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Schweiz

Popstars geben Benefiz-Konzert im Live-Stream

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Indische Ärzte verlieren Wohnung wegen Corona-Hysterie

Zahlreiche Menschen, die in Indien medizinische Berufe ausüben haben keine Unterkunft mehr. Der Grund: Die Vermieter warfen die Ärzte und Krankenpfleger auf die Strasse, weil sie Angst haben, mit dem Coronavirus infiziert zu werden.

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Wegen ihres Berufs wurden zahlreiche indische Ärtze auf die Strasse gestellt. (Symbolbild: Keystone)
Popstars veranstalten mehrstündiges Benefiz-Konzert im Live-Stream

Die Popsängerinnen Rita Ora und Ellie Goulding, der Sänger und Songwriter John Legend sowie zahlreiche andere Stars aus der internationalen Musikszene wollen am Samstag gemeinsam ein Benefiz-Konzert veranstalten, das im Live-Stream übertragen wird.

Die Einnahmen des Events mit dem Titel «Stream Aid 2020» sollen einer Stiftung der Weltgesundheitsorganisation zugutekommen, mit der die WHO den weltweiten Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie unterstützt.

Ellie Goulding und andere Popstars geben am Samstag gemeinsam ein Benefiz-Konzert, das per Live-Stream übertragen wird. (Archivbild: Keystone)
BAG-Koch informiert: Ist man immun nach einer Ansteckung?

Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben und wieder genesen sind, seien sehr wahrscheinlich immun. Reinfektionen seien nicht die Regel. Das sagt Daniel Koch, Leiter der Abteilung für übertragbare Krankheiten des BAG. Genesene Personen sollen sich aber dennoch weiterhin an die Regeln des Bundes halten.

(Video: Keystone SDA/Silva Schnurrenberger)

Ohne Massnahmen sterben 40 Millionen Menschen

Ohne Gegenmassnahmen würde die Coronavirus-Pandemie dem Imperial College in London zufolge 2020 bis zu 40 Millionen Menschen weltweit das Leben kosten. Das geht aus einer Studie hervor, die am Donnerstagabend veröffentlicht wurde.

Die Forscher spielten dabei in einem mathematischen Modell mehrere Szenarien durch. Im schlimmsten Fall würden sich demnach sieben Milliarden Menschen, also beinahe die gesamte Menschheit, innerhalb dieses Jahres mit dem Erreger Sars-CoV-2 infizieren.

Bis zu 40 Millionen Menschen könnten bis Ende 2020 sterben, wenn keine Massnahmen gegen das Coronavirus ergriffen werden. (Symbolbild: Keystone)
Globaler Kondom-Mangel wird befürchtet

Die Kondom-Produktion in Malaysia steht still. Das könnte zu einem monatelangen Mangel führen und auch humanitäre Projekte lange beschäftigen.

Der international grösste Kondom-Produzent Karex erwartet einen weltweiten Mangel. Die Firma in Malysia musste wegen des Coronavirus die Produktion unterbrechen. Die Behörden haben einen Lockdown verfügt. Jedes fünfte Kondom, das auf der Welt verkauft wird, kommt aus dieser Fabrik, wie die internationale Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Karex beliefert verschiedene Marken, darunter auch Durex.

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Die eingestellten Kondom-Produktionen in Malaysia und China könnten zu langfristigen Problemen führen. (Symbolbild: Keystone)
«Fahren Sie über Ostern nicht ins Tessin»

Bundesrat Alain Berset appellierte am Freitag erneut an die Bevölkerung, sich weiter an die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus zu halten.

(Video: Keystone-SDA/Detlev Munz)

Kurve der Neuansteckungen flacht ab

Die Kurve der Neuinfektionen mit dem neuen Coronavirus scheint sich in Italien nach Aussagen des obersten Gesundheitsinstituts abzuflachen – hat allerdings noch nicht ihren Höhepunkt erreicht.

«Wir sind noch nicht auf dem Höhepunkt (…). Aber es gibt positive Anzeichen», sagte der Präsident des nationalen Gesundheitsinstitutes (ISS), Silvio Brusaferro, am Freitag in Rom. Seit dem 19./20. März gebe es eine leichte Abflachung der Kurve der neuen Ansteckungen – die Kurve falle aber noch nicht ab, «wir sind in einer Verlangsamung der Steigung».

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Das Coronavirus trifft Italien hart. Nun flacht die Kurve der Neuinfektionen etwas ab – der Höhepunkt ist aber noch nicht erreicht. (Bild: Keystone)
Schweden begrenzt Versammlungen auf 50 Teilnehmer

Schweden führt im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus schärfere Begrenzungen von öffentlichen Versammlungen ein. Zusammenkünfte mit mehr als 50 Teilnehmern werden verboten, wie Ministerpräsident Stefan Löfven am Freitag auf einer Pressekonferenz in Stockholm bekanntgab. Bislang lag diese Grenze bei 500 Personen.

Von der neuen Massnahme seien unter anderem Examensfeiern, Hochzeiten und Beerdigungen betroffen, fügte Sozialministerin Lena Hallengren hinzu. Laut Innenminister Mikael Damberg gilt die neue Begrenzung ab Sonntag.

In Schweden dürfen sich nicht mehr als 50 Personen versammeln. (Bild: Keystone)
Frankreich erwartet am Wochenende Welle von Corona-Kranken

Frankreich erwartet am Wochenende die bisher grösste Welle von Corona-Kranken: Premierminister Edouard Philippe warnte am Freitag in Paris nach einem Krisentreffen der Regierung vor einer «extrem grossen Welle, die über Frankreich hinwegspült».

In den kommenden Tagen werde die Situation für die Spitäler und die Bürger besonders schwierig werden. Er sprach von einer «Krise, die andauern wird, von einer Gesundheitslage, die sich nicht schnell verbessert».

Mit bisher knapp 1700 Toten gehört Frankreich nach Italien und Spanien zu den am meisten betroffenen Ländern der EU. Innerhalb von 24 Stunden war die offizielle Zahl der Toten nach Angaben vom Donnerstagabend um 365 gestiegen.

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38 Todesfälle im Kanton Waadt

Im Kanton Waadt hat sich die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 innert zwei Tagen beinahe verdoppelt. Mit 38 Todesfällen gehört die Waadt neben dem Tessin und Basel-Stadt zu den am stärksten betroffenen Kantonen.

327 Personen befinden sich in Spitalpflege, 66 davon auf der Intensivstation, wie die Waadtländer Behörden am Freitag weiter mitteilten. Auch die Gesamtzahl der bestätigten Fälle im Kanton steigt weiter an. 2532 Menschen wurden bislang positiv auf das Coronavirus getestet. In der Zwischenzeit konnten 148 Patienten das Spital wieder verlassen.

Im Kanton Waadt befinden sich derzeit 327 Personen in Spitalpflege, 66 davon auf der Intensivstation. (Symbolbild: Keystone)
Philippinischer Präsident Duterte in Selbstquarantäne

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte und ein Grossteil seiner Regierung befinden sich wegen der Coronavirus-Infektion mehrerer Mitarbeiter in einer zweiwöchigen Quarantäne.

Der Staatschef sei bereits seit drei Tagen isoliert, teilte Senator Christopher Go, ein früherer Berater des Präsidenten, am Freitag mit. Duterte werde seinen 75. Geburtstag am Samstag somit alleine verbringen müssen. Ob der Präsident Symptome zeige, sagte er nicht. Er habe die Lage im Land unter Kontrolle, betonte der Senator.

