Featured Video Play Icon
International

USA verzeichnen mehr Corona-Tote als Italien

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
USA verzeichnet mehr Tote als Italien

Die USA haben inzwischen in absoluten Zahlen weltweit die meisten Toten durch die Corona-Epidemie zu verzeichnen. Somit überholt das Land Italien. Das geht aus Zahlen der amerikanischen Universität Johns Hopkins vom Samstag hervor. In den Vereinigten Staaten wurden demnach bis Samstagmittag (Ortszeit) 18’860 Todesfälle in Folge der Pandemie verzeichnet. In Italien waren es demnach 18’849. Das südeuropäische Land hatte bislang bei der Gesamtzahl der Toten international an erster Stelle gelegen.

Am Samstag verzeichnen die USA erstmals mehr Corona-Tote als der bisherige Rekordhalter Itialien. (Bild: Keystone)

In den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, gibt es auch deutlich mehr bestätigte Infektionen mit dem Virus als in jedem anderen Staat der Welt. Die Zahlen der einzelnen Länder lassen sich wegen der unterschiedlichen Bevölkerungsgrösse, Testquote und einer hohen Dunkelziffer aber nur begrenzt vergleichen. Mehr Informationen zum Thema gibt es hier.

Stromverbrauch sinkt merklich

Die Corona-Pandemie wirkt sich auf den Stromverbrauch in der Schweiz aus. Das sagte eine Vertreterin des Bundesamtes für Energie im Schweizer Fernsehen SRF.

In städtischen Gebieten sei der Stromverbrauch um bis zu 20 Prozent zurückgegangen, sagte Marianne Zünd, Leiterin Politik und Medien im Bundesamt für Energie (BFE), am Samstag in der «Tagesschau» von SRF. Das liege an der Dienstleistungsindustrie sowie Büros und grossen Läden, die wegen des Virus geschlossen seien.

In ländlichen Gebieten dagegen sank der Stromverbrauch weniger stark. Zünd vom BFE sprach von einem Rückgang von 5 bis 10 Prozent.

Mit der Corona-Krise sank der Stromverbrauch in den Schweizer Städten merklich. (Bild: Keystone)
Italiens Polizei kontrolliert über Ostern scharf

In Italien hat die Polizei die Kontrollen der Ausgangsverbote wegen der Corona-Pandemie über Ostern verschärft. Allein am Karfreitag wurden landesweit mehr als 10’400 Anzeigen gegen Menschen verhängt, die gegen die Regeln verstiessen, wie das Innenministerium in Rom am Samstag berichtete. Die verschiedenen Polizeibehörden hätten an dem Tag gut 300’000 Menschen kontrolliert.

In Italien sind die Ausgangsbeschränkungen noch strenger als in Deutschland. Die 60 Millionen Bürger dürfen seit dem 10. März – und noch bis zum 3. Mai – nur ausnahmsweise das Haus verlassen, etwa wenn sie zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen müssen. Spazierengehen und Joggen, ausser nahe am Haus, ist weitgehend verboten. Für ihre Wege benötigen die Leute eine Bestätigung mit Angaben zur Person und den Gründen, warum sie unterwegs sind.

Die italienische Polizei, hier im Bild zwei Carabinieri auf Pferden, ist über die Ostertage besonders intensiv unterwegs. (Bild: Keystone)
Boris Johnson vertreibt sich Zeit mit «Herr der Ringe» und Sudoku

Der britische Premierminister Boris Johnson hat nach Angaben der Regierung in London auch am Samstag «gute Fortschritte» bei der Genesung von seiner Covid-19-Erkrankung gemacht. Wie die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Regierungskreise berichtete, erhielt Johnson im Krankenhaus täglich Briefe und Baby-Ultraschallbilder von seiner schwangeren Verlobten Carrie Symonds, sowie Tausende Karten mit Genesungswünschen.

Er habe zudem einen Tablet-Computer, mit dem er sich Filme wie «Kevin – Allein zu Haus» und «Herr der Ringe» anschauen könne. Ausserdem vertreibe er sich die Zeit mit Sudoku-Rätseln. Am Freitag hatte der Regierungssitz Downing Street mitgeteilt, Johnson könne mit Unterbrechungen schon wieder kleinere Strecken gehen.

Laut der britischen Nachrichtenagentur PA verbringt Premierminister Boris Johnson die Zeit im Spital mit Filme schauen und Sudoku lösen. (Archivbild: Keystone)
Zögerliche Corona-Massnahmen in Japan: Druck auf Abe wächst

Mit der Zahl der Coronavirus-Infizierten in Japan wächst die Kritik an Ministerpräsident Shinzo Abe. Die Regierung habe durch spärliches Testen die Fallzahlen lange kleingehalten und zu spät und zu wenig Massnahmen gegen die Ausbreitung angeordnet, kritisieren Mediziner und internationale Beobachter.

Seit dem 24. März ist klar, dass die Olympischen Spiele in Tokio verschoben werden, seither ist die Kurve der Corona-Fälle in Japan steil gestiegen. Experten drängen die Regierung verstärkt zum Handeln. Vertreter des Medizinerverbands warnen schon länger vor einem «explosiven Anstieg» bei den Infektionen.

Der japanische Regierungschef Shinzo Abe gerät während der Corona-Pandemie zunehmend unter Druck. (Bild: Keystone)

Am Freitag wurden 634 neue Sars-CoV-2-Fälle in Japan bestätigt, ein neuer Rekordanstieg, den vierten Tag in Folge. Aktuell liegt die Gesamtzahl erfasster Infizierter laut der Nachrichtenagentur Kyodo bei 6885. Mehr als 130 Menschen sind an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Aber bislang würden in Japan Personen mit keinen oder milden Symptomen nicht getestet, merkte der oppositionelle Abgehordnete Hiroshi Kawauchi in dieser Woche an.

Weniger Verkehrstote in Frankreich während Ausgangsbeschränkungen

Seit Beginn der strengen Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen Covid-19 ist die Zahl der Verkehrsunfälle in Frankreich deutlich gesunken. Im März gab es im Vergleich zum Vorjahr fast 40 Prozent weniger Verkehrstote im Land, teilte die französische Regierung am Samstag mit. Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden ging um gut 43 Prozent zurück, die Zahl der Verletzten um 44 Prozent.

Der Rückgang der im März 2020 verzeichneten Verkehrstoten stehe im Zusammenhang mit der Einführung der Ausgangsbeschränkungen ab dem 17. März, welche die Zahl der Fahrten stark reduziert habe, hiess es.

Kreml stellt sich nach Trumps Kritik hinter die WHO

Der Kreml hat die Weltgesundheitsorganisation WHO gegen die Kritik von US-Präsident Donald Trump verteidigt. «Sie tut jetzt viel, um die Pandemie einzudämmen», sagte Sprecher Dmitri Peskow am Samstag im Staatsfernsehen der Agentur Tass zufolge. Natürlich wolle auch der Kreml, dass die WHO noch effektiver werde. Dann müssten die Staaten die Organisation mehr unterstützen. Ähnlich hatte sich zuvor der deutsche Aussenminister Heiko Maas geäussert.

Trump hatte gesagt, die WHO habe es in der Corona-Krise «wirklich vermasselt». Sie sei unter anderem zu sehr auf China ausgerichtet. Der US-Präsident drohte der in Genf ansässigen wichtigsten Sonderorganisation der Vereinten Nationen im Gesundheitsbereich mit einem Stopp von Beitragszahlungen.

34 Coronavirus-Infizierte in Pflegeheim im Kanton Schwyz

In einem Pflegeheim im Kanton Schwyz sind 34 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Kanton riegelte das Areal des «Zentrums für aktives Alter» Frohsinn in Oberarth ab, wie die Schwyzer Staatskanzlei am Samstag mitteilte.

Um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, stellte der Kantonsärztliche Dienst das gesamte Zentrum unter Quarantäne. Das Areal wurde abgesperrt. Das Personal darf nur noch mit entsprechender Schutzkleidung tätig sein.

Nach Bekanntwerden von ersten positiv getesteten Covid-19-Fällen seien alle Bewohner und Angestellten umfassend getestet worden, heisst es in der Mitteilung. Für 26 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 8 Mitarbeiter des Heims lägen positive Testergebnisse vor.

