Featured Video Play Icon
Der Telebasel Sonntags-Talk vom 29. März 2020 mit Saskia Schenker, David Trachsel und Adil Koller.
Basel

Soforthilfe, Spitalpersonal und Streit um Schutzmasken

Die Corona-Krise hat uns im Griff. Genügt die Soforthilfe des Baselbiets? Im Sonntags-Talk diskutieren Saskia Schenker, David Trachsel und Adil Koller darüber.

Soforthilfe des Kantons: Genügt sie?

Die «BZ Basel» schreibt: «Mit Soforthilfen, welche die Massnahmen des Bundes ergänzen, will die Baselbieter Regierung den hiesigen Unternehmen in Not unter die Arme greifen. Finanzdirektor Anton Lauber schliesst ein weiteres Hilfspaket nicht aus, will damit aber noch zuwarten. Die Grünen fordern hingegen, dass der Kanton angesichts der Tragweite der Corona-Krise sofort mit der grossen Kelle anrührt.

Rund 100 Millionen Franken an Kantonsgeldern will die Baselbieter Regierung – vorerst – bereitstellen, um die Folgen der Corona-Krise für die hiesige Wirtschaft zu mildern. 50 Millionen Franken stehen für – nicht-rückzahlbare – Soforthilfen an Unternehmen in Not zur Verfügung. Während die Lohnkosten durch Massnahmen des Bundes gedeckt sind, sollen die Kantonsgelder die Unternehmen bei Zahlungen von Fixkosten, wie Mieten, Versicherungen oder Energiekosten unterstützen.

Pro Firma stehen 7’500 bis 10’000 Franken zur Verfügung. Weitere 50 Millionen hält der Kanton bereit, um Überbrückungskredite von Banken an Unternehmen abzusichern. Grünen-Präsident Bálint Csontos äussert sich dennoch kritisch: Das Paket beinhalte gute Elemente, sei aber noch sehr limitiert auf gewisse Bereiche: «Von Sozialmassnahmen wie Haushaltszuschüssen ist nicht die Rede, auch nicht von einer Beschleunigung der Investitionen des Kantons».»

Die Grünen haben ein umfangreiches Forderungspaket publiziert. Telebasel fragt: Ist die Kredithilfe der falsche Ansatz?

Und das Spitalpersonal?

Die «WoZ» schreibt: «Freitag, 20. März, 12:30 Uhr: Von den Balkonen brandet Applaus. Die Bevölkerung dankt allen, die in systemrelevanten Berufen dafür sorgen, dass die Gesellschaft soweit wie möglich weiter funktioniert. Speziell jenen, die in diesen Wochen besonders gefordert sind: den Menschen im Gesundheitswesen. Es ist der Tag, an dem der Bundesrat ein historisches ‹Wirtschaftspaket› ankündigt: 42 Milliarden Franken für Unternehmen, Kleinbetriebe, Selbstständige, Fest- und Temporärangestellte, die durch die Coronapandemie in ihrer wirtschaftlichen Existenz gefährdet sind.

Doch zu den Beschäftigten im Gesundheitswesen? Kein Wort. Auch dazu nicht, dass die Landesregierung gleichentags eine Lockerung des Arbeitsrechts für das Personal in den Spitälern beschliessen würde – ohne vorherige Konsultation der Sozialpartner, was historisch einmalig ist. In der Corona-Krise offenbart sich in aller Deutlichkeit: Ausgerechnet jene, die die Grundversorgung aufrechterhalten, müssen schon in gewöhnlichen Zeiten mit schlechten Arbeitsbedingungen klarkommen – und in Krisenzeiten noch weiter über die Grenzen ihrer Belastbarkeit hinausgehen.

Die schlechten Arbeitsbedingungen und die sich anbahnende dramatische Personalnot in den Spitälern sind nicht nur dem Virus geschuldet, sondern eine direkte Folge der hiesigen Gesundheitspolitik».

Telebasel fragt: Hat die «WoZ» recht?

Maskenstreit mit Deutschland und Frankreich

Luzerner Zeitung: «Die EU-Kommission hat die EU-Staaten angewiesen, Lieferungen von Schutzmaterial in die Schweiz nicht mehr zu blockieren. Nun zeigt sich: Anscheinend gilt in der Corona-Krise das Machtwort aus Brüssel wenig. Paris hält weiterhin die Hand auf alle Schutzmasken, die das Land verlassen sollen.

Und auch in Deutschland klemmt es: Es sei mit erneuten Verzögerungen zu rechnen, sodass die Ware frühestens kommende Woche in der Schweiz sein werde. Für die betroffenen Kliniken und Spitäler ist das ein grosses Problem».

Telebasel fragt: Sind wir selbst schuld mit unserer EU-Politik oder zeigt die EU, dass sie beim geringsten Stresstest nichts mehr zu sagen hat?

Verfolgen Sie den Sonntags-Talk am Sonntag, 29. März 2020, um 19:15 Uhr live auf Telebasel. Es diskutieren Saskia Schenker, Präsidentin FDP Baselland, David Trachsel, Präsident JSVP Schweiz, und  Adil Koller, Präsident SP Baselland.

1 Kommentar

  1. Erschtaunlich ausgerechnet die Franzosen und wer hilft ihnen jetzt die Schweiz oder was stimmt nicht mit den Franzosen viele arbeiten auch in der Schweiz und jetzt dassReport

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*