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte muss in Selbstquarantäne, weil sich mehrere Regierungs-Mitarbeiter mit dem Coronavirus angesteckt haben. (Bild: Keystone)
Österreich will von Asylbewerbern bei Einreise Gesundheitszeugnis

Angesichts der Coronavirus-Pandemie hat Österreich die Einreise von Asylbewerbern durch extrem hohe Hürden praktisch gestoppt. Das teilte der Generalsekretär des Innenministeriums, Helmut Tomac, am Freitag mit.

«Aufgrund der Corona-Epidemie wird Asylwerbern die Einreise verweigert, wenn sie kein gültiges Gesundheitszeugnis vorweisen können», sagte er und bestätigte damit einen Bericht der «Kronen Zeitung». Innenminister Karl Nehammer hatte am Vormittag in einer Pressekonferenz erklärt, zuletzt hätten nur einige wenige Flüchtlinge um Asyl angesucht. Er sprach von «maximal zwölf pro Tag».

Zahl der Corona-Toten im Iran steigt auf mehr als 2300

Im besonders stark von der Pandemie betroffenen Iran sind nach offiziellen Angaben binnen 24 Stunden 144 weitere Menschen am Coronavirus gestorben. Damit stieg die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 2378, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag erklärte.

2926 Neuinfektionen wurden gemeldet. Insgesamt haben sich im Iran nach Behördenangaben mindestens 32’332 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert. Mehr als 11’100 von ihnen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums inzwischen wieder gesund. Fast 2900 Menschen sind hingegen lebensbedrohlich erkrankt.

Im Iran sind bislang über 2300 Personen an Covid-19 gestorben. (Bild: Keystone)
Über 80 Prozent der deutschen Firmen erwarten Umsatzminus

Vier von fünf deutschen Unternehmen rechnen wegen der Corona-Krise in diesem Jahr mit einem Umsatzrückgang. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Blitzumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter 15’000 Firmen hervor.

Fast jeder fünfte Betrieb sieht sich demnach von Insolvenz bedroht. «Damit spitzt sich die Krise dramatisch zu», sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer. «Das sollte nun alle Alarmleuchten angehen lassen: Wenn wir uns dieser Entwicklung nicht entschieden entgegenstellen, erleben wir wirtschaftliche Schäden von historischem Ausmass.»

Die Coronavirus-Pandemie trifft die deutsche Wirtschaft mit voller Wucht. (Symbolbild: Keystone)
Bundesrat setzt Kapitalpuffer für Banken ausser Kraft

Zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie hat der Bundesrat den antizyklischen Kapitalpuffer der Banken ausser Kraft gesetzt. Da die Banken so weniger Eigenkapital vorhalten müssen, sind sie bei der Kreditvergabe flexibler.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte die Deaktivierung des Kapitalpuffers bei der Landesregierung beantragt. Der Schritt kann nach Angaben des Bundesrats erfolgen, weil sich im Zug der drohenden Rezession auch die Überhitzungstendenzen am Schweizer Hypothekar- und Immobilienmarkt abschwächen dürften.

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Der Bundesrat hat die Kreditpuffer der Schweizer Banken ausser Kraft gesetzt. (Symbolbild: Keystone)
Zügeln weiterhin möglich – Längere Zahlfrist bei Mietverzug

Weitere Entscheide des Bundesrats betreffen die Miete: Die Regierung bekräftigt, dass das Zügeln unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln des Bundesamts für Gesundheit (BAG) möglich ist. Zügelunternehmen und Immobilienbewirtschafter betonten, dass dies möglich sei. Das kommende Wochenende gilt vielerorts als offizieller Umzugstermin, was in der Regel zu rund 50’000 Umzügen führt.

Um Privatpersonen und Mieter von Geschäftsräumen zu unterstützen, hat der Bundesrat zudem die Nachfrist bei Zahlungsverzug von 30 auf 90 Tage verlängert. Gerät ein Mieter mit der Miete in Verzug, kann ihm der Vermieter nach Ablauf der Nachfrist kündigen. Die Kündigungsfrist beträgt nur 30 Tage.

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(Video: Keystone-SDA/Adrian Reusser)

Wer die Hygiene- und Abstandsregeln einhält, kann weiterhin zügeln. (Symbolbild: Keystone)
Bundesrat legalisiert Schliessungen von Betrieben und Baustellen mit «Lex Ticino»

Der Bundesrat entschärft den Konflikt mit dem Kanton Tessin. Dieser hat mit der Schliessung von Baustellen und Betrieben gegen Bundesrecht verstossen. Das wird nun mit einer Verordnungsänderung nachträglich legalisiert.

Der Bundesrat kann einem Kanton künftig erlauben, kurzzeitig die Tätigkeit ganzer Wirtschaftsbranchen einzuschränken oder einzustellen. Voraussetzung ist eine besondere Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung aufgrund der epidemiologischen Situation.

Mehr dazu erfahren Sie hier.

Der Bundesrat kann im Ernstfall einzelnen Kantonen erlauben, ganze Wirtschaftsbranchen einzuschränken oder vorübergehend still zu legen. (Symbolbild: Keystone)
Über 4800 Tote in Spanien

In Spanien hat sich die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus auf mehr als 4800 erhöht. 769 weitere Menschen seien in den vergangenen 24 Stunden an den Folgen ihrer Infektion gestorben, teilte die Regierung in Madrid am Freitag mit.

Es handelt sich um die höchste Zahl an Todesfällen in Spanien an nur einem Tag seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Infektionsfälle stieg auf mehr als 64’000.

Über 4800 Menschen erlagen in Spanien dem Coronavirus. (Bild: Keystone)
Erste Todesfälle in Armenien und Usbekistan

In den Ex-Sowjetrepubliken Armenien und Usbekistan gibt es die ersten Todesfälle im Zusammenhang mit dem hochansteckenden Coronavirus. Ein 72-jähriger Mann mit Diabetes sei am Freitag im zentralasiatischen Usbekistan verstorben, teilte das Gesundheitsministerium in Taschkent mit.

Auch in Eriwan, der Hauptstadt des kleinen Armenien im Südkaukasus, starb am späten Donnerstagabend eine ältere Patientin mit Vorerkrankungen. In den Ländern der ehemaligen Sowjetunion gibt es bislang vergleichsweise wenig Infektionen. Das liegt aber vor allem an den fehlenden Tests.

Bachmann-Preis abgesagt

Der renommierte Ingeborg-Bachmann-Preis ist für das laufende Jahr aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. Das teilte der ORF Kärnten am Freitag mit.

Die «Tage der deutschsprachigen Literatur», in deren Rahmen der Bachmann-Preis vergeben wird, sollten eigentlich ab dem 17. Juni stattfinden. Die nächste Ausgabe wird damit erst im Sommer 2021 veranstaltet.

Der Ingeborg-Bachmann-Preis setzt in diesem Jahr aus. (Bild: Keystone)

Der renommierte Ingeborg-Bachmann-Preis ist für das laufende Jahr aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. Das teilte der ORF Kärnten am Freitag mit.

Die «Tage der deutschsprachigen Literatur», in deren Rahmen der Bachmann-Preis vergeben wird, sollten eigentlich ab dem 17. Juni stattfinden. Die nächste Ausgabe wird damit erst im Sommer 2021 veranstaltet.

Deutsche Gelder fliessen ab 1. April

Nach dem deutschen Parlament hat die Länderkammer, der Bundesrat, endgültig das milliardenschwere Hilfspaket gegen Folgen der Coronakrise für Unternehmen, Mieter, Selbstständige und Spitäler beschlossen. Die ersten Gelder sollen damit noch vor dem 1. April bei den Betroffenen ankommen.