In eijnem Altersheim im Kanton Schwyz wurde 34 Menschen positiv aufs Coronavirus getestet. (Symbolbild: Keystone)
Philippinische Regierung bestreitet Verheimlichung von Corona-Toten

Das Gesundheitsministerium der Philippinen hat Berichten widersprochen, denen zufolge Kliniken angewiesen worden seien, Tote im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu verheimlichen. Sein Ministerium «habe und werde nie eine Anweisung an die Krankenhäuser herausgeben, die Zahlen der Covid-19-Toten zu vertuschen», teilte Gesundheitsminister Francisco Duque am Samstag auf Twitter mit.

Auslöser für die offizielle Stellungnahme war der Facebook-Post eines lokalen Fernsehreporters. Dem Eintrag zufolge soll eine Klinik in der Metropolregion Manila die Anweisung erhalten haben, an der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorbene Patienten nicht mehr zu zählen. «Laut jemandem, der an vorderster Front kämpft, ist die Situation erschreckend, weil die Leichen den Flur des Krankenhauses säumen», hiess es in dem Post. «An einem Tag sterben zehn Menschen.» Die Klinik fordere keinen Nachschub an Leichensäcken für die Toten an. Duque zufolge geht sein Ressort nun den Behauptungen nach.

UNO-Chef vor Ostern: An heldenhafte Helfer denken

UNO-Generalsekretär António Guterres hat in einer Videoansprache vor Ostern zur Anerkennung aller Helfer in der Corona-Krise aufgerufen. «Lassen Sie uns besonders an die heldenhaften Gesundheitshelfer an der Front denken, die gegen dieses schreckliche Virus kämpfen – und an all diejenigen, die daran arbeiten, unsere Städte am Laufen zu halten», sagte Guterres in der Video-Ansprache, die am Samstag veröffentlicht wurde.

Auch der Schwächsten solle dabei gedacht werden: Menschen in Kriegsgebieten, Flüchtlingslagern oder Slums, die am schlechtesten auf einen Kampf gegen das Virus vorbereitet seien.

Ägyptens Polizei setzt Beerdigung von Coronaopfer mit Tränengas durch

Mit Tränengas haben Sicherheitskräfte im Norden Ägyptens die Beerdigung eines Coronaopfers durchgesetzt. Um die Bestattung des Leichnams einer 64 Jahre alten Ärztin war zuvor ein heftiger Konflikt zwischen zwei nahe gelegenen Dörfern in der Provinz Dakahlija im Nildelta ausgebrochen, wie ägyptische Medien am Samstag meldeten. Einwohner beider Orte hätten aus Angst vor einer Ausbreitung des Virus die Beerdigung der Verstorbenen blockiert.

Die Frau aus der Stadt Mansura war infolge der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Ihr Leichnam sei zunächst in das Heimatdorf ihres Mannes gebracht worden, meldete die Nachrichtenseite Al-Masry al-Youm. Einwohner hätten jedoch das Fahrzeug mit der toten Frau blockiert. Versuche von Sicherheitskräften, die Sorgen der protestierenden Menschen zu zerstreuen, seien erfolglos geblieben.

Weniger Doping-Kontrollen wegen Corona: Athleten fürchten Nachteile

Die Mehrheit der Leichtathleten fürchtet wegen der geringeren Zahl an Doping-Tests in der Corona-Krise Ungerechtigkeiten bei Wettkämpfen in diesem Jahr. In einer Umfrage der unabhängigen Athleten-Organisation «The Athletics Association» gaben 78 Prozent der befragten Athleten an, sich Gedanken um die Gültigkeit von Ergebnissen in dieser Saison zu machen.

685 Leichtathleten aus 82 Ländern nahmen an der Befragung teil. Wegen der Coronavirus-Pandemie ist das Doping-Kontrollsystem nahezu weltweit zum Erliegen gekommen.

Mehr dazu hier im Sport.

Die Coronavirus-Pandemie hat die Dopingkontrollen fast weltweit zum Erliegen gebracht. Das bereitet vielen Leichtathleten Sorgen. (Symbolbild: Keystone)
Armee will ab nächster Woche Einsatz reduzieren

5000 Armeeangehörige sind im Kampf gegen Covid-19 für den Assistenzdienst aufgeboten worden. Nur ein Teil dieser Truppe ist aber tatsächlich im Einsatz. Brigadier Raynald Droz kontert den Vorwurf, dass die Armee mit dem Aufgebot übertrieben hat.

Vor den Bundeshausmedien erinnerte er am Samstag an die Situation von vor sechs Wochen. Damals sei die Welle von Norditalien her über die Schweiz hereingebrochen. Man habe keine Ahnung gehabt, wie das ablaufen werde. «Wir hatten keine Zeit und keine Wahl», sagte Droz. Darum habe man das Maximum getan. «All in plus» heisst die von der Armee gewählte Variante. Diese beinhaltete die Mobilisierung sämtlicher Sanitätstruppen.

Ab nächster Woche soll aber diskutiert werden, wie das Gleichgewicht zwischen Ressourcen und Nachfrage verbessert werden kann. Nach Ostern werden Urlaube gewährt, zudem könnten Armeeangehörige laut Droz auch auf Pikett gesetzt werden.

Armeeangehörige dürfen nach Ostern vereinzelt in den Urlaub, die Auflagen für die Bewilligung von Gesuchen bleiben aber vorerst hoch. (Symbolbild: Keystone)
Schweizer Wirtschaft wegen Corona mit 25 Prozent Produktionsausfall

Die Wirtschaft hat sich seit Mitte März wesentlich stärker verschlechtert als noch zu Beginn der Coronakrise erwartet. Laut Eric Scheidegger, Leiter der Direktion für Wirtschaftspolitik im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), fiel bisher ein Viertel der Produktivität weg.

In verschiedenen Branchen wie dem Gastgewerbe liege der Ausfall bei über 80 Prozent, beim Detailhandel und bei der Transportbranche seien bisher 50 bis 60 Prozent der Produktivität verloren gegangen, sagte Scheidegger am Samstag vor den Bundeshausmedien. Die Konjunkturprognosen von März seien deshalb «bereits überholt».

Mehr dazu lesen Sie hier.

Eric Scheidegger, Leiter der Direktion für Wirtschaftspolitik SECO, zeichnet eine düstere Momentaufnahme des Zustands der Schweizer Wirtschaft, (Archivbild: Keystone)
Verbindungsstelle zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft

Neue Mittel für eine nie dagewesene Situation: Damit private Initiativen zur Bewältigung der Corona-Pandemie Eingang in die Bundesveraltung finden, baut die in Bern ansässige Organisation Staatslabor eine Verbindungsstelle auf.

Alenka Bonnard, Co-Geschäftsleiterin des Staatsbors, stellte das Projekt am Samstag in Bern den Medien vor. Die Stelle übe eine Brückenfunktion aus zwischen dem Krisenstab des Bundesrates und Initiativen aus der Zivilgesellschaft. Das Staatslabor hat dafür ein Mandat der Bundesverwaltung erhalten.

Mehr dazu hier.

Zwischen der Bevölkerung und dem Bund soll künftig eine Verbindungsstelle dafür sorgen, dass private Initiativen zur Bekämpfung des Coronavirus Gehör finden. (Symbolbild: Keystone)
Ansteckungs-Zahlen gehen weiter zurück

Es gibt nach wie vor 500 bis 700 neue Covid-19-Fälle pro Tag. Die Tendenz zeigt aber weiterhin nach unten, wie Daniel Koch, Delegierter des Bundesamts für Gesundheit (BAG) für Covid-19, am Samstag vor den Bundeshausmedien sagte. «Das ist die gute Nachricht.»

Es gebe aber auch nach wie vor mehrere Dutzend Todesfälle pro Tag. Die Krankheit sei keinesfalls zu unterschätzen. Hochbetagte seien besonders gefährdet, aber auch für jüngere Seniorinnen und Senioren gebe es keine Garantie, nicht schwer an dem Virus zu erkranken. Alle müssten sich daher weiter anstrengen, damit man zu einer Normalität zurückkehren könne, sagte Koch.

Mehr dazu lesen Sie hier.

(Video: Keystone-SDA/Adrian Reusser)

Rega darf neu bei Schlechtwetter Tessiner Patienten ausfliegen

Die Rega kann nun selbst bei schlechter Sicht Patientinnen und Patienten aus dem Kanton Tessin über den Gotthard in Deutschschweizer Kantone ausfliegen, wenn Tessiner Spitäler keine Kapazität für sie haben. Sie hat dafür entsprechende Ausnahmebewilligungen erhalten.

Die Bewilligungen für Instrumentenflugverfahren habe das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) Ende März erteilt, schrieb die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) am Samstag. Sie betreffen zum Beispiel den An- und Abflug auf und von den Flugplätzen Agno bei Lugano sowie Locarno. Zudem sollen die Helikopterbesatzungen «zeitlich uneingeschränkt» eine Instrumentenflugroute über den Gotthardpass nutzen können. Weitere Informationen gibt es hier.

Die Rega kann nun auch bei schlechtem Wetter Patienten aus dem Tessin über den Gotthard in die Deutschschweiz fliegen. (Symbolbild: Keystone)
Tessin meldet weitere zwei Todesfälle

Im Kanton Tessin sind in den vergangenen 24 Stunden zwei Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. Der Kanton zählt nach Angaben seines Führungsstabes nun 229 Covid-19-Todesopfer.

Am Freitag und am Donnerstag hatte der Kanton je acht weitere Todesfälle vermeldet. Neuansteckungen gab es seit Freitag weitere 42, wie es in der Mitteilung vom Samstag hiess. Am Donnerstag meldete das Tessin 55 Neuansteckungen, am Freitag dann deren 62.

Damit gibt es im Kanton seit dem Ausbruch der Pandemie bisher 2818 bestätigte Infektionen. 282 Menschen lagen am Samstag im Zusammenhang mit dem Virus im Spital.

Neu 24'900 Fälle in der Schweiz – Anstieg nimmt leicht ab

Die Zahl der Covid-19-Fälle in der Schweiz hat erneut zugenommen. Bis zum Samstag gab es nach Angaben des Bundesamtes für Gesundheit 24’900 laborbestätigte Fälle, 592 mehr als am Vortag.

Am Freitag hatte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) noch einen Anstieg um 734 Fälle gegenüber dem Vortag gemeldet.

Betroffen sind alle Kantone und das Fürstentum Liechtenstein. Die Inzidenzen belaufen sich auf 290 Fälle pro 100’000 Einwohner, eine der höchsten in Europa. Die Hochrechnung basiert auf Informationen von Laboratorien, Ärztinnen und Ärzten.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus hat in der Schweiz auch auf Samstag zugenommen – allerdings weniger stark als tags zuvor. (Symbolbild: Keystone)
Schweizer Firma entwickelt spezielle Beatmungsgeräte

Die Nachfrage nach Beatmungsgeräten ist weltweit gross. Eine Westschweizer Firma will Abhilfe schaffen und hat begonnen, spezielle Geräte zu entwickeln. Diese sollen Patienten beim Atmen helfen, die noch bei Bewusstsein sind.

Mehr dazu lesen Sie hier.

(Video: Keystone-SDA/Sandra Hildebrandt)

Trump: USA sollen Italien in Corona-Pandemie helfen

US-Präsident Donald Trump hat seine Regierung angewiesen, Italien im Kampf gegen das Coronavirus zu unterstützen. So solle etwa in Italien stationiertes Militärpersonal beim Bau von Feldlazaretten und dem Transport von Lebensmitteln helfen, hiess es in einem am späten Freitagabend (Ortszeit) veröffentlichten Memorandum. Nicht an Covid-19 erkrankte italienische Patienten könnten in medizinischen Einrichtungen des US-Militärs behandelt werden.

Wirtschaftsminister Wilbur Ross solle zudem US-Unternehmen ermutigen, benötigtes Material wie etwa medizinische Ausrüstung an Italien zu liefern, hiess es weiter. Mit seiner Hilfe reagiere Washington auf die Bitte der italienischen Regierung.

Bundesrat Berset: Gefahr eines Rückschlags darf nicht unterschätzt werden

Die Gefahr, dass es bei der Bekämpfung des Coronavirus zu einer Rückschlag kommen könnte, darf laut Bundesrat Alain Berset nicht unterschätzt werden. Die Schweizerinnen und Schweizer müssten diszipliniert bleiben, vor allem über die Ostertage.

«Sonst steigen die Infektionen wieder. Es gibt keine Abkürzung. Wir müssen den ganzen Weg gehen», sagte Berset in einem Interview mit den Publikationen des Medienkonzerns CH-Media.

«Es ist eine Phase des Verzichts», sagte Bersets Bundesratskollegin Karin Keller-Sutter in einem Interview mit dem «Blick» vom Samstag. Die Justizministerin aus Wil SG ging dabei mit gutem Beispiel voran. «Mein Mann und ich wollten über Ostern ins Tessin reisen – jetzt bleiben wir halt zu Hause.»

Mehr dazu lesen Sie hier.

Bundesrat Alain Berset warnt die Bevölkerung vor einem Rückschlag in der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie. (Archivbild: Keystone)
Türkei verhängt kurzfristig Ausgehverbot fürs Wochenende

Die türkische Regierung hat wegen der Corona-Krise für dieses Wochenende kurzfristig Ausgangsbeschränkungen in 31 Städten verhängt. Das betrifft auch die grösste Stadt des Landes, die Millionenmetropole Istanbul, wie Provinz-Gouverneur Ali Yerlikaya am späten Freitagabend in einem Tweet bestätigte.

Details und Ausnahmen zu dem Ausgangsverbot in der Türkei sickerten erst nach und nach durch. Einem Tweet des Innenministeriums zufolge sind auch die Hauptstadt Ankara sowie die Grossstädte Izmir und Antalya betroffen. Das Verbot sollte demnach von Mitternacht in der Nacht zum Samstag bis Mitternacht in der Nacht zum Montag gelten. Weil die Massnahme nur mit knapp zwei Stunden Vorlauf verkündet wurde, setzten in Istanbul sofort Panikkäufe ein. In Supermärkten, vor Bäckereien und Nachbarschaftsläden bildeten sich Schlangen.

Argentinien verlängert Ausgangsbeschränkungen

Argentiniens Regierung hat die wegen der Corona-Pandemie eingeführten Ausgangsbeschränkungen erneut verlängert. Die weitreichenden Massnahmen bleiben bis mindestens zum 26. April in den Grossstädten gültig, wie Präsident Alberto Fernández am Freitag (Ortszeit) in einer Pressekonferenz mitteilte. «Keiner weiss, wann dieses Martyrium enden wird», sagte der gemässigte Linke.

Um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, hatte die Regierung am 20. März weitreichende Ausgangsbeschränkungen verfügt und später bis zu diesem Samstag verlängert. Bislang haben sich in dem südamerikanischen Land 1975 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. 82 Patienten sind gestorben.

Mehr als 500 000 Corona-Infektionen in den USA

In den USA gibt es inzwischen mehr als eine halbe Million nachgewiesene Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Das ging am späten Freitagabend (Ortszeit) aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor.

Knapp 18’700 Infizierte starben demnach. In den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, gibt es deutlich mehr bekannte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 als in jedem anderen Staat der Welt. Die Zahlen der einzelnen Länder lassen sich wegen der unterschiedlichen Testquote und einer hohen Dunkelziffer jedoch nur begrenzt vergleichen.

Die USA sind inzwischen mit den meisten Covid-19-Infektionen weltweit konfrontiert. (Symbolbild: Keystone)
USA wollen unter Androhung von Sanktionen Rückführungen sicherstellen

US-Präsident Donald Trump will mit Sanktionen gegen Länder vorgehen, die während der Corona-Pandemie die Abschiebung ihrer Staatsangehörigen blockieren. In einer am Freitagabend (Ortszeit) veröffentlichten Anordnung wies Trump das Heimatschutzministerium an, das Aussenministerium über derartige Vorfälle zu informieren. Das Aussenministerium soll seinerseits innerhalb von sieben Tagen nach einer solchen Benachrichtigung einen Plan für die Verhängung von Visa-Sanktionen ausarbeiten.

Staaten, die die Rücknahme von Staatsangehörigen während der Pandemie verweigern oder unnötig verzögerten, verursachten «inakzeptable Gesundheitsrisiken für die Amerikaner», hiess es. Die Anordnung soll zunächst bis Ende des Jahres gelten und beschränkt sich nicht auf bestimmte Länder.

US-Präsident Donald Trump will Länder sanktionieren, die während der Corona-Pandemie die Abschiebung ihrer Staatsangehörigen blockieren. (Bild: Keystone)
Universität: Mehr als 2000 Corona-Tote in 24 Stunden in den USA

In den USA sind innerhalb von 24 Stunden erstmals mehr als 2000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die Universität Johns Hopkins in Baltimore verzeichnete zwischen Donnerstag- und Freitagabend (Ortszeit) 2108 Tote. Dabei handelt es sich um den höchsten Anstieg an verzeichneten Toten binnen eines Tages in einem Land seit Beginn der globalen Pandemie.

