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Der Telebasel News Beitrag vom 11. April 2020.
Basel

Die Pauluskirche strahlt in voller Blüte

Es lohnt sich eine Runde um die Kirche im Bachlettenquartier zu drehen. Nebst einem blühenden Blumenmeer gibt es auch Platz um genügend Abstand einzuhalten.

«Eine Jugendsünde.» So beschreibt Architekt Karl Moser sein eigenes Werk. Die Pauluskirche, welche heute besonders im Frühling durch ein blühendes Blumenmeer prächtig erscheint, sei für den damaligen Architekten kein Meisterwerk. Historiker Vincent Oberer erklärt, warum es sich aber trotzdem lohnt, eine Runde um die Kirche zu drehen.

Beliebt zum Heiraten

Besonders im Frühling ist die Pauluskirche sehr einladend und bringt Spaziergänger dazu, einen kurzen Moment stehen zu bleiben und sich das Blumenmeer anzusehen.

«Die Kirche ist besonders beliebt zum Heiraten», weiss Historiker Vincent Oberer. Der Grund dafür blüht aktuell vor der evangelisch-reformierten Kirche in voller Farbenpracht: «Das ganze Blumenmeer, unter anderem die wunderbaren Magnolien», ist laut Oberer der Grund für diese Nachfrage.

Aufgrund der aktuellen Coronavirus-Lage finden aber nur begrenzt Hochzeiten statt und ob diese künftig überhaupt noch durchgeführt werden können, sei unklar. «Die Kirche ist nur noch dieses Jahr in Betrieb, nächstes Jahr wissen wir nicht, was genau passieren wird», sagt Oberer. Eine Komission befasse sich momentan damit, was aus der Pauluskirche wird.

Viele Künstler beteiligt

Der Bau der Kriche begann im Jahr 1898, dies unter den beiden Architekten, Robert Curjel und Karl Moser. Das Duo errichtete ebenfalls den Badischen Bahnhof.

Eine weitere Kirche, die Moser baute, ist die Antoniuskirche beim Kannenfeldpark. «Moser hat sich mit der Zeit weiterentwickelt», erklärt Oberer. Mit der Antoniuskirche baute der Architekt schweizweit die erste Kirche aus Sichtbeton. «Diese hat gar nichts mehr zu tun mit diesem Stil der Pauluskirche.»

Nebst den beiden Architekten wirkten auch viele Künstler am Bau der Kirche mit. Somit stammt die Statue vom Erzengel Manuel, welche oberhalb des runden Kirchenfenster am Eingang emporragt, vom Künstler Oskar Kiefer. Kiefer war ein enger Freund des Architekten Moser.

Ein weiterer Künstler, der seine Finger im Spiel hatte war Carl Burkhard. Die Abbildung direkt über dem Kircheneingang stammt von Burkhard. Auf der Abbildung ist Christus, welcher einem gefallenen Sünder hilft, zu sehen. Nebst dieser Abbildung finden sich in Basel weitere bekannte Kunstwerke Burkhards, dazu zählen die Amazone bei der Mittleren Brücke und der Ritter Georg am Kohlenberg.

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