Featured Video Play Icon
Die Pressekonferenz des BAG. (Video: Youtube)
Schweiz

BAG-Koch: «Wir sind noch lange nicht aus der Gefahrenzone»

Die Kurve der Neuansteckungen mit dem Coronavirus ist rasch abgeflacht. Für Entwarnung ist sei es aber zu früh, sagt Daniel Koch vom BAG.

In der Schweiz und in Liechtenstein hat die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages um 346 zugenommen. Insgesamt gab es damit am Freitag 27’078 laborbestätigte Fälle.

Damit stieg die Zahl der neuen bestätigten Fälle im Vergleich zum Vortag an, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag mitteilte.

Die Todesfälle in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung nahmen nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bis Donnerstagmittag innerhalb von 24 Stunden um 105 auf 1304 zu. Der Kanton Waadt überholte erstmals den bisherigen Rekordhalter Tessin und gab die Zahl seiner Todesopfer mit 279 an, im Tessin starben bis Freitag 270 Menschen an der Lungenkrankheit.

300 Menschen werden künstlich beatmet

«Wir sind noch lange nicht aus der Gefahrenzone heraus», sagte Daniel Koch, Delegierter des Bundesamts für Gesundheit (BAG) für COVID-19, am Freitag vor den Bundeshausmedien.

Aus epidemiologischer Sicht bestehe immer noch ein grosses Risiko, dass sich mehr Leute ansteckten und es wieder mehr schwere Fälle gebe. Koch erinnerte daran, dass noch immer über 300 Menschen künstlich beatmet werden müssen. «Es ist eine gefährliche Krankheit, nicht nur für Risikopatienten.»

Koch betonte zudem nochmals die Rolle der Kinder in der Pandemie: «Die allermeisten Kinder werden wahrscheinlich gar nicht infiziert werden.»

BAG-Koch: «Engpass bei Schutzmasken behoben»

In der ersten Phase der Coronavirus-Epidemie waren Schutzmasken sogar in den Spitälern knapp, für die Bevölkerung reichte es bei weitem nicht. Die Lücke scheint nun geschlossen worden zu sein.

«Es sollte jetzt keinen Maskenengpass mehr geben», sagte Daniel Koch, Delegierter des Bundesamts für Gesundheit (BAG) für COVID-19, am Freitag vor den Bundeshausmedien. Im Moment sollte es genügend Masken geben. Derzeit verfüge der Bund über rund 20 Millionen Schutzmasken, bis Ende April sollen es 100 Millionen Masken sein.

Bund arbeitet Modelle für Schutzkonzepte aus

Der Bund wird bis nächste Woche Modelle für Schutzkonzepte für verschiedene Tätigkeiten veröffentlichen. Dabei handelt es sich um Grobkonzepte. Branchenverbände können dann darauf basierend Feinkonzepte erstellen. Die Betriebe müssen diese schliesslich implementieren.

Das sagten die Vertreter des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) und des Bundesamts für Gesundheit (BAG) am Freitag vor den Bundeshausmedien. Für die Kontrolle seien dann die kantonalen Arbeitsinspektorate zuständig. Der Bund werde keine Branchenkonzepte bewilligen oder nicht bewilligen.

Unglückliche Gastrobetriebe

Koch äusserte sich auch zur Kritik der Gastronomie, dass es keine Fahrplan für die Öffnung von Bars und Restaurants gibt. Das werde sicher noch einmal geprüft, sagte er. Es handle sich aber um einen «sehr schwieriger Bereich».

Wenn man in einem Restaurant zusammensitze, habe das Abstandhalten nicht die erste Priorität. Es liege daher auf der Hand, dass die Gastronomie nicht in einem ersten Schritt geöffnet werde. Koch erinnerte auch an die schlechten Erfahrungen mit beschränkten Auflagen für Restaurants von Mitte März. «Das hat überhaupt nicht funktioniert», sagte er.

«Arbeitsmarkt ist zum Erliegen gekommen»

Derzeit werden pro Werktag 1500 Personen arbeitslos, die Zahl der Kurzarbeitsgesuche schiesst noch immer in die Höhe. «Der Arbeitsmarkt ist zum Erliegen gekommen», konstatiert Boris Zürcher, Leiter Direktion für Arbeit im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco).

Viele Personen, die Ende 2019 oder Anfang 2020 von sich aus und ohne Anschlusslösung gekündigt haben, stehen vor einem Problem: «Ihre Stelle gibt es nicht mehr», sagte Zürcher am Freitag vor den Bundeshausmedien. Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften sei regelrecht eingebrochen.

7 Kommentare

  1. Die Bevormundung ist doch unglaublich!wir werden doch angelogen!Da stimmt doch etwas nicht mehr!Und die Lämmer gehorchen brav,desinfizieren sich den ganzen Tag und unser Trinkwasser wird vergiftet mit Desinfektionsmittel?Report

  2. Wer nicht verstehen kann, dass die ganzen scharfen Restriktionen notwendig sind
    a) um Risikogruppen, wie es eben ältere Menschen auch sind, zu schützen, dass es nicht ein Massensterben auch der Senioren gibt wie in Schweden,
    b) um unser Gesundheitssystem nicht kollabieren zu lassen, sodass Ärzte gezwungen sind, auszuwählen, wer behandelt wird und wer nicht (Triage),
    c) um die Pandemie einigermassen in den Griff zu bekommen, was noch lange dauern kann,
    wer das alles nicht versteht und herumnörgelt und sich in seinem Recht bevormundet sieht ist ein egoistischer, selbstverliebter, armer Mensch. Alle verlieren wir, sei es Job, Einkommen, soziale Kontakte usw. Doch können wir damit helfen, Leben zu schützen. Das Wertvollste, was es gibt, denn jeder hat nur eines.Report

  3. Die Älteren, die Alten, die Risikopersonen …… . Sie dürfen das nicht, sie sollten jenes nicht und das schon gar nicht …… .
    Wann hört es endlich auf nur auf dieser Personengruppe herum zu hacken ?Report

  4. Doch das kann man sehr gut einschrenken die die gefährdet sind und ältere in Risiko Gruppen müssen zuhause bleiben nicht zum Coiffeur Nicht zum Nagelstudio auch nicht Einkaufen.. So wie die letzten Monate auch.. Für Diese Personen machen wir ja der Komplette Stillstand von allem und ich hoffe und bitte dies Leute sich endlich ran zu halten.. Sonst wird es für uns die Arbeiten müssen und ein Geschäft haben Miete zahlen müssen und und und.. richtig schwierig..Report

  5. Alle sehen nur das negative sollte die ganze Mühe und Arbeit für nicht’s gewesen sein dänkt an alle helfende warten wir doch ab wie sich das alles weiter entwickelt es braucht eben Zeit Leute habt Verständnis oder wollt ihr rückfälleReport

  6. Die Arbeit des Bundesrat ist super. Danke schön.
    An alle die Motzen, meldet euch und macht es besser.
    An Daniel Koch, gute Information und toll reagiert oder vor Ahnung zu der immer wieder auftauchende Frage betreffend Schutzmaske.Report

  7. Ich denke beim Coiffeur und Nagelstudio ist es sehr schwierig mit abstand. Man kann ja nicht zu den Älteten leute sagen nein Sie dürfen nicht kommen wegen ansteckung 🤔🤔🤔Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel