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International

Zahl der Infizierten steigt in der Schweiz um 346

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
SP verlangt 200 Franken Einkaufsgutschein für alle

Jede Schweizerin und jeder Schweizer soll einen Covid-19-Einkaufsgutschein im Wert von 200 Franken erhalten. Das schlägt die SP am Freitagmorgen in einem Strategiepapier vor. Der Gutschein soll den Konsum im Inland ankurbeln und zum Beispiel in Restaurants, Hotels, Kultureinrichtungen, aber auch Lebensmittelläden eingesetzt werden können.

(Keystone Sda / Stefan Lanz)

240'000 gestrandete Deutsche zurück in der Heimat

Einen Monat nach Beginn der Rückholaktion der deutschen Regierung sind mehr als 240 000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandete Deutsche wieder zu Hause. Aussenminister Heiko Maas sagte am Freitag in Berlin, bei dieser grössten Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik sei grossartiges vollbracht worden.

Bis in die nächste Woche sind weiter Sonderflüge mit den vom Auswärtigen Amt gecharterten Maschinen geplant, um Deutsche vor allem aus Südafrika und Südamerika, aber auch von Pazifikinseln zurückzuholen. Danach werden sich die Botschaften zusammen mit den europäischen Partnern um die noch verbleibenden Einzelfälle kümmern.

346 neue positive Fälle in der Schweiz

Die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein verzeichneten laut dem Bundesamt für Gesundheit bisher 27’078 laborbestätigte Fälle, damit 346 zusätzliche Fälle innerhalb eines Tages. Die Fallzahlen unterliegen laut der Mitteilung einer wöchentlichen Schwankung mit jeweils tieferen Zahlen am Wochenende.

Damit zeigt sich, dass 315 von 100’000 Einwohnern erkranken. Bisher traten 1059 Todesfälle im Zusammenhang mit einer laborbestätigten COVID-19-Erkrankung auf. Alle Kantone der Schweiz und des Fürstentum Liechtensteins sind von COVID-19 betroffen. Bisher wurden 211’400 Personen auf das Coronavirus getestet. Dabei fielen 15 Prozent der Tests positiv aus.

Vorerst keine Gesichtsmasken-Pflicht in Deutschland

Die deutsche Regierung setzt beim Tragen von Gesichtsmasken im Alltag weiter auf Freiwilligkeit und lehnt eine Pflicht vorerst ab. «Mein Eindruck ist, dass die meisten Bürgerinnen und Bürger sehr verantwortlich mit der momentanen Lage umgehen», sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Freitag in Berlin.

Vorerst keine Gesichtsmasken-Pflicht in Deutschland: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn setzt auf Eigenverantwortung. (Keystone)

Immer mehr Menschen würden einen Mund-Nasen-Schutz tragen. «Abschliessend und grundsätzlich setze ich eher auf Freiheit, Einsicht, Mitmachen, Akzeptanz durch Überzeugen mit Argumenten, weil aller Erfahrung nach Gebote eher Unterstützung bringen als Verpflichtungen», sagte Spahn. Zunächst solle die Entwicklung in den kommenden Tagen abgewartet werden.

Ehemaliger Super Bowl-MVP positiv getestet

Von Miller hat einen bestätigten Fall von Covid-19. Der beste Spieler des Super Bowl 50 fühlte sich in den letzten Tagen krank und traf die Team-Ärzte Denvers.

Der Super Bowl 50-MVP, Von Miller von den Denver Broncos ist der zweite NFL-Spieler, der mit Covid-19 infiziert wurde. (Bild: Keystone)
Corona-Krise beeinträchtigt Lebensqualität

Die Corona-Krise drückt vielen Schweizerinnen und Schweizern aufs Gemüt. In einer Studie hat mehr als ein Drittel der Befragten angegeben, dass sich ihre Lebensqualität verschlechtert habe.

Corona drückt auf die Stimmung der Schweizer: Für mehr als ein Drittel hat sich die gefühlte Lebensqualität verschlechtert. (Symbolbild: Keystone)

35 Prozent haben im Rahmen des COVID-19 Social Monitor der ZHAW und der Universität Zürich angegeben, dass sich ihre allgemeine Lebensqualität im Vergleich zur Zeit vor der Coronakrise verschlechtert habe, wie die ZHAW in einer Mitteilung vom Freitag schrieb. Lediglich neun Prozent gaben an, dass sich ihre Lebensqualität verbessert habe.

Montreux Jazz Festival 2020 findet nicht statt

Anstatt der Programmbekanntgabe, kommt die Absage: Das Montreux Jazz Festival 2020 (3. bis 18. Juli) findet aufgrund der Corona-Krise nicht statt.

Auch die Freddie Mercury-Statue in Montreux wurde coronagerecht eingekleidet. (Keystone)

Acts wie Lenny Kravitz, Black Pumas oder Lionel Richie hätten diesen Sommer am Ufer des Genfer Sees auftreten sollen. Einzelne Programmpunkte, die für die diesjährige Ausgabe vorgesehen waren, werden nach Möglichkeit ins nächste Jahr verschoben, teilten die Veranstalter am Freitag in einem Communiqué mit. Das nächste Montreux Jazz Festival findet vom 2. bis 17. Juli 2021 statt.

Sucht Schweiz veröffentlicht Lockdown-Tipps

Der Lockdown bringt neue Suchtgefahren mit sich. Zur Krisenbewältigung bietet die Stiftung Sucht Schweiz drei «Survival Kits» für die zu Hause Ausharrenden, die Familien und die Jugendlichen.

Spanier fordern Lockerung der Ausgehsperre

In Spanien werden Rufe nach eine Lockerung der strikten Ausgehsperre immer lauter – speziell mit Blick auf Kinder.

Diese dürfen im Rahmen der seit mehr als einem Monat geltenden strengen Massnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie überhaupt nicht mehr die Häuser oder Wohnungen verlassen. Nur in Italien herrschen ähnlich rigorose Regeln.

Der Königspalast in Madrid. (Bild: Keystone)

Spanischen Medienberichten zufolge denkt die Regierung in Madrid nun darüber nach, ab dem 26. April die Beschränkungen leicht abzuschwächen. So lange dauert der Alarmzustand samt der Beschränkungen noch mindestens.

Madrids Bürgermeister José Luis Martínez-Almeida warnte, dass die Isolierung im Haus für Kinder eine «enorme psychologische Zermürbung» darstelle. (sda)

Faktencheck: Wie viele Länder vom Coronavirus betroffen sind

Das Coronavirus breitet sich weltweit aus. Doch bei der Anzahl der von Sars-CoV-2 betroffenen Länder wird im Netz einmal mehr Betrug gewittert und von «Hype» gesprochen.

BEHAUPTUNG: Es gibt auf der Welt weniger als 200 Staaten. Doch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt Corona-Fälle in mehr als 200. Die Behörde übertreibe also.

BEWERTUNG: Die WHO zählt neben souveränen Ländern auch Gebiete und Territorien, die nicht unabhängig sind.

FAKTEN: Die Weltgesundheitsorganisation weist die Corona-Fälle nach eigenen Angaben für Länder, Gebiete und Territorien aus. In 213 davon lagen demnach am Donnerstagmorgen Nachweise des Coronavirus vor. In der Liste einzeln geführt sind etwa das zu Grossbritannien gehörende Gibraltar und die dänischen Färöer, zudem US-Aussengebiete wie Puerto Rico, französische Überseegebiete wie Martinique sowie britische Überseegebiete wie Bermuda.

Als Mitglieder der Vereinten Nationen (UN) sind derzeit 193 unabhängige Staaten aufgeführt. Daneben haben die Palästinensischen Autonomiegebiete und der Heilige Stuhl den Status von ständigen Beobachtern. (sda)

Tessin: Eine weitere Person an Covid-19 gestorben

Im Kanton Tessin ist in den letzten 24 Stunden erneut eine Person an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. 24 Personen sind neu positiv auf das Virus getestet worden.

Insgesamt wurden bis Freitagmorgen im Kanton Tessin 2’977 Personen positiv auf das Virus getestet. 270 Menschen verloren aufgrund des Coronavirus ihr Leben. 580 Personen konnten bisher aus den Tessiner Spitälern entlassen werden. (sda)

(Symbolbild: Keystone)
Friseure in Dänemark dürfen bald wieder arbeiten

In Dänemark gibt es nach der Öffnung von Schulen und Kindergärten weitere Lockerungen in der Corona-Krise. Von Montag an dürfen unter anderem Friseure und Fahrschulen wieder Kunden empfangen. Darauf haben sich die Parteien im dänischen Parlament am Donnerstagabend geeinigt.

Auch die Gerichte und Forschungszentren sollen wieder ihre Arbeit aufnehmen können, hiess es in einer Mitteilung auf der Webseite der Regierung. Restaurants und Unis müssten aber weiter geschlossen bleiben.

Am Mittwoch hatte Dänemark begonnen, die Kindergärten und Schulen wieder zu öffnen. Nach Behördenangaben steckt jede mit dem Virus infizierte Person derzeit im Durchschnitt noch 0,6 andere Menschen an. Bis Freitagmorgen waren in dem skandinavischen Land 321 Todesfälle registriert worden. 353 Dänen waren wegen einer Coronavirus-Infektionen im Krankenhaus, 92 davon auf der Intensivstation. (sda)

Hotelplan verlängert Reisestopp bis Mitte Mai

Der Reiseveranstalter Hotelplan Suisse verlängert den Reisestopp wegen der Coronavirus-Pandemie bis zum 17. Mai. Bislang war das Reiseprogramm bis Ende April ausgesetzt.

Reisebranche reagiert auf «Unlock»-Massnahmen: Hotelplan verlängert Reisestopp bis Mitte Mai. (Keystone)

Alle gebuchten Reisen bis und mit 17. Mai würden aktiv annulliert, teilte die Migros-Reisetochter am Freitag in einem Communiqué mit. Den Kunden mit einer Pauschalreise würden die Kosten automatisch rückerstattet, was bis zu drei Wochen dauern könne. Einzelleistungen wie zum Beispiel ein Nur-Flug würden ebenfalls annulliert und den Kunden die Rückerstattungen der Anbieter vergütet.

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Ansteckungsrate in Deutschland deutlich gesunken

Die Ansteckungsrate mit dem neuartigen Coronavirus ist in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) deutlich gesunken.

Symbolisches Social Distancing in Deutschland. (Keystone)

Laut der am Donnerstagabend veröffentlichten Statistik steckt derzeit jeder Infizierte weit weniger als einen weiteren Menschen an. Die sogenannte Reproduktionsrate (R) liegt bei 0,7. Zehn Infizierte stecken damit nur sieben weitere Menschen an – was bedeutet, dass die Zahl der täglichen Neuansteckungen zurückgeht.

Facebook macht keine grösseren Veranstaltungen bis Ende Juni 2021

Facebook stellt sich auf längere Einschränkungen durch die Coronavirus-Gefahren ein und hat alle Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen bis Ende Juni kommenden Jahres gestrichen. Einige davon sollen online stattfinden, schrieb Firmenchef Mark Zuckerberg am Donnerstag.

Facebook hatte frühzeitig auf die Coronavirus-Ausbreitung reagiert und bereits im Februar seine Entwicklerkonferenz F8 abgesagt. (Keystone)

In diesem Jahr soll der überwiegende Grossteil der Facebook-Mitarbeiter noch mindestens bis Ende Mai von zu Hause aus arbeiten, auf eigenen Wunsch auch mindestens bis Ende des Sommers. Zunächst bis Ende Juni soll es auch keine Dienstreisen geben.

Formel 1 will am 5. Juli in Österreich starten

Die Formel 1 steuert nach der Corona-Zwangspause angeblich einen Saisonstart ohne Zuschauer in Österreich an. Auf das Rennen in Spielberg am 5. Juli könnten dann zwei Grands Prix vor leeren Rängen in Silverstone folgen, berichtete die BBC unter Berufung auf einen vorläufigen Plan der Rennserie.

Vor leeren Rängen: Die Formel 1 soll am 5. Juli im Österreichischen Spielberg wieder Fahrt aufnehmen. (Keystone)

Die Formel-1-Chefs hatten am Donnerstag in einer Video-Konferenz über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten, Beschlüsse aber zunächst vertagt. Österreich war auch im ursprünglichen Rennkalender für den 5. Juli als Gastgeber eingeplant.

Noch kein Ergebnis gab es beim Online-Treffen der Bosse auch in der Debatte um eine weitere Reduzierung der für 2021 beschlossenen Budgetgrenze.Einig sind sich die Teams zwar darin, statt rund 161 Millionen Euro pro Jahr künftig nur 138 Millionen als Ausgabenlimit anstreben zu wollen. Doch vor allem kleinere Rennställe drängen auf eine noch niedrigere Summe.

Krise halbiert Autoverkäufe in der EU im März

Die Neuzulassungen von Autos in der Europäischen Union sind in der Corona-Krise eingebrochen. In den 27 Ländern der EU ohne Grossbritannien gingen die Zulassungen im März zum Vorjahresmonat um 55,1 Prozent auf 567 308 Autos zurück.

Einen besonders starken Rückgang gab es in Italien, wo die Zulassungen um 85,4 Prozent auf 28 326 Autos fielen. (Symbolbild: Keystone)

Dies teilte der europäische Branchenverband Acea am Freitag in Brüssel mit. Die allermeisten Autohäuser in Europa seien während der zweiten Märzhälfte auf Anweisung der Behörden geschlossen gewesen. Ausserdem hielten die Autohersteller die Produktion Mitte März an, um die Mitarbeiter vor einer Ansteckung zu schützen.

US-Ebola-Mittel zeigt Erfolge bei Covid-19

Ein Medikament des US-Pharmakonzerns Gilead Science zeigt einem Medienbericht zufolge Erfolge bei der Behandlung von Covid-19-Patienten. In einer Studie der Universitätsklinik in Chicago führte das ursprünglich gegen Ebola entwickelte Mittel Remdesivir zu einer schnellen Fiebersenkung und einem Rückgang der Symptome der Lungenkrankheit.

Der Pharmakonzern rechnet damit, erste Ergebnisse aus der laufenden Phase-3-Studie Ende des Monats bekanntgeben zu können. (Symbolbild: Keystone)

In der Folge konnten fast alle Patienten in weniger als einer Woche entlassen werden, wie aus einem am Donnerstagabend veröffentlichten Bericht der Onlineplattform für Medizinnachrichten, Stat, hervorgeht. Die Aktien des Unternehmens stiegen nach US-Börsenschluss um 16 Prozent.

Leere Strände in Hurghada: Ägyptens Badeorte sind menschenleer

Von dunkelblau bis türkis färbt sich das Meer, das zu dieser Jahreszeit normalerweise unzählige Urlauber anlockt. Aber die Strände von Hurghada sind menschenleer.

Auch die Strände in Scharm El-Scheich, ein weiterer beliebter Badeort in Ägypten, seien verlassen, berichten Anwohner. (Keystone)

In dem beliebten Badeort in Ägypten sind die Liegen dieser Tage zu Türmen gestapelt, kein einziger Tourist ist unter den Sonnenschirmen zu sehen. Wegen der Corona-Krise sind Urlauber abgereist, Hotels und Restaurants wurden geschlossen. Und niemand weiss, wann das Strandleben hier wieder halbwegs normal weitergehen wird.

Wimbledon-Siegerinnen gegen Tennis ohne Fans

Die beiden Grand-Slam-Siegerinnen Simona Halep und Petra Kvitova haben sich gegen Tennis-Turniere ohne Publikum ausgesprochen.

«Ich glaube nicht, dass Tennis ohne Fans funktioniert», sagte die Rumänin Halep. «Die Atmosphäre würde so anders sein. Der Grund, warum wir die grossen Bühnen alle so lieben, ist die unglaubliche Leidenschaft, die die Fans mitbringen. Ohne sie wäre Tennis ein anderer Sport.»

Simona Halep gewann als erste Rumänin Wimbledon. (AP Photo/Ben Curtis)

Auch der zweifachen Wimbledonsiegerin Kvitova gefällt die Idee nicht, ohne Zuschauer zu spielen. «Ich denke, die Fans sind zu wichtig für den Sport. Es ist eine Einzel-Sportart, darum nehmen die Fans wirklich einen Einfluss bei uns», sagte die Tschechin.

Die Tennis-Tour pausiert aufgrund der Coronavirus-Pandemie mindestens bis zum 13. Juli.

Telebasel Corona Flash von 8 Uhr
Swatch kürzt Dividende wegen Coronakrise

Die Swatch Group kürzt aufgrund des Nachfrageeinbruchs im Zuge der Coronakrise die Dividende. Statt 8 Franken sollen pro Inhaberaktie nur noch 5,50 Franken ausgeschüttet werden.

Anpassung wegen Corona: Statt 8 Franken sollen pro Inhaberaktie nur noch 5,50 Franken ausgeschüttet werden. (Keystone)

Besitzer von Namenaktien erhalten pro Anteil noch 1,10 Franken statt 1,60 Franken, wie aus der am Freitag veröffentlichten Einladung zur Generalversammlung hervorgeht. Der Verwaltungsrat habe sich Zuge der Covid-19-Situation und den drastischen Folgen für die Wirtschaft für ein umsichtiges Vorgehen mit den finanziellen Mitteln der Gesellschaft entschieden, heisst es in der Medienmitteilung von Swatch. Neben der Dividendenkürzung um rund 30 Prozent reduziert sich der Verwaltungsrat demnach auch das eigene Honorar um denselben Prozentsatz.

Zahlen in Wuhan korrigiert: 1290 Tote mehr als bisher berichtet

Die chinesische Stadt Wuhan hat die Zahl der Corona-Toten überraschend um rund 50 Prozent nach oben korrigiert. Wie die Behörden am Freitag berichteten, sind in der zentralchinesischen Metropole, in der die Pandemie ihren Ausgang genommen hatte, doch noch weitere 1’290 Menschen in Folge der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Toten in Wuhan auf 3896 Tote. Bislang waren nur 2579 Tote berichtet worden.

Die chinesische Stadt Wuhan hat die Zahl der Corona-Toten überraschend um rund 50 Prozent nach oben korrigiert. (Symbolbild: Keystone)

Die landesweite Gesamtzahl von bisher 3342 Toten in China wurde am Freitag zunächst noch nicht offiziell korrigiert, dürfte sich damit aber auf mehr als 4600 erhöhen. Die neuen Angaben bestätigen schon länger bestehende Vermutungen, dass in den offiziellen chinesischen Statistiken viele Fälle nicht mitgerechnet worden waren.

CS-Ökonomen erwarten BIP-Rückgang von -3,5 Prozent

Die Ökonomen der Grossbank Credit Suisse korrigieren ihre Konjunkturprognose für die Schweiz im laufenden Jahr kräftig nach unten. Sie erwarten nun für 2020 einen Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 3,5 Prozent. Bisher waren sie von einem Minus von 1,0 Prozent ausgegangen.

In der Schweiz ist noch lange nicht an ein «normales Leben» zu denken. (Symbolbild: Keystone)

Mit dem Beginn der Lockerungen des „Lockdowns“ sollte sich zwar auch die Wirtschaft wieder zu erholen beginnen, heisst es in einer am Donnerstag publizierten Analyse der Credit Suisse. Die Erholung dürfte aber vor allem in den auslandsorientierten Branchen langsamer ausfallen als bisher erwartet.

Beschränkungen in New York bis Mitte Mai verlängert

Im besonders heftig von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaat New York sind die relativ strengen Ausgangsbeschränkungen bis Mitte Mai verlängert worden.

Die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern von New York war am Donnerstag erneut rückläufig, ebenso die Zahl der Patienten auf Intensivstationen und an Beatmungsgeräten. (Keystone)

In Absprache mit anderen Bundesstaaten der Region seien die Beschränkungen zunächst bis zum 15. Mai verlängert worden, sagte Gouverneur Andrew Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz am Donnerstag (Ortszeit). Wie es danach weitergehe, müsse man sehen. „Was passiert danach? Ich weiss es nicht. Das werden wir sehen, je nachdem was die Daten sagen.“

Chinas Wirtschaft schrumpft im ersten Quartal um 6,8 Prozent

Wegen der Corona-Krise ist Chinas Wirtschaft erstmals seit Jahrzehnten geschrumpft. Das Bruttoinlandprodukt verkleinerte sich im ersten Quartal um 6,8 Prozent.

Es ist der erste negative Wert seit mindestens 1992, als die Volksrepublik damit begann, Wachstumszahlen quartalsweise zu veröffentlichen. (Symbolbild: Keystone)

Ein ganzes Jahr mit einer schrumpfenden Wirtschaft verzeichnete China zuletzt 1976. Vergangenes Jahr war die zweitgrösste Volkswirtschaft noch um 6,1 Prozent gewachsen.

Trump will USA in drei Phasen wieder öffnen

US-Präsident Donald Trump will die USA mit neuen Richtlinien in der Corona-Krise in drei Phasen auf den Weg zur Normalität zurückführen und die Wirtschaft graduell wieder öffnen. Eine landesweite Schliessung könne keine langfristige Lösung sein, sagte Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) im Weissen Haus mit Blick auf die Wirtschaft.

Trumps Plan sieht eine weitgehende Rückkehr zur Normalität in drei Schritten vor, wenn in Bundesstaaten oder Regionen in den USA bestimmte Kriterien erfüllt sind. (Keystone)

Nach Daten des US-Arbeitsministeriums vom Donnerstag haben innerhalb eines Monats rund 22 Millionen Menschen ihren Job verloren. Trump sagte: «Wir müssen eine funktionierende Wirtschaft haben. Und wir wollen sie sehr, sehr schnell zurückhaben.»

Brasiliens Präsident Bolsonaro feuert Gesundheitsminister Mandetta

Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus hat der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta entlassen. Dies gab Mandetta selbst auf Twitter am Donnerstag bekannt. «Ich habe von Präsident Jair Bolsonaro gerade die Mitteilung über meine Entlassung gehört», schrieb er nach einem Treffen mit Bolsonaro am Regierungssitz in Brasília. «Ich möchte mich für die Gelegenheit bedanken, den Umgang mit der Pandemie zu planen, die grosse Herausforderung, die vor unserem Gesundheitssystem steht.»

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro (links) hat wegen Meinungsverschiedenheiten den Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta entlassen. (Bild: Keystone)

Auf die Bekanntgabe hin demonstrierten Brasilianer in verschiedenen Städten des Landes. Bei sogenannten panelaços etwa in Rio de Janeiro und São Paulo schlugen die Menschen aus Protest auf Töpfe und Pfannen, auch «Bolsonaro raus» -Rufe wurden aus offenen Fenstern laut.

Wie oft in Lateinamerika ist die Solidarität unter den Menschen gross, wer kann, folgt den internationalen Empfehlungen und bleibt zu Hause. Just davon hatten Bolsonaro und Mandetta unterschiedliche Auffassungen. Der Präsident verharmloste das Coronavirus als «gripezinha», löste Massenansammlungen aus und rief zur Rückkehr zur Normalität auf. Der Gesundheitsminister, seit Beginn der Regierung im Januar 2019 im Amt, vertrat Einschränkungen des öffentlichen Lebens und soziale Distanzierung.

Glückskette sammelt über 10 Millionen an einem Tag für Corona-Opfer

Am nationalen Solidaritätstag der Glückskette vom Donnerstag sind 10,22 Millionen Franken gesammelt worden. Die Spenden kommen Menschen in der Schweiz zugute, die wegen der Coronavirus-Pandemie von Armut oder Hunger bedroht sind.

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga eröffnete die Spendenaktion um sieben Uhr morgens auf Radio SRF1: «Wir brauchen Solidarität und Unterstützung, und es braucht auch Mittel und Organisationen, die den betroffenen Menschen in dieser Situation jetzt wirklich beistehen können», sagte sie gemäss einer Medienmitteilung der Glückskette.

Weitere Informationen unter www.glueckskette.ch.

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga eröffnete den nationalen Sammeltag der Glückskette für die Corona-Opfer am Donnerstagmorgen um 7 Uhr. (Archivbild: Keystone)
Tessin verbietet wirtschaftliche Aktivitäten bis 26. April

Der Kanton Tessin hat am Donnerstag seine besonders restriktiven Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus bis zum 26. April verlängert. Bereits am 11. hatte die Kantonsregierung die Notlage verfügt, derzufolge nicht obligatorische Schulen, Kinos, Theater, Sportzentren, Restaurants und Bars geschlossen wurden.

Seit Mittwoch waren im Tessin erneut sechs Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. 26 Personen wurden bis Donnerstag neu positiv auf das Coronavirus getestet.

Videokonferenz aller UEFA-Generalsekretäre am kommenden Dienstag

Die UEFA hat für Dienstag, 21. April, eine Videokonferenz aller 55 Generalsekretäre einberufen. In dieser sollen die jüngsten Entwicklungen in Zeiten der Coronavirus-Pandemie diskutiert werden, wie die UEFA am Donnerstag mitteilte. Zwei Tage später wird sich auch das UEFA-Exekutivkomitee beraten und über die Auswirkungen für nationale und internationale Fussball-Wettbewerbe sprechen.

Vorrang hat für die UEFA der Abschluss der nationalen Liga- und Pokalwettbewerbe. Ein Notfallplan sieht vor, dass die Spiele, die über die Teilnahme an der Champions und Europa League in der nächsten Saison entscheiden, bis Juli oder August gehen könnten. Die Spiele in der Königsklasse und der Europa League könnten in dieser Saison wieder aufgenommen werden, sobald die nationalen Titel entschieden sind.

Englisch-Wörterbuch wegen Corona-Pandemie aktualisiert

Das renommierte Wörterbuch Oxford English Dictionary ist wegen der Corona-Pandemie ausserhalb der Reihe aktualisiert worden. Nun findet man auch die Bezeichnung «Covid-19» im umfangreichsten Wörterbuch der Englischen Sprache.

Es sei ausserordentlich selten für Lexikographen, «einen exponentiellen Anstieg des Gebrauchs eines einzelnen Wortes» wie (für die Lungenkrankheit) Covid-19 in einer sehr kurzen Zeitspanne zu beobachten, teilte die leitendende Redakteurin Bernadette Paton mit.

Weitere Begriffe werden der Expertin zufolge im Zusammenhang mit der Pandemie anders benutzt als früher. Dies gelte etwa für «self-isolation» (Selbstisolation); damit sei zuvor eher die Abgrenzung eines Staates vom Rest der Welt bezeichnet worden.

Borussia Dortmund erstattet Fans Ticketpreise

Borussia Dortmund hat allen Fans eine unkomplizierte Ticket-Rückerstattung zugesichert. «Der BVB hat mit der gegenwärtigen Situation wirtschaftlich schwer zu kämpfen. Die meisten BVB-Fans sind ebenfalls von der Covid-19-Krise betroffen, viele spüren Kurzarbeit, Umsatzrückgänge oder gar Arbeitslosigkeit», teilte der Bundesligist mit. Deshalb werde man von «möglichen künftigen Gesetzesregelungen, die vorsehen, Rückerstattungen durch das Ausgeben von Gutscheinen leisten zu dürfen, keinen Gebrauch machen».

Gleichwohl sprach der Bundesliga-Zweite all jenen Fans einen Dank aus, die auf ihren Rückerstattungsanspruch freiwillig verzichteten. «Um ehrlich zu sein: Es hilft! Die finale Entscheidung liegt aber bei jedem einzelnen Fan alleine», hiess es in der Mitteilung.

Der Bundesligist Borussia Dortmund hat seinen Fans eine unkomplizierte Ticket-Rückerstattung zugesichert. (Symbolbild: Keystone)
Blue Balls Festival in Luzern wegen Coronavirus abgesagt

Das Luzerner Blue Balls Festival findet in diesem Jahr nicht statt. Wegen der Corona-Krise haben die Veranstalter den Anlass, der vom 17. bis 25. Juli rund um das Luzerner Seebecken stattfinden sollte, abgesagt.

Der Verein Luzerner Blues Session müsse aufgrund der Covid-19-Situation und des weltweiten Ausnahmezustandes das Festival basierend auf höherer Gewalt absagen, hiess es in einer Mitteilung vom Donnerstagabend. Tickets werden zurückerstattet.

Das Blue Balls zieht seit Jahren im Sommer jeweils rund 100’000 Besucherinnen und Besucher an. Bei der diesjährigen Auflage waren Auftritte vorgesehen etwa von Patent Ochsner, Liam Gallagher, James Blunt und Andreas Vollenweider.

Das Blue Balls Festival in Luzern wird dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. (Archivbild: Keystone)
Schweden verlängert Einreiseverbot aus Nicht-EU-Ländern

Die schwedische Regierung hat ihr in der Corona-Krise erlassenes vorübergehendes Einreiseverbot für Menschen von ausserhalb der EU sowie aus Ländern der Europäischen Freihandelszone verlängert.

Die Massnahme gilt damit vorläufig bis zum 15. Mai, wie Regierungschef Stefan Löfven und Innenminister Mikael Damberg am Donnerstag in Stockholm bekannt gaben.

Ausnahmen gibt es etwa für Diplomaten und Saisonarbeiter. Schwedische Staatsbürger und Menschen mit Wohnsitz in Schweden können weiterhin ins Land zurückkehren.

Schwedens Regierungschef Stefan Löfven gab am Donnerstag bekannt, dass das Einreiseverbot für Menschen aus Nicht-EU-Staaten bis am 15. Mai verlängert wird. (Archivbild: Keystone)
50 Millionen Dollar vom US-Tennisverband

Der amerikanische Tennisverband (USTA) sprach über 50 Millionen Dollar für wegen der Coronakrise in Not geratene Tennislehrer, Trainer und Anbieter. 20 Millionen kommen aus Lohnkürzungen auf der Management-Ebene des Verbandes, gespart wird aber auch mit der Reduzierung von Programmen und beim operativen Geschäft.

Ein Entscheid über die Durchführung des US Open, das vom 31. August bis 13. September im vom Coronavirus besonders stark betroffenen New York im Programm steht, wurde noch nicht getroffen.

FDP erfreut über «nachvollziehbare» Ausstiegsstrategie

Die FDP hat sich nach dem Bundesratsentscheid erfreut gezeigt, dass nun endlich eine nachvollziehbare Ausstiegsstrategie aus dem Coronavirus-Lockdown vorliege. Die Partei unterstütze deshalb den kurzfristigen Massnahmenplan.