Bereits gemachte Qualifikationen für Olympische Spiele gelten weiterhin

Die 57 Prozent bereits für die Olympischen Spiele in Tokio qualifizierten Athletinnen und Athleten behalten ihre Startplätze für 2021. Das gab das IOC am Freitag bekannt. Weiter hiess es, dass die Athletenquote für die verschiedenen Sportarten beibehalten werde.

Die ursprünglich für diesen Sommer geplanten Olympischen Spiele wurden wegen der Coronavirus-Pandemie ins nächste Jahr verschoben – der genaue Termin steht noch nicht fest.

(Bild: Keystone)
Keine Meister 2019/2020 im Volleyball

Der Zentralvorstand von Swiss Volley hat entschieden, die abgebrochene Saison 2019/20 nicht zu werten. Somit gibt es in den drei nationalen Ligen keine Meister, keine Auf- und Absteiger. Die geplante Reduktion der Nationalliga B von zwei Gruppen mit acht Teams auf eine Gruppe mit zwölf Mannschaften wird um ein Jahr auf die Saison 2021/2022 verschoben.

Auch im Volley-Ball setzt der Spielbetrieb aus. (Bild: Keystone)

In der NLA gelten die Ranglisten nach der Qualifikation, damit sich die Vereine für die europäischen Wettbewerbe anmelden können – bei den Männern ist Lutry-Lavaux freiwillig abgestiegen. Die Cupfinals werden am Supercup nachgeholt. «Es ist klar, dass die ‘perfekte’ Lösung, die jedem einzelnen Klub gerecht werden kann, nicht existiert. Uns ist durchaus bewusst, dass die Ausgangslage für die nächste Saison teilweise sehr schwierig sein wird», sagte Werner Augsburger, der CEO von Swiss Volley.

Israel: Militär unterstützt Polizei

Rund 500 Soldaten sollen in Israel die Polizei beim Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus unterstützen. Die Armeeangehörigen sollten etwa bei Strassensperren, beim Patrouillieren und beim Isolieren einzelner Gebiete zum Einsatz kommen, teilte die Armee am Freitag mit.

Die Zusammenarbeit werde am Sonntag beginnen. Jedem der acht Polizeidistrikte im Land werde eine Kompanie zugeteilt. Bereits am Dienstag hatte Militärsprecher Jonathan Conricus gesagt, die Armee stehe für die Unterstützung der Polizei bereit. Da war allerdings von deutlich mehr Soldaten die Rede gewesen.

206 Corona-Tote

Die Zahl der Coronavirus-Erkrankungen in der Schweiz steigt weiter: Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldete am Freitagmittag 12’161 laborbestätigte Fälle, 1390 mehr als am Vortag. Mindestens 206 Menschen sind inzwischen an der Lungenkrankheit gestorben.

Das ergab eine Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA gestützt auf die Angaben der Kantone. Das BAG registrierte erst 197 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Es stützt sich auf die Meldung von Laboratorien sowie Ärztinnen und Ärzten. Die Fallzahlen könnten daher von jenen abweichen, die von den Kantonen kommuniziert würden, schreibt das BAG. Alle Informationen dazu gibt es hier.

Kanton Freiburg beschlagnahmt Clinique Générale

Der Kanton Freiburg greift im Kampf gegen das Coronavirus auf die Kapazitäten von Privatkliniken zurück. Davon betroffen ist auch die zur Aevis Victoria-Gruppe gehörende Freiburger Clinique Générale.

«Unsere Klinik in Freiburg ist beschlagnahmt worden», sagte Antoine Huber, Chef der Privatspital- und Luxushotelgruppe Aevis am Freitag an einer Telefonkonferenz. Das gesamte rund 40-köpfige Pflegepersonal der Klinik ist an das Freiburger Kantonsspital verlegt worden und soll dort helfen, den erwarteten Ansturm von Corona-Patienten zu bewältigen.

EU-Gemeinschaft in der Krise

Der Streit darüber, mit welchen Instrumenten die Europäische Union die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie gemeinsam bewältigen soll, stürzt die Gemeinschaft in eine tiefe Krise. «Schweren Herzens muss man diagnostizieren, dass die multiple Krise der EU zurück ist», analysierte der Europaexperte Janis Emmanouilidis vom Brüsseler Thinktank EPC am Freitag nach dem EU-Gipfel.

Die EU-Staaten können sich in der Corona-Krise nicht einigen. (Symbolbild: Keystone)

Italien und Spanien hatten gemeinsam mit sieben weiteren Ländern die Einführung gemeinsamer Anleihen, sogenannter «Corona-Bonds» zur Bewältigung der Krise gefordert.

Durch diese Vergemeinschaftung von Schulden sollten sich insbesondere die von der Krise besonders hart getroffenen Länder wie Italien günstiger refinanzieren können. Deutschland, Österreich, die Niederlande und andere Staaten lehnen eine Vergemeinschaftung der Schulden aber strikt ab.

Keine Stellenabbaus bei Banken

Neben der Deutschen Bank legen zahlreiche Grossbanken in anderen Ländern ihre Pläne zum Abbau zehntausender Jobs wegen der Corona-Krise auf Eis. Man wolle den Mitarbeitern in einer solch schwierigen Phase mehr Sicherheit geben, erklärte Deutschlands grösstes Geldhaus.

Der Chef der US-Investmentbank Morgan Stanely, James Gorman, versicherte seinen Beschäftigten, alle Arbeitsplätze seien in diesem Jahr sicher. Auch die britische Bank HSBS und die spanische Santander machen beim Stellenabbau erst einmal Pause.

«Um in der derzeitigen Situation zusätzliche emotionale Belastungen zu vermeiden, werden wir vorerst keine weiteren Mitarbeiter persönlich mit Blick auf unseren geplanten Stellenabbau ansprechen», schrieben Deutsche-Bank-Vorstand Fabrizio Campelli und der neue Personalchef Michael Ilgner in einem Brief an die rund 87’000 Beschäftigten, der Reuters am Freitag vorlag und über den Bloomberg zuerst berichtet hatte.

Zahlreiche Bussen im Wallis verteilt

Seit den von Bund und Kanton beschlossenen Massnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie sind im Wallis 25 Strafanzeigen eingereicht und 206 Bussen verhängt worden. Die Strafen betreffen Unternehmen und Privatpersonen.

Die überwiegende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger halte sich an die Anweisungen der Behörden, teilte die Kantonspolizei Wallis am Freitag mit. Einige Personen hätten aber bestraft werden müssen.

Download-Festival abgesagt

Das Download-Festival 2020 ist wegen des Coronavirus abgesagt. Das teilen die Veranstalter via Instagram mit. Das Festival findet seit 2003 jährlich im Donington Park statt und ist das beliebteste britische Rock- und Heavy-Metal- Festival. Auch in Australien und Japan hätten 2020 Ausgaben stattfinden sollen. Diese wurden wegen des Virus ebenfalls gestrichen.

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Download 2020 will not be going ahead, read the full statement here.

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Grafische Unternehmen starten Hilferuf

Viscom, der Branchenverband der grafischen Unternehmen, wendet sich mit einem Hilferuf an Medienministerin Simonetta Sommaruga. Wegen der Coronakrise «brechen die Erträge der Verlagshäuser und Druckdienstleister weg». Der Verband fordert einen Fonds für Betroffene.

«Wir stellen uns einen ‹System-Krisenfonds Publizistik› vor, der von Bund und Kantonen finanziert wird, aber nur in Krisenzeiten zum Tragen kommt», heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Die Mittel sollen klar mit einem vorgegebenen Auftrag verbunden sein.

Plácido Domingo ebenfalls erkrant

Auch Opernstar Plácido Domingo wurde positiv auf Covid-19 getestet. Er leidet unter Husten und Fieber, wie N-TV berichtet. Der 79-Jährige befindet sich nun mit seiner Familie in Quarantäne.

