Schüler der fünften Klasse am 19. März 2020 beim Fernunterricht. (Bild: Keystone)
Schweiz

Fernunterricht auch an den Aargauer Volksschulen geplant

Falls die Aargauer Volksschulen länger geschlossen bleiben, soll Fernunterricht eingeführt werden. Das Bildungsdepartement legte dafür nun Konditionen fest.

Fernunterricht bedeutet, dass die Schüler zuhause lernen und arbeiten, wie das Departement Bildung, Kultur und Sport am Montag mitteilte. Die Lehrpersonen sind auch im Rahmen des Fernunterrichts für den Unterricht verantwortlich. Sie begleiten und unterstützen mit verschiedenen Mitteln.

Die Umsetzung des Lehrauftrags liegt somit weiterhin bei der Schule, nicht bei den Eltern. Letztere sind verantwortlich, den Tagesablauf zusammen mit ihren Kindern zu planen und ihnen für das selbstständige Lernen einen möglichst geeigneten Arbeitsplatz zuhause zur Verfügung zu stellen.

Promotionsentscheide aufgrund Jahreszeugnis

Während der Phase des Fernunterrichts sind die Leistungsbeurteilungen nicht promotionswirksam. Für die Noten im Jahreszeugnis des laufenden Schuljahrs werden alle Beurteilungsbelege berücksichtigt, die vom Beginn des Schuljahrs im August 2019 bis zum 13. März 2020 vorhanden waren.

Falls das Verbot des Präsenzunterrichts vor Ende des Schuljahrs wieder aufgehoben wird, können weitere Beurteilungen bis zum Ende des Schuljahres dazukommen. Alle Promotionsentscheide werden aufgrund des Jahreszeugnisses gefällt.

Die Schulen auf Volksschulstufe im Kanton Aargau sind seit dem 16. März verpflichtet, ein Betreuungsangebot für ihre Schüler sicherzustellen, und zwar für diejenigen, deren Betreuung zuhause nicht gewährleistet ist

Mittelschüler: Seit zwei Wochen Fernunterricht

Die Aargauer Mittelschüler werden schon seit dem 16. März per Fernunterricht geschult. Die Schulen können dazu auf eine breite Palette von digitalen Werkzeugen zurückgreifen.

Diese reichen von der Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien über das Erteilen und Betreuen von Selbstlernaufträgen bis hin zu Echtzeit-Videoübertragungen von Unterrichtslektionen.

Ungewöhnlich ist die Situation derzeit bei den Berufsschülern in jenen Branchen, in denen die Betriebe gegenwärtig überlastet sind. Dennoch halten sich die Lehrbetriebe grossmehrheitlich an die Vorgabe, wonach Lernende an ihren üblichen Schultagen nicht im Betrieb eingesetzt werden dürfen.

Tagesschulen: Alle Notfallplätze besetzt

Auch die Tagessonderschulen müssen einen Fernunterricht aufbauen. Dies ist jedoch insbesondere bei Kindern und Jugendlichen mit einer kognitiven Beeinträchtigung äusserst anspruchsvoll und teilweise kaum möglich. In den stationären Kinder- und Jugendeinrichtungen des Kantons werden rund 600 Kinder und Jugendliche betreut.

Rund ein Drittel davon kann zurzeit von den Familien betreut werden; die anderen sind weiterhin auf einen stationären Platz angewiesen. Bereits jetzt sind die verfügbaren Notfallplätze weitgehend besetzt.

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