Berechnungen hatten für die USA vorhergesagt, dass die Krise Mitte April mit Blick auf die Todeszahlen ihren Höhepunkt erreichen könnte und pro Tag mehr als 2000 Menschen nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 sterben könnten. Insgesamt starben in den USA in Folge der Pandemie bereits rund 18 600 Menschen. Fast eine halbe Million Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann, wurden laut der Universität in den Vereinigten Staaten nachgewiesen.

Zahl der Corona-Todesopfer in Brasilien auf mehr als 1000 gestiegen

Als erstes Land Lateinamerikas hat Brasilien mehr als 1000 Todesfälle durch das Coronavirus bestätigt. Nach den jüngsten Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Freitagabend (Ortszeit) lag die Zahl der Gestorbenen inzwischen bei 1056. Fast 20’000 Infektionen wurden demnach inzwischen registriert.

Am 26. Februar war in Brasilien als erstem Land Süd- und Lateinamerikas ein Mensch positiv auf den Erreger Sars-CoV-2, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslöst, getestet worden. Der rechte Präsident des portugiesischsprachigen Staates, Jair Bolsonaro, geriet in den vergangenen Wochen immer wieder in die Schlagzeilen, weil er die Gefährlichkeit des Virus herunterspielte.

Juncker kritisiert deutsche Grenzpolitik in Corona-Krise

Der ehemalige EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hat Deutschland wegen der in der Corona-Krise verhängten Einreisebeschränkungen an der Grenze zu Luxemburg kritisiert. «Dass Deutschland seine Grenzen zu einem Land wie dem meinen einfach geschlossen hat, zu Luxemburg, wohin 200 000 Deutsche jeden Tag zur Arbeit pendeln, das hat einen sehr bitteren Nachgeschmack hinterlassen», sagte Juncker der «Welt» (Samstag) und weiteren europäischen Zeitungen.

Der ehemalige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker kritisiert Deutschland für seine Einreisebeschränkungen. (Archivbild: Keystone)
Kreuzfahrtschiff mit vielen Corona-Fällen legt in Uruguay an

Ein Kreuzfahrtschiff mit zahlreichen Coronavirus-Infizierten an Bord ist in den Hafen der uruguayischen Hauptstadt Montevideo eingelaufen.

Nach dem Anlegen am Freitag sollten nach Angaben der uruguayischen Regierung 112 Passagiere der «Greg Mortimer» in der Nacht zum Samstag in einem mit medizinischem Gerät ausgestatteten Flugzeug in die australische Stadt Melbourne ausgeflogen werden.

Fast 60 Prozent der mehr als 200 Menschen an Bord waren zuvor positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Acht Erkrankte wurden bereits in Krankenhäuser in Montevideo verlegt. Auf dem Schiff befanden sich ursprünglich mehr als 210 Menschen, die meisten Passagiere stammten aus Australien und Neuseeland.

Passagiere werden vom Kreuzfahrtschiff «Greg Mortimer» geholt. Das Kreuzfahrtschiff mit zahlreichen Coronavirus-Infizierten an Bord ist in den Hafen der uruguayischen Hauptstadt Montevideo eingelaufen. (Bild: Keystone)
Corona-Krise stellt Trump vor «grösste Entscheidung meines Lebens»

Die Coronavirus-Krise stellt US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben vor die grösste Entscheidung seines Lebens. Es werde eine bedeutende Entscheidung sein, wann und wie das Land wieder zur Normalität zurückkehren könnte, machte Trump am Freitag bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus deutlich. «Das ist mit Abstand die grösste Entscheidung meines Lebens», sagte Trump.

Er werde sie in Abstimmung mit «den klügsten Menschen» finden. «Ich möchte geleitet werden», sagte Trump, der sich sonst gerne als Macher darstellt und nicht mit Eigenlob spart. «Ich hoffe bei Gott, dass es die richtige Entscheidung sein wird.»

Wann kehren die USA wieder zur Normalität zurück? Präsident Donald Trump steht nach eigener Aussage vor der «grössten Entscheidung meines Lebens». (Bild: Keystone)

Trump kündigte an, voraussichtlich am Dienstag ein Expertengremium vorzustellen, das über die Öffnung des Landes beraten soll. «Ich möchte ihre Ansichten darüber, was sie denken», sagte Trump. Teil des «Rats zur Öffnung unseres Landes», wie Trump die Arbeitsgruppe nannte, seien parteiübergreifende Experten aus verschiedenen Teilen des Landes. Trump machte erneut deutlich, dass er das Land so schnell wie möglich wieder öffnen wolle – und wies auf Gefahren des Zu-Hause-Bleibens hin: Auch das könne in der Coronavirus-Krise zum Tod führen – «vielleicht eine andere Art von Tod», warnte er.

Papst begeht Karfreitags-Prozession mit Gefängnis-Texten

Papst Franziskus hat den Karfreitag wegen der Corona-Krise komplett anders begangen, als es seit Jahrzehnten Tradition ist. Bei der meist emotional bewegenden Kreuzweg-Prozession, die sonst von Tausenden Pilgern begleitet wird, waren diesmal nur das katholische Kirchenoberhaupt und wenige andere Menschen dabei.

Die Zeremonie war vom antiken Kolosseum in den abgesperrten Vatikan verlegt worden. Auf den Petersplatz vor dem riesigen Dom wirkten der Papst und die wenigen anderen Beteiligten der abendlichen Prozession fast verloren.

Papst Franziskus beging die Kreuzweg-Prozession dieses Jahr fast alleine. (Bild: Keystone)

Bei der Feier werden traditionell das Leiden Jesus‘, sein Weg in den Tod am Kreuz und ins Grab in 14 Stationen nachstellt. Die Meditationstexte, die verlesen wurden, stammten diesmal unter anderem von Häftlingen des Gefängnisses «Due Palazzi» aus dem norditalienischen Padua. Auch Eltern, deren Tochter ermordet wurde, die Mutter eines Straftäters und Justizmitarbeiter hatten die Ansprachen in der Ich-Form verfasst.

Liverpool-Legende Kenny Dalglish mit Coronavirus

Der ehemalige Liverpool-Star und -Erfolgstrainer Kenny Dalglish ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 69-jährige Schotte sei am Mittwoch wegen einer Infektion, die mit intravenösen Antibiotika behandelt werden musste, ins Spital eingeliefert worden. Im Zuge seines Aufenthalts habe ein routinemässiger Corona-Test bei Dalglish, der bisher keine Covid-19-Symptome aufweist, ein positives Ergebnis gebracht.

Digitales Contact-Tracing «mit Bedingungen» ethisch vertretbar

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus wird auch über die Anwendung des sogenannt digitalen Contact Tracing via Smartphone-Applikation diskutiert.

Diesem stehen gemäss der nationalen Ethikkommission im Bereich Humanmedizin (Nek) keine «grundsätzlichen ethischen Erwägungen» entgegen, wenn strikte Bedingungen eingehalten würden.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Corona-Krise in Türkei: Ausgangsverbot übers Wochenende in 31 Städten

Die türkische Regierung hat wegen der Corona-Krise für dieses Wochenende ein Ausgangsverbot in 31 Städten verhängt. Das beinhaltete auch die grösste Stadt des Landes, die Millionenmetropole Istanbul, wie Gouverneur Ali Yerlikaya am späten Freitagabend in einem Tweet bestätigte. Einem Tweet des Innenministeriums zufolge sind auch die Hauptstadt Ankara sowie die Grossstädte Izmir und Antalya betroffen. Das Verbot gelte ab Mitternacht und bis Mitternacht in der Nacht zum Montag, hiess es in dem Tweet. Ob und inwieweit es Ausnahmen von dem angekündigten Ausgangsverbot gibt, war zunächst unklar.

