Featured Video Play Icon
Eileen Fischer (21) meldet sich mit einer Videobotschaft. (Video: zVg).
Basel

KV-Lehrling Eileen Fischer (21): «Ich backe Brot für die Risikogruppe» 

Das Coronavirus zwingt die Menschen zu Hause zu bleiben. Die ehemalige Mash-Reporterin Eileen Fischer (21) hilft jenen, die ihr Haus nicht mehr verlassen können

Der Bund bittet alle, zu Hause zu bleiben und nur für das Dringendste die eigenen vier Wände zu verlassen. Somit möchte man versuchen, die Infektionsgefahr zu verkleinern und die Risikogruppen zu schützen.

Ältere Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen haben es darum im Moment nicht einfach. Doch wenn sie nicht aus dem Haus gehen dürfen, wer erledigt dann beispielsweise ihre Einkäufe?

Hilfe für die Risikogruppe

Auf der ganzen Welt, wie auch in Basel, ist die Solidarität unter den Menschen stärker denn je. In den sozialen Medien melden sich einige Organisationen wie auch Privatpersonen und bieten der Risikogruppe ihre Hilfe an.

Auch die ehemalige Mash-Reporterin und Telebasel Glam-Praktikantin Eileen Fischer (21) hat sich entschieden, zu helfen – auf ihre ganz eigene Art und Weise.

«Ich backe für die Personen, die nicht aus dem Haus können»

Ihre Hilfsaktion hat mit einem Aufruf auf Facebook begonnen: «Ich habe bemerkt, dass viele Leute gerne ein frisches Brot hätten und gerne zum Bäcker gehen würden. Sie gehören jedoch zur Risikogruppe und dürfen das nicht», so die 21-jährige Baslerin. Darum bot sie ihre Hilfe auf Facebook an, rechnete aber nicht damit, dass dieser Aufruf so viel Aufmerksamkeit bekommen würde: «Ich dachte, es würden sich fünf oder sechs Nasen melden, aber schlussendlich waren es 20 bis 30 pro Woche». 

Immense Dankbarkeit

Eileen Fischer stand vergangenen Samstag bereits um 7 Uhr morgens mit ihrem Vater in der Küche und bereitete die Brote vor.

Danach brachte sie mit dem Auto die fertigen Brote zu den jeweiligen Personen und legte sie in deren Briefkästen. Die KV-Lernende ist gerührt von der Dankbarkeit, die sie zu spüren bekommt: «Oft war ein Kärtchen im Briefkasten. Darin stand, dass sie sehr dankbar sind für die Aktion. Einmal hat mir jemand sogar ein Armband geschenkt. Das war sehr süss, es ist jetzt mein Glücksarmband geworden», so Eileen Fischer. Weiter wünscht sie sich: «Ich hoffe, wir behalten diese Solidarität für die Zeit nach der Coronakrise bei».

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel