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Schweiz

Weltweit mehr als 30’000 Coronavirus-Tote

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Spanien verschärft Ausgangsbeschränkungen weiter

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat im Kampf gegen das Coronavirus eine weitere Verschärfung der bereits seit zwei Wochen geltenden Ausgangsbeschränkungen angekündigt.

Ab Montag sollen alle Arbeitnehmer, die keine unbedingt notwendigen Arbeiten verrichten, zwei Wochen lang zu Hause bleiben, erklärte der Regierungschef am Samstagabend in einer Fernsehansprache. (sda)

Spanien verschärft die Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus weiter. (Symbolbild: Keystone)
Weltweit mehr als 30'000 Coronavirus-Tote

Weltweit sind mehr als 30’000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die renommierte Johns-Hopkins-Universität in der US-Stadt Baltimore registrierte am Samstag 30’248 Todesfälle.

Den Angaben zufolge haben sich 649’904 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Es gebe in kaum einem Land genügend Tests, um die Menschen flächendeckend zu untersuchen. (sda)

Weltweit starben über 30’000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion. (Symbolbild: Keystone)
Antikörpertests treffen in der Schweiz ein

Mit neuen Antikörpertests will die Schweiz herausfinden, wer den Coronavirus bereits hatte und deshalb immun gegen die Lungenkrankheit ist.

Der «Tagesanzeiger» schreibt am Samstag, dass Schweizer Labors solche Antikörpertests bekommen würde. Die deutsche Firma Euroimmun hatte am Montag die Zulassung für den kommerziellen Vertrieb in Europa erhalten. Die erste Priorität sei es nun, Personal in den Spitälern zu testen. «Die grösste Menge liefern wir vorerst an universitäre Einrichtungen», sagt Angelika Stofer, Geschäftsführerin des Schweizer Ablegers.

Was die Problematik an solchen Antikörpertests ist, lesen Sie hier.

Mit neuen Antikörpertests will die Schweiz herausfinden, wer den Coronavirus bereits hatte und deshalb immun gegen die Lungenkrankheit ist. (Symbolbild: Keystone)
Vier weitere Notkliniken für New York

Die Millionenmetropole New York plant in der Corona-Krise vier weitere provisorische Notkliniken. Neben den bereits aufgebauten Spitälern und einem am Montag erwarteten Lazarettschiff der US-Armee sollen Gebäude in den Stadtteilen Brooklyn, Queens, Staten Island und der Bronx umfunktioniert werden, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Samstag bei seiner täglichen Krisen-Pressekonferenz.

Die Millionenmetropole New York plant in der Corona-Krise vier weitere provisorische Notkliniken. (Bild: Keystone)
Zahl der Corona-Toten in der Türkei steigt auf über 100

Die Zahl der Toten durch das Coronavirus in der Türkei ist auf über 100 gestiegen. Innert 24 Stunden seien 16 weitere Menschen gestorben, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Samstag auf Twitter mit.

Der Corona Flash vom 28. März 2020, 18:30 Uhr
(Video: Telebasel)
Über 10'000 Corona-Tote in Italien

In Italien sind inzwischen mehr als 10’000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Wie der Zivilschutz am Samstagabend in Rom mitteilte, starben innert 24 Stunden 889 weitere Menschen. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesfälle auf 10’023 Menschen. Italien hat in der Coronavirus-Pandemie die weltweit meisten Toten zu verzeichnen. (sda)

In Italien hat die Zahl der Corona-Toten die 10’000-Marke überschritten. (Symbolbild: Keystone)
Italien verschärft wegen Coronavirus Einreisebestimmungen

Italien hat wegen der Corona-Pandemie die Einreisebestimmungen verschärft. Nach einer am Samstag vom Verkehrsministerium veröffentlichten Mitteilung muss jeder, der auf dem Luft-, See- oder Landweg einreist, unter anderem ganz genau den Grund seiner Reise, seinen Aufenthaltsort in Italien und seine Telefonnummer angeben.

Weissrussischer Präsident spielt trotz Coronavirus Eishockey

Die Sportwelt ruht weitgehend wegen der Corona-Pandemie – doch Weissrusslands Präsident Alexander Lukaschenko zeigt sich davon unbeeindruckt. In der Hauptstadt Minsk spielte er am Samstag demonstrativ Eishockey, wie die Staatsagentur Belta meldete.

Weissrusslands Präsident Alexander Lukaschenko zeigt sich unbeeindruckt von Virus. (Bild: Keystone)
Kritik an britischer Regierung

Nach Bekanntwerden der Covid-19-Erkrankung des britischen Premierministers Boris Johnson und seines Gesundheitsministers Matt Hancock wächst die Kritik am Umgang der britischen Regierung mit dem Coronavirus-Ausbruch.

Premierministers Boris Johnson wurde mit dem Coronavirus angesteckt. (Bild: Keystone)
280 Covid-19-Erkrankte in der Schweiz auf Intensivstation

In der Schweiz sind bis Samstag 13’213 Fälle von Covid-19-Erkrankungen registriert worden. Das sind 1052 mehr als am Vortag. Derzeit müssen 280 Personen in der Schweiz künstlich beatmet werden.

Das sei für die Schweiz enorm viel, sagte Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Samstag vor den Bundeshausmedien in Bern. Allerdings sei keine Intensivpflegestation voll ausgelastet, es könnten noch mehr Erkrankte künstlich beatmet werden. Er hoffe aber sehr, dass sich die Bevölkerung weiterhin diszipliniert verhalte.

Daniel Koch, Leiter BAG. (Bild: Keystone)
Airbus bringt Millionen Schutzmasken aus China nach Europa

Für den Kampf gegen die Corona-Pandemie ist am Samstag ein Flugzeug mit rund vier Millionen Schutzmasken im spanischen Getafe in der Nähe von Madrid gelandet. Das Material soll in Spanien, Deutschland, Frankreich und Grossbritannien verteilt werden, wie der Luftfahrtkonzern Airbus mitteilte.

Die Maschine des Typs A330-200 sei am Donnerstag in Spanien gestartet, am Freitag in Tianjin im Nordosten Chinas gelandet und mit den Masken beladen umgehend nach Spanien zurückgekehrt. Bereits in den vergangenen Tagen habe das Unternehmen Flüge zwischen Europa und China organisiert, um zahlreiche europäische Spitäler mit Masken zu versorgen, hiess es.

Römischer Chor singt Oper von Zuhause aus

Der Internationale Römische Chor hat eine Neuinterpretation von Verdis Gefangenenchor aus Nabucco online gestellt. Die Idee dahinter war, dass jedes Chormitglied von seinem Zuhause aus das Stück individuell gestaltet.

(Video: Youtube)

Durch die technische Zusammenführung am Handy sei «dieses Meisterwerk» entstanden, wie der Chor auf den sozialen Medien mitteilt. Er bittet um grösstmögliche Verbreitung.

Der Corona Flash vom 28. März 2020. (16:00 Uhr)
Corona-Verdacht auf deutschem Kreuzfahrtschiff

Nach dem Coronaverdacht von 46 Menschen auf einem deutschen Kreuzfahrtschiff «Artania» vor Australien soll eine Rückholaktion der nicht-infizierten Passagiere starten. An Bord sind auch 28 Schweizerinnen und Schweizer.

Für die Passagiere aus der Schweiz sind Rückflüge zwischen Sonntag und Dienstag organisiert, wie Johannes Matyassy, Direktor der Konsularischen Direktion im Aussendepartement EDA, am Samstag vor den Bundeshausmedien sagte.

Das deutsche Kreuzfahrtschiff «Artania» ankert momentan vor Australien. (Bild: Keystone)

Der Rückholaktion auf deutscher Seite steht nach Angaben der Behörden auch nichts im Weg, sagte der Geschäftsführer des Bonner Reiseveranstalters Phoenix, Benjamin Krumpen, der Nachrichtenagentur DPA am Samstag: «Personen, die positiv getestet sind, bekommen einen 14-tägigen Aufenthalt in einem Spital in Australien.» Alle anderen der 832 Passagiere könnten mit eigens dafür gecharterten Maschinen am nach Hause.

