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Der Telebasel News Beitrag vom 3. April 2020.
Basel

Basler KMU wartet auf Credit-Suisse-Millionen

Ein Basler Unternehmen wollte bei der Credit Suisse einen Millionen-Kredit aufnehmen. Doch die Bank schiebt den Vorgang angeblich auf die lange Bank.

Ein Basler Unternehmer braucht Geld. Und das Geld, das hat der Bund eigentlich gesprochen. Am 20. März diesen wurde Jahres 20 Milliarden als Liquiditätshilfe garantiert. Damit soll der angeschlagenen Wirtschaft geholfen werden. Der Bund deckt die Kredite, die die Banken den Unternehmen geben sollen. Doch eine Bank sträubt sich, sagt ein Basler Unternehmer.

Der Unternehmer möchte anonym bleiben, stellt TeleBasel aber eine Mail der Bank zu. Darin heisst es: «Betreffend der Beantragung drängt die Zeit aus Bankensicht nicht.» Weiter schreibt ein Mitarbeiter der Bank, dass man bis jetzt nicht in der Lage sei, «Anträge für Covid II Loans» zu bearbeiten. Für den Unternehmer unverständlich. Die Zeit drängt, das Geld fehlt.

In der Mail wird auf die Kredite von über 500’000 Franken angespielt. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) schreibt in der Mitteilung vom 20. März 2020, dass die Kredite über eine halbe Million «eine kurze Bankprüfung voraussetzen». Danach würden sie bewilligt und zu 85 Prozent vom Bund gedeckt. Der anonyme Unternehmer sieht diese Erklärung als nicht erfüllt.

Zogen Banken höhere Hürden?

«Finanz und Wirtschaft» schreibt: «Doch wie man aus der Unternehmenswelt hört, haben die Banken hier höhere Hürden eingezogen, da sie bei den Grosskrediten selbst mit 15 Prozent im Risiko stehen.» Der Leiter der Region Nordschweiz der Credit Suisse, Patrice Kleewein, sagt über die Mail: «Wir sind schweizweit parat, um die Kredite zu bearbeiten.»

Kleewein fügt an, dass man auch die Kapazitäten habe. Zudem gebe man sein Bestes, um die Anträge so schnell wie möglich zu bearbeiten. In rund 48 Stunden solle eine Rückmeldung erfolgen. Kleewein: «Wir müssen eine detaillierte Kreditprüfung durchführen.» Besagter Unternehmer wartet laut eigenen Angaben seit deutlich längerer Zeit.

In der Region Nordschweiz seien bislang fünf Anträge für Kredite über eine halbe Million eingegangen. Nordschweiz, also die beiden Basel, der Aargau sowie Teile des Kanton Solothurns. Schweizweit gingen laut Kleewein um die 30 Anträge ein, jedoch könne man sich zum Volumen noch nicht äussern. Der Ansturm sei bislang auch nicht sonderlich gross gewesen.

150 Millionen gesprochen

Insgesamt wurden in der Region Nordschweiz 950 Anträge zugelassen und 150 Millionen Franken gesprochen. Am Ende steht Aussage gegen Aussage.

Jedoch ist der Bedarf an der Finanzspritze hoch. Heute Freitag hat der Bundesrat das Bürgschaftsvolumen für Liquiditätshilfe auf 40 Milliarden erhöht. Sprich: Verdoppelt.

Wie in der Mitteilung des Bundes steht, wurden bereits Kreditvereinbarungen in der Höhe von 14,3 Milliarden Franken abgeschlossen. Deswegen wurde die Hilfe für die Wirtschaft verdoppelt.

2 Kommentare

  1. Es ist verrückt wie viele Unternehmen Geld beantragen und schon vor Corona verschuldet waren diese Schaden dem Volk und müssen genau kontrolliert werden es wäre besser das Geld in solchen Fällen Tröpfchenweise nach Rechnung belegen auszuzahlen um eine gewisse Kontrolle bei so hohen Beträgen zu haben.
    Kleinunternehmer sollten die Gelder bis zu einer Höhe von 20000.00 Franken ausbezahlt werden. Die Zahlungen sollten über die Banken erfolgen.
    Die Gefahr eines Missbrauchs ist sehr hoch.Report

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