Der Bundesrat wird am Mittwoch über allfällige neue Massnahmen über die Ostertage entscheiden. (Foto: Key)
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Ausgangssperre? Reisesperre? Lockerung der Massnahmen?

Wie wird am 8. April entschieden? Forderungen nach Beendigung des Lockdowns werden lauter – über Ostern sind aber auch mehr Einschränkungen möglich.

Es ist die Frage, die viele Schweizer vor Ostern umtreibt: Verschärft der Bundesrat die Massnahmen nochmals? Droht uns gar eine Reise- oder Ausgangssperre? Oder bleibt alles wie es ist? Antworten auf die Fragen gibt es spätestens am Mittwoch, 8. April 2020, wenn der Bundesrat nach seiner Sitzung vor die Medien tritt.

Das Wochenende hat es gezeigt: Das schöne Wetter zog die Menschen in Massen ins Freie – weil viele Ausflügler und Skitourengänger sich nicht an Corona-Massnahmen hielten, hat etwa die Kantonspolizei Graubünden den Flüelapass gesperrt.

Dabei wurde noch am Donnerstag gewarnt: «Die Einhaltung der Regeln ist absolut überlebensnotwendig – auch bei schönstem Wetter»: Das sagte Stefan Blättler, Präsident der Polizeikommandanten-Konferenz, vor den Bundeshausmedien. Blättler rief dazu auf, auf Ausflüge und Reisen zu verzichten. Auch im Aargau gab es am Wochenende diverse Verstösse.

Mehrere Szenarien denkbar

Die Worte, die Bundesrat Alain Berset vor einigen Tagen an die Bevölkerung richtete, waren unmissverständlich: «Fahren Sie über Ostern nicht ins Tessin.» Die Frage ist nun, ist der Bundesrat mit dem Verhalten der Bürgerinnen und Bürger zufrieden? Oder zieht er die Schraube nochmals an?

Wie Telebasel erfahren hat, prüft der Bundesrat Reise- und Ausgangssperren über das Oster-Wochenende. Doch: Braucht es das tatsächlich? Liegt es am Ausgangsverhalten – oder sind die Handydaten so alarmierend?

Am Montag jedenfalls sagte Alain Berset: «Wir sind noch nicht am Peak». Aber auch wenn dieser erreicht sei, sei die Zeit für Lockerungen noch nicht gekommen. «Erst, wenn die Zahlen runter gehen, kann man anfangen zu lockern.»

Schritt für Schritt nehmen

Der Bundesrat will laut Gesundheitsminister Alain Berset bis spätestens am 16. April sagen können, wie es in der Schweiz nach dem weitgehenden Stillstand des öffentlichen Lebens weiter geht. Jetzt müssten die Anstrengungen aber fortgesetzt werden, «auch wenn wir Opfer bringen müssen», sagte er.

Mit Blick auf Österreich, das ab dem 14. April die Einschränkungen des öffentlichen Lebens schrittweise lockern will, sagte Berset, er nehme den Entscheid zur Kenntnis. «Auch wir werden Schritt für Schritt zurückkehren in die Normalität.»

Ab dem 1. Mai sollen in Österreich alle Geschäfte, Einkaufszentren und Friseure wieder öffnen dürfen. Hotels und die Gastronomie sollen frühestens Mitte Mai folgen. Auch darum erhöhen Wirtschaftsverbände und bürgerliche Parteien den Druck auf den Bundesrat: Er soll den herrschenden Lockdown schnell beenden.

23 Kommentare

  1. Richtig die Österreicher haben alles zack und zu gemacht und saftige Strafen bei uns wenn ich so draussen schaue rennfahrer Gruppen am Bh.Bierchen rumreichen und rumkodern sorry das ich das so sagen muss aber so geht das noch ewig.Report

  2. In der Bundesverfassung spricht mAn von Gleichwertigkeit/Gleichstellung. Die gilt ja jetzt nicht mehr. Ich habe meine persönlichen Sachen und Computer in Deutschland bei meinem Mann. Es hiess als CHerin und Verheiratete dürfe ich die Grenze passieren. ich arbeite und lebe in der ch. Dann plötzlich nicht mehr, ohne das bekannt zu machen. Durfte meine Sachen nicht holen. Wenn mein Mann die Sachen an die Grenze bringt, zahle ich 100 Franken Busse. Ist nicht erlaubt Sachen rüberzugeben. Aber Handelsgut und Grenzgänger dürfen ungehindert passieren.Report

  3. Wir können Österreich nicht mit der Schweiz vergleichen. Die hatten Eier und haben wirklich Massnahmen angeordnet welche für Sie einschneidend waren. Das hat wie man jetzt sieht wirklich geholfen. Anders als unsere Kasperlis welche nicht den Mut hatten alles zu schliessen. Und nun will Luzern vorpreschen und verlangt eine Lockerung. Liebe Luzerner, die Touristen werden trotzdem nicht kommen und Euch die begehrten Umsätze bringen. Deshalb bin ich dafür dass es so wie jetzt weitergeht. Auch wenn uns daher ein wirtschaftlicher Schaden entsteht. Vermehrte Ansteckungen können nicht mit Geld aufgewertet werden.Report

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