In Istanbul wurde ein Ausgangsverbot verhängt. (Bild: Keystone)

Die Türkei hat bisher rund 47’000 Infektionsfälle und 1’006 Tote gemeldet. Für Menschen ab 65 Jahre, chronisch Kranke und Unter-20-Jährige galten bereits Ausgangsverbote. Die Regierung hatte bisher jedoch darauf verzichtet, eine landesweite Ausgangssperre zu verhängen – auch, um die bereits angeschlagene Wirtschaft nicht weiter zu beeinträchtigen. Sie hatte jedoch viele andere Massnahmen getroffen. Unter anderem wurden Schulen und Universitäten, Cafés und Bars geschlossen, Grossveranstaltungen und gemeinsame Gebete in Moscheen verboten und 31 Städte nach aussen weitgehend abgeschottet. (sda)

Zwei weitere Tote wegen Coronavirus im Kanton Jura

Im Kanton Jura sind zwei weitere Personen an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die beiden Personen seien über 80 Jahre alt gewesen und waren in Spitalpflege.

Das schreibt der Kanton in einer Mitteilung vom Freitagabend. Insgesamt sind damit drei Personen aus dem Kanton wegen des Virus verstorben.

Der Kanton zählte am Freitagnachmittag 182 bestätigte Covid-19-Fälle, wovon 24 im Spital waren. Fünf befanden sich in Intensivpflege, 4 davon wurden künstlich beatmet. (sda)

Mehr als 13'000 Corona-Tote in Frankreich – Kind stirbt

In Frankreich ist ein an Covid-19 erkranktes Kind auf der Intensivstation gestorben. Das Kind sei jünger als zehn Jahre gewesen, die Todesursache erscheine aber «vielfältig», sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Freitagabend.

Die Zahl der Menschen, die in Krankenhäusern gestorben seien, ist innerhalb von 24 Stunden um 554 Fälle auf 8’598 gestiegen. Hinzu kämen 433 weitere Fälle innerhalb eines Tages in Alters- und Pflegeheimen. Hier liegt die Gesamtzahl bei knapp 4’600. Damit liegt die Zahl der Toten insgesamt bei knapp 13’200.

«Nur gemeinsam werden wir das Virus besiegen. Zu Hause zu bleiben bedeutet, gegen das Virus vorzugehen, gegen die Krankheit vorzugehen, Leben zu retten. Seit einigen Tagen sehen wir die ersten Auswirkungen der Eindämmung», sagte Salomon. Derzeit würden gut 7’000 Menschen auf Intensivstationen behandelt – das sind etwas weniger als am Vortag.

Moskau verschärft Massnahmen wegen Corona-Pandemie

Im Kampf gegen das Coronavirus verschärft Europas grösste Stadt Moskau die Massnahmen. Die Mehrheit der Betriebe werde vorübergehend geschlossen, auch Baustellen mit Ausnahme von Klinik-Neubauten, kündigte Bürgermeister Sergej Sobjanin am Freitag an. Nur noch lebenswichtige Einrichtungen dürften arbeiten. «Wir stehen in den kommenden Tagen und Wochen vor schweren Prüfungen.»

Wer arbeite, brauche von Montag an eine Sondererlaubnis, sagte er. Es werde vorübergehend ein digitaler Ausgangsschein an jene vergeben, die sich in der Stadt bewegen müssten. Alle andere müssten zu Hause bleiben. «Wenn es um die Gesundheit und das Leben vieler Menschen geht, gibt es keine Wahl», sagte Sobjanin. Die Lage verschlimmere sich. Deshalb seien weitere Schritte zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit nötig, erläuterte Sobjanin in einer Videobotschaft.

(Bild: Keystone)

Nach Angaben der Millionenmetropole hat sich die Zahl der Menschen, die mit einer Lungenentzündung in ein Krankenhaus eingeliefert wurden, innerhalb einer Woche mehr als verdoppelt – auf 5’500. «Die Krankenhäuser und Rettungsdienste arbeiten an ihren Grenzen», sagte Vize-Bürgermeisterin Anastassija Rakowa.

In Russland sind mit Stand Freitag mehr als 11 900 Corona-Fälle gemeldet worden, die meisten davon in Moskau. (sda)

Weltweit mehr als 100'000 Tote durch Coronavirus

Weltweit sind nach Angaben von US-Experten bereits mehr als 100’000 Menschen an den Folgen der Corona-Pandemie gestorben. Das geht aus Daten der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität von Freitag hervor.

Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionsfälle lag bei mehr als 1,6 Millionen. In den USA wurden in absoluten Zahlen bislang die meisten Infektionen gemeldet, gefolgt von Spanien und Italien.

Die Webseite der Johns-Hopkins-Universität wird häufiger aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand bestätigter Infektionen als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der US-Gesundheitsbehörde CDC.

Bolsonaro ignoriert erneut Corona-Massnahmen

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro ist erneut durch Missachtung der Empfehlungen zur sozialen Distanz in der Corona-Krise aufgefallen.

Der Sohn des rechten Staatschefs, Eduardo Bolsonaro, twitterte am Donnerstagabend (Ortszeit) ein Video von einem Besuch seines Vaters in einer Bäckerei in der Hauptstadt Brasília. Darauf ist zu sehen, wie der Präsident isst, trinkt und sich mit mehreren Menschen fotografieren lässt, die sich direkt neben ihn stellen. Manche der Personen tragen einen Mundschutz, Bolsonaro nicht.

Renault als fünftes Formel-1-Team mit Kurzarbeit

Mit dem Renault-Werksteam hat bereits der vierte Formel-1-Rennstall seine Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Die Rennsport-Abteilung des französischen Autobauers gab bekannt, dass dies seit dem 1. April vorerst bis zum 31. Mai für die Belegschaft im Werk im englischen Enstone gelte. Durch ein Programm der britischen Regierung könne allen Mitarbeitern mindestens 80 Prozent des Lohnes ausgezahlt werden. Im selben Umfang soll auch das Gehalt auf der Managementebene reduziert werden.

Zuvor hatten bereits Alfa Romeo, Williams, McLaren und Racing Point entsprechende Massnahmen ergriffen. Die Formel 1 ruht wie praktisch der gesamte Sport weltweit durch die Coronavirus-Pandemie. Die ersten neun Rennen wurden abgesagt beziehungsweise verschoben. Ein Saisonstart wird für Anfang Juli avisiert. Die Sommerpause wurde vorgezogen und auf fünf Wochen verlängert. (sda)

Kleiner Seitenhieb an die Schweiz von Kaya Yanar

So verhalten sich die einzelnen Länder über Ostern während der Corona-Krise, postet Kaya Yanar auf Instagram.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Ein Beitrag geteilt von Kaya Yanar Official (@kaya.tv) am

New Yorks Gouverneur: Neue Corona-Wellen müssen verhindert werden

Angesichts einer leichten Stabilisierung der Lage in der Corona-Krise hat der Gouverneur des US-Bundesstaates New York vor neuen Infektionswellen gewarnt. «Ich will keine zweite Welle, ich will keine dritte Welle», sagte Andrew Cuomo am Freitag bei seiner täglichen Pressekonferenz. Deswegen müsse die Wiedereröffnung der Gesellschaft, für die er noch kein Startdatum nannte, graduell und sehr vorsichtig geschehen.

Trotz eines positiven Trends und niedrigeren Anstiegen bei Einlieferungen in Krankenhäuser lag die Zahl der Corona-Toten mit 777 im Vergleich zum Vortag erneut auf einem sehr hohen Niveau – das ist mehr als in Italien oder Spanien. Damit kletterte die Gesamtzahl an New Yorker Todesopfern in der Pandemie auf 7844. Wegen des hohen Aufkommens an Leichen bestattet die gleichnamige Millionenmetropole Tote vorläufig in Holzsärgen in Massengräbern auf einer Insel vor dem Stadtteil Bronx.

Druck auf Krankenhäuser in Italien sinkt

Weil sich die Kurve der Corona-Neuinfektionen in Italien stabilisiert, sinkt der Druck auf die Krankenhäuser. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen ist seit Tagen leicht rückläufig, wie der Zivilschutz am Freitag in Rom berichtete. Das ist eine gute Nachricht, denn die Lage in den überfüllten Hospitälern besonders in Norditalien ist ein kritischer Punkt in der Corona-Krise. Allerdings blieb die Zahl der Todesopfer mit 570 neuen Fällen innerhalb von 24 Stunden recht hoch.

Insgesamt starben 18 849 Infizierte in Italien seit dem Beginn der Viruswelle im Februar. Auf dem Höhepunkt der Virus-Welle waren am 27. März fast 1000 Tote an einem Tag verzeichnet worden.

