Luzern führte die Wahlen trotz Corona-Krise durch. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Resultate der Luzerner Wahlen folgen verspätet

Trotz Corona-Krise haben am Sonntag in Luzern die kommunalen Gesamterneuerungswahlen stattgefunden. Die Auszählungen ziehen sich aber in die Länge.

Ob Luzern einen neuen Stadtpräsidenten erhält, oder ob Beat Züsli von der SP die Wiederwahl schafft, wird erst in einigen Tagen feststehen. Vorläufig ist in der Stadt einzig die Wahlbeteiligung klar: Sie betrug 38,6 Prozent.

Damit gingen genau fast gleich viele Stimmberechtigte wählen wie vor vier Jahren. Damals betrug die Wahlbeteiligung 38,54 Prozent. Insgesamt seien 20’584 Wahlcouverts bei der Stadt eingegangen, teilte diese am Sonntagmittag mit.

Wahlhelfer mit Mundschutz und Handschuhen

Die Auszählung der Wahlzettel begann bereits Samstag. Alle Wahlhelfer müssen Mundschutz und Handschuhe tragen und sich regelmässig die Hände desinfizieren. Auch werde die Zwei-Meter-Abstandregel strikte eingehalten, heisst es weiter.

Insgesamt sind für die ganzen Wahlen rund 140 Wahlhelfer im Einsatz. Normalerweise sind es rund 220. Weil einige der bisherigen Wahlhelfer zu den Corona-Risikopersonen gehören, werden in den nächsten Tagen noch rund 50 Angestellte der Verwaltung beim Auszählen mithelfen, heisst es weiter.

Auch andere Gemeinden mit Verspätungen

Diese Massnahmen verzögern die Auszählung aller Stimmen. Das Ergebnis wird die Stadt in den nächsten Tagen mitteilen. Am Montag will die Stadt wieder über den aktuellen Stand und das weitere Vorgehen informieren.

Auch andere Luzerner Gemeinden rechnen mit Verspätung bei der Stimmauszählung, beispielsweise die Stadt Sursee. Sie setzte sich zum Ziel, die Ergebnisse bis am Dienstagabend um 18 Uhr zu kommunizieren. Kleinere Gemeinden hingegen präsentierten bereits kurz nach dem Mittag die Wahlergebnisse.

Kampf ums Präsidium

In der Stadt Luzern treten alle fünf bisherigen Mitglieder des Stadtrats erneut an: Franziska Bitzi Staub (CVP), Adrian Borgula (Grüne), Manuela Jost (GLP), Martin Merki (FDP) und Stadtpräsident Beat Züsli (SP). Züsli wird von Martin Merki und Rudolf Schweizer (parteilos) bei den Stadtpräsidentenwahlen herausgefordert.

Um einen der fünf Stadtratssitze kämpfen zudem Silvio Bonzanigo (SVP), Judith Dörflinger (SP), Skandar Khan (JUSO plus), Rudolf Schweizer (Parteilose – Schweizer PS) sowie Jona Studhalter (Junge Grüne).

Für die 48 Sitze im Luzerner Stadtparlament bewerben sich insgesamt 307 Kandidatinnen und Kandidaten auf 17 Listen. Bei den letzten Wahlen 2016 waren es noch 16 gewesen. Damals kandidierten 270 Personen.

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