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Der Telebasel News Beitrag vom 5. April 2020.
Basel

In der Isolierstation für Covid-19-Patienten

Isolierte Corona-Patienten brauchen eine besondere Betreuung. Das stellt das Pflegepersonal vor ungewohnte Herausforderungen.

Es ist eine Situation, die für alle Beteiligten völlig neu ist. Patienten mit Verdacht auf Covid-19 dürfen in der Isolierstation weder Besuch empfangen noch rausgehen. «Darum ist wichtig, die Leute in der Pflege auch psychisch gut zu versorgen, das ist aufwendig und liegt uns sehr am Herzen», sagt Eveline Münch, Stationsleiterin im Claraspital. In dieser Privatklinik wurde im März eine ganze Abteilung in eine solche Isolierstation umgewandelt.

Ein Pluszeichen an der Tür

Für die Pflegerinnen und Pfleger bedeutet eine solche Umrüstung also ganz neue Herausforderungen, wie Eveline Münch gegenüber Telebasel erklärt. Da die Patienten alleine sind und Angst haben, für andere eine Gefahr darzustellen, brauche es besonders viel Fingerspitzengefühl. Auch organisatorisch ist die Situation ungewöhnlich. Das Personal rüstet sich mit  spezifischer Schutzkleidung aus. Und um die Übersicht nicht zu verlieren, braucht es auch spezielle Kennzeichnungen. So hängt bei positiv getesteten Patienten jeweils ein Plus an der Tür, bei solchen in Abklärung ein Fragezeichen. Diese Kennzeichnung sei keineswegs diskriminierend gemeint, sondern sehr wichtig, um die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten, so Eveline Münch.

Stufenweiser Ausbau der Isolierstationen

Diese neu eingerichtete Isolierstation ist einer von mehreren Schritten, die im Rahmen des Basler Versorgungskonzept in Kraft getreten sind. Wie das Gesundheitsdepartement am Freitag bekannt gab, werden die Kapazitäten stufenweise eingerichtet. Im Rahmen eines Verbundskonzepts beteiligen sich sowohl öffentliche wie auch private Spitäler. Dabei gilt es, koordiniert die Anzahl Intensivbetten, Beatmungsplätze und Isolierstationen aufzustocken. Dabei stellt das Universitätsspital den Löwenanteil. Ergänzend dazu haben auch andere Kliniken umgerüstet.

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