Domingo meldet sich via Facebook: «Ich glaube, dass es meine moralische Pflicht ist, Ihnen mitzuteilen, dass ich positiv auf Covid-19 getestet wurde», so der Spanier auf seinem Account. «Wir sind derzeit bei guter Gesundheit, aber ich hatte Symptome wie Fieber und Husten und habe deshalb entschieden, mich testen zu lassen», schreibt er. Er fordere alle auf, sehr vorsichtig zu sein, den Anweisungen der Regierungen zu folgen und so viel wie möglich zu Hause zu bleiben, «sodass wir hoffentlich bald zu unserem normalen Alltagsleben zurückkehren können.»

Boris Johnson positiv getestet

Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Das teilte er am Freitag per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Er leide an milden Symptomen führt Johnson aus seinem Account aus.

Er isoliere sich nun selber, werde aber die Regierung im Kampf gegen die Corona-Krise via Video-Konferenz weiter leiten.

Kurz nach ihm erklärte auch Gesundheitsminister Matt Hancock, er sei positiv auf das Virus getestet worden, doch auch er habe nur milde Symptome. Ob sich noch weitere Kabinettsmitglieder und Regierungsmitarbeiter angesteckt hatten, war zunächst unklar.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.



Rammstein-Frontmann auf Intensivstation

Tammstein-Frontmann Till Lindemann liegt mit Coronavirus auf der Intensiv-Station. Das berichtetet die Bild-Zeitung.

Der Schockrocker soll in Berlin hospitalisiert sein. Krank würde er nach einem Solo-Konzert in Moskau. Nach seiner Ankunft zurück in Deutschland musste er von einem Notarztteam ins Krankenhaus gebracht werden, weil er extrem hohes Fieber hatte.

Der Corona-Test bei Lindemann fiel positiv aus. Da er unter einer Lungenentzündung leidet, erfolgte die sofortige Hospitalisierung. Er soll sich mittlerweile ausser Lebensgefahr befinden.

Botschaft der Hoffnung am Matterhorn
(Bild: Keystone)

Am Matterhorn strahlt die Hoffnung über Zermatt. Täglich bleuchtet Lichtkünstler Gerry Hofstetter den weltberümten Berg. Die Aktion soll als Zeichen der Hoffnung und Solidarität in der Corona-Krise wirken.

Das Matterhorn stehe seit jeher als Symbol der Schweiz sowie als Ort der Kraft und des Halts, so die Verantwortlichen in Zermatt. So stark wie das Matterhorn, so stark müsse die Gesellschaft nun zusammenstehen, verankert sein und den Sturm vorbeiziehen lassen.

Vorsicht vor Kriminellen

Viele Menschen helfen in der Corona-Krise. Kriminelle passen ihre Modelle aber an die Situation an und versuchen die Krisen-Zeit zu nutzen. Europol und Fedpol warnen auf Twitter vor neuen Maschen der Kriminellen.

Die Behörden empfehlen, sich regelmässig zu aktuellen Betrugsversuchen zu informieren. Unter anderem im Kanton Aargau gaben sich Betrüger als falsche Polizisten aus und versuchten so, die allgemeine Unsicherheit zu nutzen.

Keine Gebühren auf Schutzmasken mehr

Der Bund befreit Importe von Hygienemasken, Einweghandschuhe, Schutzkittel und dergleichen von Zollgebühren.

Das teilte die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Freitag mit. Die Ausnahme gilt bis auf weiteres für Material, das für die Kantone und den Bund bestimmt ist. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

Schutzmasken unterliegen, wie weitere Hygiene-Artikel temporär keinen Zöllen mehr. (Bild: Keystone)
32'000 Helferinnen und Helfer meldeten sich beim Roten Kreuz

Das schweizerische Rote Kreuz kann in der Corona-Krise auf 32’000 Helferinnen und Helfer zählen, wie die Organisation mitteilt. Auch die Zahl der Menschen, die Hilfe brauchen, hat mittlerweile zugenommen. Alle Informationen dazu gibt es hier.

VW braucht vorerst keine staatliche Hilfe

VW-Konzernchef Herbert Diess hat vor möglicherweise noch länger anhaltenden Folgen und hohen Kosten der Coronavirus-Pandemie für den Autobauer gewarnt. «Wir gehen aus einer starken Position in diese Krise», sagte er am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung «Markus Lanz».

VW geht mit einem finanziellen Polster in die Krise, wie CEO Herbert Diess sagt. (Bild: Keystone)

«Aber unsere Verkäufe weltweit stehen. Wir machen keinen Absatz, wir machen keinen Umsatz ausserhalb Chinas.» Derzeit werde der Hersteller in sämtlichen anderen Märkten «praktisch keine» Autos mehr los, weil die Nachfrage am Boden liege.

Infolgedessen nehme die Liquidität stark ab – Diess sprach von bis zu zwei Milliarden Euro pro Woche. Ende 2019 hatte der Konzern im Auto-Kerngeschäft 21,3 Milliarden Euro in der Kasse. Finanzchef Frank Witter hält staatliche Hilfe derzeit für nicht nötig.

Boom bei Onlnie-Kursen erwartet

Auch das Bildungsangebot in der Schweiz wird vom Coronavirus beeinflusst. Weil ein Grossteil der Menschen zu Hause bleiben muss, passen die Bildungsanbieter ihre Angebote der steigenden Nachfrage nach Online-Kursen an. Einige waren vorher schon auf Schulungen übers Internet ausgerichtet, andere ziehen nun nach.

Zahlreiche Online-Kurs-Anbieter reagieren mit neuen Angeboten auf die Corona-Krise. (Bild: Keystone)

Die Klubschule der Migros beispielsweise musste ihren Präsenzunterricht einstellen. Die nach eigenen Angaben grösste Bildungsstätte für Erwachsene der Schweiz kann aber auf ein bereits etabliertes Online-Angebot zählen, das 2016 unter dem Namen «Online Academy» lanciert wurde. Dass dieses derzeit boomt, erstaunt daher nicht. Auch der Anbieter Homestudies.ch verzeichnet derzeit einen grösseren Andrang.

Andere Ausbildner mussten sich dagegen der Lage anpassen, wie etwa Futurekids oder die gemeinschaftliche Webseite Apprentus.

USA und China nähern sich an

Nachdem sich die Spannungen zwischen China und den USA im Zuge der Corona-Krise zuletzt verschärft hatten, haben beide Seiten nun versöhnlichere Töne angeschlagen.

Die beiden Länder sollten sich zusammentun, um die Coronavirus-Pandemie zu «bekämpfen», sagte Chinas Präsident Xi Jinping einem staatlichen Medienbericht zufolge in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump am Freitag.

Trump schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter von einem «sehr guten Gespräch». China habe «viel durchgemacht und sich umfassendes Wissen über das Virus» angeeignet. «Wir arbeiten eng zusammen», schrieb Trump.

Von der Entführung in die Qurantäne

Eine Kanadierin, die in Westafrika von Islamisten entführt worden war, ist nach ihrer glücklichen Flucht wieder in ihrem Heimatland eingetroffen – ganz frei ist sie aber noch nicht: Sie muss wegen der Corona-Pandemie zunächst in eine 14-tägige Quarantäne, wie ihre Familie am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte.

Die Frau aus Sherbrooke in der Provinz Québec und ihr italienischer Freund waren im Dezember 2018 in der Nähe der Stadt Bobo-Dioulasso in Burkina Faso gekidnappt worden. Medienberichten zufolge wurden sie ins Nachbarland Mali verschleppt, wo sie schliesslich fliehen konnten. Sie sei glücklich, wieder in der Heimat zurück zu sein, teilte die Frau mit. «Mein Herz ist nun bei all denen, die in dieser kritischen Zeit der Pandemie leiden.»

Militärische Unterstüzung am Zoll

Das wegen der Covid-19-Pandemie verschärfte Grenzregime fordert das Zollpersonal. Darum helfen Militärpolizisten und ein Milizbataillon an den Grenzen aus. Ihr Einsatz startete am Freitag und ist bis Ende Juni befristet.

Die Unterstützung dient der «längeren Durchhaltefähigkeit» ihres Personals, wie die eidgenössische Zollverwaltung (EZV) mitteilte. Die EZV kann die verschärften Kontrollen an der Grenze und im Hinterland mit ihrem Personal nicht über längere Zeit aufrechterhalten. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

Keine Dividenden-Ausschüttung bei Aevis Victoria

Die Privatspital- und Luxushotelgruppe Aevis Victoria hat im vergangenen Jahr dank des Verkaufs einer Beteiligung einen hohen Gewinn erzielt. Aevis verzichtet dennoch auf die Ausschüttung einer Dividende. Die Aussichten werden vor allem im Hotelgeschäft durch das Coronavirus stark eingetrübt.

Die vom Bund erlassenen Massnahmen gegen die Ausbreitung des Virus haben die Tourismusbranche voll erfasst und damit auch Luxushotels der Aevis-Gruppe wie das Jungfrau-Victoria in Interlaken oder das Eden au Lac in Zürich. Der Hotelbereich werde wohl bis in den Sommer hinein von vielen Stornierungen von Reisen und Konferenzen betroffen sein, teilte Aevis am Freitag mit.

Italienische Wirtschaft im Minus

Die Corona-Krise drückt die Stimmung von Managern und Verbrauchern in Italien massiv in den Keller. Das Barometer für das Geschäftsklima fiel im März von 97,8 auf 81,7 Punkte, wie das Statistikamt Istat am Freitag unter Berufung auf seine monatliche Umfrage mitteilte.

Schlechtwetter-Stimmung nicht nur auf Italiens Stimmung: die Wirtschaft ltaliens bricht wegen des Coronavirus’ ein. (Bild: Keystone)

Das ist der schlechteste Wert seit Juni 2013. Das Barometer für das Konsumklima brach von 110,9 auf 101,0 Punkte ein. Das ist niedrigste Stand seit Anfang 2015. Die Umfragen wurden zwischen dem 2. und 13. März durchgeführt.

Alles zum Thema gibt es hier.

Bruttoinlandprodukt (BIP) wird wohl schrumpfen

Die Ökonomen der Grossbank Credit Suisse senken ihr Konjunkturprognose für die Schweiz im laufenden Jahr. Sie erwarten nun für 2020, dass sich das Bruttoinlandprodukt (BIP) um 1,0 Prozent schrumpfen wird, wie sie gegenüber AWP erklärten. Bisher lautete die Prognose auf -0,5 Prozent.

Die Revision sei allerdings rein technischer Natur, heisst es. Sie habe damit zu tun, dass die Olympischen Spiele und die Fussball-EM verschoben worden seien und damit die entsprechenden Lizenzeinnahmen nicht in diesem Jahr anfielen. Entsprechend sei die Prognose für 2021, wann diese Grossanlässe nun stattfinden sollen, auf 2,5 von 2,0 Prozent erhöht worden.

Lohn-Kürzungen für Barça-Stars

Der FC Barcelona hat wegen der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie dem Team und vielen Mitarbeitern die Arbeitszeit und damit den Lohn gekürzt. Laut spanischem Recht können Unternehmen im Falle höherer Gewalt zu solchen Mitteln greifen. Zuvor hatte der Verein mit den Profis um Superstar Lionel Messi keine Einigung über eine freiwillige Lohnkürzung erzielen können, wie spanische Medien berichteten. Es wird erwartet, dass weitere Vereine aus La Liga dem Beispiel des FC Barcelona folgen.

Messi und Co. wird der Lohn in der Corona-Krise gekürzt. (Bild: Keystone)

Die Barça-Klubführung gab zudem bekannt, dass die Anlagen des Vereins den Gesundheitsbehörden der Region Katalonien zur Verfügung gestellt worden seien. Spanien ist eines der am stärksten betroffenen Länder der Corona-Krise.

LafargeHolcim starten Kostensenkungsprogramm

Der Zementkonzern LafargeHolcim reagiert mit einem Kostensenkungsprogramm auf die Coronakrise. Investitionen und Fixkosten sollen zurückgefahren werden, der Ausblick für das laufende Jahr wird gekippt. An der Dividende von 2 Franken pro Aktie hält das Unternehmen jedoch fest.

(Bild: Keystone)
Jedes sechste Schweizer KMU könnte Kokurs gehen

Die Coronakrise trifft vor allem die KMU und damit das Mark der Schweizer Wirtschaft hart. Mehr als die Hälfte der kleinen und mittleren Firmen rechnete vor einer Woche damit, in den kommenden Monaten in finanzielle Not zu geraten.

Und jedes sechste KMU hielt den Konkurs für wahrscheinlich, wie eine am Freitag publizierte Umfrage der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zeigt. Alle Informationen zum Thema gibt es hier.

Steve Martin nutzt Corona-Pause zum Banjo-Spielen

Was macht Steve Martin wenn er gerade nicht lustig ist? Richtig. Musik:

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Russland schliesst alle Restaurants

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sollen in Russland ab Samstag alle Cafés und Restaurants für gut eine Woche schliessen. Die russischen Regionen seien angewiesen worden, den Gastronomiebetrieb bis zum 5. April einzustellen, ausgenommen seien Lieferdienste.

Das heisst es in einem Dekret von Ministerpräsident Michail Mischustin vom Freitag. Die Regionalbehörden wurden zudem angewiesen, den Bürgern zu empfehlen, Reisen einzuschränken.

In Südafrika starben erstmals zwei Menschen am Coronavirus

Südafrika hat die ersten beiden Todesfälle durch das neuartige Coronavirus gemeldet. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg auf über 1000, wie Gesundheitsminister Zweli Mkhize am Freitag erklärte. Die beiden Todesfälle wurden den Angaben zufolge aus der Provinz Westkap gemeldet.

Seit Mitternacht (Ortszeit) gilt für die 57 Millionen Südafrikaner eine dreiwöchige landesweite Ausgangssperre. Allerdings missachteten am Freitagmorgen viele Menschen die Anordnung und gingen wie gewohnt ihren Geschäften nach.

Wie in vielen anderen Ländern herrscht in Südafrike eine Ausgangssperre. (Bild: Keystone)

Staatschef Cyril Ramaphosa hatte am Montag erklärt, mit der Ausgangssperre solle eine «menschliche Katastrophe enormen Ausmasses verhindert» werden. Die nationale Fluglinie South African Airways (SAA) kündigte nach der Streichung aller internationalen Verbindungen auch die Aussetzung aller Inlandflüge während der Ausgangssperre an.

Flughafen Zürich bald mit tieferem Rating?

Die Coronavirus-Pandemie macht den Flughafenbetreibern in Europa zunehmend zu schaffen. Dennoch bestätigt die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) ihre Bonitätsnote «AA-» für den Flughafen Zürich, sie senkt aber den Ausblick.

Neben den Reisebeschränkungen und Quarantäneauflagen, die die einzelnen Länder eingeführt haben, dürfte nun auch eine Rezession in der Eurozone und in Grossbritannien eine Erholung des Passagierverkehrs verlangsamen. Daher erwartet S&P, dass die europäischen Flughäfen wesentlich schwächere Cashflows und Kreditquoten haben werden

Schauspieler Mark Blum stirbt

Der amerikanische Schauspieler Mark Blum starb am Coronavirus. Er wurde 69 Jahre alt.

