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Der Telebasel News Beitrag vom 10. April 2020.
Basel

Schrebergärtner: «Ich bin froh, dass die Lockerung gekommen ist»

Trotz strenger Auflagen überwiegt bei den Gärtnern im Familiengarten Basel-West die Freude, endlich den Garten zu pflegen.

Der Zutritt zu den Basler Familiengärten auf elsässischem Boden ist nach der Sperrung durch die französischen Behörden wieder möglich – allerdings nur unter sehr restriktiven Bedingungen. Die Vereinbarung wurde nach längeren Abklärungen zwischen der Basler Stadtgärtnerei, der Schweizer Grenzwache und den französischen Behörden getroffen, wie das Basler Bau- und Verkehrsdepartement am Donnerstag mitteilte.

Die Zutrittsberechtigung ist allerdings mit sehr restriktiven Bedingungen verknüpft. Eine weitergehende Lockerung des Zutrittsverbots sei in der aktuellen Situation nicht möglich, heisst es in der Mitteilung.

Zutritt zeitlich auf eine Stunde begrenzt

So sei der Zutritt zeitlich auf eine Stunde begrenzt und nur eingetragenen Pächtern erlaubt, die nicht weiter als einen Kilometer von ihrem Familiengarten entfernt wohnen. Die Nutzer müssten sich jederzeit mit einer Identitätskarte oder einem Pass ausweisen können sowie den Arealausweise und das sogenannte Zollbüchlein mit sich führen. Im Zollbüchlein werden die Anschaffungen für die Gärten aufgelistet.

Weiter bedarf es der «Attestation de Déplacement dérogatoire», die Frankreich mit der Ausgangssperre eingeführt hat. Sie muss bei jedem Gartenbesuch neu ausgefüllt werden.

Im März hatte Frankreich als Folge der Grenzschliessung und der Ausgangssperre den Zugang zu den Basler Familiengärten auf französischem Boden gesperrt. Betroffen waren rund 1’100 Gärten auf den Arealen Basel-West, Reibertweg und Lachenweg.

Erleichterung überwiegt

Trotz diesen Auflagen sind die Gärtnerinnen und Gärtner vor allem erleichtert, dass ihr Garten jetzt nicht einfach brach liegt. Heide Bauer Trichak etwa «Dass wir wieder in den Garten dürfen, ist Glück, einfach Glück. Weil es täte uns sehr leide, wenn alles kaputt ging. Und was können wir hier falsch machen? Wir kommen nicht auf die Idee dort rüber zu gehen. Wir sind einfach hier und freuen uns, dass wir ein bisschen Auslauf haben.»

Auch Mehmet Önavci ist froh, dass er seine Setzlinge trotz Corona Pflanzen kann. In seinem Arbeitsalltag ist er im Gesundheitswesen tätig. Im Moment schiebt er 12 Stunden Schichten wegen der Krise. Die Arbeit im Garten, ist da für ihn eine gute Abwechslung, auch wenn es nur für eine kurze Zeit ist: «Ich bin froh, dass die Lockerung gekommen ist, obwohl es nur stundenweise ist. Jetzt komme ich hierher und giesse die Setzlinge und gehe dann wieder.»

3 Kommentare

  1. Es ist ja schon gut, dass einige Schrebergärtner wieder in den Garten gehen können. Aber für viele die keinen Computer haben oder mehr als 1 Kilometer weiter weg wohnen ist der Garten immer noch gesperrt. Das müsste auch mal gesagt werden.

    Gruss KatharinaReport

  2. so viele pferde von schweizer sind im grenznahen elsass untergebracht. pferde brauchen tägliche gesunde bewegung.
    hufe müssen gepflegt werden.
    dies ist uns alles untersagt worden.
    warum zählt der mensch u.seine bedürfnisse mehr wie die der tiere?Report

  3. Hallo,
    das finde ich gut, schade das die Mieter die gleichen Auflagen haben wie wir die im Frankreich leben, verstehe ich nicht ganz.
    Aber es ist ein kleiner Schritt zurück in die Normalität.
    Wenn wir uns alle an die Auflagen halten und dadurch viele kleine Schritte machen können haben wir unser normales Leben bald zurück.
    Wünsche euch allen ein schönes Osterwochenende und bleibt gesund.
    Ganz liebe Grüße aus dem ElsassReport

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