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International

EU-Minister schnüren Rettungspaket von 500 Milliarden Euro

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
EU-Finanzminister schnüren Rettungspaket von 500 Milliarden Euro

Nachdem am Donnerstag bereits die US-Notenbank eine billionenschwere Finanzspritze für die nationale Wirtschaft angekündigt hat, stellen nun auch die Finanzminister der Euroländer ein grosses Hilfspaket in Aussicht. Die Euroländer haben sich laut dem französischen Finanzminister Bruno Le Maire auf Hilfen geeinigt. Das berichten diverse Medien am Donnerstagabend.

Demnach soll das Hilfspaket für die Euroländer ein sofortiges Volumen von 500 Milliarden Euro umfassen. Später werde es dann einen Wiederaufbaufonds für die Wirtschaft geben.

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Die Finanzminister der EU haben sich am Donnerstagabend auf ein Corona-Rettungspaket von 500 Milliarden Euro geeinigt. (Symbolbild: Keystone)
UNO-Sicherheitsrat erstmals wegen zu Corona zusammengekommen

Der UNO-Sicherheitsrat hat sich zum ersten Mal seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie mit den Auswirkungen der Krise auf die internationale Sicherheit beschäftigt. UNO-Generalsekretär António Guterres unterrichtete die 15 Mitglieder in einer virtuellen, für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Sitzung am Nachmittag (Ortszeit) in New York über die Lage. Nähere Details gab es während der laufenden Sitzung zunächst nicht.

Zuletzt war Kritik wegen des offenbaren Stillstands im Sicherheitsrat aufgekommen, der zur Auswirkung der Corona-Krise auf die internationale Sicherheit bisher keine gemeinsame Haltung gefunden hat. Louis Charbonneau von der Menschenrechtsorganisation «Human Rights Watch» sagte, der ohnehin gespaltene Sicherheitsrat sei in der Krise «völlig verschwunden».

UNO-Generalsekretär António Guterres. (Archivbild: Keystone)
96 neue Tote wegen Corona in Türkei – Freie Behandlung in allen Kliniken

In der Türkei ist offiziellen Angaben zufolge die Zahl der an Covid-19 verstorbenen Menschen auf insgesamt 908 gestiegen. In den vergangenen 24 Stunden seien 96 Menschen gestorben, sagte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Donnerstagabend. Zudem seien weitere 4056 Menschen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden.

Die Gesamtzahl der Infizierten liege nun bei 42’282. Die Zahl der täglichen Tests wurde demnach erneut gesteigert, auf rund 28’500. Erholt haben sich der Regierung zufolge bisher rund 2142 Menschen.

Gleichzeitig trat am Donnerstag ein Dekret der Regierung in Kraft, das die Behandlung von mit dem neuartigen Coronavirus Infizierten auch in privaten Kliniken kostenfrei macht. Den vielzitierten Daten der Johns-Hopkins-Universität in den USA zufolge liegt die Türkei auf Platz 9 der am schwersten betroffenen Länder.

In der Türkei sind bislang 908 Menschen dem Coronavirus zum Opfer gefallen. Die Regierung gewährt den Bürgern auch in privaten Kliniken eine kostenlose Behandlung. (Symbolbild: Keystone)
Curling-Weltmeisterschaften werden nicht nachgeholt

Alle drei infolge des Coronavirus abgesagten Curling-Weltmeisterschaften in den olympischen Disziplinen werden vom Weltverband WCF nicht neu angesetzt. Damit werden 2020 bei den Frauen, den Männern und im Mixed-Doppel keine Titel vergeben.

Für den Verband wäre es schwierig geworden, im Herbst geeignete Termine für die acht oder neun Tage dauernden Weltmeisterschaften zu finden. Der Herbst ist weitgehend mit Turnieren der World Tour belegt.

Die Curling-Weltmeisterschaften fielen dem Coronavirus ebenfalls zum Opfer – und werden nicht nachgeholt. (Archivbild: Keystone)
Trotz Lockerung der Corona-Regeln im Iran weiter viele Geschäfte zu

Trotz angekündigter Lockerungen der strengen Corona-Massnahmen im Iran müssen viele Geschäfte und Branchen weiterhin geschlossen bleiben. Kaufhäuser, Einkaufspassagen, überdachte Basare, Restaurants, Kinos, Theater und alle Sportanlagen sowie Friseure und Schönheitssalons hätten bisher keine Erlaubnis für eine Wiedereröffnung erhalten, meldete die staatliche Nachrichtenagentur IRNA am Donnerstag.

Ihren Betrieb wiederaufnehmen durften vor allem Produktionsstätten sowie Unternehmen des Dienstleistungssektors.

Ungarn verlängert Ausgangsbeschränkungen unbefristet

Ungarn verlängert die seit knapp zwei Wochen geltenden Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie auf unbegrenzte Zeit. Die Regierung werde die Aufrechterhaltung der Beschränkungen wöchentlich überprüfen, erklärte Ministerpräsident Viktor Orban am Donnerstag auf seiner Facebook-Seite. Ohne die Verlängerung hätten die Bestimmungen nur bis zum Samstag gegolten.

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat die Ausgangsbeschränkungen auf unbestimmte Zeit verlängert. (Bild: Keystone)
Drei Raumfahrer sind trotz Corona-Pandemie zur ISS geflogen

Unter beispiellosen Sicherheitsvorkehrungen wegen der Corona-Pandemie sind drei Raumfahrer zur Internationalen Raumstation ISS geflogen. Die Sojus-Kapsel mit den Russen Anatoli Iwanischin, Iwan Wagner und dem US-Astronauten Christopher Cassidy an Bord dockte am Donnerstagnachmittag nach sechs Stunden Flugzeit planmässig am Aussenposten der Menschheit in rund 400 Kilometer Höhe an.

(Video: Youtube/Reuters)

Live-Bilder der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos zeigten, wie sich die Kapsel auf den letzten Metern ganz langsam der ISS näherte. Die drei Raumfahrer bleiben dort bis zum Herbst.

Am Vormittag waren sie bei sonnigem Wetter um 10:05 Uhr (MESZ) vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abgehoben. Dort lief alles nach Plan. Trotz des sich weiter ausbreitenden Virus hatte Roskosmos wiederholt betont, an dem Starttermin festzuhalten.

Boris Johnson hat Intensivstation verlassen

Der britische Premierminister Boris Johnson muss wegen seiner Covid-19-Erkrankung nicht mehr auf der Intensivstation behandelt werden. Er sei auf eine normale Station verlegt worden, teilte eine Regierungssprecherin am Donnerstagabend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Johnson sei «ausserordentlich guten Mutes» hiess es in einer Mitteilung. Er sei nun in der frühen Phase seiner Genesung und werde weiterhin genau beobachtet.

Der 55 Jahre alte Premierminister war am Sonntag ins St. Thomas‘ Hospital gebracht worden, nachdem die Symptome seiner Covid-19-Erkrankung nach eineinhalb Wochen noch nicht abgeklungen waren. Am Montag verschlechterte sich sein Zustand derart, dass er auf die Intensivstation verlegt werden musste.

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(Archivbild: Keystone)
Stellvertreter von Boris Johnson: Seit Samstag nicht mit Premier gesprochen

Der Stellvertreter des mit dem Coronavirus infizierten britischen Premiers Boris Johnson, Aussenminister Dominic Raab, hat seit Samstag nicht mehr mit seinem Chef gesprochen. Das sagte Raab am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in London. «Ich glaube, es ist wichtig, ihm zu erlauben, sich auf seine Genesung zu konzentrieren, besonders solange er in Intensivbehandlung ist», betonte Raab.

Johnson mache weiterhin «positive Schritte vorwärts» und sei guten Mutes, sagte der Aussenminister. Er müsse aber weiterhin intensivmedizinisch behandelt werden. Johnson erhalte weiterhin «reguläre Sauerstoffbehandlung», hatte ein Regierungssprecher zuvor gesagt.

Der 55 Jahre alte Premierminister war am Sonntag ins St. Thomas‘ Hospital gebracht worden, nachdem die Symptome seiner Covid-19-Erkrankung nach eineinhalb Wochen noch nicht abgeklungen waren. Am Montag verschlechterte sich sein Zustand derart, dass er auf die Intensivstation verlegt werden musste.

