Horst Heckendorn erlangte durch seinen Bestseller «Ich bin zu alt für diese Scheisse!» Bekanntheit. (Bild: zVg)
Baselland

So erlebt Rettungssanitäter Heckendorn den Corona-Alltag

Horst Heckendorn arbeitet seit 32 Jahren als Sanitäter und hat schon einiges erlebt. Die Corona-Krise trumpfe aber alles, sagt der Bestseller-Autor.

Die Corona-Krise beschäftigt alle. Besonders betroffen sind Mitarbeitende im Gesunheitswesen. Einer ihrer prominentesten Vertreter ist Horst Heckendorn: Der Sanitäter arbeitet seit drei Jahrzehnten als Sanitäter, aktuell bei der Rettungssanität Nordwestschweiz. Seine Erfahrungen hat er in zwei Bestsellern verarbeitet.

Nun meldet sich der Autor von «Ich bin zu alt für diese Scheisse!» auf Instagram zu Corona-Krise.

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«Die Infografik verdeutlicht eindrücklich, was passieren kann, wenn wir alle uns und nicht an die Empfehlungen des BAG halten», erläutert Horst Heckendorn seinen Post auf Anfrage von Telebasel. «Eine Vielzahl von Erkrankten würde unser nach wie vor sehr gutes Gesundheitssystem zum Kollabieren bringen. Verhältnisse, wie sie gerade aktuell in Italien herrschen, möchte glaube ich niemand haben.»

Er ruft auf: «Also bleibt nach Möglichkeit zu Hause, haltet Abstand und vor allem wascht euch regelmässig und gründlich die Hände, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern».

Doppelter Aufwand

Für alle im Gesundheitswesen Tätigen, vor allem aber für Rettungsdienste und Notfallstationen, sei die gegenwärtige Situation extrem belastend, sagt Heckendorn, der heute in Bennwil wohnt. «Alle laufen am Limit. Jeder Einsatz mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit, bedeutet einen enormen Mehraufwand für uns weil wir Schutz und Desinfektionsmassnahmen durchführen müssen.»

«Wenn ein Einsatz vor der Corona-Krise eine Stunde dauerte, so dauert er jetzt mehr als doppelt so lange, bedingt durch diesen Mehraufwand zum Schutz von Personal und Patienten.»

Harte Probe

Seit 32 Jahren arbeitet Horst Heckendorn im Rettungsdienst: 23 davon in der Schweiz. «Ich habe H1N1 und Sars erlebt und viele andere Seuchen und Epidemien. Was aber jetzt im Moment abgeht, ist beispiellos. Alle haben Angst: Das Gesundheitssystem wird auf eine extrem harte Probe gestellt.»

Jetzt gelte es, solidarisch zu sein und sich selbst und seine Mitmenschen zu schützen, sagt Heckendorn.

Mittlerweile drei Bücher hat Horst Heckendorn veröffenlticht. (Bild: zVg)

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