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Der Telebasel News Beitrag vom 7. April 2020.
Basel

Anita Fetz: «Es wird gefährlich, wenn die Leute den Sinn nicht mehr sehen»

Ex SP-Ständerätin Antia Fetz findet in der Sendung Corona-Krise Spezial klare Wort für die momentanen Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

«Wir können nur hoffen, dass die Leute an Ostern genauso diszipliniert sind wie letztes Wochenende. In Basel hielten sich fast alle an die Regeln. Und ich bin überzeugt, dass die Behörden intensiv darüber nachdenken, wie man zur Normalität zurückkehren kann», so Ex SP-Ständerätin Anita Fetz in der Sendung Corona-Krise Spezial auf Telebasel.

Mit allfälligen ersten Lockerungen rechne sie ab dem 19. April, so Anita Fetz weiter. Nicht zu unterschätzen sei der psychologische Aspekt. «Solche Massnahmen müssen überzeugend sein, damit die Leute sie einhalten. Wenn sie aber den Sinn dahinter irgendwann nicht mehr sehen, dann wird es gefährlich.» Deshalb könne man, sobald die Lage sich ändere, allenfalls zur Normalität zurückfinden.

«Massnahmen müssen durch andere ersetzt werden»

Richard Neher, Epidemiologe an der Universität Basel sagt, dass bis zum 19. April 2020 klarer sei, was die Massnahmen bringen würden. Massnahmen müssten dann aber durch andere ersetzt werden. Der Effekt, die Verhinderung der Ausbreitung des Virus, müsse weiterhin erzeugt werden. «Darüber müssen wir uns konkret Gedanken machen», so Richard Neher weiter.

Bei der Basler Regierung will man sich nicht zu allfälligen Massnahmen äussern, bevor nicht der Bundesrat einen Entscheid getroffen hat. «Wir sind schliesslich keine Hellseher», so Wirtschaftsdirektor Christoph Brutschin auf Anfrage von Telebasel.

Und bei der Baselbieter Regierung heisst es: «Jetzt ist es noch zu früh, etwas dazu zu sagen». Bis zum 19. April könne sich noch viel verändern.

«Jeder zweite Franken der Schweiz kommt aus dem Ausland»

»Wirtschaftlich wird es hart werden», so Patrick Dümmler, Geschäftsleiter Avenir Suisse. Man sehe jetzt, was geschlossene Grenzen und ein gehinderter Warenfluss bedeuten würden. Oder was es hiesse, wenn Grenzgänger nicht mehr in die Schweiz zur Arbeit kommen könnten, weil sie von ihren Staaten eingezogen würden, beispielsweise im Gesundheitswesen.

«Die Hälfte unseres Wohlstandes kommt aus dem Ausland. Jeder zweite Franken wird dort verdient. Es kann uns nicht egal sein, wie es Deutschland oder den USA geht», so Patrick Dümmler weiter.

Sehen Sie hier nochmals die ganze Corona-Krise Spezial-Sendung

(Video: Telebasel)

1 Kommentar

  1. Es ist ja schon so das es viele leute an den Reihn ziet und prombt ist alles voll und es wundert mich nicht wenn der Bund eine lobes hünne auf die tollen Basler die alles sooo befolgen singt ich wohne fast am Reihn und sehe wie die leute da unten sitzen in schönen gruppenReport

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