Historisch wenig Verkehr beim Gotthard

Am Gründonnerstag staut sich normalerweise der Verkehr auf der A2 Richtung Süden über mehrere Kilometer. Nicht so dieses Jahr. Die Warnungen und Kontrollen der Bundesbehörden und der Urner Polizei scheinen zu wirken. Nur rund 10 Prozent des üblichen Verkehrs fährt auf der A2.

Doch jene Deutschschweizer, die über Ostern trotz Corona-Krise in die Sonnenstube wollen, lassen sich auch von der Urner Kantonspolizei nicht von ihren Plänen abbringen.

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Versicherungen müssen im Pandemie-Fall zumeist nichts bezahlen

Die Beziehung zwischen den Versicherungen und ihren Kunden wird in Zeiten von Corona auf die Probe gestellt. Da es sich bei der Ausbreitung des Virus nicht um eine lokale Epidemie, sondern um eine weltweite Pandemie handelt, sind Versicherer zumeist nicht dazu verpflichtet, für entstandene Schäden aufzukommen. Unterstützung bieten sie den notleidenden KMU etwa in Form von Zahlungsaufschüben oder Mietzinssenkungen.

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(Symbolbild: Keystone)
Bundesrat will Ideen der Bevölkerung systematisch bündeln

Der Bundesrat und die Verwaltung erhalten während der Coronakrise mehr Post von der Bevölkerung denn je. Um deren Engagement zur Bewältigung der Coronakrise noch besser zu nutzen, richtet der Bund nun einen offiziellen Kanal ein.

Die „Covid-19 Verbindungsstelle Zivilgesellschaft“ soll die Anliegen der Bevölkerung systematischer als heute prüfen und bündeln, wie es in einer Mitteilung des Innendepartements (EDI) vom Donnerstag heisst.

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Der Bundesrat will das Engagement der Bevölkerung in der Corona-Krise besser nutzen und richtet dafür einen offiziellen Kanal ein. (Symbolbild: Keystone)
Ist die EU in Gefahr? Italien und Spanien schlagen Alarm

In der Corona-Krise mehren sich Warnungen vor dem Zerfall der Europäischen Union. Diese Gefahr beschworen am Donnerstag nicht nur die Ministerpräsidenten Italiens und Spaniens, sondern auch EU-Kommissionsvize Frans Timmermans.

Aus Sicht des früheren Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker könnte die Feuerprobe die EU aber auch stärken.

Seit Beginn der Pandemie hatten viele der 27 Staaten unabgestimmt und zu Lasten der Partner gehandelt. Deutsche Exportbeschränkungen für Schutzkleidung sorgten ebenso für Bitterkeit wie Grenzkontrollen, die Warenverkehr und Reisefreiheit im Binnenmarkt behindern. Dazu kommt der heftige Streit über Hilfen gegen die Wirtschaftskrise und mögliche Gemeinschaftsanleihen, sogenannte Corona-Bonds.

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(Symbolbild: Keystone)
Zalando plant millionenschweres Sparpaket

Der Onlinehändler Zalando will mit einem millionenschweren Sparprogramm die Auswirkungen der Corona-Pandemie mildern. Die Kostensenkungen sollen sich auf 350 Millionen Euro belaufen, bestätigte eine Sprecherin am Donnerstag auf Anfrage. Zuvor hatte das Magazin «Business Insider» darüber berichtet.

Zalando ist von einer sinkenden Kauflust der Verbraucher im Zuge der Pandemie erheblich betroffen und hatte in der vergangenen Woche sinkende Ergebnisse für das erste Quartal angekündigt und zudem seine Prognose für das laufende Jahr zurückgezogen. Entlassungen will der Konzern vermeiden, wie es hiess.

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Der Onlinehändler Zalando plant ein Sparprogramm über 350 Millionen Euro. (Symbolbild: Keystone)
Tessiner Kantonsarzt mit dem Coronavirus infiziert

Der Tessiner Kantonsarzt Giorgio Merlani ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies teilte der kantonale Führungsstab am Donnerstagnachmittag mit.

Der Gesundheitszustand sei gut, heisst es im Communiqué des kantonalen Führungsstabs. Merlani befinde sich derzeit bei sich zu Hause in Selbstisolation und führe seine Arbeit fort.

Der Tessiner Kantonsarzt Giorgio Merlani ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Bild: Keystone)
US-Notenbank schnürt 2,3 Billionen Dollar schweres Hilfspaket

Die US-Notenbank Fed will die US-Wirtschaft angesichts der Corona-Pandemie mit billionenschweren Krisenhilfen stützen. Die Fed kündigte am Donnerstag in Washington an, über verschiedene Kreditprogramme insgesamt bis zu 2,3 Billionen Dollar in die Wirtschaft zu pumpen.

«Die Rolle der Fed ist es, soviel Entlastung und Stabilität zu bieten wie wir können», erklärte Notenbankchef Jerome Powell in einem Statement. Mit den Massnahmen sollen unter anderem kleinere und mittlere Unternehmen sowie die Kommunen und Städte gestützt werden.

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Die US-Notenbank Fed kündigte an, insgesamt bis zu 2,3 Billionen Dollar in die US-Wirtschaft zu pumpen. (Bild: Keystone)
Angela Merkel: Weitere Verschärfungen in Deutschland derzeit nicht nötig

Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel sieht nach den neuesten Infektionszahlen in der Corona-Krise «Anlass zu vorsichtiger Hoffnung». «Der Anstieg flacht sich leicht ab», sagte sie am Donnerstag in Berlin.

Weitere Verschärfungen seien derzeit nicht nötig. Das Corona-Krisenkabinett habe sich bei einer Sitzung über den Sachstand informieren lassen.

Merkel rief dazu auf, die verordneten Schutzmassnahmen gegen Ansteckungen auch über die Osterfeiertage zu beachten und nicht leichtsinnig zu werden. «Wir dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen», sagte Merkel.

Laut Bundeskanzlerin Angela Merkel sind in Deutschland im Moment keine Verschärfungen gegen die Corona-Pandemie nötig. (Bild: Keystone)
Ada Zanusso trotzt mit 103 Jahren der Covid-19-Krankheit

Eine uralte Italienerin wird gerade weltweit bewundert für ihre gesundheitliche Konstitution: Ada Zanusso ist 103 Jahre alt und hat die Covid-19-Krankheit überwunden.

«Sie ist wieder fit, es geht ihr gut», sagte ihre Ärztin Carla Furno Marchese der dpa am Donnerstag am Telefon. Ada Zanusso lebt in einer Seniorenresidenz in Lessona im Piemont, rund 100 Kilometer von der lombardischen Metropole Mailand entfernt.

1000 Bussen im Wallis wegen Verstössen gegen Corona-Vorschriften

Die Walliser Justiz hat bislang über 1000 Bussen wegen Zuwiderhandlungen gegen die Corona-Vorschriften verteilt. Bestraft wurden vor allem junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren, die das Verbot von Menschenansammlungen von mehr als fünf Personen oder den Mindestabstand von zwei Metern nicht eingehalten hatten.

Diese hätten die Gewohnheit, sich beinahe zu jeder Tages- und Nachtzeit in Gruppen auf Bahnhöfen oder auf öffentlichen Plätzen aufzuhalten, schreibt die Kantonspolizei Wallis in einer Medienmitteilung vom Donnerstag. Insgesamt seien seit dem 17. März 1036 Ordnungsbussen in Höhe von 100 Franken ausgestellt worden.

Die Kantonspolizei leitete 57 Verzeigungen an die Staatsanwaltschaft und an das Jugendgericht weiter. 29 Strafbefehle wurden bereits erlassen.

Die Kantonspolizei Wallis hat in diesen Tagen viel zu tun. (Symbolbild: Keystone)
IWF erwartet schlimmste Entwicklung seit Weltwirtschaftskrise

Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt wegen der Coronavirus-Pandemie vor dramatischen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Erwartet werde die schlimmste Entwicklung seit der Weltwirtschaftskrise in den 1920er und 30er Jahren, sagte die IWF-Direktorin Kristalina Georgiewa am Donnerstag in Washington. Es handele sich um eine beispiellose Krise.

