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Die Medienkonferenz des Bundes ab 14 Uhr im Live-Stream. (Stream: Youtube/Bundesrat)
Schweiz

BAG-Koch: «Schlimmste Prognosen sind nicht eingetreten»

Am Samstag ab 14 Uhr informieren die Bundesbehörden über die neusten Entwicklungen rund um die Corona-Krise in der Schweiz. Im Live-Stream sind Sie mit dabei.
Mindestens 3000 Armeeangehörige bis Mitte Jahr im Einsatz

Rund 3000 Armeeangehörige bleiben mindestens bis zum 30. Juni im Dienst. Das sagte Brigadier Raynald Droz am Samstag vor den Bundeshausmedien.

Betroffen sind vier Spitalbataillone, acht Sanitätskompanien und zahlreiche Durchdiener von Sanitätsformationen, die im Kampf gegen das Coronavirus die zivilen Behörden unterstützen. Es sei erstaunlich, mit welchem Engagement und Pflichtgefühl die Armeeangehörigen ihren Dienst leisteten, sagte Droz.

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Spitalbataillone und Sanitätskompanien der Schweizer Armee bleiben bis mindestens Ende Juni im Einsatz. (Bild: Keystone)
Koch: «Bis jetzt keine grösseren Virus-Ausbrüche in Asylzentren»

Die getroffenen Massnahmen in Schweizer Asylzentren gegen die Ausbreitung des Coronavirus scheinen laut den Behörden zu funktionieren. «Es gibt bis jetzt keine grösseren Ausbrüche», sagte Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit (BAG).

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) hat in den vergangenen Wochen bereits Massnahmen ergriffen. Es gibt in den Asylzentren mehr Plätze als normal.

«Trotzdem ist es so, dass es in gewissen Zentren schwierig ist, Distanz zu halten und die Massnahmen umzusetzen», sagte Koch am Samstag vor den Bundeshausmedien in Bern. Die Verantwortlichen setzten aber alles daran, dass die Lage ruhig bleibe.

Die getroffenen Schutzmassnahmen in den Schweizer Asylzentren funktionieren laut den Behörden. Es gebe bis jetzt keine grösseren Ausbrüche des Coronavirus. (Symbolbild: Keystone)
Gestrandete Schweizer werden aus Peru zurückgeholt

Die in Peru gestrandeten Schweizerinnen und Schweizer sollen Anfang nächste Woche in die Schweiz zurückgeflogen werden. Derzeit sind zwei Konvois mit Bussen unterwegs, um sie nach Lima zu bringen.

Ein Konvoi geht nach Cusco, ein zweiter nach Arequipa, wie Johannes Matyassy, Direktor der Konsularischen Direktion im Aussendepartement EDA, am Samstag vor den Bundeshausmedien sagte. «Wir machen alles, um sie herauszuholen.» Der Rückflug in die Schweiz sei bereits genehmigt. Laut Matyassy hat Bundesrat Ignazio Cassis zu dem Zweck mit Perus Aussenminister telefoniert.

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Johannes Matyassy, Direktor der Konsularischen Direktion EDA, informierte am Samstag über geplante Rückführungsaktionen von Schweizern in Lateinamerika. (Archivbild: Keystone)
Daniel Koch: «Schlimmste Prognosen sind nicht eingetreten»

Ob die Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus wirken, ist offen. Eine Erfolgsmeldung gibt es doch. «Die schlimmsten Prognosen, die wir von ein paar Wochen gemacht haben, sind nicht eingetreten», sagte Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit (BAG).

Weiter liess sich der Experte des Bundes am Samstag vor den Bundeshausmedien nicht in die Karten blicken. «Es ist noch etwas zu früh für eine Schlussfolgerung», sagte Koch. Dafür lägen noch nicht genügend Zahlen vor. Das habe eine Studie von Epidemiologen bestätigt.

