Zwei schwer kranke Patienten aus dem Elsass sind ins Kantonsspital Aarau verlegt worden, um die französische Region zu entlasten. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Aargau und Genf übernehmen Patienten aus dem Elsass

Die Kantone Aargau und Genf haben je zwei schwer erkrankte Coronavirus-Patienten aus dem französischen Elsass übernommen.

Am Samstag seien die beiden Patienten aus Colmar per Helikopter im Kantonsspital Aarau eingetroffen, teilte Staatskanzlei am Abend mit. Beide müssten gegenwärtig intubiert werden und bedürfen voraussichtlich für mehrere Tage noch intensivmedizinischer Pflege.

Um das Spital von Mühlhausen im Elsass zu entlasten, sind zudem am Samstagabend gegen 19.30 Uhr zwei Patienten mit einem Helikopter der französischen Armee in Genf eingetroffen. Beide Patienten sind intubiert und wurden in die Intensivabteilung des Genfer Universitätsspitals (HUG) gebracht, wie die Genfer Behörden mitteilten. Die Schweiz und Frankreich arbeiteten bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie zusammen.

Auch Patienten aus dem Tessin

Der Kanton Aargau ist bereit, auch Patienten aus dem schwer vom Coronavirus betroffenen Kanton Tessin zu übernehmen. Der Kantonsärztliche Dienst werde mit dem Tessiner Kantonsarzt Patienten identifizieren und in den Aargau transportieren lassen, schrieb die Staatskanzlei weiter. Beide Akte der Solidarität schränkten die Kapazität des Aargauer Gesundheitswesens zur Behandlung von Coronavirus-Patienten aus dem Aargau nicht nachhaltig ein.

Bisher haben bereits die Kantone Jura, Basel-Stadt und Basel-Landschaft schwer erkrankte Coronavirus-Patienten aus dem stark betroffenen Elsass übernommen.

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