Russland bestraft seine Einwohnerinnen und Einwohner, wenn sie die Qurantäne brechen. (Symbolbild: Keystone)
International

Russland straft mit sieben Jahren Haft bei Qurantäne-Bruch

In Russland wird der Bruch der Qurantäne mit bis zu sieben Jahren Haft bestraft. Zudem drohen hohe Geldbussen.

Russland hat im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie härtere Strafen gegen Verstösse bei Quarantäne-Vorschriften sowie gegen die Verbreitung von Falschnachrichten beschlossen. Das russische Parlament – die Staatsduma – stimmte am Dienstag einem ganzen Paket für ein härteres Vorgehen der Politik zu.

So erhielt die Regierung von Michail Mischustin auch Vollmachten für eine Verhängung des Ausnahmezustands. Schon jetzt gibt es in vielen Regionen Russlands, darunter auch in der Hauptstadt Moskau, massive Ausgangsbeschränkungen.

Gefägnis und hohe Geldstrafen

Die Staatsduma beschloss hohe Geld- und Haftstrafen auch wegen fahrlässiger Ansteckung von Mitmenschen. Je nach Schwere des Vergehens, wenn eine Infektion etwa zum Tod von Menschen führt, sind Strafen bis zu sieben Jahre Haft möglich. Ausserdem sind hohe Geldstrafen vorgesehen bei Verstössen gegen die Quarantäne und bei einer Verbreitung folgenreicher Falschnachrichten, etwa in den Medien.

Zuvor hatte Kremlchef Wladimir Putin eine rigorose Bestrafung von Verstössen gegen die Auflagen von Behörden gefordert. Er warnte vor «krimineller Achtlosigkeit». Zugleich hatte er die Entscheidung der Hauptstadt Moskau begrüsst, eine Ausgangssperre für alle Bürger zu verhängen. Ausnahmen gelten dort für Einkäufe, den Weg zur Arbeit oder zum Müllcontainer.

Nach offiziellen Angaben lag die Zahl der Sars-CoV-2-Infizierten in Russland am Montag bei mehr als 1800. Etwa zehn Menschen starben demnach im Land bisher an dem Virus.

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