Die FDP begrüsse insbesondere, dass Spitäler und Arztpraxen für Nicht-Notfallpatienten wieder zugänglich seien, obligatorische Schulen den Präsenzunterricht wieder einführen und die Geschäfte schrittweise wieder öffnen könnten, teilte die Partei am Donnerstagabend mit. Auch den Entscheid des Bundesrates, indirekt betroffenen Selbstständigerwerbenden finanzielle Unterstützung zu gewähren, wertet die Partei als positiv.

FDP-Präsidentin Petra Gössi. (Bild: Keystone)

Wichtig sei, dass die Lockerungsmassnahmen ab dem 27. April transparent analysiert und kommentiert würden, damit weitere Schritte möglichst rasch absehbar seien. Denn die Planungssicherheit für Tourismus, Gastronomie und den Eventbereich sei weiterhin hoch.

Corona-Krise drückt Umsatz von L'Oréal

Der Umsatz des französischen Kosmetikkonzerns L’Oréal ist wegen der Corona-Pandemie im ersten Quartal deutlich gesunken. Besonders betroffen war dabei das Luxussegment sowie das Friseurgeschäft, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Die Umsätze sanken um 4,3 Prozent auf rund 7,2 Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Basis betrug das Minus 4,8 Prozent. Damit habe sich L’Oréal besser entwickelt als die Kosmetikbranche, die im gleichen Zeitraum um rund 8 Prozent zurückgegangen sei, kommentierte der Vorstands- und Verwaltungsratsvorsitzende Jean-Paul Agon.

Der Umsatz des französischen Kosmetikkonzerns L’Oréal ist wegen der Corona-Pandemie im ersten Quartal deutlich gesunken. (Bild: Keystone)
UNO: Hunderttausende Kinder könnten als Folge von Corona-Krise sterben

Hunderttausende Kinder könnten den Vereinten Nationen zufolge dieses Jahr weltweit infolge von Corona-Krise und globaler Rezession sterben. Ausbleibende Einnahmen würden arme Familien zu Einsparungen im Bereich der Gesundheit und Nahrungsmittelversorgung zwingen, was insbesondere Kinder, Schwangere und stillende Mütter treffe. Das sagte UNO-Generalsekretär António Guterres in einer am Donnerstag veröffentlichten Botschaft. Zudem hätten einige Länder Impfkampagnen gegen Polio und Masern eingestellt.

(Video: Youtube/United Nations)

Durch die Folgen der Pandemie könnten laut dem von Guterres vorgestellten Bericht «die Fortschritte der letzten zwei bis drei Jahre bei der Verringerung der Kindersterblichkeit in nur einem Jahr» umgekehrt werden. Der UN-Chef forderte: «Ich appelliere an Familien überall und an Führungskräfte auf allen Ebenen: Schützen Sie unsere Kinder».

Bundesliga-Klubs vor der Rettung

Der SC Paderborn, Union Berlin, der SC Freiburg und viele andere Klubs der 1. und 2. Bundesliga können wohl demnächst aufatmen: Trotz ungewissen Ausgangs der Saison soll nun die letzte Rate der TV-Gelder an die Deutsche Fussball Liga fliessen – und die Klubs somit vor dem Konkurs retten. Das berichtet die «Bild»-Zeitung am Donnerstagabend.

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Union Berlin und Co. können wohl bald aufatmen: Die Gelder der TV-Stationen sollen trotz ungewissem Ausgang der Bundesliga-Saison fliessen. (Archivbild: Keystone)
Bis zu zehn Millionen Ansteckungen in Afrika möglich

In Afrika könnten sich gemäss Einschätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO in den nächsten drei bis sechs Monaten bis zu zehn Millionen Menschen mit dem Coronavirus anstecken. Der Chef des WHO-Notfall-Stabs in Afrika, Michel Yao, betonte aber, dass dies eine vorläufige Einschätzung sei, die sich noch ändern könne.

Nach offiziellen Angaben sind in Afrika bislang 17’000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 900 sind daran gestorben.

In Afrika könnte sich die Corona-Pandemie in den kommenden Monaten über Millionen von Menschen ausbreiten, vermutet die WHO. (Bild: Keystone)
Grossbritannien verlängert Corona-Massnahmen um mindestens drei Wochen

Grossbritannien verlängert die Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie um mindestens drei Wochen. Das bestätigte der britische Aussenminister Dominic Raab am Donnerstag in London.

Eine Lockerung der Massnahmen zum jetzigen Zeitpunkt könne sowohl die öffentliche Gesundheit als auch die Wirtschaft in Gefahr bringen. Zuvor hatte der Nationale Sicherheitsrat zum Thema getagt.

Politiker hatten bereits signalisiert, dass an eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen im Land noch nicht zu denken ist. Gesundheitsminister Matt Hancock sagte dem Sender BBC: «Für Änderungen ist es noch zu früh. Die Zahlen gehen noch nicht zurück.»

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In Grossbritannien gelten die strengen Ausgangsbeschränkungen für mindestens drei weitere Wochen. (Bild: Keystone)
23 Länder stellen sich hinter die WHO – und gegen Trump

23 Länder der von Deutschland initiierten «Allianz für Multilateralismus» haben die Weltgesundheitsorganisation WHO im Streit um deren Rolle in der Corona-Krise demonstrativ unterstützt. In einer gemeinsamen Erklärung betonten die Aussenminister am Donnerstag nach einer Videokonferenz die Bedeutung der globalen Zusammenarbeit und internationalen Organisationen im Kampf gegen die Pandemie.

«Wir müssen in unserer Menschlichkeit vereint bleiben», heisst es darin. «Die Covid-19 Pandemie ist ein Weckruf für Multilateralismus.» Man unterstütze den Aufruf der Vereinten Nationen zu globaler Solidarität in der Krise, «und besonders die Rolle der WHO bei der Koordination der Antwort auf die Epidemie im Gesundheitsbereich».

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US-Präsident bläst aus der internationalen Gemeinschaft ein eisiger Wind entgegen. Er wird für das Aussetzen der Zahlungen an die WHO scharf kritisiert. (Bild: Keystone)

US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag einen Stopp der Beitragszahlungen an die WHO angeordnet. Er machte die Organisation für die vielen Toten in der Krise mitverantwortlich und warf ihr vor, die Epidemie mit Missmanagement und Vertrauen auf Angaben aus China dramatisch verschlimmert zu haben. Trumps Schritt stiess international auf Kritik – zudem dem US-Präsidenten selbst vorgeworfen wird, die Krise über eine lange Zeit kleingeredet zu haben.

Beschränkungen in New York bis Mitte Mai verlängert

Im besonders heftig von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaat New York sind die relativ strengen Ausgangsbeschränkungen bis Mitte Mai verlängert worden. In Absprache mit anderen Bundesstaaten der Region seien die Beschränkungen zunächst bis zum 15. Mai verlängert worden, sagte Gouverneur Andrew Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz am Donnerstag.

Wie es danach weitergehe, müsse man sehen. Die Beschränkungen sehen unter anderem vor, dass die Menschen so viel wie möglich zu Hause bleiben sollen, «nicht lebensnotwendige» Geschäfte müssen geschlossen bleiben.

Gewerkschaften fordern Schutz der Arbeitnehmenden

Die Gewerkschaften begrüssen die schrittweise Aufhebung der ausserordentlichen Massnahmen. Sie erwarten jedoch, dass der Schutz der Erwerbstätigen, die ihre Arbeit wieder aufnehmen, Priorität erhält.

Für den Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB) sei es von zentraler Bedeutung, dass die Auswirkungen auf die Gesundheit und die wirtschaftliche Situation der Arbeitnehmenden im Zentrum stünden, teilte der Gewerkschaftsdachverband am Donnerstag mit. Denn diese bezahlten schon heute einen sehr hohen Preis. Der SGB fordere deshalb, dass bei der schrittweisen Öffnung die Sozialpartner wieder einbezogen werden.

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Für den Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB) hat der Schutz der Erwerbstätigen Priorität. (Symbolbild: Keystone)
Opec erwartet drastischen Einbruch der Ölnachfrage

Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) erwartet wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise einen drastischen Einbruch des Ölverbrauchs. Wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht hervorgeht, rechnet das Ölkartells im zweiten Quartal mit der schwächste Nachfrage nach Opec-Öl seit etwa 30 Jahren.

Demnach dürften in den Monaten April bis Juni etwas weniger als 20 Millionen Fass pro Tag nachgefragt werden. Für März gehen Experten von einer Opec-Produktionsmenge von 28 Millionen Fass pro Tag aus bei einer möglichen Kapazität von täglich etwa 34 Millionen Fass.

Argovia Fäscht 2020 findet nicht statt

Nach der Bundesratssitzung im Zuge der Corona-Krise vom Donnerstag ist das diesjährige Argovia Fäscht 2020 um ein Jahr verschoben worden. Dies teilte Radio Argovia auf seiner Website mit.

Die Aufhebung des Veranstaltungsverbots mit über 1000 Personen gehört in die letzte Phase des Exit-Plans und das Festival hätte am 5. und 6. Juni auf dem Birrfeld stattfinden sollen. Wie André Moesch, Leiter Events CH Media in einem Communiqué zitiert wurde, habe die Gesundheit aller Beteiligten höchste Priorität.

Wer bereits ein Ticket gekauft hat, kann dies im nächsten Jahr einlösen, hiess es weiter. Das Argovia Fäscht 2021 findet am 4. und 5. Juni statt.

(Screenshot: argovia.ch)
Mexiko verlängert Anti-Corona-Massnahmen bis Ende Mai

Mexiko hat seine Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus bis zum 30. Mai verlängert. Dies habe ein Expertenkomitee der Regierung empfohlen, erklärte Vizegesundheitsminister Hugo López-Gatell am Donnerstag in einer Pressekonferenz.

Zu den Massnahmen, die zunächst bis zum 30. April vorgesehen waren, gehört die Schliessung von Schulen und als nicht essentiell eingestuften Betrieben. Den Menschen in dem nordamerikanischen Land wird zudem empfohlen, zu Hause zu bleiben und von einander Abstand zu halten – verbindlich sind diese Schritte jedoch nicht.

