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Die Medienkonferenz aus Bern vom 2. April 2020 ab 14 Uhr live. (Video: Youtube/ Der Schweizerische Bundesrat)
Schweiz

Polizei erhöht ihre Präsenz massiv über die Ostertage

Vertreter des Bundes informierten am Donnerstag über die neusten Corona-Entwicklungen. Die Experten mahnten erneut über Ostern zu Hause zu bleiben.

Vertreter vom Bund informieren am Donnerstag erneut über die aktuelle Lage mit dem Coronavirus in der Schweiz. Erstmals präsentieren sich auch Vertreter der neu gegründeten wissenschaftlichen Covid-19 Task Force.

Polizeikommandant: «Strassen bleiben offen»

«Die Einhaltung der Regeln ist absolut überlebensnotwendig – auch bei schönstem Wetter»: Das sagte Stefan Blättler, Präsident der Polizeikommandanten-Konferenz, am Donnerstag vor den Bundeshausmedien. Blättler rief dazu auf, auf Ausflüge und Reisen zu verzichten. Strassensperrungen sind derzeit aber kein Thema.

Das sei eine politische Frage, sagte Blättler. Die Polizei werde im Hinblick auf die Ostertage auf den Strassen stark präsent sein. Sie soll informieren und Sonnenhungrige zur Umkehr bewegen. Die Strassen blieben aber offen, sagte Blättler.

Hochkarätiges Forscherteam

Die Taskforce soll die Behörden wissenschaftlich unterstützen, Forschungsfelder aufzeigen und Innovationsmöglichkeiten einbringen, wie Matthias Egger am Donnerstag an der Medienkonferenz der Behörden in Bern sagte. Der Präsident Nationalen Forschungsrats des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) leitet das dazugehörige Beratungsgremium.

Die wissenschaftliche Gruppe setzt sich zusammen aus Forscherinnen und Forschern der SNF, der ETH Zürich, der EPFL Lausanne und der Akademie der Wissenschaften der Schweiz. Sie soll auch den Kantonen zur Verfügung stehen.

Kein Steiler Coroan-Anstieg

Auch Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) sprach erneut über die neuen Covid-19-Zahlen: 18’267 Menschen sind in der Schweiz und in Liechtenstein mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 500 sind gestorben. Die Zahlen steigen weiter.

Es sei jedoch kein steiler Anstieg, aber immer noch eine beträchtliche Anzahl Menschen, die sich täglich ansteckten, sagte Daniel Koch, vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag vor den Bundeshausmedien. Der Höhepunkt sei noch nicht erreicht. Für verlässliche Prognosen, wie es in den nächsten Wochen weitergehe, sei es aber zu früh.

Unternehmen sollen weniger schnell Konkurs anmelden müssen

Beim Bund sind weitere Massnahmen in Vorbereitung, um die Unternehmen in der Corona-Krise zu entlasten. Betriebe sollen weniger schnell Konkurs anmelden müssen.

Das sagte Susanne Kuster, stellvertretende Direktorin im Bundesamt für Justiz (BJ), am Donnerstag vor den Bundeshausmedien. Die Nachlassstundung soll demnach auf sechs Monate ausgeweitet werden. Während dieser Zeit sollen keine Betreibungen erfolgen und kein Konkurs eröffnet werden können.

«Den Unternehmen soll mehr Zeit bleiben für Sanierungsarbeiten», sagte Kuster. Die «abgesteckte provisorische Nachlassstundung» stabilisiere die Wirtschaft. Die geplanten Massnahmen befänden sich bis Freitagmittag in einer öffentlichen Konsultation.

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