner auf Twitter in Grossbuchstaben «Befreit Michigan!», «Befreit Minnesota!» und «Befreit Virginia!» geschrieben.

Trotz Corona-Unsicherheit: 5000 Euro für einen Wiesntisch

Das Oktoberfest steht wegen der Corona-Krise auf der Kippe. Trotzdem bieten Online-Portale Platzreservierungen in den Zelten an – oft für mehrere Tausend Euro pro Tisch. Noch haben die Verantwortlichen nicht endgültig entschieden, ob das grösste Volksfest der Welt wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden muss.

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Obwohl die Durchführung des diesjährigen Oktoberfests in den Sternen steht, werden im Netz Tisch-Reservationen für mehrere tausend Euro angeboten. (Bild: Keystone)
Was hat es mit Bersets Ketteli auf sich?

Er trug es schon mehrere Male, als er vor die Medien trat: Bundesrat Alain Berset und sein geheimnisvolles Ketteli. Was es damit bloss auf sich hat, fragten sich schon viele in den Sozialen Medien. Viel wurde spekuliert, was dran hängen könnte? Ein Smartphone? Eine Taschenuhr? Oder ein Amulett?

Es ist nichts von dem. Hier erfahren Sie, was wirklich dahinter steckt respektive dran hängt.

Ob wohl Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga weiss, was ihr Kollege Alain Berset da für ein Ketteli auf sich trägt? (Bild: Keystone)
Erste Spitäler in Brasilien geraten an ihre Grenzen

Angesichts der steigenden Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus geraten Spitäler in Brasilien zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen. Im Bundesstaat São Paulo mit bislang über 600 bestätigten Todesfällen im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 waren die Intensivstationen von mindestens fünf Kliniken ausgelastet, wie das Nachrichtenportal G1 am Samstag berichtete.

In Rio de Janeiro gab es demnach in den vier grössten Spitälern keine freien Betten auf den Intensivstationen mehr und in Fortaleza verdoppelte sich zuletzt die Zahl der künstlich beatmeten Patienten. In Manaus im Amazonasgebiet wurde ein Kühlcontainer vor einem grossen Hospital aufgestellt, um die Leichen zu lagern.

Corona Flash von 16 Uhr
Amateur Liga will die Saison abbrechen

Alle Fussball-Meisterschaften ab der 2. Liga interregional abwärts sollen abgebrochen und nicht gewertet werden. Dies beantragten die Amateur Liga und die 13 Regionalverbände. Der Zentralvorstand des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) wird den Antrag und die damit verbundenen Konsequenzen prüfen. Bis Mitte nächster Woche soll ein Entscheid fallen.

Sollte der Antrag angenommen werden, würde es in dieser Saison auf regionaler Ebene keine Meister, keine Auf- und Absteiger sowie keine Cupsieger geben. Die Teilnehmer am Schweizer Cup sollen per Los aus den in den regionalen Cup-Wettbewerben übrig gebliebenen Teams bestimmt werden, schlagen die Amateurliga und die Regionalverbände vor.

Mehr als 20'000 Tote im Corona-Hotspot Spanien, aber Lage wird besser

Im von der Corona-Pandemie schwer betroffenen Spanien hat die Zahl der Todesopfer die Marke der 20’000 durchbrochen. Binnen 24 Stunden seien 565 infizierte Menschen ums Leben gekommen, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag in Madrid mit. Das waren 20 weniger als am Vortag. Die Gesamtzahl der Corona-Toten kletterte am Samstag auf 20’043. Damit liegt das Land an dritter Stelle hinter den USA und Italien.

Allerdings haben die Todesopferzahlen der vergangenen Tage etwas weniger Aussagekraft, denn die Zentralregierung bemüht sich seit Freitag zusammen mit den jeweiligen Regionen des Landes um eine Vereinheitlichung der Erfassungs- und Mitteilungsmechanismen, nachdem man einige Probleme festgestellt hatte.

20’000 Menschen sind in Spanien mittlerweile an den Folgen des Coronavirus‘ gestorben. Die Sterberate nimmt aktuell aber etwas ab, (Symbolbild: Keystone)
Der Corona Flash vom 18. April 2020. (14 Uhr)
Kurve bleibt flach – 326 neue Fälle in der Schweiz

In der Schweiz und in Liechtenstein sind seit Freitag 326 neue Coronavirus-Fälle gemeldet worden. Das zeigen die Zahlen des Bundesamts für Gesundheit vom Samstagmorgen. Damit setzt sich der Trend einer flachen Infektionskurve vorläufig fort.

Insgesamt sind mittlerweile 27’404 Menschen in der Schweiz und Liechtenstein mit dem Coronavirus infiziert. Verstorben sind laut dem BAG 1111 Personen.

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Der stabile Trend setzt sich in der Schweiz fort: Am Samstag wurden 326 neue Fälle gemeldet, die Infektionskurve bleibt damit flach. (Symbolbild: Keystone)
Mangel an Schutzkitteln in britischen Kliniken

In den britischen Kliniken werden Ausrüstungen zum Schutz gegen das Coronavirus bedrohlich knapp. Es wird erwartet, dass noch an diesem Wochenende die für Ärzte und Pfleger empfohlenen langärmeligen, flüssigkeitsabweisenden Einweg-Kittel auf vielen Intensivstationen nicht mehr zur Verfügung stehen.

Die Lagerbestände sind nach offiziellen Angaben aufgebraucht. Daher haben die Behörden auch die Verwendung anderer Kittel erlaubt – ein Schritt, der am Samstag auf heftige Kritik unter anderem von Gewerkschaften stiess. Sie befürchten ein erhöhtes Ansteckungsrisiko für das Klinikpersonal.

In den britischen Kliniken werden die Schutzanzüge gegen das Coronavirus knapp. Die Anzüge werden wohl noch dieses Wochenende ausgehen. (Symbolbild: Keystone)
Gesundheitskommission will Corona-Tests massiv ausweiten

Viel mehr Infektions- und Antikörpertests, ein Tracing-System zur Überwachung der Ansteckungsketten sowie zusätzliches Schutzmaterial für Firmen: Das fordert die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats (SGK) vom Bundesrat.