Blum ist unter anderem aus den Filmen «Desperately Seeking Susan» und «Crocodile Dundee» bekannt. Mehr dazu gibt es hier.

Ärtze veröffentlichen Corona-Song

(Video: Youtube, Die Ärzte)

Die Punkband Die Ärzte grüsst in Corona-Zeiten aus dem Homeoffice und präsentiert einen neuen Song.

In dem «Lied für jetzt», das seit Freitag bei Youtube zu hören ist und nach Bandangaben «unter Einsatz von drei gebrauchten Mobiltelefonen» hergestellt worden sein soll, scheinen Farin Urlaub, Bela B und Rod González sich jeweils in heimischer Isolation zu befinden. Alle Informationen dazu gibt es hier.

Trump zuversichtlich für Wirtschaftslage

US-Präsident Donald Trump hat den Anstieg der Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten infolge der Coronavirus-Epidemie als nur vorübergehend beschrieben. Sobald der «unsichtbaren Feind» besiegt sei, werde sich die Wirtschaft «sehr schnell» wieder erholen.

Dies sagte Trump im Zusammenhang mit dem Coronavirus am Donnerstag (Ortszeit) im Weissen Haus. «Wir werden sehr stark wieder zurückkommen», betonte Trump.

Bleibt in der Corona-Krise positiv: Donald Trump. (Bild: Keystone)
Australien schickt alle Heimkehrer in Quarantäne

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie schickt die Regierung Australiens alle aus dem Ausland heimkehrenden Bürger für zwei Wochen in Quarantäne. Sie würden direkt vom Flughafen in Hotels oder andere Unterkünfte gebracht, sagte Premierminister Scott Morrison am Freitag in Canberra. Die Kosten der Unterbringung trügen die jeweiligen Bundesstaaten. Die neue Verordnung soll an diesem Samstag ab Mitternacht in Kraft treten.

Auch Down-Under leiden bereits Tausende Menschen am Coronavirus. (Bild: Keystone)

In Australien gibt es bisher gut 3000 bestätigte Covid-19-Fälle. Bei mehr als zwei Dritteln der Infizierten handele es sich um Australier, die aus dem Ausland zurückgekehrt seien, sagte Morrison. In den vergangenen Tagen trafen täglich rund 7000 Australier aus Übersee auf den fünften Kontinent ein. Morrison rief alle Bürger auf, so schnell wie möglich nach Hause zu fliegen. «Es wird nicht sehr lange dauern, dass es sehr schwer wird heimzukehren.»

Kanada will keine US-Soldaten an der Grenze

Die kanadische Regierung hat gegen die mögliche Entsendung von US-Soldaten an die gemeinsame Grenze als Massnahme gegen die Coronavirus-Pandemie protestiert. Es sei im gemeinsamen Interesse beider Länder, dass die Grenze «entmilitarisiert» bleibe.

Dies sagte der kanadische Regierungschef Justin Trudeau am Donnerstag (Ortszeit).

Schärfer äusserte sich die kanadische Aussenministerin Chrystia Freeland: Die Entsendung von US-Truppen wäre ein «völlig unnötiger Schritt, der in unserer Sicht unsere Beziehungen beschädigen würde», sagte sie. Dies sei nicht die richtige Art, «einen treuen Freund und militärischen Verbündeten zu behandeln».

Die kanadischen Entscheidungsträgen wollen kein Militär an der Grenze. (Bild: Keystone)
Chinesische Industrie leidet

Der Coronavirus-Ausbruch hat Spuren in der chinesischen Industrie hinterlassen. Konzerne vor allem in den Branchen Berg- und Maschinenbau sowie im Energiebereich mussten in den ersten zwei Monaten des Jahres drastische Gewinnrückgänge hinnehmen.

Insgesamt verringerten sich die Überschüsse der Industrieunternehmen im Januar und Februar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut 38 Prozent, wie das Nationale Statistikamt Chinas am Freitag mitteilte. Das ist der grösste Rückgang seit mindestens zehn Jahren.

Elton John setzt sich für kleine Plattenläden ein

Super-Star Elton John ruft seine Fans, dazu auf, kleine Plattenläden zu unterstützen. «Viele können gleich zu euch nach Hause liefern», sagt er. Mehr dazu gibt es hier.



Zu wenig Spitalbetten in der Schweiz?

Wissenschaftler haben aufgrund der Coronavirus-Pandemie gewarnt, dass die Spitalbetten auf den Intensivstationen der Schweiz nicht ausreichen könnten. Bereits ab Donnerstag kommender Woche sei ein Engpass zu verzeichnen, hiess es in einer neuen Studie der ETH Zürich.

Es könnten bis zu 1000 zusätzliche Plätze auf den Intensivstationen notwendig sein, führt ein Artikel bei «La Liberté» sowie in den Partnerzeitungen aus. Unter Berücksichtigung der aktuellen Kapazität sowie der Angaben zu den Coronavirus-Krankheitsfällen legt unsere Untersuchung nahe, dass das System bald am Anschlag ist, erklärte Thomas Van Boeckel, Professor im Department Umweltsystemwissenschaften an der ETH Zürich und Mitautor der Studie, gegenüber den Zeitungen.

Experten waren vor einer Spitalbetten-Knappheit in der Schweiz. (Bild: Keystone)

Neben dem Tessin könne in den Kantonen Waadt, Genf, Wallis und Graubünden die Bettenkapazität der Intensivstationen sogar deutlich überschritten werden. Nach den Modellen werde es am 2. April zu einem Engpass kommen, hiess es weiter. In dieser Situation könnten bis zu 86 Intensivbetreuungsplätze fehlen, falls keine Massnahmen getroffen würden, so Van Boeckel.

NFL spendet mehr als 35 Millionen Dollar

Die American Football-Liga NFL hat nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 35 Millionen Dollar für von der Coronavirus-Pandemie betroffene Menschen gespendet. Das Geld, das von Spielern, Besitzern, Teams und der NFL-Stiftung kam, ging demnach an zahlreiche Hilfsorganisationen und Dienste, die Menschen mit Essen versorgen.

Zudem wurden Videos von Mitgliedern aller 32 NFL-Mannschaften veröffentlicht, die ihre Mitbürger aufforderten, zu Hause zu bleiben und so die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen:



Weniger Verbrechen in Italien
Die Zahl der Verbrechen sank in Italien wegen der Ausgangssperren. (Bild: Keystone)

In Italien ist die Anzahl der Verbrechen im Zuge der Ausgangssperren in der Coronavirus-Krise nach Angaben der Regierung stark gesunken. Von 1. bis 22. März seien etwa 53’000 Straftaten gemeldet worden, 64 Prozent weniger als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, teilte das Innenministerium am Donnerstag mit.

Unter anderem Drogendelikte, Kindesmissbrauch und sexuelle Verbrechen seien zurückgegangen. In ganz Italien gilt seit dem 10. März eine Ausgehsperre, nur zum Einkaufen, in einigen Fällen zum Arbeiten oder aus gesundheitlichen Gründen darf man aus dem Haus.

Neue Fälle in China

In Festland-China melden die Behörden 55 Neu-Infektionen beim Coronavirus. Unter diesen Fällen sei zum ersten Mal seit drei Tagen auch wieder eine sogenannte örtliche Infektion, teilen die Gesundheitsbehörden in Peking am Freitag mit.