Das laufende Jahr werde zweifellos «aussergewöhnlich schwierig» werden, sagte Georgiewa. Selbst wenn sich die Pandemie in der zweiten Jahreshälfte abschwäche und eine teilweise Wiedereröffnung der Wirtschaft erlaube, sei für das kommende Jahr wohl nur eine teilweise Erholung zu erwarten. Sie betonte zugleich, Prognosen dieser Art seien schwer zu treffen. Es könne auch schlimmer kommen – je nachdem, wie lange sich die Pandemie hinziehe.

IWF-Direktorin Kristalina Georgiewa erwartet für die Ökonomie wegen der Corona-Krise die schlimmste Entwicklung seit der Weltwirtschaftskrise in den 1920er und 30er Jahren. (Bild: Keystone)
Bangkok verbietet Verkauf von Alkohol

Die thailändische Hauptstadt Bangkok verbietet im Kampf gegen das Coronavirus den Verkauf von Alkohol. Das gilt von diesem Freitag bis zum 20. April, wie ein Sprecher der Stadt am Donnerstag sagte. Normalerweise wird in diesem Monat das Neujahrsfest Songkran gefeiert, war mit Partys und Wasserschlachten verbunden ist. Es fällt auf den 13. bis 15. April, doch die diesjährigen Feiern wurden wegen der Covid-19-Pandemie gestrichen – auch, um eine grosse Reisewelle zu verhindern.

In Thailand wurden bislang 2423 Virusinfektionen verzeichnet, 32 Menschen starben. Mit dem Alkoholverbot über die Songkran-Zeit sollen Partygelage verhindert werden.

Post-Angestellte erhalten Corona-Prämie

Das Post-Personal, das auch in der Corona-Krise täglich in unmittelbarem Kundenkontakt steht, erhält mit dem Aprillohn eine Prämie von 500 Franken. Das teilte der Personalverband transfair am Donnerstag mit.

Der Verband begrüsste diese Geste der Anerkennung. Mitarbeitende, die zuvorderst an der Kundenfront arbeiteten, seien einer erhöhten Ansteckungsgefahr ausgesetzt. Deshalb habe transfair gefordert, dass die Post diesen Umstand auch finanziell anerkenne.

Angestellte der Post erhalten im April eine Prämie von 500 Franken als Dank für ihren Einsatz. (Symbolbild: Keystone)

Die Prämie von 500 Franken werde den Mitarbeitenden von PostNetz, PostLogistcs, PostMail und Immobilien Management Services ausbezahlt, schrieb transfair. Dagegen wollten PostAuto und PostFinance die Prämie nicht ausrichten. transfair forderte beide Unternehmen auf, ihre Position noch einmal zu überdenken.

Zweistelliger BIP-Rückgang 2020 nicht ausgeschlossen

Mit zunehmender Dauer der Coronakrise werden die konjunkturellen Aussichten für die Schweiz immer düsterer. Ein Rückgang des Schweizer Bruttoinlandprodukt (BIP) im laufenden Jahr um mehr als 10 Prozent ist nicht mehr ausgeschlossen. Auch die Ökonomen des Seco können sich ein solches Szenario vorstellen.

Die Prognoseunsicherheit sei ausserordentlich hoch, teilte das Seco am Mittwoch mit. Das Ausmass des Wirtschaftseinbruchs seit März lasse sich derzeit noch schwer einschätzen. Auch hänge der weitere Konjunkturverlauf vom Zeitpunkt der Lockerung der Massnahmen ab.

Ostern wird «Weggabelung» für Corona-Auflagen

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn hat alle Bürger aufgerufen, die Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Krise über die anstehenden Feiertage unbedingt einzuhalten. «Ostern wird eine Weggabelung sein», sagte er am Donnerstag in Berlin.

«Bleiben wir auch übers Wochenende konsequent, wird die schrittweise Rückkehr zur Normalität wahrscheinlicher. Werden wir jetzt nachlässig, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Verlängerung der Auflagen nötig wird.»

Kirchengeläut in Canterbury zum Gedenken an Corona-Opfer

Die älteste Glocke der Kathedrale von Canterbury im Südosten Englands läutet künftig jeden Abend zum Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie. Zugleich soll damit der Einsatz der Mitarbeiter im Gesundheitswesen gewürdigt werden.

Die Glocke der Kathedrale von Canterbury läutet zum Gedenken an Corona-Opfer. (Archivbild: Key)

Die Glocke «Harry» aus dem 17. Jahrhundert werde jeden Abend um 20 Uhr (Ortszeit) läuten, sagte am Donnerstag der Dekan von Canterbury, Robert Willis. Die Kathedrale ist Zentrum der Anglikanischen Kirche Englands. Das Bauwerk der Romantik und Gotik gehört zum Weltkulturerbe der Unesco.

Post-Angestellte erhalten Corona-Prämie

Das Post-Personal, das auch in der Corona-Krise täglich in unmittelbarem Kundenkontakt steht, erhält mit dem Aprillohn eine Prämie von 500 Franken. Das teilte der Personalverband transfair am Donnerstag mit.

Der Verband begrüsste diese Geste der Anerkennung. Mitarbeitende, die zuvorderst an der Kundenfront arbeiteten, seien einer erhöhten Ansteckungsgefahr ausgesetzt. Deshalb habe transfair gefordert, dass die Post diesen Umstand auch finanziell anerkenne.

Anfang April 6,6 Millionen Anträge auf US-Arbeitslosenhilfe

In der Coronavirus-Krise rollt die Welle von Anträgen auf Arbeitslosenhilfe mit fast unverminderter Wucht weiter über die USA. In der vergangenen Woche stellten 6,60 Millionen Amerikaner einen entsprechenden Erstantrag, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte.

Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit 5,25 Millionen Anträgen gerechnet. In der Woche zuvor war die Zahl der Gesuche nach revidierten Daten auf den Rekordwert von 6,86 Millionen angestiegen.

So feiern die Bundesrätinnen und Bundesräte Ostern

Statt Besuche von Angehörigen im Altersheim, ein Essen im Restaurant oder einer Gartenbeiz setzen auch die sieben Mitglieder des Bundesrats über Ostern auf ein Alternativprogramm. «Diese Ostern sind anders – bleiben Sie zu Hause» lautet das Motto einer Videobotschaft.

Southampton verkündet Gehaltsaufschub der Spieler

Als erster Klub aus der Premier League erzielte Southampton mit seinen Spielern eine Einigung über einen vorläufigen Gehaltsverzicht.

Southampton verkündet Gehaltsaufschub der Spieler. (Bild: Key)

Der Vereinsvorstand, Trainer Ralph Hasenhüttl, dessen Trainerstab und die Profis der ersten Mannschaft hätten zugestimmt, einen Teil ihres Gehalts für die Monate April, Mai und Juni aufzuschieben, hiess es, «um die Zukunft des Vereins, die Mitarbeiter, die für ihn arbeiten und die Gemeinschaft, der wir verpflichtet sind, zu schützen». Zahlen nannten die Saints dazu nicht.

Dargebotene Hand erhält deutlich mehr Anrufe

Die Dargebotene Hand erhält in der Corona-Krise deutlich mehr Anrufe als vorher. Fast 17’000 Menschen haben im Monat März Kontakt über die Telefonnummer 143 gesucht. Das waren 7,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie die Dargebotene Hand am Donnerstag mitteilte.

Die Sorge rund um das Coronavirus sei ab Anfang März in mehr als 3500 Gesprächen ein Thema gewesen. Für viele Menschen seien die Pandemie und ihre Folgen jedoch nicht der einzige Gesprächsinhalt gewesen. Sie komme zu den bisherigen Sorgen noch hinzu. Deutlich häufiger als im Vorjahr seien die Themen Einsamkeit (plus 29 Prozent) und Sorge um die Alltagsbewältigung (plus 23 Prozent) thematisiert worden. Das Thema Gewalt habe in der allgemeinen Statistik dagegen um einen Fünftel abgenommen.

Merkel zieht eine positive Zwischenbilanz

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat eine positive Zwischenbilanz der harten Beschränkungen für die Bürger in der Corona-Krise gezogen.

Es gebe einen «Hoffnungsschimmer», sagte Merkel am Donnerstag nach Angaben von Teilnehmern in einer Sonder-Videokonferenz der CDU- und CSU-Fraktion zur Lage im Kampf gegen die Corona-Krise. Der Massstab des Handelns der deutschen Regierung sei es gewesen, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Dies sei bislang ganz gut gelungen, wurde die Kanzlerin zitiert.