Laut einer Mehrheit der Kommission sollen sich alle Personen ohne Einschränkung testen lassen können, die Symptome einer möglichen Covid-19-Infektion haben, wie die Parlamentsdienste am Samstag mitteilten. Dafür brauche es schnellstmöglich genügend verfügbare Tests.

Ziel des Bundes müsse es sein, regelmässige und repräsentative Infektionstests in der Gesamtbevölkerung durchführen lassen zu können. Dafür müssten Bundesrat und Verwaltung die Teststrategie ändern. Aktuell gelten restriktive Kriterien für den Zugang zu Tests.

Die Gesundheitskommission des Nationalrats fordert vom Bundesrat, dass viel mehr Corona-Tests vorgenommen werden als bis anhin. (Symbolbild: Keystone)
Zehntausende stellen Kunstwerke nach

Der Aufruf des kalifornischen J. Paul Getty Museums, während der Corona-Krise Kunstwerke nachzustellen, hat überraschend grossen Zuspruch gefunden. «Wir haben schon etwa 100’000 Einsendungen bekommen», sagte Getty-Mitarbeiterin Annelisa Stephan am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Täglich würden jetzt noch Hunderte Fotos von den Nachahmungen eintreffen, auch aus Europa.

Ende März hatte das wegen Corona geschlossene Museum in Los Angeles Kunstfans zu einer Challenge animiert: Schaut euch Kunstwerke in unserem Online-Archiv an und stellt sie zu Hause nach. Die Empfehlung, für die kreative Eigenschöpfung nur drei Gegenstände oder Materialien zu benutzen, hatte das Museum bei dem niederländischen Instagram-Account «tussenkunstenquarantaine» abgeschaut.

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Kreuzfahrtschiff «Artania» reist aus Australien ab

Das seit Ende März nach Corona-Infektionen an Bord in Australien ankernde Kreuzfahrtschiff «Artania» hat sich auf die Heimreise gemacht. Das Schiff des deutschen Reiseveranstalters Phoenix habe am Samstag den Hafen der Stadt Fremantle verlassen, bestätigte ein Sprecher des Innenministeriums des Bundesstaates Westaustralien auf Anfrage der Deutsche Presse-Agentur.

«Thank you Fremantle», war auf einem Transparent mit Herz an Deck zu sehen. Die «Artania» werde auf dem Weg in Indonesien und den Philippinen Halt machen, um Crewmitglieder abzusetzen, hiess es weiter.

Das Kreuzfahrtschiff «Artania» konnte am Samstag den Hafen der australischen Stadt Fremantle verlassen und ist auf dem Weg nach Deutschland. (Bild: Keystone)

Das Schiff, bekannt aus der ARD-Dokuserie «Verrückt nach Meer», war vor zwei Wochen unter Quarantäne gestellt worden. Seit Ende März lag es in Fremantle südlich von Perth. Grund war, dass auf dem Schiff mehrere Coronavirus-Fälle aufgetreten waren.

Kanton Bern muss 14 Ausschaffungshäftlinge freilassen

Der Kanton Bern hat 14 Personen aus der Ausschaffungshaft entlassen müssen, da sie wegen der Corona-Krise einstweilen nicht in ihr Heimatland geflogen werden können. Unter ihnen sind drei verurteilte Drogenhändler.

Der bernische Sicherheitsdirektor Philippe Müller (FDP) bestätigte am Samstag auf Anfrage einen Artikel der «Berner Zeitung». Die Albaner seien auf Anweisung des zuständigen Gerichts auf freien Fuss gesetzt worden. Dass sie untertauchen, kann laut Müller nicht verhindert werden. Eine Überwachung sei rechtlich nicht zulässig.

Die Entlassung der 14 Personen aus der sogenannten ausländerrechtlichen Administrativhaft erfolgte, weil ungewiss ist, wann welche Flugverbindungen wieder aufgenommen werden. «Eine weitere Inhaftierung wäre unverhältnismässig gewesen», hielt Müller fest.

Schlechte Umfragewerte für Trump

Trump hatte am Donnerstag neue Richtlinien vorgestellt, um die USA schrittweise auf den Weg zur Normalität zurückzuführen und die Wirtschaft graduell wieder zu öffnen. In den USA ist die Arbeitslosigkeit wegen der Corona-Krise dramatisch angestiegen.

Wegen der im November anstehenden Präsidentschaftswahl gerät Trump unter zunehmenden Druck. Nach einer Umfrage des Forschungsinstituts Pew meinen 65 Prozent der Amerikaner, Trump habe zu spät auf die Corona-Bedrohung reagiert. 66 Prozent sorgen sich, dass die Bundesstaaten Schutzmassnahmen zu früh aufheben könnten.

US-Präsident Donald Trump büsst in der Corona-Krise zunehmend an Beliebtheit und Vertrauen in der Bevölkerung ein. (Bild: Keystone)
USA rechnen mit 60'000 bis 65'000 Corona-Toten

US-Präsident Donald Trump rechnet infolge der Coronavirus-Pandemie mit 60’000 bis 65’000 Toten in den USA – deutlich weniger als in bisherigen Vorhersagen befürchtet. Jeder Tote sei einer zuviel, betonte Trump am Freitagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus.

Die derzeit erwartete Opferzahl liege aber unter Vorhersagen von mindestens 100’000 Toten, die das Weisse Haus kürzlich vorgestellt hatte. «Ich denke, dass wir hoffentlich erheblich unter den 100’000 bleiben werden», sagte der US-Präsident.

Mexiko: Freilassung von Migranten wegen Coronavirus angeordnet

Ein Gericht in Mexiko hat wegen der Corona-Pandemie die sofortige Freilassung von älteren, kranken und anderweitig besonders gefährdeten Migranten aus Auffanglagern angeordnet.

Sie müssten vorübergehende Aufenthaltsgenehmigungen und Zugang zur Gesundheitsvorsorge bekommen, entschied ein Bundesrichter in Mexiko-Stadt am Freitag. Er ordnete unter anderem auch an, dass in den staatlichen Lagern Vorkehrungen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ergriffen und die Bewohner auf Symptome untersucht werden. Es war zunächst unklar, wie viele Menschen von dem Urteil betroffen waren.