Alle anderen Fälle stünden aber im Zusammenhang mit Reisenden aus dem Ausland. Insgesamt seien damit nunmehr 81’340 Infektionen bekannt. Für Mittwoch hatten die Behörden 67 neue Erkrankungen gemeldet. Die Zahl der Todesopfer stieg bis Donnerstag um fünf auf 3’292, hiess es.

BMW und Daimler heruntergestuft

Die US-Ratingagentur S&P hat BMW und Daimler wegen der Coronavirus-Krise heruntergestuft. Gleichzeitig änderten die Bonitätswächter am Donnerstag den Ausblick von Volkswagen auf negativ.

Die Ratings von BMW und Daimler seien um je eine Stufe gesenkt worden, teilte S&P weiter mit. Bei allen drei deutschen Autokonzernen sei dieses Jahr wegen schwacher Nachfrage aufgrund der Pandemie mit einem deutlichen Umsatzrückgang zu rechnen, hiess es zur Begründung.

BMW hat wegen des Coronavirus ein tieferes Rating erhalten. (Bild: Keystone)
Gelockerte Slot-Regeln für Fluglinien

Das EU-Parlament hat grünes Licht für die Aussetzung der Slot-Regeln für Fluglinien gegeben. Mit 686 Stimmen dafür, keiner Gegenstimme und zwei Enthaltungen segneten die Abgeordneten am Donnerstag die von der EU-Kommission vorgeschlagene Sonderregelung ab.

Sie soll verhindern, dass Fluggesellschaften wegen der Coronavirus-Krise ohne Passagiere fliegen, um ihre Start- und Landerechte – sogenannte Slots – nicht zu verlieren.

Die Fluglinien dürfen während der Corona-Krise im EU-Gebiet ihre Flüge aussetzen. (Bild: Keystone)
15 Prozent mehr Pakete bei der Post
Das Coronavirus führt in der Schweiz zu einem Pakete-Boom. (Bild: Keystone)

Bei der Schweizerischen Post gibt es derzeit alle Hände voll zu tun. Das Unternehmen wird mit Paketsendungen überschwemmt. Dies erklärte Post-Chef Roberto Cirillo in einem Interview mit den den «Zeitungen der CH-Media» vom Freitag.

«Vor zwei Wochen hatten wir bei den Paketen einen Zuwachs von etwa 15 Prozent gegenüber normalen Zeiten», sagte der Manager. Dies habe aber nochmals stark zugenommen. «Mittlerweile transportieren wir gleich viele Pakete wie üblicherweise vor Weihnachten», betonte er. Und am Mittwoch habe die Post sogar ein Volumen verzeichnet, wie sonst nur am Online-Kauftag «Black Friday, hiess es weiter. Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier.

Deutsche Bank pausiert Stellenstreichungen

Wegen der Coronavirus-Krise setzt die Deutsche Bank nach Angaben eines Sprechers in den USA geplante Stellenstreichungen aus. Das Institut habe sich entschieden, vorerst keine neuen Gespräche mit Angestellten über individuelle Umstrukturierungsmassnahmen aufzunehmen.

Über 6000 Verhaftungen wegen Coronavirus in Argentinien
Die argentinischen Behörden haben während der Coronavirus viel zu tun. (Bild: Keystone)

Die argentinischen Sicherheitskräfte haben seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie mehr als 6000 Menschen wegen Verstösse vorübergehend festgenommen. Gegen die 6191 Verdächtigen im ganzen Land sei Strafanzeige erstattet worden.

Dies teilte das Präsidialamt am Donnerstag (Ortszeit) mit. Zudem beschlagnahmte die Polizei 938 Fahrzeuge. Über 200’000 Menschen seien bei Kontrollen nach Hause geschickt worden, da sie nicht berechtigt gewesen seien, sich im Freien zu bewegen, hiess es in der Mitteilung weiter.

37 Milliarden Euro zur Bekämpfung der Krise

Das EU-Parlament hat grünes Licht für eine 37 Milliarden Euro schwere Investitionsoffensive zur Bewältigung der Coronavirus-Krise gegeben. Mit 683 Stimmen dafür, einer dagegen und vier Enthaltungen sprach sich eine breite Mehrheit der Abgeordneten am Donnerstag im Schnellverfahren für einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission aus.

Das Geld soll primär in die Gesundheitssysteme der Mitgliedstaaten und an kleinere sowie mittlere Unternehmen fliessen.

Weltweit mehr als 500'000 Fällle

Weltweit haben sich nach Angaben von US-Experten bereits mehr als eine halbe Million Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Bei mehr als 510’000 Menschen rund um den Globus ist eine solche Infektion bestätigt, wie aus einer Übersicht der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität vom Donnerstag hervorgeht.

Rund 23’000 Menschen starben demnach inzwischen nachweislich an der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

Über eine halbe Million Menschen leiden weltweit unter dem Coronavirus. (Bild: Keystone)
82'000 Corona-Fälle: USA überholt China

Die USA verzeichnen 82’000 Corona-Fälle. In den letzten 24 Stunden wurden mehr als 13’000 neue Infektionen gemeldet. 1’177 Menschen starben, 1’864 sind wieder geheilt. Mit deutlichem Abstand am meisten Corona-Erkrankte wurden in New York registriert (37’738).

Die USA überholen China: Mit 82’000 Infizierte haben die Vereinigten Staaten weltweit am meisten Corona-Fälle. (Bild: Screenshot coronavirus.jhu.edu)

Donald Trump zur Corona-Krise in den USA:

Damit überholen die Vereinigten Staaten China (81’285 Fälle). Das Ursprungsland des Covid-19-Virus’ liegt nur noch knapp vor Italien (80’589 Fälle). Die Schweiz belegt mit knapp 12’000 Fällen den 8. Platz. Die offiziellen Zahlen vom Bund belaufen sich (Stand Donnerstag, 08:15) auf 10’714 Fälle. Mehr zu der Corona-Krise in den USA gibt es hier.

Einigung bei EU-Gipfel zur Corona-Krise

Nach mühsamen Verhandlungen haben sich die EU-Staats- und Regierungschefs auf ein weiteres Vorgehen in der Corona-Krise verständigt. Es gebe eine Einigung, sagten mehrere Diplomaten der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstagabend übereinstimmend.

Doch noch ein Kompromiss: Die EU streitete sich um die Folgen der wirtschaftlichen Notlage in Europa wegen des Coronavirus’. (Bild: Keystone)

Zuvor hatte Italiens Regierungschef Giuseppe Conte gedroht, eine gemeinsame Erklärung nicht mitzutragen, weil diese bei der Unterstützung gegen die wirtschaftlichen Folgen der Krise seiner Meinung nach nicht weit genug ginge. Mehr dazu hier.

Applaus aus dem Königspalast

Das Britische Königshaus dankt mit einem Tweet allen, welche zur Zeit im Kampf gegen das Coronavirus im Einsatz stehen:

16-Jährige stirbt in Frankreich an den Folgen von Covid-19

Die Zahl der Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus ist in Frankreich weiter stark gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden habe es 365 neue Fälle gegeben, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Donnerstag in Paris. Damit liege die Zahl nun bei 1’696.

Erstmals sei in Frankreich auch eine Jugendliche unter den Todesopfern – die 16-jährige Covid-19-Patientin sei in der Region Paris gestorben, so Salomon.

16-Jährige stirbt: Erstmals sei in Frankreich auch eine Jugendliche unter den Todesopfern. (Keystone)

Den Angaben zufolge befinden sich derzeit 3’375 Patientinnen und Patienten mit schweren Krankheitsverläufen auf Intensivstationen. Die Zahl der bestätigten Infektionen ist um rund 4’000 Fälle auf 29’155 gestiegen. (sda)

Erstmals über 100 Tote an einem Tag in Grossbritannien

Grossbritannien hat erstmals mehr als 100 Todesfälle in einem Zeitraum von 24 Stunden durch das neuartige Coronavirus verzeichnet. Wie das Gesundheitsministerium in London am Donnerstagabend mitteilte, starben seit dem Vortag 115 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19. Mehr dazu hier.

