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Schweiz

1800 statt 17’000 Fahrzeuge – viele Tessin-Ausflügler bleiben zu Hause

Die Befürchtungen waren da, dass trotz Massnahmen des Bundes gegen die Corona-Pandemie viele Touristen über Ostern ins Tessin fahren. Bislang ist dem nicht so.

Am Gründonnerstag staut sich normalerweise der Verkehr auf der A2 Richtung Süden über mehrere Kilometer. Nicht so dieses Jahr. Die Warnungen und Kontrollen der Bundesbehörden und der Urner Polizei scheinen zu wirken.

Nur rund 10 Prozent des üblichen Verkehrs fährt auf der A2, wie Thorsten Imhof, Chef Bereitschafts- und Verkehrspolizei Uri, erklärt. «Wir verzeichnen keinen Stau am Gotthard. Es ist markant ruhiger gegenüber den Vorjahren.» Das habe auch damit zu tun, dass die Ein- und Durchreise in der Schweiz durch die Massnahmen des Bundes erschwert worden sei, so Imhof.

In absoluten Zahlen ausgedrückt, seien pro Tag noch rund 1800 Fahrzeuge in Richtung Süden unterwegs. Zu Spitzenzeiten waren es in anderen Jahren 17’000.

Interview mit Thorsten Imhof, Chef Bereitschafts- und Verkehrspolizei Uri. (Video: Keystone-SDA/Stefan Lanz)

Doch jene Deutschschweizer, die über Ostern trotz Corona-Krise in die Sonnenstube wollen, lassen sich auch von der Urner Kantonspolizei nicht von ihren Plänen abbringen.

300 Fahrzeuge gestoppt

Es sei leider bislang nicht gelungen, jemanden zum Umkehren zu bewegen, sagte Imhof. Unter den Angehaltenen seien viele Wochenaufenthalter gewesen.

Andere Reisende aus der Deutschschweiz gaben als Grund für die Weiterfahrt an, sie hätten ein Haus oder eine Ferienwohnung im Tessin und wollten die Ostertage dort verbringen wie in den Vorjahren. Laut Imhof hatten sie die Reise vermutlich schon früher geplant und waren trotz der aktuellen Situation nicht gewillt, diese abzubrechen.

Polizei geht nicht von markanter Verkehrszunahme aus

Ganz vereinzelt habe man auch Ausländer etwa aus Holland oder Deutschland angehalten. Diese hätten sich bereits vor der Grenzschliessung in der Schweiz befunden.

Bei der Kontrollstelle sind rund ein Dutzend Polizisten im Einsatz. Laut Imhof gehe man nicht von einem markanten Anstieg der Verkehrsfrequenzen aus. Auch am Karfreitag wird die Kontrolle aufrecht erhalten.

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