Michelle Obama liest in Corona-Pandemie aus Kinderbüchern vor

Mit ihren liebsten Kinderbüchern will Michelle Obama (56) Kindern in den USA die Zeit während der Isolation in der Corona-Pandemie vertreiben. Künftig werden ihre kleinen Fans ihr auf Facebook oder Youtube zuhören können, wie die ehemalige First Lady der USA am Freitag auf Twitter mitteilte.

Dort will sie in Zusammenarbeit mit dem US-Kinderkanal PBS Kids und dem Verlag Penguin Random House jeden Montag eine Lesesendung präsentieren, bei der sich auch die Kinder selbst im Lesen üben können.

«Ich freue mich sehr, (…) Kindern die Gelegenheit zu geben, Lesen zu üben (und dabei ihren Familien eine wohlverdiente Pause zu verschaffen!)», schrieb Obama weiter. Als erstes Buch hat sich die Ehefrau des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama (58) den «Grüffelo» (1999) von Julia Donaldson vorgenommen. Auf der Bücherliste steht unter anderem auch der Kinderbuchklassiker «Die kleine Raupe Nimmersatt» (1969) von Eric Carle.

Mindestens 7000 Corona-Tote in US-Seniorenheimen

In den USA sind einem Medienbericht zufolge mindestens 7000 Menschen in Seniorenheimen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Damit stehen rund ein Fünftel aller Todesfälle infolge der Corona-Pandemie in den USA in Verbindung mit einer solchen Einrichtung, wie aus einer Zählung der «New York Times» (Onlineausgabe Freitag) hervorgeht.

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Bewohner von Seniorenheimen sind in den USA besonders gefährdet. Laut einem Medienbericht sind bislang mindestens 7000 Menschen in Altersheimen nach einer Infektion mi dem Coronavirus gestorben. (Symbolbild: Keystone)
Trump kündigt 19-Milliarden-Dollar-Hilfspaket für US-Landwirte an

US-Präsident Donald Trump hat in der Corona-Krise ein Hilfspaket mit einem Volumen von 19 Milliarden Dollar (rund 17,5 Mrd Euro) für Landwirte in den Vereinigten Staaten angekündigt. Die Ankündigung machte er am Freitagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus.

Landwirtschaftsminister Sonny Perdue erläuterte, 16 Milliarden Dollar aus diesem Paket würden direkt an Landwirte ausgezahlt. Mit den verbleibenden drei Milliarden werde die Regierung Agrarprodukte aufkaufen. Die Mittel sind im Rahmen von früheren Hilfspaketen wegen der Corona-Krise bereits vom US-Kongress freigegeben.

Ex-Gouverneur Schwarzenegger wird Corona-Berater in Kalifornien

Der frühere Gouverneur von Kalifornien, Hollywood-Star Arnold Schwarzenegger (72), soll während der Corona-Krise dem amtierenden Gouverneur Gavin Newsom als Berater zur Seite stehen.

Der Demokrat Newsom stellte am Freitag eine Arbeitsgruppe von Politikern und Geschäftsleuten vor, die an Plänen für die wirtschaftliche Öffnung und einen Neustart nach der Corona-Zwangspause mitarbeiten sollen.

Neben dem Republikaner Schwarzenegger, von 2003 bis 2011 Kaliforniens Gouverneur, sind auch die Ex-Gouverneure Jerry Brown, Gray Davis und Pete Wilson an Bord. Aus der Wirtschaft stossen unter anderem der frühere Disney-Chef Bob Iger und Apple-Konzernchef Tim Cook dazu.

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Der frühere Gouverneur von Kalifornien, Hollywood-Star Arnold Schwarzenegger, wird Corona-Berater in Kalifornien. (Bild: Keystone)
Meeting in Genf abgesagt

Das in der Regel gut besetzte Meeting AthletiCAGeneva findet 2020 wegen der Coronavirus-Krise nicht statt. Der für den 13. Juni geplante Anlass wurde abgesagt, weil das OK der Veranstaltung am Genfersee durch die Orientierung des Bundesrates vom Donnerstag im Ungewissen gelassen wurde.



Auch Rolling Stones bei grossem Corona-Benefizkonzert

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wollen nun auch die Rolling Stones andere Weltstars wie Elton John, Paul McCartney, Stevie Wonder und Taylor Swift bei einem virtuellen Benefiz-Konzert unterstützen. Die britische Rockband um Mick Jagger werde mit mehr als 100 Grössen aus Musik, Fernsehen und Sport bei dem Event «One World together at home» mitmachen, gaben die Veranstalter am Freitag bekannt. Auch die hessische Popband Milky Chance tritt bei dem Internet-Event auf.

US-Sängerin Lady Gaga ist als Mit-Organisatorin gemeinsam mit der Hilfsbewegung Global Citizen an Bord. Mit dem Konzert soll Geld zugunsten eines Fonds der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gesammelt werden.

Die Rolling Stones im Mai 2019 in New Jersey. (Bild: Keystone)

Das Konzert besteht aus zwei Teilen: Am Samstag (18. April, 20.00 bis 02.00 Uhr) ist es als mehrstündiger digitaler Livestream in sozialen Medien und bei zahlreichen Streaming-Anbietern zu sehen, in der Nacht zum Sonntag dann als globale TV-Show ebenfalls im Netz und bei Fernsehsendern wie NBC und CBS.

Erste US-Bundesstaaten kündigen Lockerung von Massnahmen an

Nach den neuen Richtlinien von US-Präsident Donald Trump in der Corona-Krise haben erste Bundesstaaten vorsichtige Lockerungen der Schutzmassnahmen angekündigt. Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, sagte am Freitag in Austin, derzeit geschlossene Läden könnten von Freitag nächster Woche an wieder öffnen, wenn sie Waren lieferten, schickten oder zur Abholung bereitstellten.

Mit der Wiedereröffnung von Parks unter Verwaltung des Bundesstaats werde bereits am Montag begonnen. Besucher müssten aber Schutzmassnahmen befolgen. Schulen blieben in diesem Schuljahr geschlossen.