Angela Merkel spricht von einem «Hoffnungsschimmer» in der Corona-Krise. (Bild: Key)
Simulation zeigt Covid-19-Verbreitung in der Luft

Die Simulation, entwickelt von finnischen Forschern, zeigt, wie sich die Viren des Covid-19 in der Luft verteilen. Damit soll aufgezeigt werden, wie das Coronavirus sich verhält wenn eine erkrankte Person ohne Mundschutz hustet oder niest, so «20 Minuten».

Es solle möglich sein, die Viren mehrere Minuten in der Luft nachzuweisen auch wenn die erkrankte Person bereits wieder weg ist.

Praktische LAPs finden trotz Corona statt

Der Bundesrat hat heute beschlossen, dass die praktischen Lehrabschlussprüfungen trotz der Covid-19-Pandemie stattfinden sollen. Dies schreibt die Zeitung «20 Minuten». Der Beschluss sei am nationalen Spitzentreffen der Berufsbildung beschlossen worden.

Bei den Prüfungen müssen aber alle Vorschriften des Notrechts und die Anweisungen des BAG eingehalten werden. Der Schweizerische Gewerbeverband begrüsst die Entscheidung, heisst es in einer Mitteilung.

Die praktischen Lehrabschlussprüfungen finden trotz Covid-19 statt. (Symbolbild: Keystone)
Spanien macht weiter Fortschritte gegen Corona

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie macht das schwer betroffene Spanien weiter Fortschritte.

Die Zahl der Neuinfektionen kletterte innerhalb von 24 Stunden nur um knapp 6000 Fälle oder rund vier Prozent auf gut 152 000, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag in Madrid mitteilte. Seit vielen Tagen bleibt die Zuwachsrate auf niedrigem Niveau stabil.

Bundesrat und Parlament besprechen Massnahmen

#CoronaInfoCH @s_s_sommaruga, @ParmelinG und @alain_berset trafen sich heute Morgen mit den Präsidentinnen und Präsidenten der parlamentarischen Kommissionen, um Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus und Schritte aus der Krise zu erörtern.

— André Simonazzi (@BR_Sprecher) April 9, 2020

785 Neu-Infizierte in der Schweiz und Lichtenstein

Aktuell sind 23 574 Personen in der Schweiz und Lichtenstein am Coronavirus erkrankt. Das sind 785 Infizierte mehr als am Vortag. Die Schweiz weist eine der höchsten Inzidenzen in Europa auf (275/100 000 Einwohner), teil das BAG mit. Verstorben sind bisher 756 Personen.

Coronavirus in New York stammt vorwiegend aus Europa

Hauptsächlich Reisende aus Europa und nicht aus Asien haben das Coronavirus Sars-CoV-2 Studien zufolge in den Grossraum der US-Metropole New York gebracht. Zudem zirkulierte das Virus bereits seit Mitte Februar und damit Wochen, bevor der erste bestätigte Infektionsfall bekannt wurde, wie die Zeitung «The New York Times» am Mittwoch (Ortszeit) berichtete.

Nach dem Lockdown: Die Luft ist rein(er), aber nicht überall

Man kann es riechen, aber es lässt sich auch beweisen: Der verminderte Verkehr seit dem Lockdown Mitte März hat die NO2-Konzentration in der Luft gesenkt. Das Wetter hat mitgeholfen. Aber laut Empa ist die Auswirkung des Lockdowns auf die Luftqualität unbestreitbar.

Eine einfache Milchmädchenrechnung nach dem Schema «weniger Treibstoffgase bedeuten bessere Luft» ist das freilich nicht, wie die Abteilung Luftfremdstoffe/Umwelttechnik der Empa am Mittwoch mitteilte. Die Analyse der Daten der 16 Messstationen des nationalen Beobachtungsnetzes sei äusserst komplex. Denn die Schadstoffbelastung hängt nicht nur von deren Ausstoss ab, sondern auch vom Wetter. Und wegen der günstigen Wetterlage in den ersten drei Monaten mit milden Temperaturen und dank der Bise in der zweiten Märzhälfte war die Schadstoffbelastung im Vorjahresvergleich geringer.

Der Corona Flash vom 9. April 2020. (12 Uhr)
Handball Cupfinals ersatzlos gestrichen

Der ursprünglich am 15. März in Gümligen bei Bern angesetzte und aufgrund des Coronavirus verschobene Schweizer Cupfinal-Tag wird ersatzlos gestrichen.

Davon betroffen sind die Schweizer Cupfinals der Frauen, Männer, Juniorinnen und Junioren. Das entschied der Zentralvorstand des Schweizerischen Handball-Verbands (SHV) am Mittwoch.

Der Zentralvorstand bleibt damit konsequent bei dem bereits im März getroffenen Entscheid, die Saison 2019/20 nicht zu werten. Somit gibt es in diesem Jahr keine Meister, keine Cupsieger und auch keine Auf- oder Absteiger.

Prinz William und Kate scherzen mit Schülern in Corona-Krise

Prinz William (37) und Herzogin Kate (38) haben Schülern in Grossbritannien per Videoanruf einen Besuch abgestattet. Dabei lobten sie die Arbeit von Mitarbeitern des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS und Lehrern in der Corona-Krise.

Indien verschärft Corona-Massnahmen

Indien hat in der Corona-Krise mehrere Brennpunkte abgeriegelt und in Teilen des Subkontinents eine Maskenpflicht eingeführt. In der Hauptstadt Delhi wurden nach Regierungsangaben vom Donnerstag mindestens 20 Orte abgeschottet, die besonders dicht besiedelt oder normalerweise stark besucht sind.

Seit Ende März leben die 1,3 Milliarden Menschen in Indien im verordneten Stillstand; die Grenzen sind dicht. Bislang wurden mehr als 5700 Sars-CoV-2-Fälle verzeichnet, 166 Menschen kamen ums Leben.

Grosszügige UBS-Spitzenmanager spenden Millionen zur Corona-Bekämpfung

Die Spitzenmanager der Schweizer Grossbank UBS geben einen Teil ihres Gehalts für die Bekämpfung des Coronavirus ab. «Meine Kollegen in der Geschäftsleitung haben sich bereits verpflichtet, 50 Prozent ihrer Fixgehälter für die nächsten sechs Monate für Zwecke zu spenden, die im Zusammenhang mit Covid stehen», sagte Konzernchef Sergio Ermotti am Donnerstag zu Bloomberg TV.

UBS-Konzernchef Sergio Ermotti spende eine Million Franken gegen die Epidemie. (Archivbild: Key)

Er selbst spende eine Million Franken gegen die Epidemie, die in seinem Heimatkanton Tessin viele Opfer gefordert hat. Einschliesslich Bonus erhielt Ermotti für 2019 ein Gesamtgehalt von 12,5 Millionen Franken, die 13-köpfige Geschäftsleitung insgesamt 102,1 Millionen.

Bund fliegt letzte gestrandete Schweizer in die Heimat

Das Ende der grössten Rückholaktion der Schweizer Geschichte naht. Aktuell sind noch sechs Flüge ausstehend, die im Ausland gestrandete Schweizerinnen und Schweizer in die Heimat zurückholen sollen.

Am (heutigen) Donnerstag wird ein Flugzeug blockierte Reisende von den Kanarischen Inseln in die Schweiz zurückbringen – genauer von Teneriffa und Lanzarote. Diese Woche sind noch weitere Flüge aus Mumbai/Delhi (Indien), aus Guatemala City (Guatemala)/San José (Costa Rica) sowie Kapstadt (Südafrika) geplant. In der kommenden Woche gibt es noch Rückholflüge von Lima (Peru) und Kinshasa (Kongo).

Mehrheit der Schweizer will Handydaten-Auswertung

Standortdaten von Handys im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus auswerten, ohne Zustimmung der Nutzerinnen und Nutzer: Ein solches Vorgehen stösst laut einer Umfrage in der Schweiz mehrheitlich auf Zustimmung, wenn es zeitlich befristet wäre.