Wohl keine Super League vor dem 8. Juni

Die Freizeit- und Sporteinrichtungen werden im Kampf gegen das Coronavirus in der Schweiz noch mindestens bis am 11. Mai geschlossen bleiben müssen. Wie der Bundesrat am Donnerstag erklärte, gehören sie nicht zu den Einrichtungen, die in einem ersten Schritt am 27. April wieder den Betrieb aufnehmen dürfen.

Sporteinrichtungen wie etwa Fussball-Trainingsplätze müssen bis auf Weiteres noch geschlossen bleiben. Damit dürfte auch der Ball im Profifussball nicht vor dem 8, Juni wieder rollen. (Symbolbild: Keystone)

Sporteinrichtungen müssen Konzepte erarbeiten, wie sie die Abstandsregeln und Vorschriften der Behörden einhalten wollen. Über Öffnungen werde dann in den kommenden Wochen entschieden. Da Ansammlungen von mehr als fünf Personen zumindest in den ersten beiden Phasen der Öffnung weiter verboten bleiben, ist zum Beispiel auch ein geregeltes Fussballtraining nicht erlaubt.

Solche Trainings könnten frühestens ab 8. Juni wieder stattfinden. Damit dürfte auch eine Fortsetzung der Fussball-Meisterschaften mit Geisterspielen nicht vorher möglich sein.

Erste Festivals ziehen die Reissleine

Nach den jüngsten Entscheiden des Bundesrats haben am Mittwochabend erste grosse Schweizer Festivals verkündet, dass sie ihre diesjährigen Ausgaben nicht durchführen können. Sowohl das Paléo Festival in Nyon wie auch das Rock the Ring in Hinwil wurden abgesagt.

Weitere Festivals dürften dem Coronavirus wohl noch zum Opfer fallen. Mit dem Paléo und dem Rock the Ring gehen den Schweizer Musikfans in diesem Sommer die Auftritte von Acts wie Céline Dion und 3 Doors Down flöten.

(Screenshot: yeah.paleo.ch)
(Screenshot: rockthering.ch)
CVP sieht grosse Herausforderung auf die Schweiz zukommen

Die CVP begrüsst, dass der Bundesrat Gesellschaft und Wirtschaft eine erste Perspektive aufzeigt, wie die schrittweise Lockerung der Massnahmen aussehen wird.

Für die Partei sei klar, dass man so schnell wie möglich und so langsam wie nötig zur Normalität zurückkehren wolle, schrieb die Partei am Donnerstag in einer Mitteilung. Oberste Priorität müsse die Gesundheit der Bevölkerung haben. Für KMU-Betriebe, welche die Abstands- und Hygieneregeln einhalten könnten, seien baldige Lockerungen aber essentiell.

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GLP für Kredit-Erlasse und Appell an Eigenverantwortung der Bürger

Die Grünliberalen haben sich im Grundsatz hinter die Exitstrategie des Bundesrats bei den Coronavirus-Massnahmen gestellt. Angesichts der Schuldenlast bei Unternehmen verlangt die Partei klare Kriterien für einen späteren Kredit-Erlass. Die Partei befürwortet gesundheitspolitische Begleitmassnahmen. Die Eigenverantwortung stehe weiterhin im Zentrum.

Es müsse das Ziel sein, dass möglichst viele Wirtschaftszweige, Schulen und Kindertagesstätten rasch wieder ihre Tätigkeit aufnehmen können, teilte die GLP am Donnerstag mit. «Mit der Einhaltung der gesundheitlichen Vorgaben und einer grossen Portion Eigenverantwortung werden wir das schaffen» wird Parteipräsident Jürg Grossen zitiert.

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Die GLP und ihr Präsident Jürg Grossen stellen sich hinter die Exit-Strategie des Bundesrats, fordern aber klare Kriterien für einen späteren Kredit-Erlass. (Archivbild: Keystone)
Gewerbeverband kritisiert «Diskriminierung von Detaillisten»

Der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) hat vom Bundesrat am Donnerstag eine weitergehende Öffnung der Wirtschaft gefordert. Es sei völlig inakzeptabel, den grossen Händlern alle Freiheit zu geben und den KMU-Handel geschlossen zu halten. Das sei eine massive Diskriminierung.

Der grösste Dachverband der Schweizer Wirtschaft forderte den Bundesrat in einer Stellungnahme zum Exitplan aus den Corona-Massnahmen mit allem Nachdruck dazu auf, diesen „unerklärbaren Fehlentscheid“ sofort zu korrigieren.

Verschiedene Branchen insbesondere im Detailhandel hätten mit selbst erarbeiteten Plänen gezeigt, wie sie die Öffnung gesundheitspolitisch korrekt umsetzen könnten, heisst es in der Mitteilung. Der heutige Entscheid der Regierung sei ein Schlag ins Gesicht der Detaillisten.

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Der Gewerbeverband kritisiert, dass KMUs weiterhin geschlossen bleiben müssen und grosse Händler bald wieder öffnen dürfen. (Symbolbild: Keystone)
SVP «entsetzt über mutlose Strategie» des Bundesrates

Die SVP hat sich in einer ersten Reaktion «entsetzt» gezeigt über die «mutlose» Ausstiegsstrategie des Bundesrates. Es sei unverständlich, dass sich die Regierung für eine Lockerung in «kleinsten Schritten» ausgesprochen habe.

Anstatt die Testmöglichkeiten auszubauen, Schutzmasken zu besorgen und die Rückverfolgung von Infektionen via App voranzutreiben, vergrössere der Bundesrat mit seiner Strategie den Schaden für die Wirtschaft, teilte die SVP am Donnerstag mit. Denn diese drei Instrumente wären nach Ansicht der Partei für die Wiederaufnahme des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens zwingend nötig.

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SVP-Präsident Albert Rösti. (Archivbild: Keystone)
Gefährdete Arbeitnehmende dürfen nicht zur Arbeit gezwungen werden

Mit der schrittweisen Öffnung von Geschäften und Betrieben steigt das Risiko für besonders gefährdete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Diese sollen die Arbeit ablehnen können, wenn sie das Risiko als zu hoch erachten.

Das hat der Bundesrat am Donnerstag entschieden, zusammen mit dem Fahrplan für die schrittweise Aufhebung des Lockdown. Besonders gefährdete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sollen umfassend geschützt werden, schreibt er in einer Mitteilung.

Risikogruppen wie beispielsweise betagte Menschen dürfen nicht zur Arbeit gezwungen werden, wie der Bundesrat am Donnerstag mitteilte. (Symbolbild: Keystone)

Dafür hat der Bundesrat die Definition der besonders gefährdeten Personen und die Schutzmassnahmen präzisiert. Der Arbeitgeber ist zudem in der Pflicht, besonders gefährdete Personen von zu Hause aus arbeiten zu lassen, wenn nötig durch eine angemessene Ersatzarbeit.

New Yorks «furchtloses Mädchen» jetzt mit Maske

New Yorker passen in der grössten Krise aufeinander auf – und geben sogar ihrem «furchtlosen Mädchen» in der Wall Street eine Corona-Atemmaske.

Unbekannte hatten der etwa 1,20 Meter grossen Bronze-Statue, die der «New York Times» zufolge seit 2018 vor der berühmten New Yorker Börse steht und auf die Macht von Frauen in Führungspositionen aufmerksam machen soll, ihren neuen Schutz verpasst. Ob sie ihn braucht, ist nicht ganz klar: Den gebotenen Mindestabstand an der verlassenen Wall Street in Downtown Manhattan einzuhalten, ist nämlich dieser Tage ein Kinderspiel.

Das «furchtlose Mädchen» in New York hat von Bürgern eine Atemmaske verpasst bekommen. (Bild: Keystone)
Waadt holt Tessin bei Corona-Toten möglicherweise bald ein

In der Waadt gibt es möglicherweise bald mehr Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus als im bislang am stärksten betroffenen Kanton Tessin. Am Donnerstag zählte der bevölkerungsreichste Kanton der Romandie 266 Tote, drei weniger als im Tessin.

In den vergangen Tagen ist die Kurve im Tessin stärker abgeflacht. In den vergangenen 24 Stunden starben in der Waadt 12 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19, im Tessin waren es sechs. In den Tagen zuvor war die Entwicklung in den beiden Kantonen ähnlich.

Gesundheitsdirektoren begrüssen Lockerung in Etappen

Die kantonalen Gesundheitsdirektoren haben die vom Bundesrat in Aussicht gestellten etappenweisen Lockerungen der Massnahmen gegen das Coronavirus begrüsst. Sie sprachen sich in einer Stellungnahme gegen Alleingänge der Kantone aus. Sie unterstützen Begleitmassnahmen wie die freiwillige Nutzung einer App zur anonymisierten Kontaktverfolgung.

Um eine Überforderung der medizinischen Einrichtungen zu verhindern, könne der Ausstieg nur in wohldosierten Schritten erfolgen, heisst es in einer Mitteilung der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) vom Donnerstag.

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Die kantonalen Gesundheitsdirektoren begrüssen die etappenweise Lockerung der Corona-Massnahmen, wie sie der Bundesrat am Donnerstag kommuniziert hat. (Archivbild: Keystone)
Ausstieg aus dem Lockdown: Gartencenter dürfen wiedereröffnen

Der Bundesrat beschliesst schrittweise den Ausstieg aus dem Lockdown: Ab dem 27. April können Spitäler wieder sämtliche, auch nicht-dringliche Eingriffe vornehmen. Auch Baumärkte, Gartencenter, Blumenläden und Gärtnereien dürfen wieder öffnen. Im Gartencenter Hoffmann laufen die Vorbereitungen zur Wiedereröffnung auf Hochtouren.

(Video: Keystone-SDA/Silva Schnurrenberger)

Restaurants noch längere Zeit zu

Mitte Mai soll auch der Detailhandel wieder freigegeben werden. Die Gastronomie gehört zur dritten Etappe. Wann Bars und Restaurants wieder Gäste empfangen dürfen, lässt der Bundesrat offen.

Wirte müssen sich noch gedulden: Die Restaurants und Bars müssen noch auf unbestimmte Zeit geschlossen bleiben. (Symbolbild: Keystone)
Armee entlässt bis zu 400 Angehörige der Sanitätstruppen

Die Armee entlässt zwischen 300 bis 400 Armeeangehörige der Sanitätstruppen. Sie werden wegen der geringen Nachfrage der Kantone aktuell nicht benötigt. Die Sanitäterinnen und Sanitäter müssen jedoch in Bereitschaft bleiben und können innert 24 Stunden wieder aufgeboten werden.