Nach den neuen Richtlinien von US-Präsident Donald Trump in der Corona-Krise haben erste Bundesstaaten vorsichtige Lockerungen der Schutzmassnahmen angekündigt. (Bild: Keystone)

Minnesotas Gouverneur Tim Walz kündigte am Freitag an, dass unter anderem Parks, Wanderwege, Golfplätze, Freiluft-Schiessstände und Läden zum Verkauf von Angelködern wieder öffnen könnten, wenn Besucher Schutzmassnahmen befolgten. «Es ist wichtig für uns, aktiv zu bleiben und die Natur zu geniessen und gleichzeitig die Verbreitung von Covid-19 zu verhindern», sagte Walz nach einer Mitteilung. In Vermont können unter bestimmten Bedingungen Händler wieder öffnen und Bauarbeiten wieder aufgenommen werden.

Rückgang bei neuen Coronavirus-Patienten in französischen Kliniken

In Frankreich sinkt die Zahl der in Krankenhäusern aufgenommenen Coronavirus-Patienten nach Angaben der Gesundheitsbehörden weiterhin leicht. Den dritten Tag in Folge seien weniger Menschen in Kliniken gebracht worden, sagte Gesundheitsdirektor Jerôme Salomon am Freitag.

(Bild: Keystone)

Innerhalb von 24 Stunden seien es 115 weniger gewesen als im Vergleich zum Vortag. «Es ist ein langsamer, aber stetiger Rückgang», sagte Salomon. Die Zahl der registrierten Todesfälle stieg auf rund 18 680.

Grosse Filmmesse Comic-Con in San Diego für 2020 abgesagt

Die grosse Comic-Con-Messe im kalifornischen San Diego mit über Hunderttausend Besuchern, bei der Hollywood-Stars neue Filme vorstellen, ist für 2020 abgesagt. Wegen der Coronavirus-Krise falle die Comic-Con zum ersten Mal in ihrer 50-jährigen Geschichte aus, teilten die Veranstalter am Freitag mit. Das mehrtägige Treffen war für Ende Juli geplant. Die Messe werde nun erst wieder 2021 stattfinden, hiess es.

Natalie Portman bei der letzten Comic Con 2019. (Bild: Keystone)
Cuomo über Trump: «Er sollte er vielleicht aufstehen und zur Arbeit gehen»

«Wenn er Zuhause sitzt und Fernsehen schaut, sollte er vielleicht aufstehen und zur Arbeit gehen.»

Das sagte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo über US-Präsident Donald Trump nachdem dieser ihn – offensichtlich Cuomos Pressekonferenz schauend – via Twitter zu mehr Handlungen und weniger Worten in der Corona-Krise aufgefordert hatte.



US-Studie: Millionen verlieren wegen Corona ihre Krankenversicherung

Infolge des dramatischen Anstiegs der Arbeitslosigkeit in den USA haben einer Studie zufolge innerhalb eines Monats Millionen Menschen ihre Krankenversicherung verloren. Weil fast die Hälfte der Arbeitnehmer in den USA über den Arbeitgeber krankenversichert seien, hätten bis zu 9,2 Millionen Menschen ihren Schutz verloren oder könnten sich die neuen Beiträge wohl nicht mehr leisten, hiess es in der Studie des Instituts für Wirtschaftspolitik (EPI). Wegen der Corona-Krise haben in den USA seit Mitte März rund 22 Millionen Menschen Arbeitslosenhilfe beantragt.



Der führende demokratische Senator Bernie Sanders schrieb angesichts der Schätzung am Freitag auf Twitter, es sei «skandalös und nicht nachhaltig», dass die Krankenversicherung in den USA immer noch vom Arbeitgeber abhänge. Sanders setzt sich seit langem für eine umfassende staatliche Krankenversicherung ein. Die USA sind praktisch das einzige entwickelte Industrieland ohne eine solche Option.

Taylor Swift sagt wegen Corona-Pandemie alle Konzerte für 2020 ab

Wegen der Corona-Pandemie hat die US-Sängerin Taylor Swift (30) alle Konzerte und öffentlichen Live-Auftritte für 2020 abgesagt. «Die Sicherheit und Gesundheit der Fans sollten immer unsere allererste Priorität sein», hiess es in einer Mitteilung, die die Musikerin am Freitag veröffentlichte. Für dieses Jahr geplante Konzerte in den USA und Brasilien sollten auf 2021 verschoben werden.

(Bild: Keystone)

«Ich bin so traurig, dass ich euch alle nicht bei Konzerten sehen werde dieses Jahr, aber ich weiss, dass es die richtige Entscheidung ist», schrieb Swift dazu beim Kurznachrichtendienst Twitter. «Ich werde euch so bald wie möglich wieder auf der Bühne sehen, aber jetzt ist für uns alle wichtig, dass wir uns an diese Quarantäne halten.»

Trump: Zahl der Corona-Toten in China ist in Wahrheit viel höher

US-Präsident Donald Trump zufolge sind in China wesentlich mehr Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben, als das Land einräumt. In Bezug auf die von chinesischen Behörden am Freitag nach oben korrigierte Opferzahl in der Metropole Wuhan schrieb Trump auf Twitter, deren wahre Zahl sei noch «wesentlich höher» als jetzt angegeben. Die Zahl der Corona-Toten in China insgesamt sei auch höher als jene in den USA, schrieb Trump. Das stand allerdings im Widerspruch mit den offiziellen Zahlen, wonach es in China mehr als 4600 Todesfälle gab und in den USA bislang rund 34’000. Trump hatte Chinas offizielle Zahlen bereits zuvor in Frage gestellt.

(Bild: Keystone)

Die zentralchinesische Stadt Wuhan hatte am Freitag überraschend die Zahl ihrer Corona-Toten um rund 50 Prozent nach oben korrigiert. Demnach sind in der Metropole, in der die Pandemie ihren Ausgang genommen hatte, weitere 1290 Menschen in Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

Swiss Re verzichtet auf Aktienrückkaufprogramm

Der Rückversicherungskonzern Swiss Re verzichtet auf sein geplantes Aktienrückkaufprogramm. Der Verwaltungsrat hat am Freitag im Anschluss an die Generalversammlung beschlossen, das gerade noch genehmigte Rückkaufprogramm im Volumen von bis zu 1,0 Milliarden Franken nicht durchzuführen.