Warum steigen die Coronafälle in den USA sprunghaft an?

Mit mehr als 100’000 Infizierten sind die USA ungewollt Spitzenreiter der weltweiten Corona-Statistik. Bis Freitagabend starben rund 1600 Menschen.

Präsident Donald Trump habe das Virus zu lange verharmlost, so die Kritik. (Bild: Keystone)
Gestrandete Schweizer werden aus Peru zurückgeholt

Die in Peru gestrandeten Schweizerinnen und Schweizer sollen Anfang nächste Woche in die Schweiz zurückgeflogen werden. Derzeit sind zwei Konvois mit Bussen unterwegs, um sie nach Lima zu bringen.

Ein Konvoi geht nach Cusco, ein zweiter nach Arequipa, wie Johannes Matyassy, Direktor der Konsularischen Direktion im Aussendepartement EDA, am Samstag vor den Bundeshausmedien sagte. «Wir machen alles, um sie herauszuholen.» Der Rückflug in die Schweiz sei bereits genehmigt. Laut Matyassy hat Bundesrat Ignazio Cassis zu dem Zweck mit Perus Aussenminister telefoniert.

Bundesrat Ignazio Cassis. 8Bild: Keystone)

Bisher wurden im Rahmen der grössten Rückholaktion der Geschichte 1400 Schweizerinnen und Schweizer zurückgeholt. Morgen Sonntag werden ein Flug aus Algerien und ein weiterer aus Chile in der Schweiz erwartet. Die Rückholaktion des EDA werde in hohem Tempo fortgesetzt, sagte Matyassy. Zahlreiche weitere Flüge seien in den nächsten Tagen und Wochen aus Asien, Südamerika und Afrika geplant.

Matyassy warb um Verständnis, dass nicht alle Repatriierungen sofort umgesetzt werden könnten. «Die Organisation einer Rückführung ist eine gewaltige logistische und diplomatische Arbeit», sagte er.

Einkaufszentren und Parks in Moskau zu

Russland verschärft seine Anstrengungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Seit Samstag sind in Moskau alle Einkaufszentren, Restaurants und grösseren Parks für mindestens eine Woche geschlossen. So etwas gab es seit Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr.

In Bussen, U-Bahnen und auf den Strassen waren weniger Menschen in der grössten Stadt Europas unterwegs als sonst. Dennoch zog es bei frühlingshaftem Wetter viele Menschen an die frische Luft.

Russland greift nun als eines der letzten Länder zu Massnahmen gegen das Coronavirus. (Bild: Keystone)

Die Vertreterin der Weltgesundheitsorganisation in Russland, Melita Vujnovic, beklagte der Staatsagentur Tass zufolge, dass viele Menschen nicht wenigstens zwei Meter Abstand voneinander nehmen: «Ich bin gerade durch Moskau gefahren, und der Anblick schmerzt.»

In Russland gibt es noch vergleichsweise wenige Corona-Fälle, doch deren Zahl steigt rasant: Am Samstag wurden mehr als 1264 Infizierte offiziell registriert. Gegen die Ausbreitung des Virus desinfizierten Spezialisten am Samstag viele Trottoirs und Strassen.

Keine grösseren Virus-Ausbrüche in Asylzentren

Die getroffenen Massnahmen in Schweizer Asylzentren gegen die Ausbreitung des Coronavirus scheinen laut den Behörden zu funktionieren. «Es gibt bis jetzt keine grösseren Ausbrüche», sagte Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit (BAG).

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) hat in den vergangenen Wochen bereits Massnahmen ergriffen. Es gibt in den Asylzentren mehr Plätze als normal.

Eine Tür im Bundesasylzentrum Zürich. (Bild: Keystone)

«Trotzdem ist es so, dass es in gewissen Zentren schwierig ist, Distanz zu halten und die Massnahmen umzusetzen», sagte Koch am Samstag vor den Bundeshausmedien in Bern. Die Verantwortlichen setzten aber alles daran, dass die Lage ruhig bleibe.

«Schlimmste Prognosen nicht eingetreten»

Ob die Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus wirken, ist offen. Eine Erfolgsmeldung gibt es doch. «Die schlimmsten Prognosen, die wir von ein paar Wochen gemacht haben, sind nicht eingetreten», sagte Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit (BAG).

Daniel Koch. (Bild: Keystone)
Polen will wegen Corona-Krise Briefwahl ermöglichen

Um die Präsidentschaftswahl trotz der Corona-Krise am 10. Mai abhalten zu können, will Polen Älteren und Menschen in Quarantäne die Briefwahl ermöglichen. Das Parlament, in dem die nationalkonservative Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) die Mehrheit hat, beschloss am Samstag eine entsprechende Änderung des Wahlgesetzes.

Demnach dürfen Wähler, die über 60 sind, unter Quarantäne stehen oder sich freiwillig in häuslicher Isolation befinden, per Brief wählen.

Die Warschauer Altstadt ist menschenleer. (Bild: Keystone)

Ministerpräsident Mateusz Morawiecki und der einflussreiche PiS-Vorsitzende Jaroslaw Kaczynski hatten zuvor erklärt, sie sähen keinen Anlass für eine Verschiebung der Wahl. Der liberale Ex-Regierungschef Donald Tusk und aktuelle Präsident der Europäischen Volkspartei (EVP), sagte hingegen in einem Interview, «nur ein Narr oder Krimineller» würde die Wahl trotz der Corona-Krise stattfinden lassen.

Zolldirektor: «Einige Personen haben es noch nicht verstanden»

Die Situation an der Schweizer Grenze ist laut Christian Bock, Direktor Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV), ruhig. Die meisten hätten sich an das neue Regime gewöhnt. «Es gibt aber Wermutstropfen: Einige Personen haben den Ernst der Lage immer noch nicht begriffen.»

Es sei derzeit «nicht die Zeit für Einkaufs- und Tanktourismus» in grenznahen Ausland, stellte Bock klar. Ebenso solle respektiert werden, «dass geschlossene Grenzgänge wirklich geschlossen sind». Durchfahren oder umfahren sei nicht erwünscht.

Der Direktor der Eidg. Zollverwaltung, Christian Bock. (Bild: Keystone)

Bock appellierte an die Solidarität der Bevölkerung. «Wir machen das nicht, um Grenzgänger zu schikanieren.» Bisher wurde 27’000 Personen die Einreise verweigert, das sei innert einer Woche eine Zunahme von 11’000 Fällen. In 250 Fällen seien Bussen in Höhe von 100 bis 300 Franken verteilt worden.

Die Stausituation habe sich weitgehend entspannt, sagte Bock. Der Warenverkehr laufe normal.

Erster Todesfall wegen Covid-19 im Kanton Glarus

Im Kanton Glarus ist ein 71-jähriger Mann an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Es ist nach Angaben des Kantons der erste Todesfall im Glarnerland im Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus.

Der Mann hatte gemäss den Angaben keine relevanten Vorerkrankungen und verstarb im Kantonsspital Glarus, wie die Kantonsbehörden am Samstag meldeten. Auf Wunsch des Patienten wurde auf dem Einsatz von organerhaltenden Geräten verzichtet. Der Kanton hat bisher 47 Covid-19-Fälle gezählt. Zurzeit befinden sich drei Patienten im Spital.

Agnelli sieht existenzielle Bedrohung für Europas Fussball

Andrea Agnelli, der Präsident der Europäischen Fussball-Clubvereinigung ECA sieht eine «existenzielle Bedrohung» des europäischen Fussballs durch die Corona-Pandemie.

«Weil der Fussball suspendiert ist, sind das auch unsere Einnahmen, von denen wir abhängen, um unsere Spieler, das Personal und andere operative Kosten zu bezahlen. Niemand ist immun», schrieb Agnelli in einem Brief an die ECA-Mitglieder, aus dem die italienische Nachrichtenagentur Ansa zitierte.

