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Die leitende Ärztin Bianca Sacherer stand den Fragen von Glam Rede und Antwort. (Video: Telebasel)
Schweiz

Ärztin Bianca Sacherer: «Corona Distancing tut sicher auch mal gut!»

Können Infizierte, die das Virus besiegt haben, Antikörper bilden? Was hilft jetzt wirklich? Was raten Sie uns an? Glam hat eine leitende Ärztin gefragt.

Dr. Bianca Sacherer kommt aus Zürich und ist Leitende Ärztin bei «Med for Balance» und Mitglied im Verbund für niedergelassene Ärzte, kurz «VnAE». Wir konnten sie per Videobotschaft erreichen und wollten ihr einige Fragen bezüglich des Coronavirus stellen.

Glam: Frau Dr. Sacherer, am Anfang hatten einige Leute das Gefühl, dass das Virus gar nicht so schlimm wäre und nur medial aufgeputscht wird. War das bei Ihnen, als Ärztin, auch so?

Dr. Sacherer: «Ja, bei mir war das ähnlich. Als die ersten Krankheitszahlen von China übermittelt wurden, war die Thematik so weit weg (…). Leider wurden wir eines Besseren belehrt und wir haben sicher den Preis der Globalisierung bezahlt. Jetzt gilt es aus diesen Erkenntnissen, die wir gewonnen haben, Schlüsse zu ziehen um das Virus global schneller beseitigen zu können. Die Hauptgefahr ist nämlich diese hohe Ansteckung.»

Glam: Kann jemand, der das Coronavirus besiegt hat, eigentlich Antikörper bilden?

Dr. Sacherer: «Was bei Tierversuchen nachgewiesen werden konnte, ist, dass man Antikörper nach einer Infektion bildet. Es fehlen zwar dazu noch definitive, wissenschaftliche, harte Fakten und Daten an Menschen aber ich bin optimistisch, dass wir bald Schlüsse daraus ziehen können, die uns im Kampf gegen Corona unterstützen können.»

Glam: Was können wir alle in der Zwischenzeit tun?

Dr. Sacherer: «Ich bin klar der Meinung, dass wir uns an die Empfehlungen und Richtlinien des BAG halten sollen. Dieses Social Distancing, was in aller Munde und omnipräsent ist, ist der Schlüssel zum längerfristigen Erfolg (…). Und selbstverständlich das Händewaschen und Desinfizieren soll durchgeführt werden. Was ich aber auch klar sagen möchte, ist, wir müssen uns definitiv um die Ernsthaftigkeit der Krankheit bewusst sein und auch um die Verhaltensmassnahmen, die ich eben erwähnt habe. Aber, ich finde auch, dass wir uns ein bisschen von der Thematik distanzieren sollen. Der Virus ist omnipräsent, überall liest und hört man etwas davon. Ich denke, dass es zwischendurch auch gut ist, sich von der Thematik zu distanzieren (…). Sozusagen: «Corona Distancing». »

Mehr dazu sehen Sie im Telebasel Glam vom Donnerstag, 2. April 2020, ab 19:30 Uhr. 

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