Der Entscheid sei in Anbetracht der gegenwärtigen Volatilität der Finanzmärkte und der durch die Covid-19-Pandemie ausgelösten globalen Wirtschaftslage gefällt worden, heisst es in einer Mitteilung vom Freitagabend.

(Bild: Keystone)

Swiss Re schätze zwar die finanziellen Auswirkungen der aktuellen Krise zum jetzigen Zeitpunkt als «absolut beherrschbar» ein, wird Swiss Re-Präsident Walter Kiehlholz in der Mitteilung zitiert. Der Versicherer führe das Geschäft und die Kapitalallokation «mit der Vorsicht, die die aktuelle Volatilität erfordert».

Serbien spendet dem Kosovo 1000 Corona-Tests - Humanitäre Geste

Serbien hat seiner ehemaligen, abtrünnig gewordenen Provinz Kosovo 1000 Test-Kits für die Corona-Diagnose gespendet. Die Lieferung traf am Freitag in der Republik Kosovo ein, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in der kosovarischen Hauptstadt Pristina bestätigte. Die Schenkung sei Teil der regionalen Zusammenarbeit, die zur Zurückdrängung des Sars-CoV-2-Virus vereinbart wurde, fügte er hinzu.

(Bild: Keystone)

Die humanitäre Geste aus Belgrad fiel Beobachtern dennoch auf. Serbien ist nicht bereit, die staatliche Unabhängigkeit des heute fast ausschliesslich von Albanern bewohnten Kosovos anzuerkennen. Nach einem bewaffneten Aufstand kosovo-albanischer Milizen und einer Nato-Intervention hatte sich das Kosovo 1999 von Serbien abgespalten. Zunächst war es von der UN-Verwaltung Unmik regiert worden. 2008 erklärte es sich für unabhängig.

Schweden sieht Anzeichen für Abwärtstrend

Die schwedische Gesundheitsbehörde sieht einen Trend, wonach die Zahl der Menschen, die im Land mit Covid-19 sterben, zurückgeht. Am Freitag wurden 67 neue Todesfälle bekannt – merklich weniger als in den Tagen zuvor.

«Wir sehen einen Abwärtstrend. Es gibt immer noch eine grosse Anzahl von Verstorbenen pro Tag, aber wir sehen keinen Anstieg, sondern eine Verlangsamung», sagte Karin Tegmark Wisell von der Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten am Freitag.

Schweden verweigert einen Lockdown wegen der Pandemie. (Bild: Keystone)

In Schweden waren bis Freitag 1400 Menschen an der Virusinfektion gestorben, sehr viel mehr als in den anderen nordischen Ländern. Nach Einschätzung des Staatsepidemiologen Anders Tegnell liegt das vermutlich daran, dass in Schweden viele ältere Menschen in Altersheimen erkrankten und starben.

Mehr als 1000 Corona-Fälle nach Ausbruch auf Flugzeugträger

Mehr als tausend Soldaten haben sich bei einem Coronavirus-Ausbruch auf dem französischen Flugzeugträger «Charles de Gaulle» infiziert. Mehr als 2000 Militärs, die auf dem Flugzeugträger oder ihren Begleitschiffen unterwegs waren, seien getestet worden, sagte Frankreichs Verteidigungsministerin Florence Parly am Freitag.

Einige warten immer noch auf ihre Testergebnisse, die Zahl könnte also noch steigen. Bisher gebe es 1041 positive Test; mehr als 500 Militärs hätten Symptome, 24 seien im Krankenhaus, einer von ihnen werde auf der Intensivstation behandelt, sagte die Ministerin.

Die «Charles De Gaulle» am 12. April 2020. (Bild: Keystone)

Das riesige Kriegsschiff war Ostersonntag im südfranzösischen Hafen Toulon eingelaufen, nachdem an Bord Dutzende Infektionen bestätigt worden waren.

Besucher weg - Thailands Strände erholen sich

An den wegen des Coronavirus für Besucher gesperrten Stränden im Süden von Thailand gibt es Zeichen für eine Erholung der Natur. «In Krisen liegt immer eine Chance», erklärte Umweltminister Warawut Silpa-archa am Freitag. Nach Angaben der für die Meere und Küsten zuständigen Behörde ist das Wasser sichtbar klarer geworden, die Korallen erholten sich.

So sieht es aktuell in Thailand nicht mehr aus; die Natur erholt sich von den Menschenmassen. (Archivbild: Keystone)

In der Touristenhochburg Phuket und in Phang Nga wurden elf Nester der gefährdeten Lederschildkröten gezählt – so viele wie seit 20 Jahren nicht mehr. Thailändische Medien berichteten zudem, dass viele der sonst selten gesichteten Tiere zu sehen waren – darunter Dugongs (Gabelschwanzseekühe) und Walhaie.

Unternehmen sehen Lage immer pessimistischer

Die teilweise Stilllegung der Schweizer Wirtschaft führt zu immer tieferen Spuren. Eine Umfrage unter Unternehmern offenbart ein düsteres Stimmungsbild.

Sowohl Binnen- als auch Exportwirtschaft müssten erhebliche Einbussen in Kauf nehmen. (Symbolbild: Keystone)
US-Währungshüter für vorsichtiges Hochfahren der US-Wirtschaft

Der Neustart der amerikanischen Wirtschaft sollte aus Sicht eines führenden US-Währungshüters sehr vorsichtig und in Stufen erfolgen. Eine Politik der sozialen Distanz sowie Schutzbekleidung wie Masken und Handschuhe seien dazu wahrscheinlich erforderlich, sagte die Präsidentin der Federal-Reserve-Filiale von Cleveland, Loretta Mester, am Freitag dem Sender Bloomberg TV.



«Alle möchten irgendwie zurück zur Arbeit gehen, aber jedem ist klar, dass das wirklich sehr vorsichtig gemacht werden muss», betonte sie. US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag einen Drei-Stufen-Plan vorgestellt für die Wiedereröffnung der Wirtschaft und die Lockerung der Coronavirus-Beschränkungen.

