So wird es dieses Jahr bei den LAPs nicht aussehen: Schulische Prüfungen wird es keine geben. (Symbolbild: Key)
Schweiz

Bundesrat heisst Regelung für Lehrabschlussprüfungen gut

Lehrabschlussprüfungen finden in diesem Jahr trotz Coronavirus statt, allerdings anders als gewohnt. Schulische Prüfungen wird es keine geben.

Für die praktische Prüfung gibt es je nach Beruf Varianten von Prüfung im Betrieb bis zu Verzicht auch auf diese Prüfung.

Der Bundesrat verabschiedete am Donnerstag eine Verordnung dazu. Auf die Modalitäten für die Lehrabschlussprüfungen hatten sich die Akteure der Berufsbildung bereits vergangene Woche geeinigt.

Lehrabgängern eine Perspektive zu geben, sei fundamental, sagte Wirtschaftsminister Guy Parmelin am Donnerstag in Bern vor den Bundeshausmedien. Der Bundesrat wolle, dass die rund 75’000 jungen Menschen, die im Sommer die Lehre abschliessen, mit einem anerkannten Zeugnis ins Berufsleben starten könnten.

Drei Varianten für praktische Arbeiten

Während auf die schulische Prüfung ganz verzichtet wird, stehen für die praktische Arbeit drei Varianten im Raum, wie Parmelin ausführte. Die Prüfung könne im Betrieb abgelegt werden, in einem Prüfungszentrum oder aber es werde auf sie verzichtet.

In diesen Fällen wird die Prüfung in praktischer Arbeit durch eine Erfahrungsnote ersetzt, die der Lehrbetrieb gibt. Für allen Prüfungen gilt, dass die Beteiligten die Hygienemassnahmen einhalten, etwa das Abstandhalten und das regelmässige Händewaschen.

Eine breit abgestützte Arbeitsgruppe hatte die schweizweit abgestimmte Durchführung der Lehrabschlussprüfungen erarbeitet. Die Sozialpartner und die Kantone seien mit dem Vorgehen einverstanden, sagte Parmelin.

Noch offen ist, wie im Frühsommer die Maturaprüfungen abgelegt werden. Ein Entscheid dazu soll nach Angaben des Bundesrates bis Anfang Mai vorliegen. Es würden verschiedene Szenarien diskutiert, aber es gebe noch keine Einigung, sagte Parmelin dazu. Die Federführung liege bei der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK).

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