Die Standesämter reduzieren ihre Dienste. Personen in der Corona-Riskikgruppe sollen aber weiter heiraten können. (Bild: Keystone)
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Corona-Gefährdete Menschen dürfen Heiraten

Heiraten ist in Zeiten der Corona-Krise fast unmöglich. Eine Ausnahme gilt für Risikogruppen. Ihnen will der Bund beim Heiraten keine Steine in den Weg legen.

Mit einer Weisung hat das Eidgenössische Amt für das Zivilstandswesen den kantonalen Zivilstandsbehörden erlaubt, auf Grundbetrieb umzuschalten: Kindesanerkennungen, Dienstleistungen der Schweizer Vertretungen im Ausland und Trauungen sind nur noch beschränkt möglich. Das berichteten die Zeitungen des Tamedia-Konzerns am Mittwoch.

Keine Abstriche gibt es bei der Beurkundung von Geburten und Todesfällen. Prioritär werden auch Trauungen von Personen behandelt, die einer Risikogruppe angehören, also über 65-Jährige und Personen mit bestimmten Vorerkrankung. Auch Nottrauungen sind uneingeschränkt möglich. Eine Nottrauung wird im abgekürzten Verfahren durchgeführt, wenn eine Partnerin oder ein Partner bereits in Todesgefahr schwebt.

Keine grossen Feiern erlaubt

Auch Paare, die bis im August ein Kind erwarten, können weiterhin heiraten. Voraussetzung ist aber, dass das Vorbereitungs- oder Vorverfahren schon abgeschlossen ist. Das gleiche gilt, wenn das Aufenthaltsrecht einer Person abzulaufen droht oder aus anderen «plausiblen Gründen». In diesen Fällen sei die Zeremonie umgehend durchzuführen, heisst es in der Weisung.

Grosse Gesellschaften sind dabei nicht erlaubt. An der Trauung teilnehmen dürfen nur Personen mit offizieller Funktion, also die Brautleute, Trauzeugen und allenfalls Dolmetscher. Die Einschränkungen gelten bis zur Aufhebung der Notmassnahmen des Bundesrats.

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