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Der Telebasel News Beitrag vom 28. März 2020.
Basel

«Viele unserer Klienten sind sehr kontaktfreudig»

Während der Krise betreut «abilia» weiterhin Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung. Die BAG-Massnahmen einzuhalten sei aber nicht immer einfach.

Das «abilia»-Wohnhaus an der Friedensgasse ist eine von sechs betreuten Einrichtungen der Organisation in Basel. In diesem Haus wohnen vor allem ältere Menschen, die zur Coronavirus-Risikogruppe gehören.

Die vom Bund auferlegten Massnahmen müssen auch hier umgesetzt werden, was nicht immer eine einfache Aufgabe ist, wie Bereichsleiter Thomas Fischer erklärt: «Man hat wie zwei Aufgaben. Man hat weiterhin die normale Alltagsbewältigung und gleichzeitig muss man all diese Massnahmen berücksichtigen: Distanz halten und Hygiene.»

Das komplette Interview mit Bereichsleiter Thomas Fischer. (Video: Telebasel)

Besonders Distanz zu halten sei für viele, die das Angebot der abilia in Anspruch nehmen, eine Herausforderung. «Wir haben viele Klienten, die sehr kontaktfreudig sind». Oftmals sei es für sie schwierig zu verstehen, was von ihnen verlangt wird.

Dass der Lieblingspfleger plötzlich den Handschlag verwehrt, ist für manche Bewohner keine einfache Situation. Dabei gehe es aber um den Schutz der Mitarbeiter und der habe für abilia die höchste Priorität.

Entweder Besuche oder nach Hause

Das strengste für die Bewohner sei aber, dass sie keinen Besuch mehr empfangen dürfen. Als der Bundesrat die ausserordentliche Lage ausrief, habe das viele Klienten und ihre Angehörigen vor eine schwierige Entscheidung gestellt: Bleibt der Klient im Wohnhaus, darf er seine Angehörigen nicht mehr besuchen und umgekehrt. Übernehmen die Angehörigen die Pflege während dieser Krisenzeit, darf der Bewohner vorübergehend nicht mehr zurück ins Wohnhaus.

«Auch ich darf die Wohnhäuser nicht mehr betreten», erklärt Fischer. Der Schutz von Personal und Betreuten habe absoluten Vorrang.

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