Für die italienische Wirtschaft sieht es düster aus: Das Barometer für das Geschäftsklima fiel im März von 97,8 auf 81,7 Punkte. (Symbolbild: Keystone)
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Geschäftsklima in Italien bricht wegen Corona-Krise massiv ein

Das Geschäfts- und Konsumklima in Italien bricht wegen des Coronavirus ein. Das Geschäftsklima-Barometer fiel im März auf den schlechtesten Wert seit Juni 2013.

Die Corona-Krise drückt die Stimmung von Managern und Verbrauchern in Italien massiv in den Keller. Das Barometer für das Geschäftsklima fiel im März von 97,8 auf 81,7 Punkte, wie das Statistikamt Istat am Freitag unter Berufung auf seine monatliche Umfrage mitteilte.

Das ist der schlechteste Wert seit Juni 2013. Das Barometer für das Konsumklima brach von 110,9 auf 101,0 Punkte ein. Das ist niedrigste Stand seit Anfang 2015. Die Umfragen wurden zwischen dem 2. und 13. März durchgeführt.

Düstere Prognosen für die Wirtschaft

Das Institut Prometeia erwartet für dieses Jahr einen Einbruch des italienischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 6,5 Prozent wegen der Folgen der Virus-Krise. Die Staatsverschuldung dürfte dabei auf 150 Prozent des BIP steigen – wegen Steuerausfällen und Mehrausgaben durch Konjunkturpakete.

Die nach Deutschland und Frankreich drittgrösste Volkswirtschaft der Euro-Zone ist besonders schwer vom Corona-Ausbruch betroffen. Bislang wurden mehr als 8000 Todesopfer registriert – so viele wie in keinem anderen Land. Italien hat alle nicht versorgungsrelevanten Fabriken und Unternehmen dichtgemacht.

Bis auf die Betriebe, die für die Lieferketten als unerlässlich gelten, müssen alle Unternehmen bis zum 3. April ihre Produktion stoppen und schliessen. Supermärkte, Apotheken, Post-Dienste und Banken sollen weiterhin geöffnet bleiben.

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