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Die Fachexperten des Bundes informieren ab 14 Uhr an einer Medienkonferenz. (Stream: Youtube/Bundesrat)
Schweiz

Experten informieren über neue Massnahmen

Am Dienstagnachmittag informiere Fachexperten des Bundes, darunter das BAG und das Krisenmanagement, über die neusten Entwicklungen zum Coronavirus.

Die Kurve der neuen Infektionen in der Schweiz scheint sich abzuflachen: Nach täglich rund 1000 neu gemeldeten Covid-19-Fälle in den vergangenen Wochen sind am Dienstag noch 590 Neuansteckungen gemeldet worden. Doch das BAG warnt: Das Problem sei bei weitem nicht gelöst.

Die Situation scheine sich nicht nur zu stabilisieren, sondern eher zu verbessern, sagte Daniel Koch, BAG-Delegierter für Covid-19, vor den Bundeshausmedien. Doch es gebe bereits eine beträchtliche Anzahl von Todesfällen. Gemäss einer Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA gestützt auf die offiziellen Zahlen der einzelnen Kantone waren bis am Dienstagabend 819 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Das sind 73 Todesopfer mehr als noch 24 Stunden zuvor. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gab in seinem Situationsbericht die Zahl der Todesfälle für Dienstagmorgen mit 641 an. Ausserdem müssten 412 Personen immer noch auf den Intensivstationen beatmet werden, sagte Koch. «Das Problem ist bei weitem nicht gelöst», sagte der BAG-Verantwortliche. Es gelte deshalb, sich weiter an die Empfehlungen und Vorschriften zu halten.

Daniel Koch zu den aktuellsten Zahlen aus der Schweiz. (Video: Keystone-SDA)

Nagelprobe bestanden

Die Nagelprobe für Ostern habe die Schweizer Bevölkerung am Wochenende als Gesellschaft schon einmal bestanden, sagte Stefan Blättler, Präsident der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten. Der überaus grösste Teil der Menschen habe die Massnahmen verstanden.

Es werde deshalb keine Empfehlungen an die Kantonspolizeien geben, vermehrt Strassen und Zugänge zu schliessen, erklärte Blättler. Das müssten und könnten die örtlichen Behörden in Zusammenarbeit mit den zuständigen Polizeikräften selber entscheiden.

Von seiner Seite bleibe die erneute Aufforderung, auch an Ostern zuhause zu bleiben, um bisher Erreichtes nicht aufs Spiel zu setzen. Man solle für einen kurzen Moment auf Reisen in die Berge und an Touristenorte verzichten, sowohl auf der Strasse als auch auf der Schiene, sei es mit dem öffentlichen Verkehr, mit dem Auto oder Motorrad, sagte Blättler.

Wer über das Wochenende trotzdem mit dem Auto ins Tessin fahren will, muss zwar nicht mit einem stundenlangen Stau rechnen, aber mit einem Gespräch mit der Polizei. Diese hat vor dem Gotthardtunnel in Göschenen einen Kontrollplatz eingerichtet, um dort Reisende über die Corona-Situation im Südkanton aufzuklären und sie zu einer Umkehr zu bewegen.

4600 Schweizer zurück

Der Bund hat bisher 4600 im Ausland gestrandete Personen in die Schweiz zurückgeholt. «Der Höhepunkt der Aktion ist überschritten», sagte Hans-Peter Lenz vom Aussendepartement EDA. Es sei jetzt die letzte Chance, die Rückkehrhilfe in Anspruch zu nehmen.

Die wichtigsten Destinationen seien abgedeckt, die meisten Schweizer seien heimgekehrt, sagte Lenz am Dienstag vor den Bundeshausmedien. Nun werde die Frequenz der Flüge schrittweise reduziert. Derzeit seien noch acht weitere Flüge geplant – von Destinationen, wo es keine kommerziellen Flüge gebe.

Armee-Einsatz geht über Ostern weiter

Urlaub gestrichen: Die Armeeangehörigen bleiben über die Osterfeiertage in den Kasernen. «Der Einsatz geht weiter», sagte Brigadier Raynald Droz am Dienstag vor den Bundeshausmedien.

Grund dafür ist der laufende Assistenzdienst zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie. Viele Armeeangehörige wollten aber gar nicht nach Hause gehen, um ihre Familien nicht zu gefährden, sagte Droz. Die Armee hat inzwischen 172 Sars-Cov-2-Infektionen in den eigenen Reihen.

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