Tessiner Kantonsrat sagt nächste Session ab

Der Grosse Rat des Kantons Tessin tagt erst Ende Mai wieder. Die Session vom 4. und 5. Mai ist aufgrund der nach wie vor kritischen Corona-Situation im Tessin abgesagt.

Das Büro des Grossen Rats hat diesen Entscheid gemeinsam mit dem Kantonsarzt Giorgio Merlani gefällt, wie dieses am Freitagnachmittag in einem Communiqué mitteilt.

Kantonsarzt Giorgio Merlani. (Bild: Keystone)

Demnach tagt das Tessiner Kantonsparlament erst wieder am 25. und 26. Mai, und zwar im Palazzo dei Congressi in Lugano. In diesem sei es möglich, die vorgeschriebene Distanz einzuhalten, heisst es im Schreiben weiter.

EU-Parlament stimmt Milliarden-Finanzhilfen zu

Das EU-Parlament hat drei Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt für den Kampf gegen die Coronavirus-Krise freigegeben. Mit dem Geld sollen auf EU-Ebene medizinische Hilfsgüter wie Masken und Beatmungsgeräte gekauft und verteilt werden.

Zudem soll der grenzübergreifende Transport von Patienten bezahlt werden. Die Massnahme gehört zu einem Hilfspaket, das die Abgeordneten am Freitag billigten.

Ein maskiertes Mitglied des EU-Parlaments. (Bild: Keystone)

Das EU-Parlament stimmte ausserdem für eine Änderung der Richtlinien für den bereits bestehenden Hilfsfonds für besonders arme und benachteiligte Menschen, darunter Obdachlose. Der Hilfsfonds kann damit während der Coronavirus-Pandemie schneller auf Finanzmittel zugreifen.

Weiterhin Tausende Zivilschützer im Einsatz

Tausende Zivilschützer sind auch in der kommenden Woche wegen der Corona-Krise im Einsatz. Vor allem Ausfälle beim Pflegepersonal werden so aufgefangen.

Als «unspektakuläre, aber wichtige Aufgabe des Zivilschutzes» beschreibt Christoph Flury, Vizedirektor im Bundesamt für Bevölkerungsschutz (Babs), die Einsätze zur Corona-Krise. (Bild: Keystone)
EU-Parlament rügt Ungarn und Polen für Vorgehen in Corona-Pandemie

Das EU-Parlament hat das Vorgehen Ungarns und Polens in der Corona-Pandemie kritisiert. Die Abgeordneten bedauerten, dass die ungarische Regierung den Notstand unbefristet ausgerufen habe, hiess es in einer am Freitag verabschiedeten Resolution.

Zudem rügten die EU-Parlamentarier die polnische Regierung für die geplante Abhaltung der Präsidentenwahl während der Pandemie. Dies könne das Leben polnischer Bürger in Gefahr bringen und das Konzept einer freien, gleichen, direkten und geheimen Wahl untergraben.

Premier-League-Klubs wollen Saison auf jeden Fall abschliessen

Die 20 Klubs der englischen Premier League wollen die Saison 2019/20 in jedem Fall zu Ende spielen. Darauf einigten sich die Teams am Freitag während einer Videokonferenz. Eine Frist dafür wurde – anders als erwartet – aber nicht gesetzt.

(Symbolbild: Keystone)

Insgesamt 92 Spiele der laufenden Saison stehen noch aus, neun oder zehn Partien pro Verein. Dem FC Liverpool fehlen zwei Siege zum ersten Meistertitel seit 30 Jahren. Zahlreiche Klubs kämpfen hingegen um einen Platz im Europacup oder um den Klassenerhalt.

Mehr als 136'900 Corona-Nachweise in Deutschland

In Deutschland sind bis Freitagnachmittag mehr als 136’900 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: Mehr als 133 200 Infektionen). Das entspricht einem Plus von 2,77 Prozent zum Vortag.

(Symbolbild: Keystone)

Mindestens 4020 (Vortag Stand 16.15 Uhr: 3740) mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang in Deutschland gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Mehrere Schweizer Spitäler testen Medikamente für die WHO

Die ersten Medikamententests im Kampf gegen das Coronavirus laufen in der Schweiz an. An der bisher einzigen solchen Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nehmen 16 Spitäler teil – unter Führung des CHUV in Lausanne.

Spätestens nächste Woche werden die ersten Patienten in der Schweiz am WHO-Test mit dem Namen «Solidarity» teilnehmen, wie Oriol Manuel, Arzt am Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV) in Lausanne und «Solidarity»-Leiter für die Schweiz, am Freitag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Weltweit nehmen mehrere Dutzend Länder ebenfalls am WHO-Test teil.

(Symbolbild: Keystone)

Der Schweizerische Nationalfonds beteiligt sich mit 1,6 Millionen Franken an den Kosten. Getestet wird an den Universitätsspitälern von Basel, Bern und Genf sowie in den Spitalverbünden der Kantone Wallis und Neuenburg, im Spital Riviera-Chablais in Vevey VD, in den Kantonsspitälern von Freiburg, Solothurn, Aargau und Thurgau.

Der Corona Flash vom 17. April 2020. (16 Uhr)
Getreidelieferung in ein Pflichtlager

Die Stadtmühle Schenk in Ostermundigen ist Teil der Genossenschaft «Réservesuisse» und betreibt eines der Pflichtlager des Bundes. Diese Pflichtlager bezwecken die Vorratshaltung lebensnotwendiger Güter zur Überbrückung von Krisen und Mangellagen. Welche Waren für wie lange in welchen Mengen vorzuhalten sind, wird vom Bund vorgegeben.

(Video: Keystone)
Traurig wegen Corona? Isländer empfehlen: Umarme einen Baum

Die isländische Forstverwaltung ermutigt Menschen, denen körperliche Nähe fehlt, im Wald Trost zu suchen. Im Web empfiehlt die Behörde, Bäume zu umarmen.

Die isländischen Forstmitarbeiter empfehlen, sich einen Baum tiefer im Wald auszusuchen, damit nicht einer mehrmals umarmt und zur Infektionsquelle wird. (Bild: Keystone)
Prinz William sorgt sich um seine Familie

Prinz William sorgt sich um seinen Vater Charles, sow ie die Grosseltern Queen Elizabeth und Prinz Philipp. Auch die Royals leben derzeit in Isolation.