Die nur leicht angestiegene Nachfrage der Kantone im Vergleich zu den Vorwochen führt dazu, dass zurzeit mehr Armeeangehörige der Sanitätstruppen in Reserve bereitstehen, als voraussichtlich benötigt werden, wie das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Donnerstag mitteilte.

315 Ansteckungen – Fallzahlen steigen in der Schweiz wieder leicht an

Das Bundesamt für Gesundheit hat am Donnerstag die neusten Zahlen zur Corona-Epidemie in der Schweiz präsentiert. Innert der letzten 24 Stunden sind 315 neue bestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Das ist eine leichte Zunahme gegenüber den letzten Tagen, wo sich die Fallzahlen jeweils unterhalb der Grenze von 300 Personen bewegten.

Insgesamt verzeichnen die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein momentan 26’732 laborbestätigte Fälle. Stand jetzt sind laut Meldung des BAG 1017 Personen in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Bislang sind in der Schweiz 1017 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. (Symbolbild: Keystone)
Bundesrat lanciert Sonder-Forschungsprogramm zu Covid-19

Der Bundesrat lässt die neue Lungenkrankheit Covid-19 biomedizinisch und klinisch erforschen. Ziel ist, das neue Virus besser zu verstehen, etwa seine Übertragbarkeit sowie Behandlungen und Diagnosen und auch Massnahmen, es gezielt zu bekämpfen.

Am Donnerstag lancierte der Bundesrat dafür das Nationale Sonder-Forschungsprogramm «Covid-19». Er folgte damit dem Rat von Experten und des Schweizerischen Nationalfonds (SNF), wie er mitteilte. Dieser ist zuständig für die Durchführung des Programms und wird es bis Ende April 2020 ausschreiben.

Das Programm erstreckt sich über zwei Jahre. Für die Finanzierung stehen 20 Millionen Franken zur Verfügung. Das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) kann in besonderen Fällen direkt die Lancierung von Nationalen Forschungsprogrammen beantragen.

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Das Coronavirus soll in der Schweiz neu biomedizinisch untersucht werden. (Bild: Keystone)
Bundesrat beschliesst schrittweise Lockerung der Corona-Massnahmen

Die Massnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie werden schrittweise aufgehoben. Das hat der Bundesrat am Donnerstag beschlossen. Am 27. April öffnen Coiffeurgeschäfte, Baumärkte und Gartencenter. Zwei Wochen später soll der Unterricht wieder aufgenommen werden.

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(Video: Keystone-SDA/Stefan Lanz)

Über 5 Millionen Amerikaner sind arbeitslos

Die Corona-Krise hat erneut Millionen Amerikaner den Job gekostet. 5,245 Millionen Menschen stellten in der vergangenen Woche einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe.

Dies teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Analysten hatten mit 5,1 Millionen gerechnet. Binnen vier Wochen meldeten sich damit mehr als 20 Millionen Amerikaner arbeitslos. Die Erstanträge gelten als «Echtzeitindikator» der wirtschaftlichen Lage, da sie mit einer Verzögerung von nur einer Woche veröffentlicht werden.

«Der Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität ist atemberaubend», sagte Chefökonom Joel Naroff vom Beratungshaus Naroff Economics. Volkswirte schätzen, dass die weltgrösste Wirtschaftsmacht im ersten Quartal um bis zu 10,8 Prozent geschrumpft sein könnte. Das wäre der stärksten Rückgang seit 1947.

In den USA explodiert die Arbeitslosigkeit: Über 5 Millionen Menschen haben sich innert einer Woche arbeitslos gemeldet. (Symbolbild: Keystone)
Ab 15:15 Uhr – Der Bundesrat informiert über «Unlock»-Strategie

Noch ist es ein Geheimnis – aber nicht mehr lange: Der Bundesrat will heute um 15:15 Uhr darüber informieren, wie die Schweiz langsam aber sicher wieder in den «Normalbetrieb» geführt werden soll. Die Erwartungen sind gross – der Druck, der in den letzten Tagen von Parteien und Gewerbe aufgebaut wurde auch. Und auch die ganze Bevölkerung sehnt sich nach Normalität. Doch das wird weiterhin nicht ohne Opfer gehen.

Telebasel überträgt die Medienkonferenz aus Bern ab 15:15 Uhr live im TV und online.

Wie steigt die Schweiz aus dem Lockdown aus. Der Bundesrat informiert am Donnerstagnachmittag. (Symbolbild: Keystone)
Hunderttausende Musikfans müssen auf Festivals verzichten

Der Festivalsommer in Deutschland wird weitestgehend ausfallen. Nachdem Bund und Länder grundsätzlich alle Grossveranstaltungen bis 31. August untersagt haben, dürfte es für die Austragung grosser Festivals mit zum Teil Zehntausenden Zuschauern keine rechtliche Grundlage mehr geben.

Festivalsommer in Deutschland findet weitgehend nicht statt. Grossveranstaltungen wie etwa das «Rock am Ring» sind bis am 31. August untersagt. 

Am Donnerstag verkündeten deshalb unter anderem die Veranstalter des Heavy-Metal-Festivals in Wacken und der beiden Zwillingsfestivals «Rock am Ring» (Nürburgring) und «Rock im Park» (Nürnberg) Absagen.

Sechs weitere Tote durch Covid-19

Im Kanton Tessin sind in den letzten 24 Stunden sechs Personen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. 26 Personen sind neu positiv auf das Virus getestet worden.

Insgesamt wurden bis Donnerstagmorgen im Kanton Tessin 2953 Personen positiv auf das Virus getestet. 269 Menschen verloren aufgrund des Coronavirus ihr Leben. 568 Personen konnten bisher aus den Tessiner Spitälern entlassen werden.

Swiss verlängert Minimalflugplan

Die Fluggesellschaft Swiss verlängert ihren Minimalflugplan zunächst bis zum 17. Mai. Damit reagiert die Lufhansa-Tochter auf die weiterhin bestehenden Reisebeschränkungen, wie das Unternehmen in einer Mitteilung vom Donnerstag schrieb.

Insgesamt sind 85 Swiss-Maschinen parkiert. (Keystone)

Seit dem 23. März hat die Airline nur noch sechs Flugzeuge für Linienflüge im Einsatz, davon fünf für Kurz- und Mittelstrecken sowie eines für Langstrecken. Beim deutlich reduzierten Flugplan werde der Fokus auf ausgewählte europäische Städte ab Zürich und Genf gelegt. Zudem fliege die Swiss drei Mal wöchtenlich nach New York, heisst es im Communiqué weiter.

Bund büsst Einkaufstouristen

Bundesrat verhängte Mitte März Einreiseverbote. Den Einkaufstourismus konnte er damit aber nicht stoppen. Nun werden Bussen an Uneinsichtige verteilt.

Schweizer Bürgerinnen und Bürger oder Personen mit einem Aufenthaltstitel dürfen jederzeit in die Schweiz einreisen. Wenn sie aber nur zum Einkaufen ins Ausland gefahren sind, werden sie neu mit einer Busse bestraft. Der Bundesrat hat den Einkaufstourismus in der Covid-19-Verordnung explizit verboten. Die Busse beträgt 100 Franken.

Österreich will alle Menschen in Altenheimen testen

Österreich will alle Mitarbeiter und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen auf das Coronavirus testen. Gesundheitsminister Rudolf Anschober sagte am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien, dass dies „der ganz grosse, zentrale Schwerpunkt“ der künftigen Teststrategie in der Alpenrepublik sei.

 Mit Stand Donnerstag, 8 Uhr, vermeldete das Gesundheitsministerium 14 370 bestätigte Fälle. Mehr als 8000 Menschen seien inzwischen wieder genesen. (Keystone)

Laut Anschober betrifft die Massnahme 130 000 Menschen in mehr als 900 Einrichtungen. Bisher hat es in Österreich insgesamt rund 157 000 Corona-Tests gegeben.

London will Corona-Massnahmen um drei Wochen

Grossbritannien will die Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie britischen Medien zufolge um drei Wochen verlängern. Die Entscheidung solle nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats Cobra noch am Donnerstag offiziell verkündet werden.

«Für Änderungen ist es noch zu früh. Die Zahlen gehen noch nicht zurück», sagte Gesundheitsminister Matt Hancock dem Sender BBC. Details nannte der Minister nicht. (Keystone)

Die Ausgangsbeschränkungen waren am 23. März verhängt worden. Die Briten dürfen ihre Wohnungen kaum noch verlassen. Erlaubt sind der Einkauf wesentlicher Dinge wie Lebensmittel und Medikamente. Alle Läden, die nicht zur Grundversorgung dienen, sind geschlossen. Sport ist nur einmal am Tag und nur mit Mitgliedern desselben Haushalts erlaubt. Versammlungen von mehr als zwei Personen sind verboten.

Mehr als 131 400 Corona-Nachweise in Deutschland

In Deutschland sind bis Donnerstagvormittag mehr als 131 400 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 10.15 Uhr: Mehr als 128 500 Infektionen). Das entspricht einem Plus von 2,25 Prozent.

In Deutschland steig die Zahl der neuen Infektionen um 2,25 Prozent auf 131 400 – 3554 Personen starben an den Folgen des Coronavirus. (Keystone)

Mindestens 3554 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang in Deutschland gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Bund warnt vor Desinfektionsmittel

Desinfektionsgels sollten in Reichweite von Erwachsenen, aber nicht von Kindern aufbewahrt werden, warnt das Bundesamt für Gesundheit via Twitter.

Prüfungen an ETH Lausanne wegen Coronavirus verschoben

Die Studierenden der ETH Lausanne (EPFL) werden erst im Herbst wieder die Schulbank drücken. Bis zum Semesterende werden die Lektionen online gegeben und die Prüfungen im Juni werden aufgrund der Coronavirus-Krise auf August verschoben.

