Langsam aber sicher verwachen die stacheligen Tiere aus ihrem Winterschlaf. (Bild: Unsplash/Sierra Narvaeth)
Basel

Deshalb spuckt sich der Igel selbst an

Aktuell beenden Igel ihren Winterschlaf. Sie sind draussen wieder vermehrt anzutreffen – und können vielleicht bei einem seltsamen Ritual beobachtet werden.

Wann genau der Igel wieder aufwacht, ist jedoch auch von der Höhenlage und den klimatischen Verhältnissen abhängig. So kann der Zeitpunkt je nach Region variieren.

Igel gehören zu den ältesten, heute noch existierenden Säugetieren. Die Tiere sind nachtaktiv und meist alleine Anzutreffen. Ihre Nahrung finden sie mithilfe ihres ausgeprägten Geruchssinns. Nebst Raupen, Würmern, Laufkäfern und Vogeleiern essen sie zum Beispiel auch Jungvögel und kleine Säugetiere. Auch vor giftigen Insekten machen sie keinen Halt: Igel sind gegen verschiedene Gifte immun und essen auch Bienen, Wespen oder Hummeln.

Der Igel hat aber trotzdem zahlreiche Feinde und trifft auf viele Gefahren, vor welchen er sich schützen muss. Das Tier besitzt zwischen 8’000 bis 160’000 Stacheln und ist somit gegen seine natürlichen Feinde geschützt. Zu diesen zählen zum Beispiel Greifvögel, Eulen, Füchse oder Dachse. Die Stacheln helfen dem Igel aber nicht gegen eine seiner grössten Gefahren: Den Verkehr. Jährlich fallen zahlreiche Igel Autorädern zum Opfer. Da der Mensch den Lebensraum des Igels konstant verändert, gehen die Igelbestände im Siedlungsgebiet zusätzlich zurück.

Deshalb spuckt er sich selber an

Wenn ein Igel einen attraktiv riechenden Gegenstand findet, schnüffelt und leckt er daran oder er kaut ihn durch. Während er das tut, produziert der Igel Unmengen an Speichel, welcher er danach auf seine Stacheln spuckt. Mehrmals hintereinander schleudert er diesen mit seiner Zunge auf sich selber. Dieses Prozedere soll ihren eigenen Körpergeruch überdecken.

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