(Bild: Keystone)
Grossbritannien meldet 980 Todesfälle an einem Tag

Grossbritannien hat erstmals mehr Todesfälle an einem einzigen Tag durch das Coronavirus verzeichnet als Italien. Die Zahl der Toten stieg bis Donnerstagabend um 980, wie der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Freitag mitteilte. Italien hatte an seinem bislang schlimmsten Tag am 27. März 969 Sterbefälle erfasst.

Insgesamt liegt die Zahl der Opfer des Coronavirus in Grossbritannien bei 8958 und damit noch weit hinter Italien, das bis Freitag mehr als 18 000 Todesopfer zählte. Dennoch deuten die stetig steigenden Todeszahlen darauf hin, dass Grossbritannien den Höhepunkt der Pandemie noch lange nicht erreicht hat.

(Bild: Keystone)

Damit wächst auch die Sorge, dass der britische Gesundheitsdienst in die Knie gehen könnte. Dem NHS fehlt es an Beatmungsgeräten, Schutzkleidung und Personal. Die Bundeswehr reagierte inzwischen auf einen Hilferuf aus Grossbritannien mit einer Zusage für 60 mobile Beatmungsgeräte. Diese sollten so schnell wie möglich an den Nato-Partner verschickt werden, hiess es am Donnerstag aus dem Verteidigungsministerium in Berlin.

Die Regierung in London hatte lange gezögert, Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu ergreifen. Premierminister Boris Johnson hatte sich selbst mit dem Erreger infiziert und musste mehrere Tage lang auf der Intensivstation behandelt werden. Erst am Donnerstag gab es Zeichen der Entwarnung. Der Premier konnte wieder auf eine normale Station verlegt werden. Wann er wieder in der Lage sein wird, die Amtsgeschäfte zu führen, war aber zunächst unklar.

Maas verteidigt nationale Alleingänge zu Beginn der Corona-Krise

Bundesaussenminister Heiko Maas hat nationale Alleingänge in der Europäischen Union zu Beginn der Corona-Krise verteidigt. «Ich halte es für richtig, dass jedes Land zuerst nationale Massnahmen ergriffen hat», sagte der SPD-Politiker dem «Spiegel».

«Das ist wie im Flugzeug: Jeder sollte sich im Notfall erst seine Maske aufsetzen, bevor er anderen hilft. Wenn wir unsere nationalen Hausaufgaben nicht gemacht hätten, hätten wir auch niemanden ausserhalb unseres Landes unterstützen können.» Die Reihenfolge sei richtig gewesen.

Mindestens tausend Menschen in der Schweiz an Covid-19 gestorben

In der Schweiz sind mittlerweile mindestens tausend Menschen an der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Dies hat die Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Karfreitag ergeben. Sie stützt sich auf offizielle Angaben der Kantone.

Konkret sind es 1001 Todesfälle, welche die Kantone bis am Freitag kurz nach 17 Uhr gemeldet hatten. Dies zeigen die auf den Internetseiten der Kantone vorliegenden Daten, welche Keystone-SDA jeweils zusammenträgt. Die Agentur aktualisiert die Zahlen zweimal täglich, mittags und abends.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gab die Zahl der Todesopfer am Freitagmittag mit 805 an. Es bezieht sich dabei auf die Meldungen, die die Laboratorien sowie Ärztinnen und Ärzte im Rahmen der Meldepflicht bisher übermittelten.

Nach Angaben der Johns Hopkins-Universität in der US-Stadt Baltimore sterben in der Schweiz 3,9 Prozent der Corona-Patienten an der Lungenkrankheit Covid-19. Das sind 11 Todesfälle pro 100’000 Einwohner. Zum Vergleich: In Italien sind bisher 12,7 Prozent der Corona-Infizierten gestorben, das sind 30 Todesfälle pro 100’000 Einwohner. In Spanien starben bisher 10 Prozent der Erkrankten (33 Tote pro 100’000 Einwohner).

Eine gute Chance zu überleben haben Corona-Patienten in Deutschland und Österreich. In beiden Ländern sterben nur 2,2 Prozent der Patienten (3 Tote pro 100’000 Einwohner). In den USA, mit bisher mehr als 461’000 Corona-Infizierten und 16’500 Todesfällen beträgt die Sterberate 3,6 Prozent. Das entspricht 5 Toten pro 100’000 Einwohner.

Tirol verlängert Quarantäne für Paznauntal und St. Anton

Das österreichische Bundesland Tirol verlängert die Quarantäne für das Paznauntal mit den Orten Ischgl und Galtür sowie für St. Anton am Arlberg um zwei Wochen bis zum 26. April. Das sei die alternativlose Konsequenz aus jüngsten Tests, sagte Landeschef Günther Platter.

Tirol verlängert die Quarantäne für das Paznauntal mit den Orten Ischgl und Galtür sowie für St. Anton am Arlberg um zwei Wochen bis zum 26. April. (Keystone)

Bei fast 3000 Tests binnen eines Tages habe sich herausgestellt, dass bei bis zu 19 Prozent der untersuchten Menschen das Coronavirus nachweisbar gewesen sei. Die Entscheidung sei «sehr dramatisch» für die Betroffenen, die bereits rund vier Wochen von der Aussenwelt isoliert lebten, meinte Platter. Es gelte jetzt aber, eine Verbreitung des Virus unbedingt zu vermeiden. Insgesamt entwickelten sich die Zahlen in Tirol wie auch im restlichen Österreich durchaus günstig.

Spaniens Regierung empfiehlt jetzt Masken im öffentlichen Nahverkehr

Die spanische Regierung empfiehlt ab sofort allen Bürgern wegen der Corona-Pandemie in öffentlichen Verkehrsmitteln Masken zu tragen. Das sei am Freitag bei einer Sitzung des Ministerrats beschlossen worden, teilte Gesundheitsminister Salvador Illa mit.

(Keystone)

Besonders wichtig sei dabei, die Masken ordnungsgemäss zu verwenden, damit sie wirksamen Schutz bieten, und gleichzeitig nicht andere Hygienemassnahmen wie das Händewaschen zu vernachlässigen, so Illa. Soweit möglich sollen Masken ab kommender Woche etwa in U-Bahn-Stationen oder Bahnhöfen zugänglich gemacht werden.

In Millionenstadt Istanbul werden Intensivbetten knapp

In der türkischen Millionenmetropole Istanbul werden angesichts der Verbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 die Betten auf Intensivstationen knapp.

Gesundheitsminister Koca hatte zuletzt angegeben, die Auslastung der Intensivstationen in der Türkei liege bei etwas über 60 Prozent. (Keystone)

«In Istanbul gibt es 4600 Intensivbetten und in nur zwei bis drei Tagen waren bereits 80 Prozent davon belegt», sagte der Chef der Türkischen Ärztevereinigung TTB, Sinan Adiyaman, der Deutschen Presse-Agentur. «Das wurde uns mitgeteilt. Und das wird zunehmen.» Es sei bekannt, dass es in Istanbul sehr viele Patienten gebe. In der vergangenen Woche waren 60 Prozent aller Fälle der Türkei dort gemeldet worden.

Telebasel Corona Flash von 15 Uhr
Trump-Zitate über die Corona-Krise

Zu Beginn der Coronavirus-Pandemie ging US-Präsident Donald Trump davon aus, sein Land werde nicht allzu hart getroffen. Später griff er zu Kriegsvokabeln. Hier geht es zu den 15 besten Zitate von Donald Trump zur Coronavirus-Pandemie.

US-Präsident Donald Trump wechselt immer wieder seine Meinung zur Coronavirus-Pandemie. (Key)
Bund gibt Essensempfehlungen für zuhause ab

Der Bund hat Ernährungstipps für die wegen der Coronavirus-Pandemie daheim festsitzenden Menschen veröffentlicht. Die Beamten schlagen drei Mahlzeiten sowie fünf Portionen Früchte und Gemüse am Tag vor, den Verzicht auf Fertigprodukte und am Tisch zu essen.

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) rät auf seiner Internetseite den Menschen, die wegen der Corona-Massnahmen zuhause bleiben müssen, sich an den gewohnten Tagesablauf zu halten und regelmässig zu essen.

Freie Strassen in Richtung Süden

Der Osterverkehr in Richtung Süden hält sich in Grenzen. Am Freitagmorgen war vor dem Gotthard-Nordportal kein Stau zu verzeichnen.