Andrea Agnelli. (Bild: Keystone)

Der Präsident des italienischen Rekordmeisters Juventus Turin erklärte, für die ECA gebe es zwei klare Ziele. Es gelte, eine «realistische Strategie» zu definieren, um auf nationaler und europäischer Ebene den Spielbetrieb wieder aufzunehmen und dabei Gesundheit von Publikum und Spielern voranzustellen. Ausserdem sei wichtig, den Klubs in dieser schwierigen Phase zu helfen, ihre Bilanzen zu managen.

Berset: «Krise wird nicht vor Mitte Mai zu Ende sein»

Alain Berset erwartet das Ende der Corona-Krise nicht vor Mitte Mai. Es sei verfehlt, zu denken, dass die epidemische Welle schneller vorbeigehe.

Gesundheitsminister Alain Berset erwartet, dass die Corona-Krise in der Schweiz nicht vor Mitte Mai zu Ende sein wird. (Bild: Keystone)
Polizei schiesst mit Gummimunition auf Drängler vor Supermarkt

Südafrikanische Polizisten haben mit Gummimantelmunition auf Menschen gefeuert, die sich trotz der Corona-Sicherheitsvorschriften vor einem Supermarkt drängelten. Ein AFP-Fotograf beobachtete, wie rund 200 bis 300 Menschen am Samstagmorgen vor einem Geschäft im Johannesburger Stadtteil Yeoville Schlange standen. Im Kampf um ihren Platz in der Menge hielten viele dabei den wegen des Coronavirus vorgeschriebenen Sicherheitsabstand nicht ein. Daraufhin fuhren zehn Streifenwagen der Polizei vor, die Beamten schossen mit Gummimunition in Richtung der Menschen. (sda)

In Südafrika hat die Polizei mit Gummimunition auf Drängler vor einem Supermarkt geschossen. (Symbolbild: Keystone)
Irakischer Geistlicher: Homo-Ehen sind mit Grund für Corona-Krise

Im Irak hat der einflussreiche schiitische Geistliche Muktada al-Sadr gleichgeschlechtliche Ehen als einen der Gründe für die Ausbreitung des Coronavirus bezeichnet. «Ich rufe deshalb alle Regierungen dazu auf, dieses Gesetz (zur Legalisierung von Homo-Ehen) unmittelbar und ohne Zögern aufzuheben», schrieb Al-Sadr am Samstag bei Twitter. Damit könnten sie auch Busse tun für ihre Schuld.

Muktada al-Sadr (Mitte). (Bild: Keystone)

Homosexualität ist nach islamischem Glauben streng verboten. Im Irak, der mehrheitlich von Schiiten bewohnt wird, steht gleichgeschlechtlicher Sex zwar nicht explizit unter Strafe.

Mehr als 600'000 nachgewiesene Coronavirus-Infektionen

Mehr als 600’000 Menschen haben sich weltweit nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert. Kurz nach Samstagmittag bezifferte die renommierte Johns-Hopkins-Universität die Zahl der nachweislich Infizierten mit 614’884. Demnach starben mehr als 28’600 in Folge oder an der Lungenkrankheit Covid-19, die das Virus auslösen kann.

Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Es gebe in kaum einem Land genügend Tests, um die Menschen flächendeckend zu untersuchen. Allein in den USA sind mehr als 104’830 Infektionen nachgewiesen worden, in Italien mehr als 86’490 und in China mehr als 81’990.

Medienkonferenz zu Coronavirus im Kanton Tessin

Die Tessiner Regierung führt am Samstag um 15:00 eine weitere Medienkonferenz zum Thema Coronavirus durch. Keystone-SDA deckt die MK ab. Sie erhalten Ende Nachmittag eine Meldung.

Maurer: «Nicht ausgeschlossen, dass wir Kredit noch einmal erhöhen»

Finanzminister Ueli Maurer ist überzeugt, dass die kleinen und mittleren Unternehmen von den Hilfsmassnahmen des Bundes profitieren können. Sollte die Krise in zwei bis drei Monaten nicht ausgestanden sein, sei aber klar, dass es mehr Mittel brauche.

«Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir den Kredit noch einmal erhöhen müssen», sagte Ueli Maurer in der Sendung «Samstagsrundschau» von Radio SRF. Gemeint ist das 20 Milliarden-Hilfspaket, mit dem der Bund Kredite absichert, welche die Banken von der Krise betroffenen Unternehmen gewähren.

Die 20 Milliarden Franken Garantie des Bundes seien eine Schätzung für die sofortigen Bedürfnisse der Wirtschaft gewesen. «Jetzt werden wir sehen, ob das aufgeht», sagte Maurer.

Finanzminister Ueli Maurer stellt weitere Mittel in Aussicht, sollte die Corona-Krise in zwei bis drei Monaten nicht ausgestanden sein. (Bild: Keystone)
Über 13'200 Ansteckungen in der Schweiz

In der Schweiz sind mittlerweile 13’213 Fälle von Covid-19-Erkrankungen registriert, 1052 mehr als am Vortag. Das teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Samstag mit. Betroffen sind alle Kantone der Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein.

Bisher verstarben 235 Personen im Zusammenhang mit Covid-19, wie es in der Mitteilung weiter hiess. Grundlage sind die Zahlen, die das BAG bis zum Samstagmorgen von Ärzten und Labors erhalten hat.

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In der Schweiz stecken sich immer mehr Menschen mit dem Coronavirus an. Stand Samstag sind es über 13’200 Personen. (Symbolbild: Keystone)
Spanien meldet 832 Corona-Tote binnen 24 Stunden

In Spanien hat die Zahl der Toten durch die Corona-Pandemie einen traurigen Rekordwert erreicht. Binnen 24 Stunden starben 832 Menschen – so viele wie nie zuvor an einem Tag, wie die Regierung am Samstag mitteilte. Damit starben in Spanien bislang insgesamt 5690 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19. Die Zahl der Infizierten stieg auf mehr als 72’000.

(Bild: Keystone)

Spanien ist nach Italien das Land, das weltweit die meisten Toten durch die Pandemie zu beklagen hat. Die Tests auf eine Infektion werden derzeit deutlich ausgeweitet.

Luftverschmutzung nimmt wegen Corona-Massnahmen ab

Die Massnahmen gegen das Coronavirus haben positive Auswirkungen auf die Luftqualität, wie Daten der Europäischen Weltraumorganisation ESA belegen. Der Satellit Copernicus Sentinel-5P zeigt in Bildern, wie die Luftverunreinigung im Vergleich zu Bildern aus dem vergangenen Jahr abgenommen hat.

So ging die Stickstoffdioxid-Verunreinigung in Städten wie Paris, Madrid oder Mailand im Vergleich zum Vorjahr stark zurück.

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In Städten wie Madrid oder Barcelona nahm die Luftverschmutzung merklich ab, wie diese Animation zeigt. (GIF: ESA)

Der Corona Flash vom 28. März 2020. (12:00 Uhr)
Zahl der Corona-Toten im Iran auf mehr als 2500 gestiegen

Im Iran ist die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus auf mehr als 2500 gestiegen. 139 weitere Menschen seien seit Freitag an den Folgen ihrer Coronavirus-Infektion gestorben, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Samstag in Teheran.

Ein temporäres Spital in Teheran, Iran. (Bild: Keystone)

Innerhalb von 24 Stunden seien zudem 3076 neue Infektionsfälle registriert worden, sagte der Sprecher Kianusch Dschahanpur. Die Gesamtzahl der Infektionen liege damit bei 35’408.

Tausende Inder nach Kontakt mit Corona-infiziertem Guru isoliert

In Indien befürchten die Behörden, dass der an den Folgen seiner Coronavirus-Infektion gestorbener Guru Baldev Singh tausende Menschen angesteckt haben könnte. Zusätzlich zur landesweit geltenden Ausgangssperre seien im nordindischen Bundesstaat Punjab weitere Quarantäne-Massnahmen über mehr als ein Dutzend Dörfer verhängt worden, in denen der Guru gepredigt hatte.

(Bild: Keystone)

Das erste der insgesamt 15 Dörfer sei bereits am 18. März abgeriegelt worden, sagte Gaurav Jain, der Regierungsvertreter des Verwaltungsbezirks Banga am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. «Wir glauben, dass sich in den Orten 15’000 bis 20’000 Menschen befinden.»