Prinz William macht sich Sorgen um die älteren Royals, wie er in einem Interview sagt. (Screenshot: Twitter)
Bund arbeitet in den nächsten Tagen Modelle für Schutzkonzepte aus

Der Bund wird bis nächste Woche Modelle für Schutzkonzepte für verschiedene Tätigkeiten veröffentlichen. Dabei handelt es sich um Grobkonzepte.

«Es geht um den gesunden Menschenverstand», so Boris Zürcher vom Seco zum Abstand. (Bild: Keystone)
Corona-Krise hat Automärkte weltweit im Griff

Die Coronavirus-Krise lässt die Autonachfrage weltweit einbrechen. Während sich auf dem grössten Automarkt in China, wo die Pandemie ihren Ursprung hat, nach einem massiven Rückgang der Verkäufe inzwischen eine Erholung abzeichnet, geht die Talfahrt in Europa und den USA erst richtig los.

Ein Blick in eine Autoproduktionsstätte von Ferrari. (Symbolbild: Keystone)

In der Europäischen Union wurden im März weniger als halb so viele Autos verkauft als vor Jahresfrist, weil die Autohändler wegen der Einschränkungen zur Bekämpfung der ansteckenden Lungenkrankheit geschlossen sind und die Produktion fast überall in Europa ruht. Experten rechnen damit, dass sich die Talfahrt im April in der EU noch beschleunigen wird. Erst danach dürfte es langsam wieder bergauf gehen.

Petition für Kostenübernahme von Psychotherapien in Covid-19-Krise

Eine Petition fordert zusammen mit Pro Mente Sana, dass während der Coronakrise die Kostenübernahme von Online-Therapien bei Psychologen zu gewährleisten sei, wie das bei Psychiatern der Fall ist. Die Petition wurde am Freitag Bundesrat Alain Berset mit mehr als 15’500 Unterschriften überreicht.

(Symbolbild: Keystone)

Der Bund erlaube Psychiatern in eigener Praxis, ambulante Psychotherapien während der Covid-19-Pandemie per Telefon oder Videokonferenz weiterzuführen, schrieben die Hauptinitiantin der Petition «Help» und die Stiftung Pro Mente Sana in einer gemeinsamen Medienmitteilung.

Schweizer Engpass bei Schutzmasken behoben

In der ersten Phase der Coronavirus-Epidemie waren Schutzmasken sogar in den Spitälern knapp, für die Bevölkerung reichte es bei weitem nicht. Die Lücke ist zu.

In der Schweiz sind nun genügend Schutzmasken vorhanden, wie Daniel Koch vom BAG sagt. Unter anderem aus China wurden Masken geliefert. (Bild: Keystone)
Laver Cup findet in diesem Jahr nicht statt

Der Laver Cup, ein vor drei Jahren eingeführter Teamwettbewerb zwischen Tennisspielern aus Europa und dem Rest der Welt, findet in diesem Jahr nicht statt. Die vierte Ausgabe hätte vom 25. bis 27. September in Boston stattfinden sollen. Nach den durch die Coronavirus-Pandemie verursachten Verschiebungen im Tenniskalender entschieden sich die Veranstalter nun zur Verschiebung auf 2021, ebenfalls in Boston.



Ein weiteres Todesopfer im Kanton Aargau

Im Kanton Aargau ist eine weitere Person an Covid-19 verstorben. Damit steigt die Zahl der Toten auf 24 Menschen. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle stieg innerhalb eines Tages um 17 auf 960.

(Symbolbild: Keystone)

In Spitalpflege befinden sich 58 Personen. Davon werden 20 Personen auf Intensivstationen behandelt und künstlich beatmet, wie aus dem Lagebulletin des Kantonalen Führungsstabs vom Freitag hervorgeht. Drei Personen befinden sich auf der Überwachungsstation. Gemäss einer Schätzung des Kantonsärztlichen Dienstes gelten im Aargau rund 540 Personen als geheilt.

Engpass bei Medikamenten: Produktion in der Schweiz möglich

Als Massnahme gegen Lieferengpässen bei Medikamenten könnten einzelne Wirkstoffe und Vorprodukte in der Schweiz hergestellt werden. Das Unternehmen Dottikon Exclusive Synthesis AG hat dem Bund eine entsprechende Produktion angeboten.

(Symbolbild: Keystone)

Man habe dem Bund vorgeschlagen, bereit zu sein, Produktionskapazitäten für den Krisenfall vorzuhalten, sagte Markus Blocher, Chef von Dottikon ES, am Freitag im Schweizer Radio SRF. Man könnte so strategische Medikamente, die im Voraus zu bestimmen wären, mit kurzer Vorlaufzeit, bei Bedarf im Krisenfall in der Schweiz produzieren.

Hamsterkäufe bescheren Procter & Gamble fünf Prozent mehr Umsatz

Der US-Konsumgüterriese Procter & Gamble zählt zu den wenigen Konzernen, denen die Corona-Pandemie Geschäftszuwächse beschert.

Procter & Gamble verzeichnet ein Wachstum in der Corona-Krise. (Bild: Keystone)
China will heimische Wirtschaft mit Zinssenkungen stützen

China will angesichts beispielloser Herausforderungen für die Wirtschaft infolge der Virus-Pandemie die Stützungsmassnahmen verstärken.

Die Volksrepublik werde ihre umsichtige Geldpolitik flexibler ausrichten und auch die Haushaltspolitik effektiver gestalten, kündigte das Politbüro der kommunistischen Partei des Landes am Freitag laut einem Bericht des staatlichen Fernsehens an.

(Symbolbild: Keystone)

Um der Wirtschaft unter die Arme zu greifen – vor allem kleinen und mittelgrossen Unternehmen – werde die Regierung Instrumente wie Zinssenkungen oder Lockerungen der Mindestreserveanforderungen (RRR) für Banken nutzen. Zudem würden die Zinsen am Markt nach unten gesteuert.

Rückgang bei Lehrverträgen wegen Corona

Die Corona-Krise macht sich auf dem Lehrstellenmarkt bemerkbar. Die Zahl der abgeschlossenen Lehrverträge ist gegenüber anderen Jahren rückläufig.

