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Die Medienkonferenz des Gesundheitsdepartements Basel-Stadt vom 3. April 2020. (Video: Youtube/Stream Basel)
Basel

Polizeikommandant Martin Roth: «Ausgangssperre zur Zeit kein Thema»

Zwei weitere Personen sind an den Folgen einer Coronavirus-Infektion verstorben. Die Zahl der Todesfälle im Stadtkanton erhöhte sich damit auf 21.

Die Vorschriften der Behörden zur Pandemiebekämpfung werden laut dem Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger (CVP) gut von der Bevölkerung eingehalten.

Social Distancing funktioniere in Basel-Stadt, sagte Engelberger am Freitag an einer auf dem Internet gestreamten Medienkonferenz. Zwar nehme die Zahl der Infizierten weiterhin zu, jedoch sei das Wachstum gebremst.

Laut dem Basler Kantonsarzt Thomas Steffen befinde sich Basel-Stadt derzeit in einer relativ stabilen Situation. Ein exponentieller Anstieg der Fallzahlen sei nicht aufgetreten. Von einer Entwarnung könne jedoch nicht die Rede sein.

In Basel-Stadt sind bisher 21 Personen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion verstorben. Am Freitag sind 748 positiv auf das Coronavirus getestete und in Basel-Stadt wohnhafte Personen registriert worden. Das sind 30 mehr als am Vortag. Thomas Steffen geht davon aus, dass die Dunkelziffer fünf oder zehn Mal so hoch wie die der registrierten Fälle beträgt.

Aktuell sind 93 Einwohnerinnen und Einwohner in Spitalpflege, 17 Personen benötigen Intensivpflege. Laut Thomas Steffen befinden sich zudem 300 Personen in Quarantäne, davon rund 180 Personen zu Hause. 397 Personen und damit über die Hälfte der bislang Getesteten sind wieder genesen.

Bisher 70 Bussen verteilt

Der grosse Teil der Bevölkerung halte sich an die verordneten Massnahmen, sagte der Basler Polizeikommandant Martin Roth. Bisher habe die Polizei 70 Ordnungsbussen à 100 Franken verteilen müssen. Roth kündigte eine grosse Polizeipräsenz in den nächsten Tagen an – allen voran in der Innenstadt und am Rheinbord.

Für Personen mit einer Coronavirus-Infektion werden aktuell zusätzlich rund 20 Intensivpflegebetten mit Beatmungsgeräten bereit gestellt, wie Peter Indra, Leiter Gesundheitsversorgung sagte. Stufenweise könnten die Beatmungsplätze auf 70 gesteigert werden. Diese Zahl würde aus heutiger Sicht reichen, um die Bevölkerung versorgen zu können, so Peter Indra.

Laut Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger ist die Gefahr einer dramatischen Entwicklung der Fallzahlen noch nicht vorbei. Die Bevölkerung dürfe sich deshalb nicht vom frühlingshaften Wetter verführen lassen und sollte sich weiterhin an die verordneten Massnahmen halten, mahnte Engelberger.

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