Der Werkhof in Frick (AG) wird zur Isolierstation für an Corona erkrankte Asylbewerber. (Bild: Google Street View)
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Erkrankte Asylbewerber kommen nach Frick AG

Im Kanton Aargau wird die nicht mehr genutzte Containeranlage im Werkhof in Frick ab Montag als Corona-Isolierstation für erkrankte Asylsuchende genutzt.

Geplant ist, dass in der Isolierstation höchstens 50 Personen untergebracht und betreut werden.

Kollektive Unterkünfte von Pandemie betroffen

Kollektive Asylunterkünfte seien von der Pandemie ebenfalls betroffen, und es gebe erste Erkrankungen von Asylsuchenden, teilte die Staatskanzlei Aargau am Freitag mit. Wegen der gemeinsamen Nutzung von Räumlichkeiten wie Küche oder Badezimmer sowie der teilweise engen Platzverhältnisse sei es in Asylunterkünften kaum möglich, erkrankte Personen adäquat zu isolieren.

Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati entschied in Absprache mit der Gemeinde Frick, den Werkhof Frick als Corona-Isolierstation für erkrankte Asylsuchende zu nutzen.

Bis Ende März hatte der Kanton in einer Halle des Werkhofs eine Asylunterkunft für alleinstehende Männer betrieben. Die Unterkunft wurde planmässig geschlossen und die Bewohner in andere Asylunterkünfte verlegt.

Unterstützung vor Ort

Aufgrund der aktuell ausserordentlichen Lage könne dieser Werkhof ohne Verzug als Isolationsstation eingerichtet werden, hält die Staatskanzlei fest. Die erforderlichen Bewilligungen mit den damit verbundenen Rechtsmittelverfahren würden im Nachgang eingeholt.

Die Containeranlage wird ab dem kommenden Montag schrittweise zur Isolierstation umgenutzt. Geplant ist, dass in der Isolierstation in Frick höchstens 50 Personen leben.

Zum Einsatz und zur Unterstützung vor Ort kommen verschiedene Organisationen wie der Kantonale Sozialdienst, die Securitas AG, medizinisches Personal sowie der Zivilschutz. Für die Verpflegung wird eine Lösung in der Region gesucht.

Erkrankte Personen leben in Isolation

In der Unterkunft werden am Coronavirus erkrankte Personen mit leichtem Krankheitsverlauf sowie Verdachtsfälle untergebracht. Betrieb und Sicherheit werden gemäss Angaben des Kantons während 24 Stunden gewährleistet, medizinisches Personal befindet sich ebenfalls vor Ort. Die Bewohner werden in Isolation leben und zentral verpflegt.

So könne eine Verbreitung innerhalb und ausserhalb der Unterkunft vermieden werden. Der Betrieb sei vorerst für die Monate April und Mai vorgesehen, je nach Entwicklung der Pandemie müsse der Betrieb jedoch verlängert werden.

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