Featured Video Play Icon
Der Bund zu den neusten Corona-Massnahmen in der Schweiz. (Video: Youtube/Der Schweizerische Bundesrat)
Schweiz

Patrick Mathys vom BAG geht von «wieder deutlich höheren Fallzahlen» aus

BAG, EDA und VBS informieren ab 14 Uhr in Bern zu den neusten Corona-Massnahmen. Verfolgen Sie die Medienkonferenz im Live-Stream.
Keine Kapazitäten für breit angelegte Tests

«Es ist nicht so, dass sich jeder und jede einfach so testen lassen kann», sagt Patrick Mathys zu den Testkapazitäten in der Schweiz. Der Bund verfolgt weiterhin die Strategie, dass nicht die breite Bevölkerung getestet wird.

Beim Gesundheitspersonal werde aber breit getestet. Besonders diejenigen, die in Kontakt mit Patienten seien, so Mathys. Man strebe längerfristig 10’000 Tests an. Es werde allerdings noch dauern, bis die benötigten Materialien in der Schweiz seien.

BAG geht von «wieder deutlich höheren Fallzahlen» aus

Zwar haben die Neuansteckungen übers Wochenende abgenommen. Patrick Mathys vom BAG betont aber, dass man sich deswegen nicht in Sicherheit wiegen dürfe. «Ich gehe davon aus, dass wir bis Mitte Woche wieder deutlich höhere Fallzahlen haben werden.»

Mathys: «Wir schliessen nicht aus, das Masken bei Lockerungen zum Einsatz kommen könnten»

Patrick Mathys vom BAG sagt auf eine Frage eines Journalisten bezüglich einer Maskenpflicht, dass solche Masken im Falle von Lockerungen durchaus eine gewisse Rolle spielen könnten. «Wir schliessen nicht aus, dass Masken bei Lockerungen zum Einsatz kommen könnten», so der Vertreter des BAG.

Die wichtigen Massnahmen, wie Hände waschen und Abstand halten, seien aber wirkungsvoller, betont Mathys.

Noch immer 400 Menschen auf der Intensivstation

Die Zahl der Neuansteckungen mit Covid-19 geht zurück, ebenso die Zahl der Todesfälle. In den Spitälern zeigt sich dieser Trend noch nicht. Noch immer liegen rund 400 Menschen mit schweren Verläufen auf Intensivstationen, wie Patrick Mathys vom BAG weiter ausführte.

Trotzdem zeigte er sich zuversichtlich, dass sich die Ausbreitung des Virus stabilisiert hat oder sogar zurückgeht. Das zeigten auch verschiedene Modellrechnungen.

Armee in 50 Spitälern präsent

Wie Brigadier Raynald Droz, Stabschef Kommando Operationen beim VBS, an der Medienkonferenz erklärt, ist die Armee zurzeit in 50 Spitälern präsent.

Die Erkrankungen in der Armee nähmen zurzeit ab, sagt Droz. 514 seien in Quarantäne, 134 in Isolation. 185 Soldaten seien positiv getestet worden.

Raynald Droz, Brigadier, Stabschef Kommando Operationen beim VBS, erläutert die aktuelle Situation bei der Armee. (Bild: Keystone)
Schweiz hilft im Kongo

Der Bund hat am Montag 1,3 Tonnen an humanitären Hilfsgütern nach Kinshasa geflogen. An Bord des Schweizer Flugzeugs waren auch Vertreter von NGOs, die ihre Präsenz in der Krisenregion verstärken. Auf dem Rückflug werden in Zentralafrika gestrandete Personen in die Heimat geflogen.

Das Flugzeug sei unterwegs und werde noch am Dienstag in der Schweiz landen, sagte Hans-Peter Lenz, Leiter Krisenmanagementzentrum im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), am Dienstag vor den Bundeshausmedien. Die Vertretung vor Ort habe «einen Superjob gemacht».

(Video: Keystone-SDA)

6'400 Schweizer vom EDA nach Hause geholt

Insgesamt sind bislang 6’400 Schweizer mit 19 Flügen nach Hause gebracht worden, zuletzt aus Perus Hauptstadt Lima, sagt Hans-Peter Lenz, Chef des Krisenmanagementzentrums des EDA. Er lobt die Arbeit der Vertretung vor Ort, sie habe «einen super Job gemacht».

Diese Woche sind laut Lenz noch einen Flug nach Kiew geplant und in die montenegrinische Hauptstadt Podgorica. Kommende Woche will das EDA noch Schweizer aus Asien und Lateinamerika zurückholen.

Hans-Peter Lenz, Leiter Krisenmanagementzentrum beim EDA. (Bild: Keystone)
«America First – zumindest da hatte Donald Trump recht»

Patrick Mathys vom BAG sagte im Hinblick auf die weltweite Lage, dass die Zahl der Todesopfer bald die Zahl von zwei Millionen erreichen dürfte. Das liege nicht zuletzt an den USA, die global am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen seien.

«Hotspot sind die USA! America First – zumindest da hatte Donald Trump recht», sagt Mathys mit einem gewissen Galgenhumor.

Mathys vom BAG: «Ich möchte danke sagen»

Patrick Mathys vom BAG betont zu Beginn der Medienkonferenz eines: «Zuerst einmal möchte ich danke sagen», so der Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit. Der Dank gelte in erster Linie der Bevölkerung, die trotz des schönen Wetters über Ostern zu Hause geblieben sei.

Es sei übers Osterwochenende weniger getestet worden. Trotzdem zeige sich eine Stabilisierung der Lage, so Mathys.

(Video: Keystone-SDA/Laura Zimmermann)

Der Bund berichtet heute Dienstag ab 14 Uhr aus Bern zu den neusten Coronavrius-Massnahmen. Es sprechen Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit beim Bundesamt für Gesundheit (BAG), Hans-Peter Lenz, Leiter Krisenmanagementzentrum beim Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und Brigadier Raynald Droz, Stabschef Kommando Operationen beim Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS).



Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*