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Linda Bader ist am Coronavirus erkrankt. (Video: Telebasel)
Basel

Corona-Infizierte (26) berichtet aus Quarantäne

Seit sieben Tagen befindet sich Linda Bader in Quarantäne. Sie hat sich mit dem Covid-19-Virus infiziert und berichtet, wie Infektion und Quarantäne verlaufen.

Eine Infektion mit dem Coronavirus verläuft nicht für alle Menschen gleich. Für die Einen fühlt sie sich an wie eine ganz normale Erkältung, für Andere wird sie lebensgefährlich oder endet gar tödlich. Etwa die Hälfte der Menschen, die sich angesteckt haben, merken es gar nicht.

Linda Bader habe zunächst milde Symptome entwickelt, erklärt sie in der Videobotschaft: «Am Sonntag hat alles mit leichtem Husten angefangen. Am Montag ist es gleich geblieben und ich habe keine Veränderungen wahrgenommen. Trotzdem habe ich danach aber schon meine sozialen Kontakte eingeschränkt», so die 26-Jährige.

Am Dienstag erkannte Linda Bader die Alarmsignale

Wie viele Betroffene hoffte auch Linda anfangs, dass es nur «eine normale Grippe» sei. Es gibt aber ein klares Anzeichen dafür, wie man Covid-19 klar von einer normalen Grippe unterscheiden kann: der Verlust des Geschmacks- und/oder Geruchssinns.

Auch Linda Bader hat vergangenen Dienstag die Alarmsignale erkannt: «Am Dienstag ist plötzlich mein Geschmackssinn verschwunden». Danach habe die 26-Jährige ihre Mutter angerufen. Die Mutter habe ihr erklärt, dass das eines der Symptome von Corona sei.

Linda Bader wollte keine Zeit verlieren und hat sofort reagiert: «Ich habe mich gleich am Mittwoch getestet und am Freitag habe ich dann das Ergebnis bekommen, dass der Test schliesslich positiv ausgefallen ist».

Unterstützung in Zeiten der Corona-Krise

Die Personen, welche sich aufgrund von Corona in Selbstisolation befinden, werden während zehn Tagen täglich kontaktiert – sie werden über ihren Gesundheitszustand befragt und erhalten hilfreiche Tipps.

Auch Linda Bader ist froh, dass sie in dieser schweren Zeit nicht alleine ist: «Immer wieder haben mich Mitarbeiter vom Gesundheitsdepartement angerufen und nachgefragt, wie es mir geht. Sie lassen die betroffenen Personen nicht alleine – das wusste ich vorher nicht».

Beschäftigung während der Quarantäne

Linda Bader berichtet im Video, dass sie sich seit zwei Tagen auf dem Weg der Besserung befinde: Der Kaffee schmecke endlich wieder, die Quarantäne-Snacks auch: «Ich geniesse es sehr, dass der Geschmackssinn wieder zurück ist. Fast eine ganze Woche habe ich nichts geschmeckt, das war schlimm. Wenn man den ganzen Tag zuhause ist, dann isst man gerne etwas».

In Zeiten der Corona-Krise sitzen die meisten von uns in den eigenen vier Wänden fest. Wer also auch bei sonnigem Wetter und milden Temperaturen in der Wohnung bleibt, dem fällt vielleicht nach ein paar Tagen wirklich die Decke auf den Kopf.

Deshalb suchen viele nach Möglichkeiten, sich selbst zu unterhalten. Der Tipp der Baslerin: Netflix. «Ich bin froh, dass es Netflix gibt. Ich bin aber auch sehr froh, wenn ich endlich wieder an die frische Luft gehen kann und meine Familie sehen darf.»

An die Massnahmen halten

Nach der Corona-Krise werden sicherlich viele von uns die kleinen Dinge wieder schätzen. Die Momente mit der Familie, mit den Liebsten – Umarmungen und reale Gespräche – einfach eben das Zusammensein.

Wer sich wegen eines positiven Tests in Quarantäne befindet, gilt nach 14 Tagen ab Beginn der Krankheit und zwei aufeinanderfolgenden Tagen ohne Krankheitssymptome als gesund. Forscher gehen davon aus, dass Menschen nach einer überstandenen Infektion Antikörper gegen das Covid-19-Virus gebildet haben. «Ich werde mich aber weiterhin klar an die Massnahmen halten, damit ich nicht zu dem kleinen Prozentsatz gehöre, bei denen das Coronavirus ein zweites Mal ausbricht», sagt Linda Bader.

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