Singh hatte sich nach einer Reise nach Italien und Deutschland der verpflichtenden häuslichen Isolation entzogen und seine Predigten-Tournee im Punjab fortgesetzt. Während seiner Reise durch die Dörfer sei er krank geworden und schliesslich an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, erklärten die Behörden. Auch bei zwei seiner Mitarbeiter eine Coronavirus-Infektion nachgewiesen worden.

Von der Leyen fürchtet in der Corona-Krise um Zusammenhalt der EU

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fürchtet in der Corona-Krise um den Zusammenhalt der Europäischen Union. Nach der Einführung von Grenzkontrollen habe das Schengen-Abkommen für freien Reiseverkehr auf der Kippe gestanden, sagte von der Leyen in einem Interview der Nachrichtenaagentur DPA.

Nun sähen alle, dass sich die Staaten durch extreme Abschottung selbst am meisten schadeten. «Wir haben es selbst in der Hand», sagte die Kommissionschefin. «Wir haben anfangs in den Abgrund geschaut, aber wir haben in dieser Krise auch wieder rasch das Positive und den Zusammenhalt gesehen. Ich sehe viele ermutigende Zeichen, dass die Europäer erkennen, wie kostbar unsere Gemeinschaft ist.»

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. (Bild: Keystone)

Die Grenzschliessungen einzelner EU-Staaten hätten das Coronavirus nicht aufgehalten, aber vielen Firmen sehr geschadet und wichtige Lieferketten in Europa unterbrochen, sagte von der Leyen. Dabei habe nur der Binnenmarkt die EU so wohlhabend und stark gemacht.

Auch Spanien ruft Militär zum Transport der Leichen

Nach Italien wird auch im schwer von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien das Militär beim Transport der Leichen helfen. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Samstag im Amtsblatt mit.

Die Streitkräfte würden wegen der grossen Zahl der Toten und des Fehlens verfügbarer Bestattungsinstitute während der Dauer des Alarmzustandes eingesetzt, hiess es.

(Bild: Keystone)

Wegen der vielen Todesopfer war zuletzt bereits die Eishalle in Madrid zum Leichenhaus umfunktioniert worden.

Corona-Todesfall im Kanton Schwyz

Im Kanton Schwyz ist eine Bewohnerin eines Pflegeheimes verstorben, die positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Die 1944 geborene Frau hatte an Vorerkrankungen gelitten und war in palliativer Behandlung, wie der Kantonale Führungsstab am Samstag mitteilte.

Italien überlegt Notstandseinkommen für alle – Soziales Pulverfass

Angesichts des mehrwöchigen Produktionsstopps infolge der Coronavirus-Epidemie prüft Italien die Einführung eines «Notstandseinkommens» für alle Bürger. «Wir wollen jedem Bürger ein Einkommen garantieren. Wir können das Notstandseinkommen nennen und es soll solange bezogen werden, bis Normalität wieder eintritt», sagte Italiens Vize-Wirtschaftsministerin Laura Castelli.

Italien ist nach den USA das am stärksten betroffene Land. (Bild: Keystone)

Zugleich überlegt die italienische Regierung eine Vereinfachung der Prozeduren für den Zugang der 2019 eingeführten Mindestsicherung für einkommensschwache Familien. Die Regierung wolle den Bürgern einen «würdevollen Betrag» garantieren, erklärte Castelli im Interview mit der italienischen Tageszeitung «La Stampa» (Samstagsausgabe).

Für die Ausdehnung einer Mindestsicherung spricht sich auch der Minister für Süditalien Giuseppe Provenzano aus. Er warnte, dass der wirtschaftlich benachteiligte Süden Italiens zu einem «sozialen Pulverfass» werden könnte, sollte der Produktionsstopp noch länger dauern.

Vorerst keine Doping-Kontrollen in Russland

Die Corona-Pandemie beeinflusst auch die Arbeit der russischen Anti-Doping-Agentur Rusada. Zur Zeit werden keine Kontrollen durchgeführt.

Gemäss Juri Ganus, dem Chef der Rusada, sind die Doping-Kontrollen auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Trotz des sich weiter ausbreitenden Virus setze die Rusada ihre Arbeit aber weiter fort. „Sie können sich voll und ganz auf uns verlassen.“

Mehr dazu hier.

Die russische Anti-Doping-Agentur Rusada führt wegen der Corona-Pandemie vorerst keine Kontrollen durch. (Symbolbild: Keystone)
Deutschland unterstützt Italien

Wegen der dramatischen Notlage in norditalienischen Spitälern aufgrund der Coronavirus-Krise fliegt die deutsche Luftwaffe einige Patienten nach Deutschland aus. Der Airbus A310 MedEvac, die fliegende Intensivstation der deutschen Bundeswehr, solle am Samstag sechs schwererkrankte Italiener von Bergamo nach Köln bringen.

Die Maschine sei am Morgen in Köln gestartet, sagte ein Sprecher am Samstag. «In Zeiten grösster Not ist es selbstverständlich, dass wir unseren Freunden zur Seite stehen», sagte zudem die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bezüglich des Einsatzes. «Deshalb holen wir mit unserer fliegenden Intensivstation der Luftwaffe jetzt Schwerstkranke aus Italien zur Behandlung nach Deutschland. Das ist ein wichtiges Zeichen der Solidarität. Europa muss zusammenhalten.»

Schweizer Parlament bleibt oberste Gewalt

«Demokratie und Rechtsstaat dürfen dem Coronavirus nicht zum Opfer fallen.» Dies sagte der Präsident des Ständerats Hans Stöckli (SP/BE) in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen vom Samstag.

Ständeraspräsident Hans Stöckli äussert sich in einem Interview zur Corona-Krise und deren Verhältnis zum Parlament. (Bild: Keystone)

Das Parlament sei auch in einer Krise die oberste Gewalt im Bund, erklärte er. Die Bundesversammlung als oberste Gewalt im Bund dürfe unter keinen Umständen auf die verfassungsmässige Verpflichtung der Oberaufsicht über den Bundesrat und die Bundesversammlung verzichten, betonte Stöckli.

Alles zum Thema gibt es hier.

Amerikaner mit Trumps Corona-Kampf zufrieden

Donald Trumps Corona-Politik kommt bei den Amerikanern an. Wie Blick berichtet, sind aktuell 49 Prozent der US-Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Präsidenten zufrieden. Das zeigt eine Umfrage des US-Marktforschers «Gallup».

Demnach stieg die Gunst der Wählerinnen und Wähler um fünf Prozent. Sechs von zehn Amerikanernzeigen sich dabei mit Trumps Massnahmen zum Coronavirus zufrieden. Fast ein Drittel der Demokraten zeigt sich zufrieden.

Ob das so bleibt wird sich zeigen: Die Zahlen der Coronavirus-Infektionen ist in den vergangenen 24 Stunden in den USA explodiert: 18’000 neue Fälle wurden verzeichnet.

Anonymer Gast gibt 10'000 Dollar Trinkgeld in Florida

Grosszügige Geste in Krisenzeiten: Ein Gast im US-Bundesstaat Florida hat 10’000 Dollar Trinkgeld in einem Restaurant hinterlassen. Dies geschah just vor dessen Schliessung wegen der Coronavirus-Pandemie.

«Trotz all der negativen Geschichten, die ihr derzeit hört, gibt es in dieser Welt wirklich fantastische Menschen», schrieb die Restaurantkette Skillets am Freitag auf ihrer Facebook-Seite.

Mehr häusliche Gewalt in der Corona-Krise

Isolation und Ausgangssperren zählen zu den erfolgreichen Massnahmen gegen das Coronavirus. Doch es gibt auch Schattenseiten: Die Fälle von häuslicher Gewalt steigen. Alles dazu gibt es hier.

«Coronavirus Rhapsody» wird zum viralen HIt

«Sind es Halsschmerzen, oder bloss Allergien? Gefangen im Lockdown – kein Entkommen aus der Realität», mit diesen Zeilen beginnt Youtuber Noah Storm sein Cover des Queen-Klassikers «Bohemian Rhapsody». Die von Freddie Mercury komponierte Melodie bleibt dabei die Gleiche: Der Text wurde aber vom neuen Interpreten passend zur aktuelle Krise angepasst.

