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Ist die Zeit der Baselworld bald abgelaufen? Baselworld-CEO Michel Loris-Melikoff bezieht im Telebasel Talk vom 15. April 2020 Stellung.
Basel

Baselworld-Krise – Jetzt redet der Chef, Michel Loris-Melikoff

Nach dem Rückzug von Rolex, Chanel und Co. von der Baselworld: Ist das das Ende der Messe? CEO Michel Loris-Melikoff bezieht im Telebasel Talk Stellung.

Ist dies das Aus für die Baselworld? Knapp zwei Jahre nach dem plötzlichen Ausstieg von Nick Hayeks Swatch Group aus der Uhren- und Schmuckmesse ziehen sich nun auch die grossen Uhrenhersteller Rolex, Chanel, Patek Philippe, Chopard und Tudor zurück.

Das teilte die «Fondation de la Haute Horlogerie» am Dienstag mit. Bedeuten diese namhaften Abgänge den Untergang der Messe?

Die Uhrenfirmen wollen zusammen mit der «Fondation de la Haute Horlogerie» kommendes Jahr einen eigenen Salon in Genf veranstalten. Dieser soll gleichzeitig mit der bereits bestehenden Genfer Uhrenmesse «Watches and Wonders» im April 2021 auf dem Palexpo-Gelände stattfinden.

Grund: «Einseitige Entscheidungen der Baselworld»

«Der Abgang folgt auf mehrere einseitige Entscheidungen der Baselworld, die ohne Rücksprache getroffen wurden», heisst es in der Mitteilung. Es gehe dabei einerseits um den Entscheid der Messeleitung, die diesjährige Ausgabe der Baselworld auf 2021 zu verschieben. Die Erwartungen und Wünsche der Uhrenhersteller könnten zudem nicht erfüllt werden.

Weitere Marken könnten sich ebenfalls von der Baselworld zurückziehen, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Situation wird damit für die Veranstalter der Baselworld immer kritischer. Dabei ist sie dies nach dem Abzug der Swatch Group im Sommer 2018 und der jetzigen Corona-Krise, die eine Durchführung der Ausgabe 2020 unmöglich macht, nicht ohnehin schon.

Überraschung und Bedauern

Der Baselworld-Veranstalter MCH nimmt die Absage der Aussteller «mit grosser Überraschung und ebenso grossem Bedauern» zur Kenntnis, wie er am Dienstagabend mitteilte. So sei der neue Termin für die notwendige Verschiebung der Baselworld 2020 «gemeinsam mit führenden Ausstellern definiert worden», verteidigt sich die Messegruppe: Die jetzt «abwandernden» Unternehmen – inklusive Rolex – hätten sich für die Verschiebung in den Januar 2021 ausgesprochen.

Die MCH Gruppe habe zudem aufgrund des positiven Feedbacks der Aussteller – gerade auch der kleinen und mittleren Aussteller – im vergangenen Jahr entschieden, «substantielle Beträge» in die Weiterentwicklung der Baselworld sowie in den Aufbau zusätzlicher, digitaler Plattformen zu investieren.

Die Gruppe werde nun in den nächsten Wochen über die Weiterführung der Baselworld und die Investitionen in ihre langfristig ausgerichtete Weiterentwicklung entscheiden.

Baselworld-CEO Michel Loris-Melikoff bezieht im Telebasel Talk am 15. April 2020 Stellung dazu. Um 18:45 Uhr und 20:15 Uhr bei Telebasel.

1 Kommentar

  1. Bei der Baselworld ist nichts mehr zu retten. Die Entscheidung für Genf ist logisch und folgerichtig. Basel hat es leider einfach mit einer gewissen Arroganz völlig verpasst.Report

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