Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 29. März 2020.
Basel

Weinbar wird aus Not zum Lebensmittel-Geschäft

Restaurants und Bars mussten wegen der Corona-Krise schliessen. Kreative Ideen sind gefragt: Aus dem Restaurant und der Weinbar «Consum» wird Konsum.

Eigentlich kennt man «Consum» an der Rheingasse in Basel als Restaurant und als Weinbar. Aber aufgrund der Massnahmen des Bundes gegen das Coronavirus musste das Restaurant, sowie die Weinbar geschlossen werden.

Zurück zu den Wurzeln

Die kreative Lösung der «Krafft Gruppe» (Betreiberin des Consums): Sie macht einen Schritt zurück in ihre Vergangenheit und aus dem Restaurant und der Weinbar wird ein Lebensmittelgeschäft.

Der CEO der «Krafft Gruppe», Franz-Xaver Leonhardt, verriet in einem Interview mit Telebasel, wie es dazu kam: «Wir dürfen es nicht mehr verkochen, aber mitgeben als Lebensmittel, ist zum guten Glück erlaubt». Deshalb sei man auf diese Idee gekommen, welche eigentlich schon sehr alt ist. Denn bereits vor 100 Jahren war «Consum» ein Lebensmittelladen.

Schnelle Umsetzung

Nach dem der Bundesrat am Freitag, den 13. März, die aussergewöhnliche Lage ausrief, sei die Idee sehr schnell entstanden. Am Montag darauf habe die Geschäftsleitung bereits grünes Licht gegeben.

Und dann ging es schnell, wie Leonhardt weiter erzählt: «Dann haben wir sofort entschieden, dass wir den Consum schliessen, auch das Restaurant schlossen wir.» Und das bereits am Montagmittag. Zu dieser Zeit durfte das Restaurant eigentlich noch offen sein. Aber das Team um Franz-Xaver Leonhardt liess keine Zeit verstreichen und machte sich an die Arbeit.

Wir riefen unsere Innenarchitekten an und fragten sie, ob sie Zeit haben. Dann haben sie begonnen zu zeichnen und brachten die Gestelle. Um neun Uhr Abends waren wir fertig. Am Dienstag räumten wir ein und am Mittwoch um zwei Uhr machten wir ein erstes Mal Umsatz».

Zeichen der Hoffnung

Nun können im «Consum» an der Rheingasse also Lebensmittel eingekauft werden. Nebst den Esswaren gibt es aber auch noch andere Sachen zu bewundern, jedoch nicht zu kaufen. Zum Beispiel einen Apfelbaum.

«Dieser sollte ein Zeichen der Hoffnung sein. Der Luther hat ja geschrieben: Wenn morgen die Welt untergeht, pflanze heute einen Apfelbaum. Und wir haben ihn gepflanzt, als Zeichen der Hoffnung in dieser ganz schwierigen Zeit», sagte zum Schluss Franz-Xaver Leonhardt.

1 Kommentar

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*