In seiner Parodie «Coronavirus Rhapsody» thematisiert Storm die Krankheit, das Social Distancing und auch der entstandene Toiletten-Papier-Mangel wird im Video verarbeitet.

Der Clip wurde in sozialen Netzwerken vielfach geteilt und ist zum viralen Hit geworden. Das ganze Video gibt es hier:

(Video: Youtube, Noah Storm)

Alltag in Wuhan kehrt zurück

In der chinesischen Stadt Wuhan kehrt allmählich der Alltag zurück: Die Isolation der Millionenmetropole, die als Ausgangspunkt der Coronavirus-Pandemie gilt, ist am Samstag (Ortszeit) beendet worden.

Die Isolation in Wuhan ist beendet. (Bild: Keystone)

Die Einreise in die Hauptstadt der Provinz Hubei ist nun wieder erlaubt, während das Ausreiseverbot noch bis zum 8. April gilt. Der U-Bahnverkehr rollte am Samstag wieder an und die ersten Einkaufszentren werden in der kommenden Woche ihre Pforten öffnen. Weitere Informationen gibt es hier.

Macron fordert mehr Solitarität

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat in der Debatte über «Corona-Bonds» mehr europäische Solidarität angemahnt. «Wir werden diese Krise nicht ohne eine starke europäische Solidarität in Bezug auf Gesundheits- und Haushaltsfragen überwinden». Mehr Informationen dazu gibt es hier.

Emmanuel Macron erwartet, dass entscheidende Gesundheits- und Haushaltsfragen auf die EU zukommen. (Bild: Keystone)
USA genehmigen Schnelltest

In den USA ist ein Schnelltest zugelassen worden, der innerhalb weniger Minuten eine Infizierung mit dem neuartigen Coronavirus nachweisen soll. Die Test-Kits würden von einem mobilen Labor ausgewertet, das nur etwa so gross sei wie ein Toaster, teilte der Hersteller Abbott am Freitagabend (Ortszeit) mit.

Der Test stelle innerhalb von fünf Minuten fest, ob eine Probe mit Sars-CoV-2 infiziert sei. Ein gesichertes negatives Ergebnis dauere 13 Minuten, hiess es weiter. Dank der geringen Abmessungen könne der Schnelltest ausserhalb von Spitälern in besonders betroffen Gebieten eingesetzt werden, sagte Abbott-Chef Robert Ford.

Tom Hanks zurück in den USA

Nach seiner zweiwöchigen Coronavirus-Quarantäne in Australien ist das Schauspieler-Ehepaar Tom Hanks und Rita Wilson zurück in den USA. Das Promiportal TMZ und die «New York Post» berichteten am Freitag (Ortszeit), die beiden seien per Privatjet in Los Angeles angekommen.

Soll nach seiner Landung in Los Angeles getanzt haben: Tom Hanks. (Bild: Keystone)

Die zwei Personen könnten nicht glücklicher aussehen, hiess es weiter. Laut «New York Post» kniete der 63-jährige Oscar-Preisträger («Philadelphia») auf der Landebahn des Flughafens nieder und tanzte anschliessend.

Hanks und Wilson waren das erste Promi-Paar, dass ihre Ansteckung mit dem Coronavirus bekannt machte.

Erster Todesfall in Jordanien

Nun ist auch in Jordanien das erste Coronavirus-Todesopfer registriert worden. Eine 83-jährige Frau, die auch an einer Blutvergiftung gelitten habe, sei an Covid-19 gestorben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Petra am Samstag unter Berufung auf das Prinz-Hamsah-Spital.

In Jordanien leiden über 200 Menschen am Coronavirus. (Bild: Keystone)

In Jordanien sind 212 Coronavirus-Fälle registriert. Am Mittwoch hatte das Königreich mitgeteilt, seine am vergangenen Samstag verkündete unbefristete Ausgangssperre lockern zu wollen – kleine Geschäfte für Grundbedarfsgüter dürften wieder geöffnet werden.

Rekordanstieg in den USA

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in den USA ist am Freitag so stark angestiegen, wie noch nie zuvor an einem Tag. Die Behörden meldeten rund 18’000 neue Erkrankungen. Damit wächst die Zahl der bekannten Fälle auf mehr als 103’000. Alle Informationen dazu gibt es hier.

Ausgangssperre auch in Irland

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie ist in Irland in der Nacht zum Samstag eine Ausgangssperre in Kraft getreten. «Jeder muss zu Hause bleiben, unter allen Umständen», sagte Regierungschef Leo Varadkar am Freitagabend, als er die Massnahme verkündete.

Die Menschen in Dublin und Irland müssen bis zum 12. April Zuhause bleiben. (Bild: Keystone)

Die Regelung gilt bis zum 12. April. Die Iren dürfen demnach nur noch in Ausnahmefällen ihre Häuser verlassen, etwa zum Arbeiten, für Arztbesuche oder für Lebensmitteleinkäufe. Auch sportliche Betätigung an der frischen Luft in der Nähe der eigenen Wohnung sei gestattet, hiess es. Treffen ausserhalb der Familie seien hingegen verboten.

Eiffelturm sagt «Merci»

Aus Solidarität mit den Helferinnen und Helfern im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie ist der Eiffelturm in Paris am Freitagabend erstmals mit besonderem Licht erstrahlt. Zudem gab es den Schriftzug «Merci».

Künftig soll immer um 20 Uhr das Wort «Merci» an das Pariser Wahrzeichen projiziert werden, teilte die Stadt Paris am Freitag mit. Von 20.30 bis 23.00 Uhr wird der Turm die Franzosen zudem daran erinnern, zu Hause zu bleiben. Abwechselnd sollen auf dem Turm die Worte «Restez chez vous» und «Stay at Home» (Bleibt zu Hause) zu lesen sein.

US-Krankenhausschiff legt an

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie ist ein Krankenhausschiff der US-Marine in der Millionenmetropole Los Angeles angekommen. Das schwimmende Spital «USNS Mercy» mit seinen 1000 Krankenbetten legte am Freitag am Hafen von Los Angeles an.

Coronavirus-Patienten sollen auf dem 272 Meter langen Schiff aber keine behandelt werden. Vielmehr sollen andere Patienten dorthin verlegt werden, um die Spitäler zu entlasten und ihnen damit mehr Kapazitäten für Coronavirus-Patienten zu verschaffen.



Trump zwingt General Motors zur Herstellung von Beatmungsgeräten

US-Präsident Donald Trump hat in der Coronavirus-Krise ein Kriegswirtschaftsgesetz aktiviert, um den Autobauer General Motors zur Produktion von Beatmungsgeräten zu zwingen. General Motors (GM) habe «Zeit verschwendet», erklärte Trump am Freitag.

Er setze deswegen den sogenannten «Defence Production Act» ein. Das Gesundheitsministerium könne damit von General Motors verlangen, Regierungsaufträge für Beatmungsgeräte «anzunehmen, auszuführen und ihnen Vorrang einzuräumen».

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US-Präsident Donald Trump will den Autobauer General Motors zur Produktion von Beatmungsgeräten zwingen. (Bild: Keystone)
Rammstein-Sänger Lindemann geht es besser

Rammstein-Sänger Till Lindemann wird nach einer Nacht auf der Intensivstation weiter im Spital behandelt. Der 57-jährige Lindemann sei am Donnerstag vom Arzt der Band in ein Spital eingewiesen worden, teilte die Band am Freitagabend auf ihrer Homepage mit.

«Till hat eine Nacht auf der Intensivstation verbracht und wird heute auf eine andere Station verlegt, weil es ihm besser geht», hiess es. «Der Test auf das Corona-Virus war negativ», teilte Rammstein entgegen früherer Medienberichte mit. Nähere Angaben machte die Band nicht.

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Vier Menschen auf Kreuzfahrtschiff gestorben

Auf einem vor der Küste Panamas gestrandeten Kreuzfahrtschiff mit mehreren Coronavirus-Verdachtsfällen an Bord sind vier Passagiere gestorben. «Vier ältere Gäste an Bord der «Zaandam»» seien gestorben, teilte die niederländische Reederei Holland America Line am Freitag mit.

Aus Sorge vor einer Ausbreitung des Coronavirus hatten mehrere südamerikanische Staaten dem Schiff die Einfahrt in einen Hafen verwehrt. Seit Tagen liegt die «Zaandam» deshalb vor der Küste Panamas vor Anker.

Auf dem Kreuzfahrtschiff «Zaandam», das vor der Küste Panamas liegt und mehrere Corona-Verdachtsfälle an Bord hat, sind vier Menschen gestorben. (Bild: Keystone)
Belgien verlängert Ausgangssperre bis nach Ostern

Die wegen der Corona-Pandemie verhängte Ausgangssperre in Belgien gilt noch mindestens bis nach den Osterferien. «Die Massnahmen werden um zwei Wochen bis zum 18. April verlängert», sagte Regierungschefin Sophie Wilmès am Freitag in Brüssel. Die Einschränkung des öffentlichen Lebens sei derzeit die einzige Möglichkeit, die Verbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen.

Zudem sollen die Regeln strenger durchgesetzt und Verstösse stärker geahndet werden. Seit vergangenem Mittwoch dürfen die Menschen in Belgien nur in Ausnahmefällen, etwa für Arztbesuche und Lebensmitteleinkäufe, ihre Häuser verlassen und müssen dabei Mindestabstand halten.

Belgiens Regierungschefin Sophie Wilmès hat am Freitag die Ausgangssperre bis am 18. April verlängert. (Bild: Keystone)
Dortmunds Captain Reus spendet 500'000 Euro

Der Dortmunder Nationalspieler Marco Reus hat wegen der Coronavirus-Krise die Aktion «Help your Hometown» ins Leben gerufen. Mit einer Spende von 500’000 Euro wollen er und seine Frau Scarlett dazu beitragen, dass lokale Kleinunternehmen die finanziellen Notlage meistern.

«Sie haben trotz ihrer leidenschaftlichen Arbeit nicht die Rücklagen bilden können, um Wochen ohne Kunden zu überstehen. Aber gerade diese Läden machen jede Stadt einzigartig. Hier möchten wir helfen», sagte der BVB-Captain in einer Videobotschaft auf Instagram.

Post-Chef: «Gleich viele Pakete wie vor Weihnachten»

Bei der Schweizerischen Post gibt es derzeit alle Hände voll zu tun. Das Unternehmen wird mit Paketsendungen überschwemmt. Dies erklärte Post-Chef Roberto Cirillo in einem Interview mit den «Zeitungen der CH-Media» vom Freitag.

«Vor zwei Wochen hatten wir bei den Paketen einen Zuwachs von etwa 15 Prozent gegenüber normalen Zeiten», sagte der Manager. Dies habe aber nochmals stark zugenommen. «Mittlerweile transportieren wir gleich viele Pakete wie üblicherweise vor Weihnachten», betonte er. Und am Mittwoch habe die Post sogar ein Volumen verzeichnet, wie sonst nur am Online-Kauftag «Black Friday», hiess es weiter.

Die Post hat zurzeit besonders viel zu tun: Es werden so viele Pakete verschickt wie sonst nur an Weihnachten oder am «Black Friday».(Symbolbild: Keystone)
Mangel an Schutzkleidung ist laut WHO enorme Bedrohung

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wird der Mangel an Schutzkleidung für das medizinische Personal immer mehr zu einem drängenden Problem.

«Wenn das medizinische Personal in Gefahr ist, sind wir alle in Gefahr», warnte am Freitag in Genf der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus. Dies sei eine enorme Bedrohung.

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 Der Mangel an Schutzkleidung ist laut der WHO eines der grössten Probleme im Kampf gegen die Corona-Pandemie. (Symbolbild: Keystone)
Halbtax-Kunden gehen leer aus

Im Kampf gegen das Coronavirus soll die Bevölkerung möglichst zuhause bleiben. Damit nutzt sie ihre Jahresabonnemente für den öffentlichen Verkehr nicht. Die Branche arbeitet an einer Lösung.

Die Umsetzung soll für die Kunden so einfach wie möglich sein. Thomas Ammann, Mediensprecher bei Alliance Swisspass, erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, die General- und ähnlichen Abonnemente müssten nicht hinterlegt oder zurückgebracht werden. Kundinnen und Kunden sollten einfach zuhause bleiben, sie würden benachrichtigt. Ein Schaden entstehe ihnen nicht.

Inhaberinnen und Inhaber eines Halbtax-Abonnements gehen aber leer aus. Sie hätten die Kosten der Ermässigungskarte meist nach kurzer Zeit und wenigen Fahren amortisiert, begründet die Allianz den Entscheid.

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Obwohl schweizweit viele Halbtax-Kunden ihr Abo wegen der Corona-Krise nicht nutzen, werden sie am Ende wohl leer ausgehen. (Symbolbild: Keystone)
Schutzmaterial für die Schweiz ist unterwegs

In Deutschland bestehen keine Einschränkungen mehr beim Export von medizinischem Schutzmaterial in die Schweiz, wie das Seco am Freitag mitteilte. Die Waren seien unterwegs oder bereits in der Schweiz.

Alle dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) bekannten Probleme seien gelöst. «Generell hat sich die Lage entspannt». Vereinzelte Unternehmen hätten Verzögerungen in der Abwicklung der Lieferungen aufgrund von «operationellen Herausforderungen» gemeldet. Das Seco sei regelmässig in Kontakt mit den Unternehmen.

Die Probleme mit den Lieferungen aus Frankreich und Italien sind laut Seco teilweise gelöst. Die durch die französische Beschlagnahmung der Atemschutzmasken blockierten Lieferungen wurden grösstenteils freigegeben.

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Die Schweiz sollte bald eine Lieferung mit medizinischem Schutzmaterial erhalten. (Symbolbild: Keystone)
Italien meldet fast 1000 Tote an einem Tag

Italien hat an einem Tag fast 1000 Tote im Zuge der Corona-Pandemie gemeldet und damit so viele wie an keinem Tag zuvor. Die Zahl stieg um 969 auf 9134, wie der Zivilschutz am Freitag in Rom mitteilte.

Die Gesamtzahl der Infizierten stieg um fast 6000 auf 86’498. Damit liegt Italien weltweit etwa gleichauf mit den USA. Die Kurve der Neuinfektionen flachte sich aber nach Aussagen des obersten Gesundheitsinstituts etwas ab – sie hat allerdings noch nicht ihren Höhepunkt erreicht.

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In Italien sterben täglich Menschen am Coronavirus – jüngst waren es 1000 Opfer in 24 Stunden. (Bild: Keystone)
Deutschland nimmt Kranke aus Italien und Frankreich auf

Deutschland erhöht seine Hilfen für andere von der Corona-Krise betroffene EU-Staaten deutlich – und geht damit jetzt auch in die mediale Offensive. Bundesländer und Städte wollen insgesamt 123 Corona-Intensivpatienten aus Frankreich und Italien aufnehmen, sagte ein Sprecher des deutschen Auswärtigen Amtes der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag.

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Deutschland will Spitalbetten für Intensivpatienten aus Frankreich und Italien zur Verfügung stellen. (Symbolbild: Keystone)
Frankreich verlängert Ausgangsbeschränkungen bis 15. April

Wegen der Coronavirus-Pandemie verlängert Frankreich die Ausgangssperre bis zum 15. April. Das kündigte Premierminister Edouard Philippe am Freitag in Paris an. Sie war bisher bis zum 31. März befristet. «Wir stehen noch am Anfang der epidemischen Welle», sagte der Premier.

Solle die Corona-Krise anhalten, könnte das Ausgehverbot nach den Worten des Regierungschefs auch noch ein weiteres Mal verlängert werden. Ausnahmen sollen auch künftig unter anderem für zwingende Fahrten zur Arbeit, für das Einkaufen und Arztbesuche gelten. Nach Angaben des Innenministeriums stellte die Polizei in den vergangenen zehn Tagen 225’000 Busszettel wegen Verstössen gegen die Ausgangssperre aus.