(Video: Keystone sda / Urs Flüeler)

«Die Menschen respektieren offenbar den Aufruf der Behörden, nicht in das von der Corona-Pandemie besonders betroffene Tessin zu fahren», sagte eine Sprecherin von Viasuisse auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Bereits am Donnerstag habe es am Gotthard keine Staus gegeben.

Kanton Tessin meldet weitere acht Corona-Todesfälle

Der Kanton Tessin hat am Freitag acht weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Die Zahl der Verstorbenen im Südkanton ist damit auf 227 gestiegen.

Gemäss der Mitteilung des Kantonalen Führungsstabes wurden zudem 62 Neuansteckungen registriert. Damit haben sich im Tessin bisher 2’776 Personen mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt. Die erste Ansteckung wurde am 25. Februar registriert.

297 Menschen waren mit einer Covid-19-Erkrankung in einem Spital. 68 von ihnen befanden sich auf einer Intensivstation; 62 waren intubiert. Seit dem Ausbruch der Pandemie konnten 466 Menschen das Spital verlassen, 19 von ihnen in den vergangenen 24 Stunden. (sda)

Schweizer Reisende aus Mumbai und Delhi in Zürich gelandet

Die grösste Rückholaktion für Schweizer Reisende aus dem Ausland geht weiter: Am Karfreitagmorgen ist in Zürich eine Maschine mit Personen aus Indien gelandet.

Corona-Fallzahlen steigen auf 24'308

Die Zahl der Covid-19-Fälle in der Schweiz hat weiter zugenommen. Aktueller Stand sind nach Angaben des Bundesamtes für Gesundheit 24’308 laborbestätigte Fälle, 734 mehr als am Vortag.

Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Erkrankung nähert sich der 1000er-Grenze: Sie stieg bis am Freitagmittag auf 959, wie eine Analyse der Nachrichtenagentur Keystone-SDA der auf den Internetseiten der Kantone vorliegenden Daten ergab. Die Agentur aktualisiert die Zahlen zweimal täglich, mittags und abends.

Bund will Daheimgebliebene mit Eier-Gewinnspiel bei Laune halten

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) will mit einem Online-Spiel die wegen der Coronavirus-Pandemie Zuhausegebliebenen bei Laune halten. Der Bund hat am Karfreitag ein Osterhasen-Spiel veröffentlicht. Der Wettbewerb läuft bis am Montagabend vor Mitternacht. Den Gewinner erwartet ein Geschenk im Wert von 500 Franken.

(Bild: bag-coronavirus)
Historisch wenig Verkehr vor dem Gotthard

Was sich bereits am Gründonnerstag abzeichnete, setzt sich am Karfreitag fort. Die Strassen in Richtung Süden bleiben mehrheitlich leer. Normalerweise staut sich der Osterverkehr vor dem Gotthard auf mehrere Kilometer. Die Warnungen und Kontrollen der Bundesbehörden und der Urner Polizei scheinen zu wirken. Nur rund 10 Prozent des üblichen Verkehrs wurde am Donnerstag auf der A2 gemessen.

Und auch am Karfreitag präsentiert sich die Lage zumindest am Morgen ähnlich – die Strassen bleiben mehrheitlich leer. «Die Menschen respektieren offenbar den Aufruf der Behörden, nicht in das von der Corona-Pandemie besonders betroffene Tessin zu fahren», sagte eine Sprecherin von Viasuisse auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Bereits am Donnerstag habe es am Gotthard keine Staus gegeben.

Mehr zur Entwicklung des Verkehrs auf den Strassen laufend hier.

Mundschutzpflicht in Litauen in Kraft getreten

In Litauen gilt seit Freitag eine Mundschutzpflicht ein, um einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus vorzubeugen. Alle Bürger des baltischen EU-Landes müssen in der Öffentlichkeit von nun an Mund und Nase bedecken.

(Symbolbild: Keystone)

Selbstgenähte Masken oder ein Schutz aus einem Schal oder einem Tuch werden dabei ebenfalls akzeptiert. Bei Verstössen droht ein Bussgeld zwischen 500 und 1500 Euro für Privatpersonen und zwischen 1500 und 6000 Euro für Unternehmen.

Litauen verzeichnete bislang 999 bestätigte Coronavirus-Infektionen und 17 Todesfälle. Zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus hatte die Regierung in Vilnius den Notstand ausgerufen und das ganze Land bis zum 27. April unter Quarantäne gestellt. Über die Osterfeiertage gilt für die knapp 3 Millionen Einwohner des katholisch geprägten Baltenstaats ein Reiseverbot.

Italiener müssen wegen Corona bis 3. Mai zu Hause bleiben

Die italienische Regierung will die Ausgangsverbote für die Bürger nach Medienberichten bis zum 3. Mai verlängern.

Die italienische Regierung will die Ausgangsverbote für die Bürger nach Medienberichten bis zum 3. Mai verlängern. (Keystone)

Einen solchen Beschluss wolle Premierminister Giuseppe Conte am Freitag vor der Presse verkünden, schrieb die Zeitung «La Repubblica». Auch andere Print- und TV-Medien meldeten, das Land werde frühestens am 4. Mai, also in mehr als drei Wochen, wieder grossflächig geöffnet.

Boris Johnson wird lange für Genesung brauchen

Der Vater des an Covid-19 erkrankten britischen Premierministers Boris Johnson glaubt nicht an eine schnelle Rückkehr seines Sohns in die Amtsgeschäfte.

Der Vater des an Covid-19 erkrankten britischen Premierministers Boris Johnson glaubt nicht an eine schnelle Rückkehr seines Sohns in die Amtsgeschäfte. (Key)

«Er braucht Zeit. Ich kann nicht glauben, dass man das durchmachen kann und direkt wieder zurück in die Downing Street (den Regierungssitz) geht und die Zügel in die Hand nimmt, ohne eine Phase der Wiederanpassung», sagte der 79-Jährige dem Radiosender BBC 4 am Freitag. Noch sei sein Sohn nicht über den Berg.

Drei Mal mehr Infizierte in Österreich als bekannt

In Österreich sind laut einer Dunkelziffer-Studie deutlich mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert als die offizielle Statistik ausweist.

Laut einer Studie seien in Österreich etwa 28 500 Personen im April vom Coronavirus betroffen gewesen. (Keystone)

Im Vergleich zu den Anfang April offiziell als infiziert ausgewiesenen rund 8’500 Menschen seien tatsächlich wohl etwa 28’500 Personen betroffen gewesen, teilte das Meinungsforschungsinstitut Sora am Freitag mit. Das entspreche 0,33 Prozent der Bevölkerung. Die Schwankungsbreite sei allerdings erheblich: Es sei von einer Spanne zwischen 10’200 und 67’400 Infizierten auszugehen.

52 Corona-Einsätze der Polizei in St. Gallen

Die Kantonspolizei St. Gallen verzeichnete zwischen Donnerstag und Freitag 52 Einsätze in Folge von Übertretung der Auflagen des Bundes.

Die meisten Einsätze hätten im Zusammenhang mit private Feiern und Grillfesten stattgefunden. In den meisten Fällen hielten sich die angetroffenen Personen aber an die geltenden Bestimmungen, heisst es in einer Mitteilung.

Schweizer Reisende aus Mumbai und Delhi in Zürich gelandet

Die nach Angaben des Aussendepartements EDA grösste Rückholaktion für Schweizer Reisende aus dem Ausland geht weiter: Am frühen Karfreitagmorgen ist in Zürich eine Maschine mit Passagieren aus Indien gelandet.

An Bord befanden sich rund 200 Schweizerinnen und Schweizer sowie Angehörige weiterer Staaten, wie das EDA mitteilte. Der Swiss-Flug aus Mumbai mit Zwischenstopp in Delhi war der zweite Rückholflug aus Indien.

Osterhase macht nur Hausbesuche

André Simonazzi, Sprecher des Schweizerischen Bundesrates, muss es wissen: «Ich weiss es aus besten Quellen: Der Osterhase macht dieses Jahr nur Hausbesuche», schreibt er auf Twitter und erinnert die Bevölkerung daran zuhause zu bleiben.

Zahl der Neuinfektionen in Südkorea fällt weiter

Die Zahl der täglich erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist erstmals seit Februar auf unter 30 gefallen. Am Donnerstag seien 27 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag mit. Die Gesamtzahl stieg demnach auf 10 450. Es wurden 208 Todesfälle mit dem Virus in Verbindung gebracht.

Fast 1’800 Corona-Tote an einem Tag in den USA

In den USA sind am Donnerstag 1’783 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Donald Trump sieht die USA auf dem Höhepunkt der Pandemie.