Die Slowakei hat es erlaubt, Israel ebenfalls, und in asiatischen Ländern wird es längst praktiziert: Die Auswertung von Handydaten, um auf Standorte und Kontakte von Corona-Infizierten hinzuweisen. Die Schweiz hat bislang bloss anonymisierte Swisscom-Handydaten auswerten lassen, um die Reiseaktivitäten der Bevölkerung nachträglich abzubilden.

Landeskirchen fordern vom Bundesrat einen Akt der Humanität

Die drei Landeskirchen fordern vom Bundesrat einen Akt der Humanität. Angesichts der katastrophalen Situation der Asylsuchenden auf den griechischen Inseln soll die Gruppe der unbegleiteten Flüchtlinge, die einen familiären Bezug zur Schweiz haben, rasch in die Schweiz evakuiert werden, fordern sie in einem Appell an die Landesregierung.

Boris Johnson dritte Nacht auf Intensivstation - «stabiler Zustand»

Der britische Premierminister Boris Johnson ist nach seiner dritten Nacht auf der Intensivstation eines Londoner Krankenhauses in einem «stabilen Zustand». Johnson scheine es einigermassen gut zu gehen, sagte Kulturminister Oliver Dowden am Donnerstag dem Sender BBC.

Der britische Premier Boris Johnson ist bereits die dritte Nacht auf der Intensivstation. Nach seiner Corona-Infizierung befinde er sich aber in «stabilem Zustand». (Archivbild: Key)

Am Mittwochabend hatte eine Regierungssprecherin mitgeteilt, der Premier mache kontinuierlich Fortschritte, bleibe aber noch auf der Intensivstation.

Mehr als 108 200 Corona-Nachweise in Deutschland - 2079 Tote

In Deutschland sind bis Donnerstagvormittag mindestens 108 200 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 10.20 Uhr: mehr als 103 100 Infektionen). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Mehr als 108 200 Corona-Nachweise in Deutschland – 2079 Tote. (Bild: Key)
Acht weitere Tote durch Covid-19 im Tessin

Im Kanton Tessin sind in den letzten 24 Stunden erneut acht Personen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. 55 Personen sind neu positiv auf das Virus getestet worden.

Insgesamt wurden bis Donnerstagmorgen im Kanton Tessin 2714 Personen positiv auf das Virus getestet. 219 Menschen verloren aufgrund des Coronavirus ihr Leben.

Drei Raumfahrer starten trotz Corona-Pandemie zur ISS

Unter beispiellosen Sicherheitsvorkehrungen wegen der Corona-Pandemie sind drei Raumfahrer pünktlich zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Die Sojus-Rakete mit den Russen Anatoli Iwanischin, Iwan Wagner und dem Nasa-Astronauten Christopher Cassidy hob vom Weltraumbahnhof Baikonur bei sonnigem Wetter um 10.05 Uhr (MESZ) ab.

Christopher Cassidy, Anatoly Ivanishin und Iwan Wagner (v.l.n.r.) sind trotz des Corona-Pandemie pünktlich zur ISS aufgebrochen. (Bild: Key)
WHO bringt Covid-19-Kinderbuch heraus

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ein Kinderbuch heraus gebracht, das Kindern zwischen sechs und elf Jahren helfen soll, die Covid-19-Situation besser zu verstehen.

Der Corona Flash vom 9. April 2020. (10 Uhr)
Bauernverband geht von genügend freiwilligen Erntehelfern aus

Der Schweizerische Bauernverband (SBV) geht von genügend freiwilligen Helfern für die bevorstehenden Ernten aus. Genaue Zahlen über den Bedarf respektive die bereits engagierten Erntehelfer gibt es jedoch keine.

Für die bevorstehenden Ernten seien genug freiwillige Helfer am Start. (Symbolbild: Key)
1,48 Millionen Coronavirus-Infektionen weltweit

Nach aktuellen Zahlen der Universität Johns Hopkins ist weltweit bei rund 1,48 Millionen Menschen das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden (Stand: Donnerstag 9 Uhr deutscher Zeit). Rund zehn Stunden zuvor hatte die Universität in Baltimore in den USA bereits mehr als 1,5 Millionen Infektionen mit Sars-CoV-2 gemeldet. Diese Zahlen wurden später nach unten korrigiert. Die Webseite der Universität nutzt unter anderem Medien und Behörden als Quellen und wird regelmässig mit eingehenden Daten aktualisiert.

Mehr als 5000 Coronavirus-Fälle in Japan

In Japan hat die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen die Marke von 5000 überschritten. Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Jiji Press am Donnerstag.

Japan berichtet von über 5000 Covid-19-Infizierten. (Bild: Keystone)

Hinzu kommen rund 700 infizierte Menschen, die sich an Bord eines Kreuzfahrtschiffes befunden hatten. Rund 110 Tote sind in der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt zu beklagen.

Radiohead will Fans in Corona-Krise mit Konzertvideos unterhalten

Die britische Rockband Radiohead hat eine neue wöchentliche Serie von Konzertvideos während der Corona-Pandemie angekündigt. Wie die Gruppe am Mittwoch auf Instagram mitteilte, sollte die Reihe bereits an diesem Donnerstag auf ihrem Youtube-Kanal starten.

«Wir werden eine pro Woche veröffentlichen, bis entweder die Einschränkungen, die sich aus der aktuellen Situation ergeben, gelockert sind, oder uns die Shows ausgehen», hiess es.

Katzen können sich mit Covid-19 infizieren

Katzen können sich gemäss einer Studie mit dem neuartigen Coronavirus infizieren. Ebenso Frettchen, heisst es in der vom Fachblatt «Science» veröffentlichten Untersuchung. Ansteckung bei Hunden, Schweinen, Hühnern und Enten sei dagegen eher unwahrscheinlich.

Eine Untersuchung zeigt, dass sich Katzen mit Covid-19 infizieren können – Hunde eher nicht. (Symbolbild: Keystone)

Die Weltgesundheitsorganisation WHO nimmt den Bericht zum Anlass, die Rolle von Haustieren in der Coronavirus-Pandemie genauer zu prüfen. «Wir glauben nicht, dass sie eine Rolle bei der Übertragung spielen, aber wir denken, dass sie durch eine infizierte Person infiziert werden könnten», sagte die WHO-Epidemiologin Maria Van Kerkhove basierend auf den bisherigen Erkenntnissen.

UBS und CS halbieren Dividende wegen Covid-19-Krise

Die Grossbanken UBS und Credit Suisse halbieren ihre ursprünglich für diesen Frühling vorgesehene Dividende 2019. Die Kürzung der Ausschüttung erfolgt auf Druck der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma). Die zweite Hälfte der Dividende soll im Herbst ausbezahlt werden.

Grossbanken reagieren auf Covid-19-Krise: UBS und CS halbieren Dividende. (Key)

UBS und Credit Suisse (CS) gaben die Dividendenhalbierung praktisch gleichzeitig am Donnerstagmorgen bekannt. Beide Institute wiesen in ihren Mitteilungen darauf hin, dass sie mit ihrem Entscheid den Forderungen der Finma Folge leisten und dass die Kapital- und Liquiditätssituation auch eine Ausschüttung in der bisher vorgesehenen Höhe erlaubt hätte.

Keine Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf Krankenkassenprämien

Der Krankenkassenverbandes Santésuisse gibt für 2021 Entwarnung. Zusatzkosten wegen des Coronavirus führen nicht zu einer Erhöhunng der Krankenkassentarife.

Keine Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf Krankenkassenprämien: Verena Nold, Direktorin Santesuisse, gibt Entwarnung. (Keystone)

Dies erklärte sie in einem Interview mit der Wirtschaftszeitung «L’Agefi» vom Donnerstag. Es stünden genügend Reserven zur Verfügung, hiess es zur Begründung dieser Aussage.

Trump würde USA am liebsten mit «grossem Knall» wieder öffnen

Donald Trump kann es nicht erwarten, dass die Corona-Krise überwunden ist. Allerdings müsse die Zahl der Neuinfektionen dafür erst einmal zurückgehen.

Trump würde die Corona-Massnahmen am liebsten gleich wieder lockern: Ein Datum für eine Rückkehr zum Normalbetrieb wollte er nicht nennen. (Bild: Keystone)

Er sprach von der Möglichkeit, dass das Land phasenweise zur Normalität zurückkehren könnte. Es könnte auch in weniger betroffenen Regionen schneller gehen als anderswo. Eigentlich wäre es schön, das Land «mit einem grossen Knall» wieder zu öffnen, sagte Trump.

