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Der Telebasel News-Beitrag vom 29. März 2020.
Baselland

Tierärzte nehmen nur noch Notfälle an

Weil Tierärzte zur Grundversorgung gehören, haben die meisten Praxen geöffnet. Doch es wird auf Sparflamme praktiziert.

Der vierjährige Gizmo ist bei unserem Besuch in der Tierarztpraxis von Doktor Käthi Brunner in Münchenstein gerade noch der einzige anwesende Patient. Und eigentlich macht die Tierärztin in diesem Fall sogar eine Aussnahme: «Gizmo ist bereits vier Jahre alt und immer noch nicht kastriert, deswegen haben wir das jetzt noch gemacht», erklärt Brunner.

Denn eigentlich sind die Schweizer Tierärzte dazu angewiesen, zurzeit nur Notfallbehandlungen durchzuführen. Kastrationen und Impfungen gehören nicht dazu.  Dabei gehe es aber hauptsächlich um den Schutz der Menschen. «Wir wollen verhindern, dass sich die Leute in den Tierpraxen tummeln. Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, sollen sie nur kommen, wenn es nicht anders geht», erklärt Käthi Brunner.

Tiere können Covid-19 verbreiten, aber nicht daran erkranken

Denn Tiere können sich laut einer Studie der Universität Zürich nicht mit Covid-19 infizieren. Trotzdem gibt es Verhaltensregeln, die beachtet werden müssen. Laut Käthi Brunner können die Tiere nämlich als Vektor für den Virus fungieren. «Wenn jetzt irgendjemand krank wird und das Tier anhustet, leben diese Viren natürlich auch auf dessen Fell. Das heisst: Es ist vielleicht nicht das Schlauste, den Hund oder die Katze noch ins Bett zu holen, wenn man mit Corona im Bett liegt.»

Seine Katze aber vorsichtshalber unter Quarantäne zu stellen empfiehlt Käthi Brunner nicht.

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