Die eingestellten Kondom-Produktionen in Malaysia und China könnten zu langfristigen Problemen führen. (Symbolbild: Keystone)
International

Globaler Kondome-Mangel befürchtet

Die Kondom-Produktion in Malaysia steht still. Das könnte zu einem monatelangem Mangel führen und auch humanitäre Projekte lange beschäftigen.

Der international grösste Kondom-Produzent Karex erwartet einen weltweiten Mangel. Die Firma in Malysia musste wegen des Coronavirus die Produktion unterbrechen. Die Behörden haben einen Lockdown verfügt. Jedes fünfte Kondom, das auf der Welt verkauft wird, kommt aus dieser Fabrik, wie die internationale Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Karex beliefert verschiedene Marken, darunter auch Durex.

In letzten zehn Tagen konnte kein einziges Kondom produziert werden – sonst wären es 100 Millionen gewesen. «Wir werden einen weltweiten Mangel an Kondomen erfahren – überall, was sehr unheimlich sein wird», sagt Karex-CEO Miah Kiat.

«Meine Befürchtung gilt für humanitäre Programme in Afrika. Der Mangel wird nicht nur zwei Wochen dauern, oder einen Monat. Das kann Monate dauern», so Kiath.

Weitere Fabriken zu

Malaysia ist das vom Coronavirus meistbetroffene Land in Südostasien. 2161 Fälle wurden hier gezählt, 26 Menschen starben. Noch bis April soll der Lockdown im Land dauern.

Die anderen grösseren Kondom-Produzenten befinden sich in China – auch hier sind zahlreiche Fabriken geschlossen – sowie Indien und Thailand, wo die Krankheit sich in diesen Tagen ausbreitet. Von den Fabrikschliessungen sind auch andere Produktionen betroffen – beispielsweise die von medizinischen Einwegs-Handschuhen.

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