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Der Telebasel News-Beitrag vom 26. März 2020.
Basel

«Es ist zu früh, um an den Normalbetrieb zu denken»

Die Wirtschaft will, dass der Bund über die Zeit nach dem 19. April nachdenkt. Das sei zu früh, sagt Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger.

«Die Wirtschaft will arbeiten», titelt heute die «Baz». Laut der Zeitung wenden sich diverse Wirtschaftsbosse in einem Brief direkt an den Bund und fordern, den Lockdown zu überdenken. Sie befürchten, dass die Schweizer Wirtschaft eine Weiterführung oder sogar eine Verschärfung, nicht verkraften würde.

Sie wollen, dass sich der Bund jetzt schon mit der Planung für die Rückkehr zur Normalität beschäftigt. Der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger (CVP) erteilt dieser Idee eine Abfuhr: «Es ist verständlich, dass mehr Unternehmen zurück in den Normalbetrieb wollen. Ich glaube allerdings, dass das jetzt verfrüht ist».

Das ganze Interview mit Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger. (Video: Telebasel)

Die Schliessung der Läden und öffentlichen Einrichtungen, sowie das Veranstaltungsverbot gelten seit zehn Tagen. Bis zu zehn Tage kann auch die Inkubationszeit des Coronavirus‘ dauern. Man müsse die kommenden Tage abwarten, um beurteilen zu können, ob diese Massnahmen schon einen Effekt haben, erläutert der Gesundheitsdirektor.

Schritt für Schritt zur Normalität

Stand heute gilt der Lockdown noch bis am 19. April 2020. Das dann wieder alles normal sein wird, bezweifelt auch der Basler Kantonsarzt Thomas Steffen: Typischerweise lockert man das ganze schrittweise und schaut, ob die Massnahmen, die zurückgenommen wurden, nicht wieder zu einem grossen Anstieg führen.

Ein solcher Schritt könnte laut Thomas Steffen die Wiedereinführung von kleineren Veranstaltungen sein. «Es kann zum Beispiel auch sein, dass gewissen Tätigkeiten mit einer Schutzmaske wieder nachgegangen werden darf.»

Kantonsarzt Thomas Steffen im Interview. (Video: Telebasel)

Viele Experten gehen auch von einer zweiten Infizierungs-Welle aus. Auch Kantonsarzt Thomas Steffen hält dieses Szenario für realistisch. Würde das dann einen erneuten Lockdown verursachen? «Die Kunst wird sein, diese Welle abzuschwächen, das versucht man jetzt mit allen Mitteln. Diesen zweiten Lockdown will man verhindern, indem man massvoll zurückgeht und vielleicht zusätzliche, andere Massnahmen wieder in Kraft setzt.

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