Die Zahl der Toten im Vereinigten Königreich stieg damit auf 578 an. Rund 11’700 Menschen waren nachweislich mit dem Virus infiziert. (Keystone)
Mehr als 230 Tote in Deutschland

In Deutschland sind bislang mehr als 41’300 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Die Zahl der Todesopfer steigt derweil auf über 230. Mehr dazu hier.

Mehr als 230 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang deutschlandweit gestorben. (Keystone)
#indoorskiing mit Ramon Zenhäusern

Was treiben Top-Sportler eigentlich so, wenn die Trainingsgelegenheiten wegfallen?

In der heutigen Ausgabe: Ramon Zenhäusern zeigt die Trainings-Fortschritte seiner Freundin, der Volleyballspielerin Tanja Hüberli, auf den Skiern.

Mehr als 15'000 Corona-Todesfälle in Europa

Die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus steigt europaweit immer weiter an. Am Donnerstagabend lag die Zahl der Menschen, die an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 starben, laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP bei 15’500. Die meisten Todesopfer gibt es mit weitem Abstand in Italien (8’165) und Spanien (4’089).

Die Zahl der Infektionen stieg laut der AFP-Zählung, die auf offiziellen Angaben beruht, europaweit auf mehr als 268’000. Damit ist Europa der am stärksten betroffene Kontinent.

China schliesst Grenzen für Ausländer

China habe die Schliessung seiner Grenzen für Ausländer angekündigt, so «SRF». Die Massnahme trete ab Samstag in Kraft, teilte das Aussenministerium in Peking auf seiner Internetseite mit. Ein Grund für die Schliessung wurde zunächst nicht genannt. 

Beobachter in Peking würden aber davon ausgehen, dass eine von Ausländern ausgelöste zweite Infektionswelle mit dem Erreger Sars-CoV-2, dem Auslöser der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19, verhindert werden solle. Nur für Diplomaten sowie für als besonders notwendig erachtete Fachkräfte und Geschäftsleute sowie in humanitären Notfällen blieben die Grenzen offen, schreibt «SRF» weiter.

Bund will Pflichtlager für starke Schmerzmittel freigeben

Weil Schmerzmittel und Antibiotika knapp werden, will der Bund nächstens die entsprechenden Pflichtlager freigeben. Bei der Behandlung von schweren Coronafällen kommen oft starke sogenannte Analgetika zur Anwendung.

«Für Corona-Behandlungen wird das Pflichtlager gebraucht werden, um die Versorgung sicherzustellen», sagte Ueli Haudenschild vom Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung am Donnerstagabend in der Sendung «Echo der Zeit» von Schweizer Radio SRF.

Laut der obersten Spitalapothekerin funktionieren die Pflichtlager jedoch nur bedingt. Die Spitäler hätten ihre Vorräte zwar in den letzten Wochen aufgestockt, erklärte Petra Strub, Präsidentin des Schweizerischen Vereins der Amt- und Spitalapotheker, im gleichen Beitrag.

«Wir werden diese Ware in den Spitälern aufbrauchen und es wird mancherorts zu Engpässen kommen.» Weil Antibiotika derzeit auf dem Markt ohnehin knapp sind und die Pflichtlager deshalb nicht voll aufgefüllt sind, droht trotz Pflichtlager ein Engpass.

Tessin richtet Covid-19-Checkpoints ein

Der Kanton Tessin hat vier ambulante Untersuchungszentren eröffnet. Durch die sogenannten Covid-19-Checkpoints sollen Hausärzte und Notfallstationen entlastet werden. Potenzielle Coronavirus-Infizierte dürfen die Untersuchungszentren jedoch nur nach Überweisung durch einen Arzt aufsuchen.

Die vier Zentren in Mendrisio, Lugano, Agno und Giubiasco sollen bis mindestens 24. April offen bleiben, wie der kantonale Führungsstab des Tessins am Donnerstagabend mitteilte. Eröffnet worden seien die vier ambulanten Zentren bereits am Mittwoch. Sie richteten sich ausschliesslich an Personen, die sich möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert haben.

Airlines erwarten Extra-Hygienevorschriften

Flugpassagiere müssen sich künftig auf zusätzliche Hygienemassnahmen einstellen, wenn der Flugbetrieb nach der Coronavirus-Krise wieder anläuft. «Wir diskutieren mit den Behörden darüber, welche Regularien gelten, wenn die Industrie wieder startet», sagte Rafael Schvartzman, Europachef beim Branchenverband Iata, am Donnerstag.

«Es werden neue Prozeduren eingeführt.» Was, sei noch unklar. Grundsätzlich sei die Luft in Flugzeugen aber praktisch steril, weil die Filter mehr als 99 Prozent der Mikroben auffingen.

27. Ausgabe des Verbier Festivals abgesagt

Mit «Bedauern» und «Trauer» haben die Verantwortlichen des Verbier Festivals die diesjährige Ausgabe des Klassik-Festivals abgesagt.

Eigentlich hätte vom 17. Juli bis 2. August der 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven in Verbier gefeiert werden sollen. 60 Konzerte waren vorgesehen, 90 internationale Künstlerinnen und Künstler haben Auftritte zugesagt und 220 Studierende der Verbier-Akademie sollten auftreten.

Parlament trifft sich ab 4. Mai zu ausserordentlicher Session
(Symbolbild: Keystone)

National- und Ständerat kommen ab 4. Mai zu einer ausserordentlichen Session zusammen. Das teilten die Präsidien der beiden Räte am Donnerstag mit. Mehr dazu hier.

Post reagiert auf weniger Kundenfrequenzen und entlastet die Mitarbeitenden

In der Corona-Krise hat in den Schweizer Postfilialen die Kundenfrequenz bis zu 40 Prozent abgenommen. Die Post passt deshalb die Öffnungszeiten der Poststellen an, wie sie am Donnerstag mitteilte. Mehr dazu hier.

(Symbolbild: Keystone)
Frankreichs Polizei will mehr Schutzmasken erzwingen

Die französische Polizei beklagt in der Corona-Krise einen Mangel an Atemschutzmasken. Die Polizeigewerkschaften des Landes drohten am Donnerstag damit, die Kontrollen der Ausgangssperre auf ein Minimum herunterzufahren, wenn das Innenministerium keine neuen Masken bereitstelle.

(Bild: Keystone)
Öffentlicher Verkehr wird weiter reduziert

Der öffentliche Verkehr ist am Donnerstag um weitere Zug- und Postautostrecken ausgedünnt worden. Es war der dritte Schritt der Reduktion, der von der SBB und Postauto Schweiz angekündigt wurde.

Es sei wichtig, bevor man eine Reise antrete, den Online-Fahrplan von Tür zu Tür zu konsultieren, da auch der Regionalverkehr stark beeinträchtigt sei, sagte SBB-Mediensprecher Martin Meier am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

(Symbolbild: Keystone)

Bisher sei der Wechsel auf den ausgedünnten Fahrplan gut angelaufen. Die Nachfrage sei aufgrund der Corona-Krise bei der SBB bis zu 80 Prozent gesunken. Eine weiter Frequenzreduktion ist laut Meier zu erwarten. Gemäss dem Übergangsfahrplan fallen gewisse IC- und Interregio-Züge ganz oder teilweise aus.

Was bisher geschah

Alle bisherigen Ereignisse und Entwicklungen zum Coronavirus können Sie hier nachlesen.

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