Der Bundesrat will den Import von Lebensmitteln vereinfachen, um Engpässe zu vermeiden. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Bundesrat will Lebensmittel-Importe vereinfachen

Lebensmittel-Importe sollen flexibilisiert werden, um auf Engpässe reagieren zu können. So will der Bund Folgen der Corona-Krise auf den Agrarmärkten abfedern.

Die Corona-Krise und die damit verbundene Schliessung der Restaurants hat starke Auswirkungen auf das Konsumverhalten und damit auf die Agrarmärkte, wie der Bundesrat am Mittwoch mitteilte.

Der Absatz über den Detailhandel sei für gewisse Produkte überproportional gestiegen, während die Nachfrage nach Produkten für den Gastrokanal eingebrochen sei. Eine kurzfristige Anpassung der landwirtschaftlichen Produktion sei nicht möglich.

So ist derzeit etwa die Nachfrage nach Eiern und Butter gross. Der Bundesrat hat deshalb die Teilzollkontingente erhöht, damit diese Produkte vermehrt aus dem Ausland importiert werden können. Ebenfalls wurden die Bestimmungen für die Kontrolle importierter Lebensmittel vorübergehend gelockert.

Die Kontrollen könnten in dieser Krisenphase weder in der Schweiz noch im Ausland vollumfänglich sichergestellt werden, so der Bundesrat. Sie könnten deshalb später nachgeholt werden.

Drei Millionen für Einlagerung des Fleisches

Im Gegensatz zum Bedarf an Eiern und Butter ist die Nachfrage nach Gourmet-Fleisch wie Kalbfleisch, Gitzifleisch und Edelstücke beim Rindfleisch gesunken. Dieses Fleisch wird normalerweise vor allem in Restaurants konsumiert.

Um den Fleischmarkt zu stabilisieren, investiert der Bundesrat drei Millionen Franken für die Einlagerung des Fleisches. Das Geld wird als Nachtragskredit im Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) kompensiert. Zudem verlängert der Bundesrat die Zahlungsfristen und lockert vorübergehend die Bestimmungen für gewisse Kontrolltätigkeiten.

Die ergriffenen Massnahmen haben laut Bundesrat zum Ziel, die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen und einen Preiseinbruch auf den Märkten mit Folgen für die gesamte Wertschöpfungskette zu verhindern.

2 Kommentare

  1. Müssen wir denn immer zuhause bleiben und dürfen wir nie mehr weg? Dürfen wir unsere Freunde künftig nicht mehr treffen? Frage an die Regierung: Wollen Sie das Problem lösen oder nur vor sich herschieben? Muss es immer zuerst ein Unglück geben, damit Sie endlich begreifen, was Sie da angerichtet haben? Wollen Sie riskieren, dass die Gesellschaft zusammenbricht und ins Chaos stürzt?Report

  2. Spannend, gestern Abend wurden die Grenzen für privat Waren Einfuhren geschlossen. Heute macht man es dann „einfacher“ – jedoch nur für die grossen.Report

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