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Der Telebasel News-Beitrag vom 14. April 2020.
Basel

Magdalena Martullo-Blocher spaltet mit ihren Aussagen die SVP

Die provokativen Äusserungen von Magdalena Martullo-Blocher spalten die SVP. Aus der Region Basel gibt es sowohl Unterstützung wie auch Ablehnung.

Geschäfte öffnen, Risiken in Kauf nehmen: Mit ihren Forderungen nach einer baldigen Lockdown-Öffnung weibelt SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher gegen den Bundesrat. Damit sorgt sie nicht nur bei der Telebasel-Community, sondern auch innerhalb der eigenen Partei für Wirbel. So auch in der Region Basel. Dort werden die Provokationen der Nationalrätin und Unternehmerin ganz unterschiedlich aufgenommen.

Die Gesundheit gehe vor, findet etwa der Basler Grossrat Joël Thüring «Es braucht die schrittweise Öffnung, doch wenn man früh alles wieder aufmacht, riskiert man, dass die Zahlen wieder ansteigen». Daher stehe er trotz mancher Vorbehalte – etwa zu den Maskenbeständen – grundsätzlich hinter den Massnahmen des Bundesrats.

Angst vor einem Corona-Rückfall

Kritik an Martullo-Blochers Haltung kommt auch von Nicole Roth, Präsidentin der Jungen SVP Baselland. Die Expertin für Intensivpflege hält gar nichts von den Attacken auf das bundesrätliche Vorgehen. «Eine schneller Lockdown führt zum Gegenteil, es kommt zum Anstieg unserer abgeflachten Kurve – das wäre für das Gesundheitssystem völlig kontraproduktiv», so Roth gegenüber Telebasel.

Ein solcher Rückfall habe zudem einen weiteren Lockdown zur Folge, was dann erst recht kontraproduktiv für die Wirtschaft sei.

Die Baselbieter SVP-Nationalrätin Sandra Sollberger teilt hingegen die Meinung ihrer Parlamentskollegin aus dem Kanton Graubünden. «Gärtnereien, Büchergeschäfte und Autowaschanlagen haben die Möglichkeiten, die Abstandsregeln einzuhalten – darum bin ich klar dafür, dass man langsam wieder aufmachen kann», sagt die Malermeisterin. Zudem hätten die Leute in den letzten Wochen einiges darüber gelernt, wie sie sich zu verhalten haben.

Gesundheit nicht gegen Wirtschaft ausspielen

Da die aktuellen Zahlen langsam Hoffnung aufkeimen lassen, sei das verantwortbar. Sollberger fürchtet keinen Rückfall. «Wenn man mit angezogenen Bremsen den Hang hinunterfährt und dann loslässt, gibt es ein bisschen Geschwindigkeit», sagt Sandra Sollberger.

Die Kritik, hier mit dem Feuer zu spielen, möchte sie nicht gelten lassen. «Es ist falsch, Gesundheit gegen Wirtschaft auszuspielen», sagt die Nationalrätin. Beides gehöre zusammen. Gehe es der Wirtschaft immer schlechter, so gehe es auch den Menschen gesundheitlich und psychisch immer schlechter.

Wenig anfangen mit den Froderungen von Magdalena Martullo-Blocher kann hingegen Johannes Sutter, Vizepräsident der Baselbieter SVP. Der Unternehmer und Gemeindepräsident von Arboldswil unterstützt die Idee des Bundesrats, ab dem 26. April schrittweise die Schrauben zu lockern.

Dabei müsse immer in Zweiwochen-Schritten geprüft werden, ob die Massnahmen wirken oder über das Ziel hinausschiessen. Nun der Exekutive dabei Steine in den Weg zu legen und damit für Wirbel zu sorgen, findet er unpassend. «Es gilt jetzt der Zusammenhalt und nicht Parteipolitik zu betreiben», sagt Johannes Sutter.

2 Kommentare

  1. Was ist denn mit Frau Blocher los die erste die mit einer maske auftritt ja natürlich passt ja und jetzt diese ausagen ihr Vater ist ja abgeschottet nehm ich an da kann nichts passieren und sie ist ja zu jung denkt sieReport

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