Traurige Bilanz: Fast 1’800 Menschen sterben in den USA an den Folgen des Coronavirus an einem Tag . (Keystone)

Die Zahl der Toten in den USA seit Beginn der Epidemie stieg damit auf rund 16’500, wie Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore am Donnerstagabend (Ortszeit) zeigten. Demnach wurden bereits rund 460’000 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen.

EU-Finanzminister schnüren Rettungspaket von 500 Milliarden Euro

Nachdem am Donnerstag bereits die US-Notenbank eine billionenschwere Finanzspritze für die nationale Wirtschaft angekündigt hat, stellen nun auch die Finanzminister der Euroländer ein grosses Hilfspaket in Aussicht. Die Euroländer haben sich laut dem französischen Finanzminister Bruno Le Maire auf Hilfen geeinigt. Das berichten diverse Medien am Donnerstagabend.

Demnach soll das Hilfspaket für die Euroländer ein sofortiges Volumen von 500 Milliarden Euro umfassen. Später werde es dann einen Wiederaufbaufonds für die Wirtschaft geben.

Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Die Finanzminister der EU haben sich am Donnerstagabend auf ein Corona-Rettungspaket von 500 Milliarden Euro geeinigt. (Symbolbild: Keystone)
UNO-Sicherheitsrat erstmals wegen zu Corona zusammengekommen

Der UNO-Sicherheitsrat hat sich zum ersten Mal seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie mit den Auswirkungen der Krise auf die internationale Sicherheit beschäftigt. UNO-Generalsekretär António Guterres unterrichtete die 15 Mitglieder in einer virtuellen, für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Sitzung am Nachmittag (Ortszeit) in New York über die Lage. Nähere Details gab es während der laufenden Sitzung zunächst nicht.

Zuletzt war Kritik wegen des offenbaren Stillstands im Sicherheitsrat aufgekommen, der zur Auswirkung der Corona-Krise auf die internationale Sicherheit bisher keine gemeinsame Haltung gefunden hat. Louis Charbonneau von der Menschenrechtsorganisation «Human Rights Watch» sagte, der ohnehin gespaltene Sicherheitsrat sei in der Krise «völlig verschwunden».

UNO-Generalsekretär António Guterres. (Archivbild: Keystone)
96 neue Tote wegen Corona in Türkei – Freie Behandlung in allen Kliniken

In der Türkei ist offiziellen Angaben zufolge die Zahl der an Covid-19 verstorbenen Menschen auf insgesamt 908 gestiegen. In den vergangenen 24 Stunden seien 96 Menschen gestorben, sagte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Donnerstagabend. Zudem seien weitere 4056 Menschen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden.

Die Gesamtzahl der Infizierten liege nun bei 42’282. Die Zahl der täglichen Tests wurde demnach erneut gesteigert, auf rund 28’500. Erholt haben sich der Regierung zufolge bisher rund 2142 Menschen.

Gleichzeitig trat am Donnerstag ein Dekret der Regierung in Kraft, das die Behandlung von mit dem neuartigen Coronavirus Infizierten auch in privaten Kliniken kostenfrei macht. Den vielzitierten Daten der Johns-Hopkins-Universität in den USA zufolge liegt die Türkei auf Platz 9 der am schwersten betroffenen Länder.

In der Türkei sind bislang 908 Menschen dem Coronavirus zum Opfer gefallen. Die Regierung gewährt den Bürgern auch in privaten Kliniken eine kostenlose Behandlung. (Symbolbild: Keystone)
Curling-Weltmeisterschaften werden nicht nachgeholt

Alle drei infolge des Coronavirus abgesagten Curling-Weltmeisterschaften in den olympischen Disziplinen werden vom Weltverband WCF nicht neu angesetzt. Damit werden 2020 bei den Frauen, den Männern und im Mixed-Doppel keine Titel vergeben.

Für den Verband wäre es schwierig geworden, im Herbst geeignete Termine für die acht oder neun Tage dauernden Weltmeisterschaften zu finden. Der Herbst ist weitgehend mit Turnieren der World Tour belegt.

Die Curling-Weltmeisterschaften fielen dem Coronavirus ebenfalls zum Opfer – und werden nicht nachgeholt. (Archivbild: Keystone)
Trotz Lockerung der Corona-Regeln im Iran weiter viele Geschäfte zu

Trotz angekündigter Lockerungen der strengen Corona-Massnahmen im Iran müssen viele Geschäfte und Branchen weiterhin geschlossen bleiben. Kaufhäuser, Einkaufspassagen, überdachte Basare, Restaurants, Kinos, Theater und alle Sportanlagen sowie Friseure und Schönheitssalons hätten bisher keine Erlaubnis für eine Wiedereröffnung erhalten, meldete die staatliche Nachrichtenagentur IRNA am Donnerstag.

Ihren Betrieb wiederaufnehmen durften vor allem Produktionsstätten sowie Unternehmen des Dienstleistungssektors.

Ungarn verlängert Ausgangsbeschränkungen unbefristet

Ungarn verlängert die seit knapp zwei Wochen geltenden Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie auf unbegrenzte Zeit. Die Regierung werde die Aufrechterhaltung der Beschränkungen wöchentlich überprüfen, erklärte Ministerpräsident Viktor Orban am Donnerstag auf seiner Facebook-Seite. Ohne die Verlängerung hätten die Bestimmungen nur bis zum Samstag gegolten.

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat die Ausgangsbeschränkungen auf unbestimmte Zeit verlängert. (Bild: Keystone)
Drei Raumfahrer sind trotz Corona-Pandemie zur ISS geflogen

Unter beispiellosen Sicherheitsvorkehrungen wegen der Corona-Pandemie sind drei Raumfahrer zur Internationalen Raumstation ISS geflogen. Die Sojus-Kapsel mit den Russen Anatoli Iwanischin, Iwan Wagner und dem US-Astronauten Christopher Cassidy an Bord dockte am Donnerstagnachmittag nach sechs Stunden Flugzeit planmässig am Aussenposten der Menschheit in rund 400 Kilometer Höhe an.

(Video: Youtube/Reuters)

Live-Bilder der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos zeigten, wie sich die Kapsel auf den letzten Metern ganz langsam der ISS näherte. Die drei Raumfahrer bleiben dort bis zum Herbst.

Am Vormittag waren sie bei sonnigem Wetter um 10:05 Uhr (MESZ) vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abgehoben. Dort lief alles nach Plan. Trotz des sich weiter ausbreitenden Virus hatte Roskosmos wiederholt betont, an dem Starttermin festzuhalten.

Boris Johnson hat Intensivstation verlassen

Der britische Premierminister Boris Johnson muss wegen seiner Covid-19-Erkrankung nicht mehr auf der Intensivstation behandelt werden. Er sei auf eine normale Station verlegt worden, teilte eine Regierungssprecherin am Donnerstagabend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Johnson sei «ausserordentlich guten Mutes» hiess es in einer Mitteilung. Er sei nun in der frühen Phase seiner Genesung und werde weiterhin genau beobachtet.

Der 55 Jahre alte Premierminister war am Sonntag ins St. Thomas‘ Hospital gebracht worden, nachdem die Symptome seiner Covid-19-Erkrankung nach eineinhalb Wochen noch nicht abgeklungen waren. Am Montag verschlechterte sich sein Zustand derart, dass er auf die Intensivstation verlegt werden musste.

Mehr dazu hier.

(Archivbild: Keystone)
Was bisher geschah

Alle bisherigen Ereignisse und Entwicklungen zum Coronavirus können Sie hier nachlesen.

2 Kommentare

  1. Ich kann es kaum glauben, dass noch heute von COVID-19 Toten die Rede ist. Ich hoffe doch auch an Sie ist mittlerweile die Nachricht ergangen, dass in Wahrheit nur ein geringer Teil der Toten effektiv am Virus selbst gestorben ist. Was will man mit solchen Zahlen erreichen? Angst und Schrecken, Panik?Report

  2. Bitte, hören Sie endlich mit diesen, aller Wahrscheinlichkeit nach falschen und nicht verifizierten Zahlenveröffentlichungen auf. Es gibt mittlerweile weltweit mehr als genügend Skepsis an der Verlässlichkeit dieser Zahlen!! Journalisten schämen- und distanzieren sich mittlerweile von der Art und Weise, wie dieses Thema medial ausgeschlachtet wird.Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*