Prüfungen an der ETH Lausanne (EPFL) werden wegen dem Coronavirus auf August verschoben. (Keystone)

Die Schulleitung habe beschlossen, das Verbot von Präsenzveranstaltungen bis zum Ende des Sommersemesters am 29. Mai zu verlängern, teilte die EPFL am Donnerstag mit. Die für Juni vorgesehene Prüfungssession wurde auf den 3. bis 28. August verschoben und dauert vier statt drei Wochen. Dies betrifft sowohl Bachelor- und Masterstudierende als auch Studierende des Spezialkurses Mathematik und des Einführungskurses.

Easyjet sieht sich für monatelangen Flugstopp gerüstet

Der britische Billigflieger Easyjet rüstet sich mit neuen Krediten und dem Verkauf von Jets für einen längeren Stopp des Flugbetriebs. Die Gesellschaft habe sich zwei Kredite im Gesamtumfang von 400 Millionen britischen Pfund (459 Mio Euro) gesichert, teilte sie am Donnerstag in Luton bei London mit.

Die Billigairline Easyjet stellt sich mit Millionen-Krediten auf neun Monate Grounding ein. (Keystone)

Zusammen mit weiteren Massnahmen sollen die liquiden Mittel auf 3,3 Milliarden Pfund wachsen. Damit dürfte das Geld selbst dann ausreichen, falls der Flugstopp neun Monate lang anhalte, sagte Konzernchef Johan Lundgren.

Mobility mit Buchungsrückgängen wegen Coronakrise

Das genossenschaftlich organisierte Carsharing-Unternehmen Mobility hat im vergangenen Geschäftsjahr 2019 trotz Investitionen und zunehmender Konkurrenz seinen Gewinn erhöht. Die Folgen der Coronavirus-Pandemie setzen dem Unternehmen nun allerdings im aktuellen Geschäftsjahr zu.

Mobility schliesst das Geschäftsjahr 2019 durchwegs positiv ab. Der Coronavirus wird jedoch als Herausforderung für das laufende Jahr angesehen. (Keystone)

Durch die Coronakrise muss Mobility grosse Buchungsrückgänge hinnehmen. An gewissen Standorten seien die Buchungen in Zeiten des „Lockdowns“ um rund 50 Prozent zurückgegangen, schreibt das Unternehmen in einem Communiqué vom Donnerstag.

Streetart-Künstler Bansky meldet sich aus dem Home Office

Der mysteriöse Streetart-Künstler Banksy hat ein Badezimmer zum Kunstprojekt gemacht. Auch er scheint während der Corona-Pandemie auf Home-Office zu setzen. Ein Schnappschuss seines Werkes postete der Künstler anschliessend auf Instagram:

Billigeres Öl dämpft Inflation - Nahrungsmittel teurer

Fallende Ölpreise haben die Inflation in Deutschland deutlich gedämpft. Die Verbraucherpreise stiegen im März nur noch um durchschnittlich 1,4 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag eine frühere Schätzung bestätigte.

Die Teuerungsrate dürfte im laufenden Jahr auf 0,6 Prozent fallen, nachdem sie 2019 noch bei 1,4 Prozent lag, sagen die führenden Institute in ihrem Gutachten für die Bundesregierung voraus. (Symbolbild: Keystone)

Nahrungsmittel verteuerten sich hingegen um 3,7 Prozent und damit so kräftig wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. «Hier stiegen insbesondere die Preise für Fleisch und Fleischwaren sowie Obst mit jeweils 8,8 Prozent», so das Statistikamt. Bei Dienstleistungen lag der Preisaufschlag bei 1,4 Prozent, wobei die Nettokaltmieten um 1,5 Prozent anzogen.

Japanische Ärzte warnen vor Kollaps: Forderung nach mehr Corona-Tests

Japanische Ärzte haben angesichts der staatlichen Restriktion von Coronavirus-Tests vor einem Zusammenbruch des Gesundheitssystems gewarnt.

Noch immer werden in der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt viel weniger Tests durchgeführt als in anderen Ländern. (Keystone)

Wie japanische Medien am Donnerstag berichteten, forderten Krankenhäuser in der Stadt Kyoto in einer gemeinsamen Erklärung den Staat auf, Coronatests mit öffentlichen Mitteln auch für Patienten zuzulassen, die keine Symptome aufzeigen.

Bislang würden in Japan nur Coronatests bei Patienten von der Versicherung bezahlt, die Symptome wie Fieber haben. Als Folge dieser Politik könnten sich Ärzte und Krankenschwestern bei Operationen oder Geburten infizieren, wenn symptomlose Patienten das Virus in sich tragen, hiess es. Bei vielen Menschen führt eine Infektion mit Sars-CoV-2 zu keinen oder zumindest nur sehr milden Symptomen.

Telebasel Corona Flash von 8 Uhr
Jon Bon Jovi schreibt Song über Corona-Pandemie

Jon Bon Jovi hat einen Song über die Coronavirus-Krise geschrieben. Er werde das Lied in der kommenden Woche bei einem Benefizkonzert vorstellen.

Der US-Rocksänger und Songwriter Jon Bon Jovi (58, «Livin’ on a Prayer») hat einen Song über die Coronavirus-Krise geschrieben. (Keystone)
Zalando wächst wegen Coronavirus-Pandemie schwächer

Die Coronavirus-Pandemie setzt Europas grösstem Online-Modehändler Zalando zu. Im ersten Quartal sei der Umsatz maximal um 11,6 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro geklettert, teilte das Berliner Unternehmen bei der Vorlage der vorläufigen Zahlen am Donnerstag mit.

Die Coronavirus-Pandemie setzt Europas grösstem Online-Modehändler Zalando zu. (Keystone)

Im Vorjahreszeitraum hatte es noch zu einem Plus von rund 15 Prozent gereicht. Beim bereinigten Betriebsergebnis (Ebit) rutschte Zalando in die roten Zahlen und geht von einem Minus zwischen 90 und 110 Millionen Euro aus. Darin enthalten sind Sonderabschreibungen in Höhe von 40 Millionen Euro auf den Warenbestand.

Erster NFL-Spieler mit Coronavirus infiziert

Brian Allen von den Los Angeles Rams hat sich als erster Profi der American-Football-Liga NFL mit dem Coronavirus infiziert. Der 24-jährige Spieler fühle sich gut, sei gesund und auf dem Weg der Genesung, hiess es in der Klub-Mitteilung. Alle Trainingsgelände der NFL-Teams sind wegen der Pandemie derzeit gesperrt.

Derweil macht sich ein anderer NFL-Star im Kampf gegen Corona stark. Tom Brady versteigert zu Gunsten von durch die Corona-Krise betroffene Menschen ein Erlebnispaket für sein erstes Heimspiel mit seinem neuen Klub.

NFL-Star Tom Brady setzt sich für von der Corona-Krise besonders stark betroffenen Menschen ein. (Keystone)
Italien will Strandsaison mit Plexiglas retten

Der Sommer am Strand ist den Italienern heilig – nun fragen sich die Menschen, ob das Coronavirus auch ihren Sommerurlaub ruinieren wird. Gute Ideen sind daher besonders gefragt.

Sonnen hinter Plexiglas? Italien will Strandsaison retten und denkt über Plexiglas-Boxen nach. (Keystone)

«Wir bekommen die absurdesten Vorschläge, wie die Saison zu retten ist», sagt Mauro Vanni vom Verband der Badeanstalten in der Urlaubsstadt Rimini der Deutschen Presse-Agentur. «Einige Firmen wollen Plexiglas-Boxen um die Sonnenliegen bauen, andere Tunnels zum Strand graben, die wir mit Desinfektionsmittel abspritzen sollen.»

Pandemie bringt Asiens Wachstum zum Stillstand

Asiens Wirtschaftswachstum wird in diesem Jahr laut einem Bericht des Internationalen Währungsfonds (IWF) zum ersten Mal seit 60 Jahren infolge der Corona-Epidemie ein Nullwachstum erleiden. Der Virus fordere einen «beispiellosen Tribut» an den Dienstleistungssektor der Region und die wichtigsten Exportziele, teilte der IWF am Donnerstag mit.

Erstmals mehr als 2400 Corona-Tote in den USA an einem

In den USA sind einer Universität zufolge innerhalb von 24 Stunden so viele Menschen infolge einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben wie noch nie zuvor. Bis Mittwochabend (Ortszeit 21.00 Uhr/3.00 Uhr MESZ) verzeichneten die Experten der Universität Johns Hopkins in den Vereinigten Staaten 2494 Todesfälle binnen 24 Stunden. Der vorherige Höchstwert war demnach am Dienstag mit 2303 Toten erreicht worden. Das Virus Sars-CoV-2 kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen.

Seit Beginn der Epidemie sind der Universität Johns Hopkins zufolge in den USA mehr als 28 300 Menschen infolge einer Infektion mit dem Virus ums Leben gekommen. (Symbolbild: Keystone)

US-Präsident Donald Trump sagte am Mittwochabend im Weissen Haus, viele andere Länder würden ihre Zahlen nicht so transparent veröffentlichen – daher lägen die USA ganz oben in der Statistik. „Glaubt irgendwer wirklich den Zahlen aus einigen dieser Länder?“ sagte er. „Wir haben mehr Fälle, weil wir mehr berichten.“

Trump kündigt Richtlinien für Rückkehr zur Normalität an

US-Präsident Donald Trump hat in der Corona-Krise neue Richtlinien angekündigt, die eine Rückkehr zur Normalität in den Vereinigten Staaten einläuten sollen. Diese Richtlinien seiner Regierung für US-Bundesstaaten sollten an diesem Donnerstag vorgestellt werden, sagte Trump am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weissen Hauses.

«Früher wieder öffnen als andere»: US-Präsident Donald Trump will noch vor dem 1. Mai die Corona-Massnahmen lockern. (Keystone)

«Der Kampf dauert an, aber die Daten deuten daraufhin, dass wir landesweit den Höhepunkt der Fälle überwunden haben. Hoffentlich wird das andauern.» Trump fügte hinzu: «Während wir wachsam bleiben müssen, ist es deutlich, dass unsere aggressive Strategie funktioniert.» Trump sagte, manche Bundesstaaten könnten früher wieder öffnen als andere – sogar schon vor dem 1. Mai.

Grosse Live-Veranstaltungen wohl nicht vor 2021

Der Bürgermeister von Los Angeles hält es angesichts der Corona-Bedrohung für unwahrscheinlich, dass in diesem Jahr in seiner Stadt grosse Events wie Konzerte oder Sportveranstaltungen vor einem Live-Publikum stattfinden werden.