U2 spendet Millionen für Kampf gegen Coronavirus

Die irische Rockband U2 hat für den Kampf gegen das Coronavirus zehn Millionen Euro gespendet. Ein Teil der damit finanzierten medizinischen Ausrüstung sei bereits am Flughafen von Dublin eingetroffen, berichtete das irische Fernsehen RTE am Mittwochabend. An der Aktion zur Beschaffung medizinischer Hilfe beteiligen sich nach diesen Angaben auch eine Reihe von Firmen. Die Band um ihren Frontman Bono setzt sich seit Jahren für eine Reihe von sozialen und politischen Projekten ein.

Rio de Janeiro meldet erste Corona-Tote in Favelas

Erstmals sind Bewohner der Favelas von Rio de Janeiro im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Es handle sich dabei um zwei Menschen aus der Rocinha, wie der Bürgermeister der Stadt, Marcelo Crivella, am Mittwoch in einem Interview sagt. Die Rocinha in der Südzone Rios ist mit offiziell 70 000 Einwohnern eines der grössten Armenviertel Rios und Brasiliens.

Rio de Janeiro meldet sein ersten Corona-Toten. Sie sollen aus dem Armenviertel Rocinha in der Südzone Rios stammen. (Key)

In Rios insgesamt 763 Favelas mit zwei Millionen Bewohnern in kleinen, oftmals unverputzten Häusern hatte man sich wegen des Ausbruchs und der Ausbreitung der Corona-Krise besondere Sorgen gemacht. Die Elendsviertel der Stadt können die Übertragung von Krankheiten beschleunigen. «Wer in einer Favela wohnt, hat kein Wasser, um die Hände zu waschen», sagte Gabriela Anastácia von dem Observatório das Favelas der Deutschen Presse-Agentur.

Mehr als 1,5 Millionen Coronavirus-Infektionen weltweit

Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus hat die Marke von 1,5 Millionen überschritten. Das ging am Mittwochabend (Ortszeit) aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore in den USA hervor. Das bis vor gut drei Monaten praktisch noch völlig unbekannte Virus Sars-CoV-2 kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen. In Folge der Pandemie wurden bereits mehr als 87 700 Corona-Tote verzeichnet.

New York gilt weiterhin als Epizentrum der Corona-Krise in den USA. (Symbolbild: Key)

Die meisten bekannten Infektionen gab es der der Universität zufolge mit mehr als 420 000 Fällen in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern. An zweiter Stelle folgte Spanien mit rund 150 000 bekannten Infektionen. In Italien waren es rund 140 000. Dahinter folgten Frankreich, Deutschland, China und der Iran. Die Zahlen lassen sich wegen der unterschiedlichen Testquote und einer hohen Dunkelziffer jedoch nur begrenzt vergleichen.

09.04.2020 06:01

Vom Munot in Schaffhausen bis zum Park Villa Castagnola in Lugano werden über Ostern beliebte Ausflugsziele aus Angst vor Menschenansammlungen gesperrt.

Unter anderem wird der Munot geschlossen, damit über Osternkeine Menschenansammlungen entstehen. (Bild: Keystone)

Der Kanton Bern droht sogar mit Strassensperrungen. Die Behörden wollen bei grossem Personenaufkommen einzelne touristische Strassenabschnitte kurzfristig sperren. Denn auch bei grosser Vorsicht sei es an stark frequentierten Orten schwierig, die Distanzregeln einzuhalten, teilte das Kantonale Führungsorgan am Mittwoch mit. Der propagierte Verzicht auf Ausfahrten gelte insbesondere auch für Reisen an nahegelegene Ausflugsorte.

Djourou klagt gegen FC Sion

Johan Djourou zieht den FC Sion vor Gericht. Der langjährige Verteidiger der Schweizer Nationalmannschaft war einer von neun Spielern, welchen Sion-Präsident Christian Constantin am 19. März fristlos kündigte. Die Spieler hatten sich geweigert, einen Vertrag für Kurzarbeit zu unterschreiben.

Wurde wegen des Coronavirus fristlos entlassen: Johan Djourou. Nun klagt er gegen den FC Sion. (Bild: Keystone)

Nun hat Djourou eine Klage wegen Ehrverletzung gegen den Walliser Super-League-Klub eingereicht, wie «Le Nouvelliste» auf seiner Homepage berichtete. «Ich wehre mich nicht, um Geld zu bekommen oder um mich der Gruppe wieder anzuschliessen», sagte Djourou gegenüber der Walliser Tageszeitung. Falls er vor Gericht Recht bekomme, werde er das Geld, das er verdient habe, für moralischen Schadenersatz spenden, so der 33-jährige Genfer weiter.

Taxifahrer fordern Unterstützung

Die Taxibranche erleidet während der Coronakrise einen Umsatzeinbruch von bis zu 90 Prozent. Sie erhoffte sich deshalb am Mittwoch Unterstützung durch den Bundesrat. Doch diese blieb aus. Die Branche ist nun enttäuscht. Interviews mit: Rudolf Raemy, Präsident Taxi Sektion Zürich George Botonakis, Präsident Taxiverband Zürich.

(Video: Keystone-SDA)

Deutscher Entwicklungsminister fordert mehr Schutz für Krisenstaaten

Zur Bewältigung der Corona-Krise muss die EU Entwicklungsländer nach Ansicht von Entwicklungsminister Gerd Müller deutlich stärker als bisher angekündigt unterstützen. «Wir brauchen einen Schutzschirm für Krisenstaaten», sagte der CSU-Politiker am Mittwoch nach einer Videoschalte mit seinen EU-Kollegen. Er begrüsse zwar das EU-Hilfspaket von gut 15 Milliarden Euro, aber «für mich sind die Vorschläge nicht weitgehend genug». Müller kritisierte vor allem, dass es sich nicht um frisches Geld handele, sondern bereits bestehende EU-Mittel umgewidmet würden.

«Crypto Valley» leidet unter Corona

Das vor allem im Kanton Zug beheimatete «Crypto Valley» war lange Zeit das Schweizer Vorzeigemodell für Unternehmergeist und Innovationskraft. Nun steht die gesamte Schweizer Blockchain-Szene laut einer Umfrage des Branchenverbands «Swiss Blockchain Federation» aufgrund der Coronakrise mit dem Rücken zur Wand.

Auch Crypto-Währungen sind von der Corona-Krise betroffen. (Bild: Keystone)

Die Corona-Krise hat existenzbedrohende Auswirkungen auf bereits am Rande der Wirtschaftlichkeit agierende Startups aus dem «Crypto Valley» Der Branchenverband Swiss Blockchain Federation schlägt daher nun Alarm: Gemäss einer Umfrage unter den Jungunternehmen sehen sich knapp 80 Prozent von der Insolvenz bedroht.

EU-Räumlichkeiten für Obdachlose geöffnet

Das Europaparlament will angesichts der Coronavirus-Pandemie Bedürftigen in Brüssel helfen.

Ein Teil der Räumlichkeiten des EU-Parlaments in der belgischen Hauptstadt solle während der gesundheitlichen Notlage Obdachlosen und «den Schwächsten der Gesellschaft» zur Verfügung gestellt werden, teilte Parlamentspräsident David Sassoli am Mittwoch in einer Videobotschaft mit.

Paralympic-Atlethen behalten Startrecht

Die für die Paralympics in Tokio qualifizierten Athletinnen und Athleten behalten das Startrecht auch nach der Verschiebung der Spiele ins nächste Jahr.

Die Sportler müssten sich keine Sorgen machen, sagte der Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees, Andrew Parsons, bei einer Video-Konferenz. Alle bis zum 24. März erreichten Qualifikationen behielten ihre Gültigkeit.

Mit den olympischen Spielen wurden auch die Paralympics verschoben. Die Athletinnen und Athleten behalten aber ihr Startrecht. (Bild: Keystone)
60 Prozent aller Leute auf Kreuzfahrtschiff positiv getestet

Auf einem vor Uruguay festliegenden Kreuzfahrtschiff sind fast 60 Prozent der mehr als 200 Menschen an Bord positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Am Mittwoch brachte die uruguayische Marine ein australisches Ehepaar im Alter von 59 und 60 Jahren an Land.