Im Gegensatz zu den Vorjahren wurden im Corona-Jahr 2020 weniger Lehrverträge abgeschlossen. (Bild: Keystone)
Verlängerung der Kurzarbeit bei Austrian und Swiss

Die zur Lufthansa-Gruppe gehörende Fluggesellschaft Austrian verlängert die Kurzarbeit. Bei der Schwester-Fluglinie Swiss dürfte dieser Schritt noch bevorstehen.

Die österreichische Airline weitet die Kurzarbeit für ihre rund 7’000 Mitarbeiter um einen weiteren Monat aus, wie Austrian am Freitag bekannt gab: Bis zum 19. Mai würden die Angestellten in Kurzarbeit bleiben.

(Bild: Keystone)

Die Swiss hat laut einem Bericht der Tamedia-Zeitungen ihre 9’500 Angestellten darüber informiert, dass die Kurzarbeit länger dauern dürfte. Zudem habe Swiss-Chef Thomas Klühr seine Mitarbeiter in einem internen Video auf härtere Zeiten eingestimmt. Ab Juni werde die Swiss nicht mehr in der Lage sein, die Kurzarbeitslöhne aufzustocken. Bisher sorgt die Swiss dafür, dass die Angestellten trotz Kurzarbeit ihren vollen Lohn bekommen.

Was bisher geschah

Alle bisherigen Ereignisse und Entwicklungen zum Coronavirus können Sie hier nachlesen.

Zürcher: «Arbeitsmarkt ist zum Erliegen gekommen»

Derzeit werden pro Werktag 1500 Personen arbeitslos, die Zahl der Kurzarbeitsgesuche schiesst noch immer in die Höhe. «Der Arbeitsmarkt ist zum Erliegen gekommen», konstatiert Boris Zürcher, Leiter Direktion für Arbeit im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco).

«So etwas haben wir noch nie gesehen, auch in schweren Rezessionen nicht», sagte Boris Zürcher vom Seco.
Auch GP Deutschland verschoben

Mit dem Grand Prix von Deutschland ist aufgrund der Coronavirus-Pandemie bereits das neunte Saisonrennen der Motorrad-Strassen-WM verschoben werden. Wegen der Ausweitung der Beschränkungen in Deutschland bis Ende August muss für die am 21. Juni auf dem Sachsenring angesetzt gewesenen Rennen ein neuer Termin gesucht werden.

Ein Foto vom Grand Prix 2019 in Deutschland. (Bild: Keystone)

Als nächstes GP-Wochenende steht momentan noch der GP der Niederlande in Assen im Programm. Doch dessen Austragung am 28. Juni gilt ebenfalls als höchst unsicher. Danach wäre der GP von Finnland am 12. Juli angesetzt.

Wieder etwas stärkere Zunahme der bestätigten Covid-19-Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein ist die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus um 346 gestiegen. Das ist eine höhere Zahl als am Vortag.

Die Todesfälle in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung nahmen nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bis Donnerstagmittag innerhalb von 24 Stunden um 105 auf 1304 zu. (Bild: Keystone)
Corona-Gefahr noch nicht gebannt

Die Kurve der Coronavirus-Ansteckungen flacht in der Schweiz zwar ab. Doch noch immer ist das Land im Gefahrenbereich, wie Daniel Koch vom BAG sagt.

Daniel Koch vom BAG warnt, dass die Corona-Gefahr trotz Abflachung der Ansteckungskurve nicht vorüber ist. (Bild: Keystone)
Indonesien Corona-Brennpunkt in Südostasien

Indonesien hat bei der Zahl der registrierten Corona-Fälle die Philippinen überholt und liegt jetzt an der Spitze in Südostasien. Bis zum Freitag wurden nach Angaben der Regierungs-Taskforce 5923 Infektionen mit Sars-CoV-2 gemeldet, was die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. 520 Menschen starben.

Eine Frau in Jakarta am 10. April 2020. (Bild: Keystone)

Die Hälfte der Fälle und der Toten gab es in der Hauptstadt Jakarta. Für die Region mit 30 Millionen Menschen gelten einige Corona-Auflagen, darunter das Verbot von Versammlungen mit mehr als fünf Menschen. Indonesien hat rund 260 Millionen Einwohner.

Pilotprojekt Coronavirus-Schnelltests bei Eintracht: kein Verlass

Schnelltests haben nach einem Bericht des «Spiegel» beim Bundesligisten Eintracht Frankfurt keine befriedigenden Ergebnisse darüber gebracht, wie immun Menschen gegen den Coronavirus-Erreger sind.

Wie das Nachrichtenmagazin berichtete, sind in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Frankfurt bei einem Pilotprojekt 30 Teammitglieder des Klubs mit zwei gängigen Antikörpertests untersucht worden. In sieben Fällen – und damit knapp bei einem Viertel der Proben – wichen die Ergebnisse voneinander ab.

(Symbolbild: Keystone)

Beim Klub, bei welchem mit Djibril Sow und Gelson Fernandes auch zwei Schweizer unter Vertrag stehen, hatten sich zwei Spieler und zwei Betreuer mit dem Covid-19-Erreger infiziert.

BAG-Koch «Wir sind noch lange nicht aus der Gefahrenzone»

Die Kurve der Neuansteckungen mit dem Coronavirus ist rasch abgeflacht. Für Entwarnung ist sei es aber zu früh, sagt Daniel Koch vom BAG am Freitag vor den Bundesmedien.

(Video: Keystone)

1 Kommentar

  1. Ich finde es unverhältnismäßig Verbrecher aus der Haft zu entlassen, bei denen Fluchtgefahr besteht. Ich frage mich, ob dies bei Einheimischen auch der Fall wäre, ich glaube eher nicht. Aber, dass die Albaner hier in der Schweiz eine grosse Macht haben, durch Drogen u. A., Ist ja eigentlich längst bekannt. Ich finde es zumindest sehr komisch und auch fraglich, dass die weitere Überwachung von Verbrechern, rechtlich nicht zulässig sei, für mich ein totaler Witz…..🤮🤮🤮Report

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