Eine Maskenpflicht, zum Beispiel in Lebensmittelläden würde aus Sicht einiger Bundespolitiker Sinn machen. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Politiker wollen Maskenpflicht in gewissen Bereichen

Der Bund schreibt bislang das Tragen von Masken nicht vor. Nun sprechen sich aber Politiker für eine Maskenpflicht in gewissen Bereichen aus.

Das Bundesamt für Gesundheit hält bislang nicht viel davon, dass gesunde Menschen Masken tragen. Der Nutzen davon sei verhältnismässig klein und es sei nicht erwiesen, dass eine Maske wirklich gut vor einer Infektion mit dem Coronavirus schütze, hat man schon mehrfach verlauten lassen. Auch die WHO rät gesunden Menschen vom Tragen einer Schutzmaske ab.

Am Montag hat das Nachbarland Österreich eine Maskenpflicht für gewisse Bereiche im öffentlichen Raum ausgesprochen. Einige Schweizer Politiker erachten diese Massnahme als sinnvoll und würden sie auch in der hierzulande in bestimmten Bereichen, zum Beipiel in Einkaufsläden befürworten, wie «20 Minuten» berichtet. Sofern es genug Masken habe.

Potenziell Infizierte «hätten Masken tragen müssen»

So sagt Grünen-Nationalrat Bastien Girod gegenüber dem Medium, dass eine vorübergehende Maskenpflicht etwa für das Einkaufen oder den ÖV Sinn mache. Die jetzigen Massnahmen, wie das Tröpfchensystem in Einkaufsläden seien zwar ebenfalls sinnvoll, aber dennoch könnten sich hustende Menschen untereinander anstecken. Durch Schutzmasken sei dieses Risiko geringer, glaubt Girod.

SVP-Nationalrat Andreas Glarner pflichtet seinem grünen Kollegen bei. Glarner ist Mitglied der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) und weiss, dass Masken nicht eine hundertprozentige Sicherheit vor Ansteckung bieten. Aber man hätte sicher einige weitere Ansteckungen verhindern können, wenn potenzielle Träger des Coronavirus‘ von Beginn an eine Schutzmaske getragen hätten.

Glarner glaubt, dass das BAG diese Strategie verfolgt hätte, wären genug Masken vorhanden gewesen.

Ein «klares Versäumnis»

Auch Ruth Humbel (CVP), Präsidentin der SGK, ist dieser Meinung, wie sie gegenüber «20 Minuten» sagt. Die Maskenpflicht für potenziell Infizierte wäre wohl zu Beginn eingeführt worden, hätte es genug davon gegeben. Dass die Lager nicht genug gefüllt seien, sei ein «klares Versäumnis».

Humbel appelliert an die Bevölkerung, die geltenden Schutzmassnahmen einzuhalten. Und sie mahnt vor einer möglichen Gefahr einer Maskenpflicht: Durch das Tragen von Schutzmasken könnten sich Menschen in falscher Sicherheit wiegen und andere Massnahmen vernachlässigen.

8 Kommentare

  1. Vor allem die an den Frischfleisch-, Fisch- und Frischetheken bei Grossverteiler und Takeaways arbeitenden Leute sollten die Masken tragen. Einige tragen ja seit einiger Zeit schon die Schutzhandschuhe, das ist positiv.
    Was seit jeher stört: in Restaurants bringt die Bedienung die Teller/Speisen ohne Abdeckung und am Tisch angelangt fragt die Bedienung, mit dem Teller vor dem Körper: „WER HAT DAS SCHNITZEL!“…Und die feuchte Aussprache landet somit auf dem Schnitzel und Pommes frites. Dem könnte abgeholfen werden, wenn die so genannten CLOCHEN verwendet werden. Klar, damit ist das Tellergericht nur auf dem Weg von der Küchenausgabe bis zum Gast geschützt. Was in der Küche abgeht ist eine andere Sache. Da müssten die Köche eigentlich auch dem Mundschutz tragen und die Speisen vor Speichelspritzern zu schützen.
    Klar, viele sagen jetzt, das ist übertrieben.
    Aber mir graust ohnehin schon lange, wenn ich daran denke wie in den Restaurant- und Takeaway- Küchen teilweise gearbeitet wird und wie es in deren Kühlräumen und Kühlschränken aussieht.Report

  2. Denkt mal daran : die Inkubationszeit ist ca. 2 Wochen, man merkt also nicht mal wenn man es hat. Hätte jeder eine Maske würden sich die Infektionszahlen verringern, weil potenzielle Träger den Virus nicht verbreiten und die Kranken auch nicht. Man bekommt des Weiteren genügend Luft durch die Dinger. Das Problem liegt darin das sie nicht lieferbar sind und man die Bevölkerung nicht ausrüsten kann, weil wir nicht auf so einen Fall vorbereitet waren.Report

  3. Unglaublich, diese Politiker. Sie gehen von Bord, währenddem der Grossteil der Bevölkerung arbeitet!!
    Wahrscheinlich kassieren sie die Sitzungsgelder der ausgefallenen Sitzungen auch noch???
    Und jetzt wollen sie, enrgegen vom Rat der WHO und anerkannten Experten im eigenen Land die Maskentragpflicht durchsetzen! Da kann ich nur den Kopf schütteln – die sollen sich um gerechte Regeln bei Ertragsausfall von (echten) Selbständig Erwerbenden kümmern.
    Zudem muss die Regelung der Bezahlung von Arbeitslosengeldern von NL A und B überdacht resp. angepasst werden. Hier bezahlt die Öffentlichkeit schon genug … Eintrittsgelder, Sicherheitskosten, Sachschäden etc.!! Fussball ist weder überlebenswichtig noch etwas, das einer normalen Erwerbstätigkeit gleichzusetzen ist.Report

  4. Maske? Zu wenig! Wir sollten uns grad vollständig vakuumieren: Einschweissen, vor die Glotze setzen und Luft anhalten bis der Wahnsinn in der Welt vorbei ist. Dann hat der Virus keine Chance, eine Ausgangssperre ist überflüssig, und wir können uns unter der Folie wieder mit den anderen, ehemals brandheissen Gesundheits-Themen beschäftigen: Die Gefahr von Mikroplastik im Körper und zu viel CO2 in der Atemluft … 😉Report

  5. Ich weiss es nicht. Aber ich werde Mühe haben, denn ich habe Asthma. Ich vermute mal, dass ich dann schlechter Luft bekomme. Es sei denn ich werde eines besseren belehrt. Abwarten und Tee trinken, respektive ich Kaffee.Report

  6. Umgotteswillen!-nicht auch noch das! Noch mehr Einschränkung durch Maskenpflicht? Was ist mit dem Verschleiungsverbot? Ich zb. leide unter extremer Platzangst und könnte dann gar nicht mehr raus, zudem ist ja bewiesen, dasses nur für Kranke oder Spitalpersonal was bringt.Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*