Insgesamt wurden damit acht Menschen von dem Schiff Greg Mortimer in Krankenhäuser von Uruguays Hauptstadt Montevideo verlegt. Die übrigen der 128 positiv getesteten Menschen zeigten derzeit keine Symptome.

Düstere Zeiten auch für McDonalds'

Der weltgrösste Fast-Food-Konzern McDonald’s hat wegen der Corona-Pandemie einen heftigen Geschäftseinbruch erlitten. Im vergangenen Monat fielen die vergleichbaren Erlöse weltweit im Vergleich zum Vorjahreswert um gut 22 Prozent, wie McDonald’s am Mittwoch in Chicago mitteilte. Im gesamten ersten Quartal belief sich das Minus auf 3,4 Prozent.

Die Corona-Krise führt auch bei McDonalds‘ zu einem Umsatzeinbruch. (Bild: Keystone)
Strände in Yverdon geschlossen
Um grössere Menschenansammlungen zu vermeiden, werden die Strände in Yverdon geschlossen. (Bild: Keystone)

Die Stadt Yverdon-les-Bains im Kanton Waadt schliesst wegen der Coronavirus-Krise ab Freitag den Zugang zu den Stränden am Neuenburgersee bis auf weiteres. Am vergangenen Wochenende gab es dort zu viele und zu grosse Menschenansammlungen.

Das Tessin ergreift ähnliche Massnahmen: Auch hier werden diverse Erholungszonen gesperrt. In der ganzen Schweiz werden indes Ausflugsziele gesperrt, um Menschenansammlungen zu verhindern. Welche Ausflugsziele davon betroffen sind, lesen Sie hier.

40 Millionen Schutzmasken für Deutschland

Im Kampf gegen die Corona-Epidemie erwartet die deutsche Regierung weiteren Nachschub an Schutzausstattung für das medizinische Personal. Diese Woche sollen 40 Millionen Schutzmasken nach Deutschland kommen, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte.

60 Stunden Ausgangssperre in Serbien über das Oster-Wochenende

Die serbische Regierung hat wegen der Corona-Pandemie für das kommende Wochenende eine durchgehende Ausgangssperre von 60 Stunden verhängt. Ohne Sondererlaubnis darf von Freitag 17 Uhr bis Montag 5 Uhr früh niemand sein Haus oder seine Wohnung verlassen; das teilten die Behörden am Mittwoch in Belgrad mit.

In Serbien darf wegen der Corona-Pandemie wärhend des Osterwochenendes niemand sein Haus oder seine Wohunung verlassen. (Bild: Keystone)
Brite klaut vier Gesichtsmasken - zwölf Wochen Haft

Ein Mann in Grossbritannien ist zu zwölf Wochen Gefängnis verurteilt worden, weil er vier Schutzmasken aus einem Krankenhaus in London gestohlen hatte. Das teilte die Staatsanwaltschaft (Crown Prosecution Service) per Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Wegen dem Diebstahl von vier Masken muss ein Brite für zwölf Wochen in Haft. (Bild: Keystone)

Der 34 Jahre alte Mann war demnach vom Sicherheitsdienst des King’s College Hospital zur Rede gestellt worden, als er die Klinik verlassen wollte, und gab den Diebstahl zu. Der Vorfall hatte sich bereits am Sonntag zugetragen. Schutzmasken sind in britischen Krankenhäusern, wie in vielen anderen europäischen Ländern auch, sehr knapp.

Caritas überbrückt Notlagen mit Soforthilfe

In den vergangenen zwei Wochen wurden in den 21 Caritas-Märkten der Schweiz Einkaufsgutscheine im Wert von 100’000 Franken abgegeben. Die Sozialdienste der Regionalen Caritas-Organisationen unterstützen Betroffene auch mit Soforthilfe, etwa durch die Bezahlung einer dringend anstehenden Rechnung, wie die Organisation weiter mitteilte.

Caritas hilft auch wärhend der Corona-Krise Menschen in Not. (Bild: Keystone)

Für ihre Soforthilfe stehen der Caritas mehr als eine Million Franken zur Verfügung – dank Beiträgen der Glückskette. «Viele Menschen werden in kommenden Wochen durch die Maschen fallen und dabei auf keine Hilfe der öffentlichen Hand zählen dürfen», erklärte Hugo Fasel, Direktor der Caritas Schweiz. «Ihnen können wir dank der grossen Solidarität der Schweizer Bevölkerung gezielt helfen.»

Putin schwört Russen auf harte Zeiten ein

Russlands Präsident Wladimir Putin hat sein Land in der Corona-Krise auf harte Zeiten eingeschworen. «Ich verstehe, dass sich schon Müdigkeit, die schwere Last finanzieller, häuslicher und anderer irdischer Probleme angestaut haben. Ihr gewöhnlicher Lebensrhythmus ist zerstört», sagte Putin am Mittwoch in Moskau.

«Aber es gibt keine Wahl», sagte er bei einer im Fernsehen übertragenen Videokonferenz mit Vertretern der Regionalregierungen. Zugleich sprach der 67-Jährige den Menschen im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie Mut zu. Russland habe alles, was es brauche, um die Krise zu überwinden. «Alles geht vorbei. Auch das geht vorbei», betonte der Kremlchef. «Wir werden siegen.»

Präsident Vladimir Putin stellt Russland auf schwere Zeiten ein. (Bild: Keystone)
Fussball-Cupfinal der Frauen verschoben

Der Cupfinal der Frauen kann infolge der Coronavirus-Pandemie nicht wie vorgesehen am 10. Mai stattfinden. Das Endspiel im Zürcher Letzigrund wie auch die noch ausstehenden Halbfinal-Partien werden zu einem späteren Zeitpunkt neu angesetzt, wie der Schweizer Fussballverband mitteilte.

Ursprünglich hätten die beiden Finalteilnehmer am Wochenende des 28./29. März in den Begegnungen Zürich gegen Servette Chênois und Young Boys gegen Basel ermittelt werden sollen.

Frankreich will Ausgangsbeschränkungen verlängern

Frankreich will in der Corona-Krise die strikten Ausgangsbeschränkungen über den 15. April hinaus verlängern. Staatschef Emmanuel Macron werde sich am Montagabend an die Bürger wenden, bestätigte das Präsidialamt am Donnerstagabend in Paris.

Eine neue Frist für die Ausgangsbeschränkungen wurde zunächst nicht mitgeteilt. Sie gelten seit Mitte März. Die Menschen sind angehalten, nur mit triftigen Gründen vor die Haustüre zu gehen. Dafür müssen sie einen Passierschein bei sich tragen. Die Polizei kontrolliert die Umsetzung der Massnahmen streng. Die Covid-19-Pandemie forderte im Land bisher 10’869 Todesopfer.

In Frankreich werden die Personen kontrolliert, die sich frei auf der Strasse bewegen. (Bild: Keystone)
Gelbe Kare für Mourinho

Trainer José Mourinho droht Ärger, weil er sich trotz der rasant ausbreitenden Coronavirus-Pandemie in England nicht an die vorgeschriebene Abstandsregel gehalten haben soll.

Hat sich nicht an die Corona-Abstandsregeln gehalten: Star-Fussballtrainer José Mourinho. (Bild: Keystone)

In englischen Medien tauchten Aufnahmen des 57-jährigen Portugiesen mit drei Spielern von Tottenham Hotspur auf, die zeigten, wie sie in einem Londoner Park trainierten und dabei die Regeln missachteten. In England ist Sporttreiben im Freien mit maximal einer weiteren Person erlaubt, der Sicherheitsabstand beträgt zwei Meter. Mourinho hat sich für sein Fehlverhalten entschuldigt und sich einsichtig gezeigt. «Ich akzeptiere, dass mein Handeln nicht den Empfehlungen der Regierung entspricht, und wir nur Kontakt zu Mitgliedern aus dem eigenen Haushalt haben dürfen.»

Pompeao: Deutschland und USA müssen Wirtschaft gemeinsam wiederbeleben
US-Aussenminister Mike Pompeo sprach über die Erwartungen der USA an Deutschland: Die Vereinigten Staaten wollen gemeinsam mit Deutschland die Wirtschaft wiederbeleben. (Bild: Keystone)

US-Aussenminister Mike Pompeo hat in der Corona-Krise von der Bundesregierung ein gemeinsames Vorgehen bei der Wiederbelebung der Wirtschaft gefordert. «Unsere Erwartung an Deutschland ist, dass es die Dinge tut, die wir seit vielen Jahrzehnten zusammen gemacht haben.

Also eine koordinierte Antwort, ein koordinierter Kick-Off der Wirtschaft», sagte Pompeo am Mittwoch «Bild live». Die Regierungen in Washington und Berlin seien in engem Kontakt und arbeiteten bereits gemeinsam daran, ihren Bürgern zu helfen und den Wohlstand beider Länder zu bewahren.

400'000 Corona-Fälle in den USA

Der besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffene US-Bundesstaat New York hat mit 779 Toten an einem Tag so viele Opfer zu verzeichnen wie noch nie in der Krise. Damit liege die Zahl der Toten in dem 20-Millionen-Staat bei insgesamt 6268, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Mittwoch bei seiner täglichen Pressekonferenz. «Diese Zahl der Toten wird weiter ansteigen», sagte er.

Trauriger Rekord: 779 Menschen starben in New York an einem Tag am Coronavirus. (Bild: Keystone)

In den USA gibt es insgesamt 400’000 registrierte Infektionen und etwa 13’000 Tote. Mehr dazu lesen Sie hier.

87 Tote innert 24 Stunden in der Türkei

In der Türkei sind offiziellen Angaben zufolge innerhalb der vergangenen 24 Stunden weitere 87 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit sei die Gesamtzahl der Toten auf 812 gestiegen, sagte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Mittwochabend. Zudem seien weitere 4117 Menschen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden.

Die Corona-Krise trifft auch die Türkei. Bei den Zahlen der Toten Wiedersprechen sich jedoch Regierung und Ärtze. (Bild: Keystone)

Die Gesamtzahl der Infizierten liege damit bei 38’226, während die Zahl der Tests auf rund 25 000 gesteigert worden sei. Erholt haben sich der Regierung zufolge bisher rund 1850 Menschen. Die türkische Ärztevereinigung TTB zweifelt derweil vor allem die Zahl der offiziell erfassten Todesfälle an

Zehn Prozent weniger Lohn für Real-Madrid-Stars

Real Madrid hat sich wegen der finanziellen Folgen der Coronavirus-Pandemie mit seinen Spielern auf eine Kürzung der Löhne geeinigt. Vorerst beträgt die Reduzierung zehn Prozent.

Die Spieler von Real Prozent erhalten aktuell zehn Prozent weniger Lohn. (Bild: Keystone)

Sollte die aktuelle Saison abgebrochen werden, würde die Kürzung bei 20 Prozent liegen, teilte der Klub mit. Von der Massnahme sind auch die Basketball-Profis betroffen. Vom eingesparten Geld sollen die finanziellen Einbussen der zahlreichen anderen Angestellten des Vereins minimiert werden.

Festival BST Hyde Park abgesagt

Das britische Open-Air-Festival BST Hyde Park, bei dem in diesem Jahr unter anderem Taylor Swift und die Rockband Pearl Jam auftreten sollten, wird wegen der Corona-Krise nicht stattfinden. Das gaben die Organisatoren am Mittwoch bekannt. Zu den Konzerten im Londoner Hyde Park wurden an sechs Festivaltagen im Juli Hunderttausende Besucher erwartet.

«Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass es die einzige Lösung ist», hiess es in der Mitteilung.» „Wir hatten uns darauf gefreut, grossartige, einzigartige Shows (…) zu veranstalten, aber die Sicherheit steht immer an erster Stelle.»

Kurzarbeit in diversen Spitälern

Um für einen allfälligen Ansturm von Corona-Patienten gewappnet zu sein, unterlassen Spitäler derzeit nicht dringliche Operationen und Behandlungen und legen einzelne Abteilungen still. In einigen Spitälern wird daher Kurzarbeit eingeführt, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA ergab. Betroffen sind etwa Krankenhäuser in Graubünden, im Glarus oder im Kanton Luzern.

Tessin: Regierung richtet Einkaufsfenster für über 65-Jhärige ein

Die Tessiner Regierung führt ein Einkaufsfenster für über 65-Jährige ein. Baustellen bleiben im Südkanton bis zum 19. April geschlossen. Industriebetriebe können ein Gesuch um reduzierten Betrieb einreichen.

Im Rahmen der Verlängerung des Notstands bis zum 19. April hat der Tessiner Regierungsrat seine Massnahmen angepasst. Unter anderem führt die Regierung ein sogenanntes Einkaufsfenster für Personen über 65 Jahre ein. Diese sollen jeweils am Vormittag vor 10 Uhr Lebensmittel einkaufen können.

Im Tessin soll der frühe Morgen für Seniorinnen und Senioren zum Einkaufen reserviert werden. (Bild: Keystone)
Bricht nun der Welthandel ein?
Bis ein Drittel könnte der Welthandel infolge der Corona-Krise einbrechen. (Bild: Keystone)

Die Welthandelsorganisation (WTO) rechnet in diesem Jahr mit einem Absturz des Welthandels infolge der Corona-Krise um 13 bis 32 Prozent. Dies sei die Spanne zwischen einem optimistischen und einem pessimistischen Szenario, teilte die WTO am Mittwoch in Genf mit.

«Der unvermeidliche Rückgang bei Handel und Produktion wird schmerzhafte Konsequenzen für Haushalte und Unternehmen haben, ganz abgesehen von dem menschlichen Leid, das diese Krankheit verursacht», sagte WTO-Chef Roberto Azevedo. Entscheidend sei es auch, bereits jetzt die wirtschaftspolitisch richtigen Weichen zu stellen.

Höhepunkt der Pandemie in Europa noch nicht erreicht

Die Corona-Pandemie hat nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC noch immer nicht ihren Höchststand in Europa erreicht. «Trotz früher Hinweise aus Italien und Österreich, dass die Zahl der Fälle und Todesfälle abnimmt, gibt es derzeit auf EU/EWR-Ebene keine Anzeichen dafür, dass der Höhepunkt der Epidemie erreicht worden ist», teilte das in Solna bei Stockholm ansässige Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten am Mittwoch in seiner aktualisierten Risikobewertung mit.

Weiterhin würden in verschiedenen Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) und Grossbritannien grössere Anstiege gemeldet.

Noch kein Aufatmen: Die Pandemie soll in Europa noch nicht ihren Höhepunkt erreicht haben. (Bild: Keystone)
Formel 1: Alfa Romeo meldet Kurzarbeit an

Alfa Romeo macht es wie andere Formel-1-Teams und hat für die mehr als 500 Angestellten in der Fabrik in Hinwil Kurzarbeit angemeldet. Gemäss «Blick» soll die aktuelle Massnahme mindestens bis Ende April gelten. Allerdings habe man die Belegschaft im Zürcher Oberland bereits darauf vorbereitet, dass die Periode länger dauern könnte.

 

Alfa Romeo meldet für sein Formel-1-Team Kurzarbeit an. (Bild: Keystone)

Der Automobil-Weltverband FIA hatte am Dienstag beschlossen, die zwangsweisen Werksferien der zehn Formel-1-Teams um weitere zwei Wochen zu verlängern. Statt 21 Tage müssen die Fabriken nun 35 Tage lang stillstehen. Während dieser Zeit sind keine Arbeiten an den Autos erlaubt.

Somalische Musik-Legende stirbt

Eine Musiklegende Somalias, Ahmed Ismail Hussein, ist an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Das bestätigte der somalische Regierungssprecher Ismael Mukhtar Omar am Mittwoch. Der Musiker, genannt Hudeydi, starb demnach in London. Somalische Medien gaben 1928 als sein Geburtsjahr an.



Hudeydi war für seine Musik mit der Oud bekannt, einer Laute, die vor allem in arabischen Ländern gespielt wird. «Wir haben eine einzigartige Legende verloren», sagte der Sprecher des Oberhauses des somalischen Parlaments, Abdi Hashi Abdullahi, einem Radiosender.

Was bisher geschah

Alle bisherigen Ereignisse und Entwicklungen zum Coronavirus können Sie hier nachlesen.

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