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Daniel Koch vom BAG erklärte am Samstag: «Die schlimmsten Prognosen sind nicht eingetreten.» (Video: Keystone-SDA/Silva Schnurrenberger)

Zolldirektor Christian Bock: «Einige Personen haben es noch nicht verstanden»

Die Situation an der Schweizer Grenze ist laut Christian Bock, Direktor Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV), ruhig. Die meisten hätten sich an das neue Regime gewöhnt. «Es gibt aber Wermutstropfen: Einige Personen haben den Ernst der Lage immer noch nicht begriffen.»

Es sei derzeit «nicht die Zeit für Einkaufs- und Tanktourismus» in grenznahen Ausland, stellte Bock klar. Ebenso solle respektiert werden, «dass geschlossene Grenzgänge wirklich geschlossen sind». Durchfahren oder umfahren sei nicht erwünscht.

Christian Bock, Direktor der Eidgenössischen Zollverwaltung, informierte über die Situation an der Schweizer Grenze. (Archivbild: Keystone)
Blockierte Güter sind laut Seco grösstenteils freigegeben

Das Problem der in Deutschland und Frankreich blockierten Lieferungen von Schutzmaterial sind grösstenteils gelöst. Das sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch. Sorge bereiten ihr dafür die weltweit fehlenden Transportkapazitäten.

Die Unternehmen müssten sich neu organisieren und neue Lieferwege für Transportgüter suchen, sagte Ineichen-Fleisch vor den Medien. Mehr genutzt als früher würden beispielsweise Frachtflugzeuge. «Wir sind gefordert und müssen umdenken.» Gelegentlich gebe es Probleme bei Zollformalitäten.

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Kurzarbeit betrifft 15 Prozent der Erwerbstätigen

Bislang wurden 757’000 Gesuche für Kurzarbeit von 59 000 Betrieben eingereicht, wie Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, Staatssekretärin vom Seco, an der Medienkonferenz mitteilt. Das entspreche rund 15 Prozent aller Erwerbstätigen, die von Kurzarbeit betroffen seien. In einigen Kantonen sind es gar 20 Prozent.

Besonders von Kurzarbeit betroffen sind die Branchen Gastro, Unterhaltung und Transport.

Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, Staatssekretaerin, Seco, erklärt am Samstag in Bern die aktuelle Situation in der Schweizer Wirtschaft. (Archivbild: Keystone)
BAG-Koch: «280 Patienten unter einem Beatmungsgerät»

280 Menschen müssen derzeit wegen einer Covid-19-Erkrankung künstlich beatmet werden. Das sagte Daniel Koch, Leiter Abteilung Übertragbare Krankheiten im Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Samstag vor den Bundeshausmedien.

Das seien 280 Menschen, die um ihr Leben kämpften und hunderte Pflegende, die sich um sie kümmerten. «Das ist für die Schweiz enorm viel», stellte Koch fest. Allerdings sei keine Intensivpflegestation voll ausgelastet, es könnten noch mehr Erkrankte künstlich beatmet werden. Er hoffe aber sehr, dass sich die Bevölkerung weiterhin diszipliniert verhalte.

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Daniel Koch vom BAG zur aktuellen Situation auf den Intensivstationen. (Video: Keystone-SDA/Adrian Reusser)

Die Lage rund um das Coronavirus ändert sich in der Schweiz und auf der Welt laufend. Am Samstag treten verschiedene Vertreter der Bundesbehörden wieder vor die Medien, um über die aktuelle Lage und allfällige Massnahmen gegen die Pandemie zu informieren.

Anwesend sein werden unter anderen Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit, Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch vom Staatssekretariat für Wirtschaft, Christoph Flury, Vizedirektor Bundesamt für Bevölkerungsschutz VBS, Barbara Büschi, Stellvertretende Direktorin Staatssekretariat für Migration EJPD, Boris Zürcher und Leiter der Direktion für Arbeit Seco.

1 Kommentar

  1. Könnte ja noch kommen da es schöns wetter ist und die Leute wieder 5-8 Personnen an den Reihn spazieren gehen und ich werde ab jetzt nichts mehr da zu sagen ich habe genugReport

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