Grosse Festivals in den USA, wie Coachella in Südkalifornien, müssen wohl noch lange ausgesetzt werden. (Archivbild: Keystone)

«Es ist schwer vorstellbar, dass wir in absehbarer Zeit zu Tausenden zusammenkommen können», sagte Eric Garcetti am Mittwoch dem US-Sender CNN. Ohne Impfstoff, Herdenimmunität oder eine Behandlung seien grosse Menschenansammlungen aus Sicht von Gesundheitsexperten nicht angebracht.

Wegen der Corona-Pandemie waren in den vergangen Wochen bereits grosse Festivals wie Coachella in Südkalifornien oder Burning Man in der Wüste von Nevada verschoben oder abgesagt worden.

Bei Corona-Krise in New York zeichnet sich Trendwende ab

Im besonders heftig von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaat New York mehren sich die Anzeichen für eine Trendwende. Die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern sei rückläufig, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Mittwoch (Ortszeit) bei seiner täglichen Pressekonferenz. «Das Gesundheitssystem hat sich stabilisiert», sagte Cuomo. «Die Furcht vor einer Überforderung des Gesundheitssystems hat sich nicht verwirklicht».

Von Dienstag auf Mittwoch starben im Bundesstaat New York mit 19 Millionen Einwohnern 752 Menschen – insgesamt sind es nun bereits mehr als 11 000. (Keystone)

18 335 Menschen lägen demnach wegen Covid-19 in Kliniken – weniger als noch vor einigen Tagen. Die Krankenhäuser seien anders als zuvor befürchtet bislang nicht überfordert worden. Das liege vor allem an riesigen Anstrengungen aller Beteiligten. Die Krankenhäuser hätten beispielsweise mehr als 50 Prozent zusätzliche Kapazitäten für Patienten innerhalb von nur einem Monat geschaffen.

Rund 5100 Schweizer Reisende in Sonderflügen nach Hause gebracht

Rund 5100 Schweizer sind bisher wegen des Ausbruchs der Corona-Pandemie mit Sonderflügen aus dem Ausland in die Schweiz zurückgekehrt. 3700 reisten in vom Aussendepartement EDA organisierten Sondermaschinen, weitere rund 1400 in Sonderflügen anderer Staaten.

Das EDA hatte Ende März die bisher grösste Rückholaktion für Schweizer Reisende gestartet. Seither wurden 30 Flüge durchgeführt, je acht aus Afrika, Asien und Lateinamerika, dazu vier aus Europa und zwei aus Ozeanien, wie das EDA am Mittwoch schrieb. In den Schweizer Flügen fanden auch 2600 Bürger anderer Staaten Platz.

Rugani und Matuidi wieder gesund

Der Italiener Daniele Rugani und Frankreichs Weltmeister Blaise Matuidi sind nach ihrer Erkrankung mit Covid-19 wieder gesund. Dies gab deren Verein Juventus Turin bekannt. Rugani war der erste Profi aus der Serie A, der positiv getestet worden war.

Insgesamt wurden bislang 16 Spieler aus der Topliga Italiens positiv getestet. Der Spielbetrieb wurde am 9. März eingestellt, zwölf Spieltage stehen noch aus. Bis mindestens zum 3. Mai wird sich daran nichts ändern.

Bildungskommission fordert 100 Millionen Franken für Kitas

Kitas und Spielgruppen sollen während der Corona-Pandemie finanziell unterstützt werden. Das fordert nun auch die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK). Es geht um 100 Millionen Franken.

Die nationalrätliche Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur unterstützt im Grundsatz die bisherigen Massnahmen des Bundesrates zur Abfederung der wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Krise, wie die Parlamentsdienste am Mittwoch mitteilten. Ergänzend dazu brauche es aber weitere Schritte.

Sollen stärker unterstützt werden: Die Bildungskommission fordert 100 Millionen Franken für Kitas. (Symbolbild: Keystone)

Der Bund müsse etwa für die entgangenen Betreuungsbeiträge der Eltern aufkommen und Institutionen der familienergänzenden Kinderbetreuung finanziell unterstützen. Die Kommission stimmte mit 17 zu 7 Stimmen bei einer Enthaltung der Ausarbeitung einer parlamentarischen Notverordnung zu. Mit 19 zu 0 Stimmen bei 6 Enthaltungen beschloss sie eine Kommissionsmotion zur Unterstützung der Kitas.

Gouverneur: New Yorks Gesundheitssystem in Corona-Krise stabilisiert

Im besonders heftig von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaat New York sind die Krankenhäuser anders als zuvor befürchtet bislang nicht überfordert worden. «Das Gesundheitssystem hat sich stabilisiert», sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Mittwoch bei seiner täglichen Pressekonferenz. «Die Furcht vor einer Überforderung des Gesundheitssystems hat sich nicht verwirklicht.»

Das liege vor allem an riesigen Anstrengungen aller Beteiligten. Die Krankenhäuser hätten beispielsweise mehr als 50 Prozent zusätzliche Kapazitäten für Patienten innerhalb von nur einem Monat geschaffen.

Die Gesamtzahl der Patienten, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind und im Krankenhaus liegen, sei in dem Bundesstaat mit 19 Millionen Einwohnern erneut gesunken und liege nun bei 18’335, sagte Cuomo weiter. Allerdings seien zwischen Dienstag und Mittwoch erneut rund 2250 Menschen hinzugekommen. 752 Menschen seien in diesem Zeitraum gestorben.

Das New Yorker Gesundheitssystem hat sich laut Gouverneur Andrew Cuomo stabilisiert. (Bild: Keystone)
Keine Klarheit zu Bundesliga-Geisterspielen

In Deutschland haben sich die Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten auf die Verlängerung des generellen Verbots von Grossveranstaltungen bis mindestens zum 31. August geeinigt. Betroffen sind davon in jedem Fall auch Sportereignisse mit Zuschauern.

Die Auswirkungen auf den Fussball und andere grosse Publikumssportarten lassen sich aus diesem Beschluss nur schwer abschätzen. Denn es ist beispielsweise noch nicht klar, ob oder wo in der Bundesliga und 2. Liga Geisterspiele stattfinden dürften. Die einzelnen Bundesländer können selber die konkreten Regelungen erlassen.

Wann kriegen die Fussballfans wieder Bundesliga im Stadion zu sehen? Das weiss im Moment niemand. (Symbolbild: Keystone)
Hunderte Corona-Infizierte auf französischem Flugzeugträger

Viele Militärs auf dem französischen Flugzeugträger «Charles de Gaulle» haben sich mit dem Coronavirus angesteckt. Von knapp 1 800 getesteten Seeleuten, die überwiegend von dem Flugzeugträger kamen, hätten sich rund 670 infiziert, teilte das Verteidigungsministerium am Mittwochabend in Paris mit. 31 von ihnen würden in Krankenhäusern behandelt.

Aus den Angaben ging hervor, dass für ein rundes Drittel der Tests noch keine Ergebnisse vorlagen – die Zahlen könnten also noch steigen.

Auf dem französischen Flugzeugträger «Charles de Gaulle» haben sich hunderte Militärs mit dem Coronavirus angesteckt. (Bild: Keystone)
Apple senkt Preis bei neuem Einsteigermodell

Apple hat inmitten der Coronakrise ein neues Smartphone vorgestellt. Das neue Einsteigermodell iPhone SE sieht mit seinem Aluminium-Gehäuse und der Home-Taste als Fingerabdruck-Leser äusserlich exakt wie das iPhone 8 aus.

Allerdings hat der US-Konzern das Gerät technisch runderneuert und den modernen Prozessor A13 Bionic des aktuellen iPhone 11 eingebaut. Ausserdem wurden Optik und Elektronik der Kamera verbessert.

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Apple bietet das iPhone SE neu zu einem günstigeren Preis an und eine neue Version des Modells präsentiert. (Symbolbild: Keystone)
Weltweit über zwei Millionen Ansteckungen

Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus hat weltweit die Marke von zwei Millionen überschritten. Das geht aus den Daten der Universität Johns Hopkins in den USA hervor. Die Statistik verzeichnet bislang 2’006’513 Fälle. An den Folgen der Coronavirus-Infektion sind bislang rund 129’000 Menschen gestorben.

Macron hält an Fünf-Jahres-Plan für Wiederaufbau von Notre-Dame fest

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hält ein Jahr nach dem verheerenden Brand von NotreDame an einem Wiederaufbau innerhalb von fünf Jahren fest.

«Wir werden alles tun, was wir können, um diese Frist einzuhalten», sagte Macron am Mittwochmorgen in einer Videobotschaft. Natürlich sei die Baustelle im Moment wegen der Gesundheitskrise auf Eis gelegt, aber sie werde so bald wie möglich wieder in Gang kommen. Die heutige Zeit verlange Tapferkeit und keine abwartende Haltung. «Es gab eine Zeit der Prüfung und der Emotionen, dann eine Zeit des Nachdenkens. Aber jetzt hat die Zeit für den Wiederaufbau begonnen.»

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Das Feuer hat an der weltberühmten Kathedrale Notre-Dame schweren Schaden hinterlassen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will trotz Corona-Krise am Zeitplan des Wiederaufbaus festhalten. (Archivbild: Keystone)
New York City fügt 3700 Corona-Tote zu Statistik hinzu

In der Corona-Pandemie in der Millionenmetropole New York könnten bislang deutlich mehr Menschen gestorben sein als angenommen.

Die Grossstadt an der US-Ostküste fügte ihrer Statistik über die Todesopfer am Dienstag (Ortszeit) 3778 «wahrscheinliche» Covid-19-Tote hinzu – damit steigt die Gesamtzahl an Todesopfern in New York City auf mehr als 10 000. Die zusätzlichen Zahlen enthalten unter anderem Kranke, die in der Notaufnahme, daheim oder in einer Pflegeeinrichtung gestorben waren, aber nicht offiziell positiv auf das Virus getestet wurden.

Die Annahme, dass die Toten unter Covid-19 litten, führen lokale Behörden Medienberichten zufolge auf ihre Symptome zurück. Bürgermeister Bill de Blasio hatte schon vor Tagen von deutlich ansteigenden Todesfällen von New Yorker Bürgern in den Wohnungen berichtet.

Was bisher geschah

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