Fabienne Louves singt für Sie. (Bild: Keystone)
Basel

«Unsere Künstler gegen die Krise» – Louves is in the air

Nein, kein Tessin. Kein Soforturlaub auf der Insel, kein Camping, keine Biker-Tour. Mit Fabienne Louves, Maya Wirz und Magrée sollte das kein Problem sein.

Eigentlich war Ostern ganz anders geplant. Das hör ich jetzt von allen Seiten. Ostern, für viele eine geschenkte Ausflugszeit, Brücke machen, packen und auf und davon. Wenn das nicht stattfindet, dann sind wir als solidarische Gemeinschaft zu Haus und machen – Vorschlag – das, von dem wir gemeint haben, wir hätten keine Zeit dafür.

Digitale Fotos ordnen

Wie oft hab ich denn das schon gehört? Von mindestens zwei besten Freunden, die früher mit Monsterobjektiven die Welt unsicher machten und heute digital knipsen.

Digitale Fotos ordnen, nach was eigentlich, die sind doch praktisch schon geordnet. Mir wär‘ das zu langweilig, aber ich lebe in Konsequenz mit dem digitalen Chaos in meinem Fotoarchiv. Scrollt man sich dort durch, lernt man das eigene Leben neu kennen. Manchmal.

Nix tun – ist nix

Dann, Beispiel zwei, der Klassiker, nicht nur an Ostern aktuell, auch schon zum Jahresende gehört: «Nix tun».

Jetzt mal ganz ehrlich: Es gab und gibt für mich nichts Anspruchsvolleres als «nix tun» am Strand. Sand beisst, Sonne brennt, Strandnachbarn lärmen, Buch «Bilder einer Organisation» von Gareth Morgan hochspannend, aber unpassend. Auf jeden Fall explodiert mein Schädel fast vor lauter «nix tun».

Und wenn ich andere beobachte, wie sie sich von links nach rechts drehen, Sand wegkratzen und hinter den Sonnenbrillen fremden Menschen hinterher schielen, denk ich, «nix tun» auch ein Plan, nie eingelöst. Next.

Feng Shui

Tipp Nummer drei, gegen die Ansammlungen von Allerlei auf dem Büchergestell, Bürotisch und in der Küchennische. All diese kleinen Dinge, die wir nicht brauchen, die sich aber trotzdem angesammelt haben, schön gestapelt und nicht mehr genutzt.

Das wissen wir: Was wir nicht aufräumen, das sind vertagte Entscheide. Das hemmt das Feng Shui, sag ich immer bei mir zu Hause. Und werde umgehend korrigiert. Feng Shui sei etwas für Inneneinrichtung, was ich meine, sei «die Energie, die fliesst». Na dann soll sie fliessen. Dann eben mit:

Louves is in the air

Kein Tipp, eine Verabredung, an Ostern daheim. Das ist es! Mit dem dritten Teil unserer Sendung «Unsere Künstler gegen die Krise». Mit Fabienne Louves, Maya Wirz und Magrée.

Fabienne Louves weiss, dass es ist nicht einfach ist, ein Star zu sein. Nicht einfach war ihr Gewinn bei «MusicStar», weil sie dort schon einen Happen «bad press» einfuhr.

Nicht einfach sind die steten Ups und Downs. Mal ist man gefragt, dann vergessen, mal wird man gehyped, dann «gefressen». Fabienne Louves hat bei all dem ihre Wurzeln nicht vergessen. Soul und Energie, Rythm’n’Blues – auf poppige Art und mit Humor. Gutes Rezept, ihr Gig lebt davon.

Maya singt und warnt

Maya Wirz wählt für ihren unplugged Showcase am Festival der Solidarität auch Worte der Warnung. Nach Ostern fährt sie wieder Bus und macht sich Sorgen. Es würde gehustet wie verrückt, die Leute würden sich nicht mal die Hand vor den Mund halten. Geht nicht. Und recht hat sie!

Nur mit der konsequenten Weiterführung der BAG-Vorgaben wird das was, und die Zahl der Neuinfektionen geht kontinuierlich runter. Maya Wirz ist die singende Buschauffeurin und durch «Die grössten Schweizer Talente» über die Region Nordwestschweiz hinaus bekannt.

Auch Zauberei für Solidarität

Und Magrée – Marcel Grether – würde natürlich am liebsten die Krise wegzaubern. Aber bis sein Zauber wirkt, warnt auch er und vor allem für Ostern. Zuhause bleiben. Keine Spontan-Übungen jetzt. Es gilt ernst – grad an Ostern. Dann doch lieber digitale Fotos ordnen, oder?

«Unsere Künstler gegen die Krise», Teil 3: Am Freitag, 10. April 2020, um 19:15 Uhr und am Samstag, 11. April 2020, um 20:15 Uhr im TV.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*