25 Prozent der schweizweit 3'120 Mobility-Fahrzeuge sollen längerfristig vermietet werden. (Bild: Keystone)
Schweiz

Mobility macht Teil der Flotte zu Langzeitmietautos

Die eingeschränkte Bewegungsfreiheit zwingt auch das Carsharing Mobility zu Anpassungen. Es bietet einen Teil der Fahrzeuge nun als Langzeitmietautos an.

Nach den Notmassnahmen des Bundesrates am 13. März hätten sich die Buchungen an einzelnen Mobility-Standorten fast halbiert, teilte die Carsharing-Firma am Donnerstag mit. Um die Kosten einzudämmen, reagiert diese darauf nun mit einer temporären Reduktion des Angebots für die Tages- oder Stundenmiete.

Die so frei werdenden Autos werden im Gegenzug Privaten und Firmen zur Langzeitmiete angeboten.

Gesundheitswesen hat Priorität

Anbieter aus dem Gesundheitswesen, beispielsweise Spitäler, haben dabei Priorität. Diese werden von Mobility aktiv kontaktiert. Als erste Kundin für dieses Angebot konnte bereits die Spitex Wyland gewonnen werden.

Das Volumen liegt vorerst bei bis zu 25 Prozent der schweizweit 3’120 Mobility-Fahrzeuge. Die Mobility-Monatsmiete ist zu Selbstkostenpreisen erhältlich. Auch Wochenmieten sollen schon bald möglich sein.

Mehrstufige Reinigung der Autos

Auf welche Nachfrage das Angebot treffen werde, sei schwer abzuschätzen, erklärte Geschäftsführer Roland Lötscher in der Mitteilung. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht mache es keinen Sinn, Autos zu betreuen, die nicht gefahren würden. Mit dem Angebot werde ökonomisch Notwendiges mit sozial Sinnvollem verbunden, erklärte Lötscher weiter.

Bei jenen Fahrzeugen, die Mobility im Standardbetrieb hält, liege das Augenmerk wie stets auf einer intensiven, mehrstufigen Reinigung, heisst es weiter. Diese erfolgt mit desinfizierenden Mitteln und je nach Nutzungshäufigkeit der Autos.

Verwaltungsmitarbeiter im Homeoffice

Darüber hinaus hat Mobility nach den Vorgaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) alle notwendigen Schutzmassnahmen getroffen. So arbeiten alle Verwaltungsmitarbeitenden im Homeoffice, während die Servicemitarbeitenden speziell geschult sowie mit wirkungsvolleren Desinfektionsmitteln und Utensilien wie Einweg-Handschuhen ausgestattet wurden.

Wagenbetreuer, die einer Risikogruppe angehören, sind temporär von ihren Einsätzen befreit.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*