Frankreich erwartet am Wochenende die bisher grösste Zahl neuer Corona-Erkrankungen. Neben den überlasteten Spitälern in Ostfrankreich riefen auch die Pariser Kliniken um Hilfe.

Frankreichs Premierminister Edouard Philippe kündigte am Freitag an, dass die Ausganssperre bis am 15. April verlängert wird. (Bild: Keystone)
Novak Djokovic spendet eine Million Euro

Tennisstar Novak Djokovic spendet seinem Heimatland Serbien eine Million Euro für den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. «Unsere Spende ist für den Kauf von lebensrettenden Beatmungsgeräten und andere sanitäre Ausstattung», sagte die Nummer 1 der Tennis-Weltrangliste am Freitag in einer Videokonferenz.

Er selbst bemühe sich, trotz der Corona-Krise eine «positive Haltung» zu bewahren. Zudem geniesse er die viele Zeit, die er mit seiner Familie verbringen könne, sagte der 32-Jährige. «Ich kann mich nicht daran erinnern, so viel Zeit mit meiner Familie verbracht zu haben, seitdem ich Vater geworden bin.»

 Tennis-Star Novak Djokovic spendet eine Million Euro an sein Heimatland Serbien. (Archivbild: Keystone)
Katze in Belgien positiv auf Coronavirus getestet

In Belgien ist eine Katze positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Es handle sich um einen Einzelfall, der «bei engem Kontakt zwischen dem Tier und einem (infizierten) Menschen» auftreten kann, sagte ein Behördensprecher am Freitag in Brüssel.

Demnach hatten Wissenschaftler der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Lüttich das Haustier eines Corona-Kranken untersucht.

Das Virus könne in seltenen Fällen von Menschen auf Tiere übertragen werden, sagte der für die Corona-Krise zuständige Behördensprecher weiter. Es gebe aber keinen Grund zu der Annahme, dass dies ein wichtiger Faktor in der Ausbreitung der Epidemie sei. «Bisher gibt es keinen Beweis dafür, dass ein Haustier das Virus auf Menschen oder an andere Haustiere übertragen kann», unterstrich auch die Behörde für Lebensmittelsicherheit (AFSCA).

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In Belgien hat sich eine Katze mit dem Coronavirus angesteckt. Es wurde wohl von einem Menschen auf das Haustier übertragen. (Symbolbild: Keystone)
Italien verlängert die Schulschliessungen

Italien verlängert die Schulschliessungen. Schulen, Kindergärten und Universitäten müssten länger als bis zum Ende des zunächst geplanten Zeitraums vom 3. April geschlossen bleiben, sagte Bildungsministerin Lucia Azzolina dem Sender RAI am Freitag.

«Unser Ziel ist es, dass die Schüler erst dann wieder in die Schule zurückkehren, wenn wir vollkommen sicher sind, dass es sicher ist. Die Gesundheit hat Vorrang», sagte die Ministerin. Schulen und Universitäten in Italien sind seit dem 5. März landesweit geschlossen.

Die Schulen in Italien bleiben über den 3. April hinweg geschlossen. (Bild: Keystone)
Indische Ärzte verlieren Wohnung wegen Corona-Hysterie

Zahlreiche Menschen, die in Indien medizinische Berufe ausüben haben keine Unterkunft mehr. Der Grund: Die Vermieter warfen die Ärzte und Krankenpfleger auf die Strasse, weil sie Angst haben, mit dem Coronavirus infiziert zu werden.

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Wegen ihres Berufs wurden zahlreiche indische Ärtze auf die Strasse gestellt. (Symbolbild: Keystone)
Popstars veranstalten mehrstündiges Benefiz-Konzert im Live-Stream

Die Popsängerinnen Rita Ora und Ellie Goulding, der Sänger und Songwriter John Legend sowie zahlreiche andere Stars aus der internationalen Musikszene wollen am Samstag gemeinsam ein Benefiz-Konzert veranstalten, das im Live-Stream übertragen wird.

Die Einnahmen des Events mit dem Titel «Stream Aid 2020» sollen einer Stiftung der Weltgesundheitsorganisation zugutekommen, mit der die WHO den weltweiten Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie unterstützt.

BAG-Koch informiert: Ist man immun nach einer Ansteckung?

Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben und wieder genesen sind, seien sehr wahrscheinlich immun. Reinfektionen seien nicht die Regel. Das sagt Daniel Koch, Leiter der Abteilung für übertragbare Krankheiten des BAG. Genesene Personen sollen sich aber dennoch weiterhin an die Regeln des Bundes halten.

(Video: Keystone SDA/Silva Schnurrenberger)

Ohne Massnahmen sterben 40 Millionen Menschen

Ohne Gegenmassnahmen würde die Coronavirus-Pandemie dem Imperial College in London zufolge 2020 bis zu 40 Millionen Menschen weltweit das Leben kosten. Das geht aus einer Studie hervor, die am Donnerstagabend veröffentlicht wurde.

Die Forscher spielten dabei in einem mathematischen Modell mehrere Szenarien durch. Im schlimmsten Fall würden sich demnach sieben Milliarden Menschen, also beinahe die gesamte Menschheit, innerhalb dieses Jahres mit dem Erreger Sars-CoV-2 infizieren.

Bis zu 40 Millionen Menschen könnten bis Ende 2020 sterben, wenn keine Massnahmen gegen das Coronavirus ergriffen werden. (Symbolbild: Keystone)
Globaler Kondom-Mangel wird befürchtet

Die Kondom-Produktion in Malaysia steht still. Das könnte zu einem monatelangen Mangel führen und auch humanitäre Projekte lange beschäftigen.

Der international grösste Kondom-Produzent Karex erwartet einen weltweiten Mangel. Die Firma in Malysia musste wegen des Coronavirus die Produktion unterbrechen. Die Behörden haben einen Lockdown verfügt. Jedes fünfte Kondom, das auf der Welt verkauft wird, kommt aus dieser Fabrik, wie die internationale Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Karex beliefert verschiedene Marken, darunter auch Durex.

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Die eingestellten Kondom-Produktionen in Malaysia und China könnten zu langfristigen Problemen führen. (Symbolbild: Keystone)
«Fahren Sie über Ostern nicht ins Tessin»

Bundesrat Alain Berset appellierte am Freitag erneut an die Bevölkerung, sich weiter an die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus zu halten.

(Video: Keystone-SDA/Detlev Munz)

Kurve der Neuansteckungen flacht ab

Die Kurve der Neuinfektionen mit dem neuen Coronavirus scheint sich in Italien nach Aussagen des obersten Gesundheitsinstituts abzuflachen – hat allerdings noch nicht ihren Höhepunkt erreicht.

«Wir sind noch nicht auf dem Höhepunkt (…). Aber es gibt positive Anzeichen», sagte der Präsident des nationalen Gesundheitsinstitutes (ISS), Silvio Brusaferro, am Freitag in Rom. Seit dem 19./20. März gebe es eine leichte Abflachung der Kurve der neuen Ansteckungen – die Kurve falle aber noch nicht ab, «wir sind in einer Verlangsamung der Steigung».

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Das Coronavirus trifft Italien hart. Nun flacht die Kurve der Neuinfektionen etwas ab – der Höhepunkt ist aber noch nicht erreicht. (Bild: Keystone)
Schweden begrenzt Versammlungen auf 50 Teilnehmer

Schweden führt im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus schärfere Begrenzungen von öffentlichen Versammlungen ein. Zusammenkünfte mit mehr als 50 Teilnehmern werden verboten, wie Ministerpräsident Stefan Löfven am Freitag auf einer Pressekonferenz in Stockholm bekanntgab. Bislang lag diese Grenze bei 500 Personen.

Von der neuen Massnahme seien unter anderem Examensfeiern, Hochzeiten und Beerdigungen betroffen, fügte Sozialministerin Lena Hallengren hinzu. Laut Innenminister Mikael Damberg gilt die neue Begrenzung ab Sonntag.

In Schweden dürfen sich nicht mehr als 50 Personen versammeln. (Bild: Keystone)
Frankreich erwartet am Wochenende Welle von Corona-Kranken

Frankreich erwartet am Wochenende die bisher grösste Welle von Corona-Kranken: Premierminister Edouard Philippe warnte am Freitag in Paris nach einem Krisentreffen der Regierung vor einer «extrem grossen Welle, die über Frankreich hinwegspült».

In den kommenden Tagen werde die Situation für die Spitäler und die Bürger besonders schwierig werden. Er sprach von einer «Krise, die andauern wird, von einer Gesundheitslage, die sich nicht schnell verbessert».

Mit bisher knapp 1700 Toten gehört Frankreich nach Italien und Spanien zu den am meisten betroffenen Ländern der EU. Innerhalb von 24 Stunden war die offizielle Zahl der Toten nach Angaben vom Donnerstagabend um 365 gestiegen.

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38 Todesfälle im Kanton Waadt

Im Kanton Waadt hat sich die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 innert zwei Tagen beinahe verdoppelt. Mit 38 Todesfällen gehört die Waadt neben dem Tessin und Basel-Stadt zu den am stärksten betroffenen Kantonen.

327 Personen befinden sich in Spitalpflege, 66 davon auf der Intensivstation, wie die Waadtländer Behörden am Freitag weiter mitteilten. Auch die Gesamtzahl der bestätigten Fälle im Kanton steigt weiter an. 2532 Menschen wurden bislang positiv auf das Coronavirus getestet. In der Zwischenzeit konnten 148 Patienten das Spital wieder verlassen.

Im Kanton Waadt befinden sich derzeit 327 Personen in Spitalpflege, 66 davon auf der Intensivstation. (Symbolbild: Keystone)
Philippinischer Präsident Duterte in Selbstquarantäne

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte und ein Grossteil seiner Regierung befinden sich wegen der Coronavirus-Infektion mehrerer Mitarbeiter in einer zweiwöchigen Quarantäne.

Der Staatschef sei bereits seit drei Tagen isoliert, teilte Senator Christopher Go, ein früherer Berater des Präsidenten, am Freitag mit. Duterte werde seinen 75. Geburtstag am Samstag somit alleine verbringen müssen. Ob der Präsident Symptome zeige, sagte er nicht. Er habe die Lage im Land unter Kontrolle, betonte der Senator.

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte muss in Selbstquarantäne, weil sich mehrere Regierungs-Mitarbeiter mit dem Coronavirus angesteckt haben. (Bild: Keystone)
Österreich will von Asylbewerbern bei Einreise Gesundheitszeugnis

Angesichts der Coronavirus-Pandemie hat Österreich die Einreise von Asylbewerbern durch extrem hohe Hürden praktisch gestoppt. Das teilte der Generalsekretär des Innenministeriums, Helmut Tomac, am Freitag mit.

«Aufgrund der Corona-Epidemie wird Asylwerbern die Einreise verweigert, wenn sie kein gültiges Gesundheitszeugnis vorweisen können», sagte er und bestätigte damit einen Bericht der «Kronen Zeitung». Innenminister Karl Nehammer hatte am Vormittag in einer Pressekonferenz erklärt, zuletzt hätten nur einige wenige Flüchtlinge um Asyl angesucht. Er sprach von «maximal zwölf pro Tag».

Zahl der Corona-Toten im Iran steigt auf mehr als 2300

Im besonders stark von der Pandemie betroffenen Iran sind nach offiziellen Angaben binnen 24 Stunden 144 weitere Menschen am Coronavirus gestorben. Damit stieg die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 2378, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag erklärte.

2926 Neuinfektionen wurden gemeldet. Insgesamt haben sich im Iran nach Behördenangaben mindestens 32’332 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert. Mehr als 11’100 von ihnen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums inzwischen wieder gesund. Fast 2900 Menschen sind hingegen lebensbedrohlich erkrankt.

Im Iran sind bislang über 2300 Personen an Covid-19 gestorben. (Bild: Keystone)
Über 80 Prozent der deutschen Firmen erwarten Umsatzminus

Vier von fünf deutschen Unternehmen rechnen wegen der Corona-Krise in diesem Jahr mit einem Umsatzrückgang. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Blitzumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter 15’000 Firmen hervor.

Fast jeder fünfte Betrieb sieht sich demnach von Insolvenz bedroht. «Damit spitzt sich die Krise dramatisch zu», sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer. «Das sollte nun alle Alarmleuchten angehen lassen: Wenn wir uns dieser Entwicklung nicht entschieden entgegenstellen, erleben wir wirtschaftliche Schäden von historischem Ausmass.»

Die Coronavirus-Pandemie trifft die deutsche Wirtschaft mit voller Wucht. (Symbolbild: Keystone)
Bundesrat setzt Kapitalpuffer für Banken ausser Kraft

Zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie hat der Bundesrat den antizyklischen Kapitalpuffer der Banken ausser Kraft gesetzt. Da die Banken so weniger Eigenkapital vorhalten müssen, sind sie bei der Kreditvergabe flexibler.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte die Deaktivierung des Kapitalpuffers bei der Landesregierung beantragt. Der Schritt kann nach Angaben des Bundesrats erfolgen, weil sich im Zug der drohenden Rezession auch die Überhitzungstendenzen am Schweizer Hypothekar- und Immobilienmarkt abschwächen dürften.

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Der Bundesrat hat die Kreditpuffer der Schweizer Banken ausser Kraft gesetzt. (Symbolbild: Keystone)
Zügeln weiterhin möglich – Längere Zahlfrist bei Mietverzug

Weitere Entscheide des Bundesrats betreffen die Miete: Die Regierung bekräftigt, dass das Zügeln unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln des Bundesamts für Gesundheit (BAG) möglich ist. Zügelunternehmen und Immobilienbewirtschafter betonten, dass dies möglich sei. Das kommende Wochenende gilt vielerorts als offizieller Umzugstermin, was in der Regel zu rund 50’000 Umzügen führt.

Um Privatpersonen und Mieter von Geschäftsräumen zu unterstützen, hat der Bundesrat zudem die Nachfrist bei Zahlungsverzug von 30 auf 90 Tage verlängert. Gerät ein Mieter mit der Miete in Verzug, kann ihm der Vermieter nach Ablauf der Nachfrist kündigen. Die Kündigungsfrist beträgt nur 30 Tage.

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(Video: Keystone-SDA/Adrian Reusser)

Wer die Hygiene- und Abstandsregeln einhält, kann weiterhin zügeln. (Symbolbild: Keystone)
Bundesrat legalisiert Schliessungen von Betrieben und Baustellen mit «Lex Ticino»

Der Bundesrat entschärft den Konflikt mit dem Kanton Tessin. Dieser hat mit der Schliessung von Baustellen und Betrieben gegen Bundesrecht verstossen. Das wird nun mit einer Verordnungsänderung nachträglich legalisiert.

Der Bundesrat kann einem Kanton künftig erlauben, kurzzeitig die Tätigkeit ganzer Wirtschaftsbranchen einzuschränken oder einzustellen. Voraussetzung ist eine besondere Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung aufgrund der epidemiologischen Situation.

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Der Bundesrat kann im Ernstfall einzelnen Kantonen erlauben, ganze Wirtschaftsbranchen einzuschränken oder vorübergehend still zu legen. (Symbolbild: Keystone)
Über 4800 Tote in Spanien

In Spanien hat sich die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus auf mehr als 4800 erhöht. 769 weitere Menschen seien in den vergangenen 24 Stunden an den Folgen ihrer Infektion gestorben, teilte die Regierung in Madrid am Freitag mit.

Es handelt sich um die höchste Zahl an Todesfällen in Spanien an nur einem Tag seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Infektionsfälle stieg auf mehr als 64’000.

Über 4800 Menschen erlagen in Spanien dem Coronavirus. (Bild: Keystone)
Was bisher geschah

Alle bisherigen Ereignisse und Entwicklungen zum Coronavirus können Sie hier nachlesen.

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